Make America great again; mit Donald Trump ein Lügner und Betrüger im Amt Antwort

Update: Donald Trumps imigrant motherUpdateUDie Pop-Ikonen wollten am Freitag zu seiner Amtseinführung nicht auftreten, zahlreiche Abgeordnete der Demokraten boykottierten die Veranstaltung, bei der es Krawalle gab und auch gleich ein halbes Dutzend Journalisten verhaftet wurde. Am Tag danach marschierten die Frauen. Hunderttausende in Washington und nochmal so viele rund um den Globus waren unterwegs, um ihre Verachtung für den neuen Präsidenten der USA zu zeigen:Donald Trump, Milliardär, Pöbler, Mann der kurzen Sätze und klaren Worte mit einem soziopathischen Wesen. Und dann ging es rund: Die erste Woche der Amtszeit von Präsident Donald Trump stand unter dem Motto: „Die Zeit des Redens ist vorbei, die Zeit des Handelns ist gekommen.“

Seine Antrittsrede war im gleichen Ton gehalten wie sein Wahlkampf, trat dem Establishment, das hinter ihm auf der Ehrentribühne saß, unsanft in den Allerwertesten und klang wie die Rede eines Diktators: Ich gebe euch  eure Würde zurück –  unser Land wird wieder groß sein.  Und den islamischen Terror rotten wir aus.

Die weiteren Kernpunkte:

  • Eine korrupte Elite hat lange das Land ausgebeutet. Aber jetzt ist der richtige Führer gekommen, der alle Macht dem Volk zurück gibt.
  • Fortan gilt: Nicht zuerst die Welt retten, sondern zuerst das eigene Land .
  • Es wird Arbeit für alle geben: Durch den Ausbau von Straßen, Schienen, Flughäfen und durch die Protektion: US-Produkte kaufen, US-Bürger einstellen.
  • Ein neuer Nationalstolz wird alle verbinden. Grund zur Furcht gibt es nicht, denn Gott selbst schützt Amerika.

Das ist der Stoff, aus dem Kriege geboren werden. Die Rede erinnerte teilweise an die frühen Tage des Dritten Reiches, wie sogar Papst Franziskus öffentlich kundtat – nicht ohne anzumerken, dass sowohl Hitler, als auch Trump rechtmäßig gewählt wurden.  Eine hohe Arbeitslosigkeit, ein nach dem Ersten Weltkrieg von den Alliierten entwürdigtes Volk und ein Feindbild in einer bestimmten Menschengruppe brachte in Deutschland einen Soziopathen an die Macht und hielt ihn dort bis zum bitteren Ende. Die USA haben keinen Weltkrieg verloren. Das Land, das zu den reichsten weltweit gehört, hat zwar eine Arbeitslosenquote von nur 4,7 Prozent, weist aber eine enorme Schere zwischen Superreichen und sehr Armen auf, ist seit Jahrzehnten Einwanderungsland, verfügt teilweise über eine erstaunlich marode Infrastruktur. Und seit 9/11 hält sich hartnäckig eine Terror-Paranoia im Land, der nun mit einer strengen Begrenzung der muslimischen Imigratenzahl entgegengewirkt werden soll.

Noch am Abend der Amtseinführung änderte sich die Homepage des Weißen Hauses: Die Angaben zu Klimaschutzprojekten und dem Wasserrecht  wurden gelöscht, denn Trump will Kohle, Öl und Gas zu neuer Blüte verhelfen und die Wirtschaft nicht durch „schädliche Gesetze“ hemmen. Das rief einen Proteststurm hervor. Am ersten Tag im Amt begann der neue Präsident außerdem, das Gesundheitsvorsorgeprojekt „Obamacare“ in Teilen rückgängig zu machen.  Trump kündigte an, das Handelsabkommen NAFTA mit Mexiko neu zu verhandeln, und – brüskierte die versammelten Medien seines Landes mit „alternativen Fakten“: Bei seiner Amtseinführung seien (gegenteiliger Beweise zum Trotz) mehr Zuschauer als jemals zuvor bei einem Präsidenten anwesend gewesen. Punkt. Fragen ließ sein Sprecher nicht zu. Zehn Tage später gab ihm Ranga Yogeshwar zumindest teilweise recht: Die Fotos waren zu unterschiedlichen Uhrzeiten gemacht worden (das vonTrump ca 45 Minuten früher) und bei Obama sei das Wetter viel besser gewesen.

Auch ein Versprechen brach der Präsident gleich am Tag seines Amtsantrittes: Er erklärte, trotz Wahlsieg seine Steuererklärung nicht offenzulegen. Das brachte ihm umgehend eine Anzeige ein:“Citizens for Responsibility and Ethics in Washington“, eine Organisation, die gegen Korruption kämpft, hat sie eingereicht. Trump verletze die Verfassung der USA, indem er weiterhin Einkünfte im Ausland erziele, sagt sie. Trump verletzt noch mehr: Er übergab seine Firmen an seine Kinder – mit denen er jederzeit über die Firmenpolitik sprechen kann. Das ist eine unzulässige, nicht tolerierbare Verquickung von Amt und Geschäft.

Wie muss man nun diesen neuen Präsidenten einordnen? Worauf muss man sich einstellen? Soll man lachen, weinen, oder muss man sich fürchten?

1990

Geboren wurde Donald J. Trump am 14. Juni 1946 im New Yorker Stadtteil Queens. Die NZZ veröffentlichte im August 2016 ein lesenswertes Portrait des 70jährigen, der sagt, sein Vater Fred sei der wichtigste Mensch in seinem Leben gewesen. Ihn will er übertreffen: An Gerissenheit, an Erfolg, an Glamour.

Als er 13 war, deckte er sich heimlich in Manhattan mit Schnappmessern ein. Vater Fred steckte ihn daraufhin in eine Militärakademie, wo er den Siegeswillen entwickelte, auf den er sich bis heute beruft.

In der Militärakademie galt das Motto: „Gewinnen ist nicht alles, es ist das EINZIGE.“ „Die Erzieher prügelten dir die Knochen aus dem Leib“, erinnert sich Trump. Auf seine Internatszeit blickt er zurück wie auf einen gewonnenen Krieg und preist seinen Drillmeister Theodore Dobias, der den Hang hatte, schwächeren Zöglingen an die Gurgel zu gehen.

In der Akademie begann Donald, das Leben als Kampf gegen alle zu begreifen. Verachtung für Verlierer bleibt ein Generalthema seines Lebens. Auch geostrategisch ist sein Problemlösungsansatz  nicht die Verhandlungskunst, sondern: zurückschlagen, die Oberhand gewinnen, Amerika „wieder gross“ machen.  Besonders als Objekt der Narzissmus-Forschung empfiehlt er sich, findet der NZZ-Autor. Gegenüber seinem Schreibtisch im Trump-Tower hängt ein riesiger Spiegel, täglich lässt er sich einen Stapel mit Zeitungsartikeln über sich selbst auf den Tisch legen.

Trump hat Vorurteile gegen Minderheiten, Aversionen  gegen Geisteswissenschaften und eine militaristische Grundhaltung. Seine Käfer- und Virenphobie – er gibt Menschen ungern die Hand, ohne diese sofort danach zu desinfizieren – fügt sich in die Diagnose ein. „Autoritäre“ Charaktere tendieren zu Ekelgefühlen gegenüber allem Fremden und Unreinen. Besonders Körperflüssigkeiten von Frauen scheinen Trump abzustoßen. Die Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly beschimpfte er als „Bimbo, bei der das Blut überall herausfliesst“. Eine Toilettenpause Hillary Clintons kommentierte er: „Ekelhaft!““

Zudem liest er – wie er dem Journalisten Michael D’Antonio, dem Autor einer gerade auf Deutsch erschienenen Trump-Biografie, erzählte – keine Bücher, interessiert sich weder für Kunst noch für fremde Sprachen und Kulturen. Sein einziger Maßstab ist der Erfolg, der sich nach Dollars bemisst.

Eine außerordentlich krasse Biografie des Präsidenten hat David Cay Johnson geschrieben: „Die Akte Trump“ listet chronologisch die Karriere eines Mannes auf, der sich mit Lügen, Betrug und weitreichenden Beziehungen zur Mafia und zu verurteilten Verbrechern immer wieder geschäftliche Vorteile verschafft hat. David Cay Johnson ist nicht irgendwer: Der 69jährige Pulitzer-Preisträger hat eine lange Karriere als investigativer Journalist hinter sich. Er listet die Familiengeschichte des Präsidenten auf  und charakteriert diesen dann anhand zahlreicher genau recherchierter Beispiele als Lügner, korrupt und korrumpierbar, als ungeheuer nachtragend und auf Rache sinnend,  als Rassist und Menschenverachter, und als Mann, dessen Maxime es ist, hundertmal härter zurückzuschlagen, als er angegriffen wurde. Ein lesenwertes Buch für jeden, der hofft, dieser Präsident werde sich noch an die Würde seines Amtes erinnern.

In Sachen Wirtschaft hat sich Donald Trump  klare Vorgaben gegeben: Sein Wirtschaftsplan soll das Wachstum auf vier Prozent hochschrauben (Obama erreichte nach 2009 im Durchschnitt 2,2 Prozent), und innerhalb von zehn Jahren will er 25 000 neue Jobs schaffen (das entspricht etwa der Menge, die unter Obama entstanden). Die Börsen lieben es. Aber: Seit 2005 waren die meisten neuen Jobs schlecht bezahlte Teilzeit-Arbeitsplätze am Ende der Produktionskette. 16 Millionen mehr Amerikaner als 2005 sind auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen, und seit 50 Jahren war die Zahl der Hausbesitzer nicht mehr so niedrig, schreibt Forbes. Sieben von zehn Amerikanern haben weniger als 1000 Dollar auf dem Sparkonto. Das ist die schwierige Klientel, die ihre Hoffnung in den neuen Präsidenten setzt.

Der Erfolg soll mit Protektionsmaßnahmen funktionieren: „In Amerika produzieren, in Amerika kaufen, Amerikaner einstellen.“ Das bedeutet Steuererleichterungen für Unternehmen (von 35 auf 15 bis 20 Prozent), Strafzölle von 20 bis 35 Prozent für im Ausland produzierte Waren und einen weichen Dollar, der den Export amerikanischer Waren begünstigt. Am Montag nach seiner Amtseinführung kündigte der neue Präsident das transpazifische  Freihandelsabkommen TPP auf und spielt damit China in die Hände. Was seinem Ziel hinderlich sein könnte, ignoriert er: Zum Beispiel, dass günstige Herstellung von Zulieferteilen oder kompletter Produkte in Ländern wie Mexiko oder China die Kosten der Endprodukte senkt und gleichzeitig potentielle Käufer für hochwertige Ware im Ausland aufbaut. Und, dass die amerikanischen Produkte den Menschen auch preislich, in der Qualität, sowie der Optik attraktiv erscheinen müssen.

Das Dekret für die Mauer zwischen den USA und Mexiko folgte am Mittwoch. Am Donnerstag sagte der mexikanische Präsident sein Treffen mit Trump verärgert ab und betonte zum wiederholten Mal, dass Mexiko auf keinen Fall die Kosten der Mauer zahlen werde. Ebenfalls am Donnerstag vernahm die interessierte Öffentlichkeit, dass die gesamte Führungsriege des Außenministerium unter Protest zurückgetreten ist und der Präsident nun auf geballtes Fachwissen nicht mehr zugreifen kann. Der designierte Außenminister Rex Tillerson  war da vom Kongress noch nicht bestätigt. Am Abend dann der Knüller: Der Präsident findet Waterboarding durchaus sinnvoll und erklärte: „Folter wirkt.

Still from 'The Stuff of Life'

Ray Dalio, Milliardär und erfolgreicher Hedge Fonds-Manager, analysierte das Kabinett des Wahlsiegers auf seine Kompetenz und kommt zu dem Ergebnis: Mit kumulierten 138 Jahren hat Trumps Spitzenteam nicht nur mehr Erfahrung als das Obamas, das es auf 122 Jahre brachte, sondern es kommt auch auf den historisch höchsten Erfahrungswert. Weit brisanter als die gesamte Erfahrung ist der Vergleich der Spitzenteams im Bereich Wirtschaft: Obama 5 Jahre, Trump 83 Jahre.

Seit Kennedy hatte Obamas Team die geringste wirtschaftliche Erfahrung, Trumps Team bringt es auf die größte. Auf politischem Gebiet liegt Trumps Team zwischen denen Reagans und Carters. Dalio schließt daraus, dass der Wechsel von der vergangenen zur gegenwärtigen Präsidentschaft wohl gravierendere Konsequenzen haben wird als der Wechsel Anfang der 80er Jahre von Carter zu Reagan. „Welcher Art könnten diese Konsequenzen wohl sein?“ fragt die FAZ.

Nun, er hat es doch klar gesagt: America first – das heißt: nach uns die Sintflut… Das scheinen auch die ersten Medien zu begreifen. „Amerika, du wirst uns fehlen“ titelt der Spiegel und arbeitet auf, was genau in Europa fehlen wird: Die Schutzmacht USA, an der wir (Deutschland) uns neurotisch in Sachen „Feindbild“ abarbeiten können. Dafür bekommen wir nun die Verantwortung, die wir solange eingefordert haben. Das gilt in Sachen Militär ebenso wie beim Thema Wirtschaft und Handel.

Hier setzt Professor Michael Hüter, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln an, um auf die Drohungen des Präsidenten zu Importzöllen zu antworten: Die deutsche Wirtschaft sei nicht umsonst so stark, erklärte er im ZDF: In flexiblen, kostengünstigen Produktionslinien stelle sie preis-werte Qualitätsware her, die den Kunden gefalle. Das müsse Amerika erstmal nachmachen. Zu Donald Trump selber erklärt er: „Ich habe diesen Mann lange beobachtet und gesehen: Er ist impulsiv  und tritt machtvoll auf.  Dagegen kann man nur eins machen: Selbst machtvoll auftreten.“

Das weitere wirtschaftliche Prinzip Trumps für Amerika  ist ebenfalls einfach: Der Macher will schnell viele Arbeitsplätze schaffen. Protektion allein wird nicht genügen: Er wird die Staatsschulden erhöhen und damit tun, was die Deutschen aus den 30er Jahren kennen: Viele Staatsschulden machen, ohne zu wissen, wie sie bezahlt werden können.  Zum Beispiel für den Bau der Mauer an der mexikanischen Grenze, die 20 Milliarden und mehr kosten könnte und von den USA „vor“finanziert werden muss.

Das wird die Inflation anfeuern.

Und dann?

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Wie schnell sich Protektion als Bumerang entpuppen kann, arbeitet das Handesblatt am Beispiel China auf:  Der US-chinesische Wirtschaftsrat USCBC sagt, dass die Handelsbeziehungen des Importweltmeisters USA mit China aktuell 2,6 Millionen Jobs in den USA sicherten – einschließlich der Arbeitsplätze, die chinesische Firmen in Amerika geschaffen hätten. Übrigens hängen auch 6 Millionen US-amerikanischer Jobs von Mexiko ab: In den USA werden die Teile produziert, aus denen Mexiko fertige Produkte für den Export herstellt. Auf diese Weise kommen 40 Prozent der mexikanischen Importe aus den USA.  Was passiert mit diesen Arbeitsplätzen, wenn Importzölle kommen?

Ein I-Phone würde bei der Produktion in den USA satte 500 Dollar mehr kosten, rechnet das Unternehmen Foxconn vor. Man plane zwar ein Werk in den USA – aber das werde nicht mehr Arbeitsplätze bringen. Mittelfristig solle die Produktion komplett von Robotern erledigt werden.

Für Europa fasst  FAZ  die Lage zunächst so zusammen: Obamas Amerika war ein Staat der Bürokraten, so wie auch Europa von Bürokraten regiert wird. Ab sofort begegnet  jedoch ein „Hau den Lukas“ der „Status-quo-Panik der Eliten“, was, so Autor Thomas Mayer, zumindest für Zerstörung gut sein dürfte. Ob diese auch schöpferisch sein wird, um den gordischen Knoten aus Finanz- und Euro-Krise zu durchschlagen, lässt er offen.

Und was machen wir einfachen Menschen mit der neuen Situation?

Jon Schwarz bei The Intercept hat sich dazu interessante Gedanken gemacht, die sich auch Nicht-Amerikanern anbieten:

„Die Leute, die Amerika regieren, haben ein politisches System konstruiert, das wie ein störungsbehafteter Killer-Roboter funktioniert; jetzt wissen wir, dass sie den nicht mehr unter Kontrolle haben.  Der Irakkrieg war eine kleinere Panne,  (…) die Immobilienblase schon schlimmer. (…) Mit Donald Trump nun hat der Roboter zum ersten Mal sämtliche Befehle ignoriert und ist völlig außer Kontrolle geraten. (…)

Politik ist ganz klar eine Sache, bei der es um Leben und Tod geht. Machen Sie, wenn Sie es können, Politik zum zentralen Thema Ihres Lebens,“ folgert er.

Statt wohl formulierte Phrasen zu dreschen oder in plakativ vereinfachte Bilder der Welt zu verfallen, rät Jon Schwarz zu Erkenntnissen wie:  „Wir haben seit 60 Jahren Bomben auf den Nahen Osten geworfen. Die Leute da sind empört über uns, so wie wir nach 9/11 empört waren. Solange wir nicht aufhören, Bomben auf sie zu werfen, wird es immer einen kleinen Teil radikalisierter Muslime geben, die es uns heimzahlen wollen. Irgendjemand wird immer da sein, um es auch auszuführen, egal was wir tun, um es zu verhindern.“

Medien, die sich über Werbung finanzieren, werden niemals politisch unabhängig sein, sagt der Autor: Öffentliches Crowdfunding sieht er als Lösung für freien Zugang zur Information. Politische Parteien in den USA sollten wieder die Menschen an der Basis einbinden – mit regelmäßigen Treffen und gemeinsamen Aktivitäten.

Ganz wichtig sei es, sich nicht entmutigen zu lassen: „Junge Amerikaner sind extrem progressiv; so sehr, dass sich jeder Führer aus Politik und Wirtschaft vor ihnen fürchten sollte“.

Europäer auch – oder?

Nehmen wir also endlich die rote Pille.

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Goldnachfrage 2015: China und Indien kaufen und kaufen, der Preis steigt Antwort

„Die jährliche Nachfrage nach Gold blieb 2015 mit einem Rückgang von nur 14 Tonnen im Vergleich zu 2014 nahezu unverändert. Die erste Jahreshälfte entwickelte sich aufgrund der vergleichsweise schwachen Nachfrage nur zögerlich, das gestiegene Vertrauen in der zweiten Hälfte des Jahres sorgte jedoch für einen Anstieg der Nachfrage um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“ Das teilte jetzt der World Gold Council (WGC) mit.

Mit 1118 Tonnen stieg die Gesamtnachfrage im vierten Quartal 2015 um 47 Tonnen oder 4 Prozent. Die Nachfrage nach Schmuck, Goldbarren und -münzen blieb trotz zahlreicher Herausforderungen stabil. Die Minenproduktion sank im letzten Quartal um zwei Prozent. Die Zentralbanken kauften mit 33 Tonnen Gold erheblich zu, offenbar um ihre Reserven zu diversifizieren, heißt es weiter im Bericht. Die Nachfrage indischer Verbraucher stieg trotz Überschwemmungen und geringerer Einkünfte auf dem Land um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ins letzte Quartal 2015 fiel das Diwali-Fest. Allein 27 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Schmuck, Münzen und Barren entfiel im letzten Quartal auf China.

Die Website des WGC bietet große Mengen von Informationen rund um das gelbe Metall, zum Beispiel auch eine interaktive Karte, auf der man die weltweite Minen-Produktion nachschlagen kann. Ebenso stellt die Organisation eine ständig aktualisierte Tabelle der offiziellen Goldreserven der in dieser Hinsicht wichtigsten Nationen bereit:

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Hier die Top 10 der mit physischem Gold gedeckten ETF:

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Der Goldpreis sank im Verlauf des Jahres um mehr als 200 Dollar/Feinunze. Unten die Tabelle der Durchschnittspreise pro Quartal in verschiedenen Währungen. Die sich fortsetzende Krise an dem weltweiten Börsen sorgt jedoch zurzeit dafür, dass sich Investoren an den „sicheren Hafen“ Gold erinnern. In der ersten Februarhälfte übersprang der Preis für die Feinunze wieder 1200 Dollar. Mehr dazu in der NZZ.

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Die Goldnachfrage war mit 4220 Tonnen 2015 im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil. Hier eine Tabelle, die aufzeigt, aus welchen Bereichen die Nachfrage kam:

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Sonderfall Indien: Laut WGC hat das Land in den letzten zehn Jahren jährlich 900 bis 1000 Tonnen Gold importiert, das in keiner Weise monetarisiert oder getradet wurde. Es ist in Privatbesitz, was auch damit zu tun hat, dass Hochzeiten in Indien über Gold finanziert werden. Versuche der Regierung, mit einer zehnprozentigen Einfuhrsteuer und einer 20prozentigen Verpflichtung zum Re-Export liefen weitgehend ins Leere.  Jetzt soll eine indische Investitionsmünze, vergleichbar mit dem Krügerrand oder dem Maple Leaf auf den Markt gebracht werden. Mehr Informationen über das gesamte Maßnahmenpaket hier.

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Thema China und seine undurchsichtige Goldpolitik: Zwar gibt die Regierung mittlerweile Zahlen über ihre Goldreserven bekannt, steht jedoch im Verdacht, diese erheblich zu niedrig darzustellen, was relativ leicht möglich ist, da China laut WGC der größte Goldförderer weltweit ist. 54 Jahre lang, bis zum Jahr 2004, durften Privatpersonen kein Gold besitzen. Mit wachsendem Wohlstand deckt sich nun das personenstärkste Land der Erde umfangreich mit dem Edelmetall ein – ein Trend, der sich in den kommenden Jahren voraussichtlich noch deutlich steigern wird. Dazu kommen Umtriebe Chinas, Russlands und des Irans, eine eigene goldgedeckte Währung einzuführen.

Noch ein Wort zu Europa: Während die Bevölkerung mit der Flüchtlingskrise beschäftigt ist, bauen sich, noch verdeckt von Turbulenzen an der Börse, massive Bankenkrisen auf. Es gibt bereits einen Satz notleidender Bankenkredite in Europa, der noch deutlich stärker werden kann. Vor dem Hintergrund zunehmender Negativzinsen auf Erspartes hat sich  die Diskussion um die Abschaffung des Bargeldes auch in Deutschland massiv verschärft; soll diese Maßnahme doch unter anderem das Abwandern der Vermögen aus den Geldhäuser bremsen.  Diese Situation diskutiert der jüngste Degussa Markreport ausführlich.

Update: India to auction at least thre gold mines this year

Update: Is now the right time to invest in gold?

Update: Erstes Gold-Fixing in Shanghai: China positioniert den Yuan gegen den Dollar

Update: China’s gold miners come of age to scour globe for acquisitions  

Update: China, the new gold hub?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

isiert oder getradet wurde – aller Bemühungen der Regierung zum Trotz, die eine 10prozentige Einfuhrsteuer und eine 20prozentige Re-Exportpflicht eingeführt hat. Jetzt ist unter anderem geplant, eine standardisierte Investitionsmünze herauszugeben, vergleichbar mit dem Krügerrand oder dem Laple Leaf. Das meiste Gold im Land ist jedoch nach wie vor im Privatbesitz, was auch damit zusammenhängt, dass Eheschließungen in Gold finanziert werden. Mehr Informationen hier.

11-02-_2016_22-18-34

China hat nach wie vor einen relativ undurchsichtigen Goldmarkt und wird verdächtigt, seine Reserven in der Weltöffentlichkeit gezielt herunterzuspielen. Der Privatkonsum lässt sich leichter nachvollziehen und steigt mit dem Wohlstand der Bevölkerung, der es bis 2004 verboten war, privates Gold zu besitzen stetig an. Hier gesammelte Informationen von Bloomberg zum chinesischen Markt. Auch für den Januar 2016 gab China bekannt, seine Goldreserven massiv aufgestockt zu haben.

Noch ein Wort zum europäischen Markt: Während die Bevölkerung mit der Flüchtlingskrise beschäftigt ist, baut sich im Hintergrund eine massive Bankenkrise auf. Bei den europäischen Banken lagern viele notleidende Kredite, Negativzinsen werden zunehmend Realität, in Deutschland wird immer offensiver die Abschaffung des Bargelds diskutiert. Auch dies wird absehbar zum Anstieg des Goldpreises führen. Ausführlich diskutiert wird das Thema im jüngsten Degussa Marktreport. 

 

 

 

Aus jeder Zeitung herauspicken, was man wirklich lesen will: Geht doch! Antwort

Na endlich hat es jemand kapiert: Das niederländische Startup von Co-Gründer Marten Blankesteijn, Blendle,  ist heute auch in Deutschland offiziell auf den Markt gekommen. Es bietet, was moderne Medienkonsumenten haben wollen: Artikel nach Wahl zu Centbeträgen aus den verschiedensten Zeitungen und Zeitschriften ohne Abonnement.

Niemand muss mehr eine komplette Zeitung oder Zeitschrift abonnieren, nur um einzelnen, bevorzugten Themen zu folgen. Jetzt kann man ein Thema haben und dazu Artikel seiner bevorzugten Medien erwerben. Und es funktioniert. Über 100, zum Teil hoch renommierte Zeitungen und Zeitschriften sind bereits bei Blendle,  mehr, so der Gründer in seinem heutigen Blog, sollen dazu kommen.

In den Niederlanden hat das Startup innerhalb kürzester Zeit 400 000 vorwiegend jüngere Leser gewonnen. Das Handling ist denkbar einfach: Man registriert sich einmal (zurzeit gibt es 2,50 € Startguthaben) und kann dann aus dem Angebot Beiträge frei wählen, bzw. kaufen. Wer möchte, kann sich Empfehlungen der Blendle-Redaktion holen oder Freunden, bzw. Prominenten folgen, indem man nachvollzieht, was diese lesen.

Es gibt Apps für’s Handy, eine Facebook-Seite, einen twitter-Account und eine ganz einfache Bezahl-Methode: Man legt ein Benutzerkonto an und zahlt ein Guthaben ein. Davon werden die einzelnen Einkäufe abgebucht. Die Preise für die Artikel legen die Herausgeber fest, es geht in der Regel um Beträge weit unter einem Euro – Rückgabe bei Nichtgefallen inclusive.

„Trotz Facebooks „Instant Articles“ und Snapchats „Discover“-Tool bleiben die Verlage die Anbieter der Nachrichten. Die sozialen Netzwerke helfen ihnen lediglich, ihre Artikel einem größeren Publikum bereitzustellen, das sie allein nicht erreichen könnten“, sagt Marten Blankesteijn im Interview mit t3n. „Es gibt keinen Grund für uns, selbst Artikel zu verfassen: Es gibt genug großartigen Journalismus in Deutschland. (…)“

Blendle werde wirklich wegen der Qualität genutzt. „Anders als praktisch überall im Internet, kommen auf Blendle gut recherchierte und auch lange Geschichten außerordentlich gut an.“ Hier gebe es die Möglichkeit für Artikel, die sonst hinter einer Paywall versteckt seien, viral zu gehen.  Außerdem kommen Verlage mit dem dringend benötigten jüngeren Publikum in Kontakt – eine win-win-Situation. Das Ganze zu Preisen, die sich auch Azubis und Studenten leisten können – ein System, das i-tunes erfolgreich gemacht hat.

Marten Blankensteijn (Blendle)

Im Video-Interview mit turi2.tv (englisch) erklärt der Niederländer sein Konzept ausführlich.

Siehe auch:

Eine gute Geschichte ist immer eine gute Geschichte

Niedergang der Print-Medien: Kreativität in ganz neuen Strukturen notwendig

mit den dortigen zahlreichen Links

Griechenland und die Allianz der Europa-Lügner: Ein neues Konzept muss her! Antwort

Was hat man uns in Sachen Griechenland nicht schon alles an Desinformation zugemutet! In diesem Blog habe ich bisher nur Bruchteile davon festgehalten. Zum Beispiel den Spiegel-Bericht vom November 2012: Da hatte der europäische Gerichtshof doch tatsächlich entschieden, dass die EZB die Wahrheit über Griechenland-Anleihen nicht herausgeben müsse, weil „die Märkte dafür zu labil“ seien. In den Papieren aus dem Frühjahr 2010 ging es darum, welche Auswirkungen als Swaps bekannte Finanztransaktionen auf das Defizit und den Schuldenstand von Griechenland hatten.

Erinnert sich noch jemand an die Veröffentlichung des internen IWF-Papieres im Jahr 2013? Der IWF gibt darin zu, dass von Anfang an klar war, dass die Schulden Griechenlands nicht tragfähig waren. Dennoch habe man dies in der Öffentlichkeit falsch dargestellt. Davon hätten letztlich die Euro-Banken und die internationalen Hedge-Fonds profitiert.

Das Land habe damals drei von vier Kriterien des IWF nicht erfüllt, die für eine Unterstützung nötig gewesen wären, heißt es in dem geheimen Papier. Dies widersprach ganz klar Äußerungen von IWF-Chefin Christine Lagarde und anderen führenden IWF-Mitarbeitern. Sie hatten wiederholt gesagt, Griechenlands Schulden seien „tragfähig“ gewesen – das heißt, es sei wahrscheinlich, dass sie im vollem Umfang und zum Termin zurückgezahlt werden. Jetzt muss sich der Währungsfonds erneut selbst korrigieren: Er hat nämlich bereits vor dem Zerwürfnis mit der griechischen Regierung ermittelt, dass Griechenland für sein drittes, sogenanntes „Hilfspaket“ weitere 52 Milliarden Euro benötigt hätte. Die IWF-Fachleute haben für die Analyse die Gesamtentwicklung der bisherigen Griechenland-Rettung evaluiert, berichten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Die 16,3 Milliarden, um die es beim aktuellen Streit geht, kommen obendrauf. Über ein Hilfspaket für die 52 Milliarden wollen die „Retter“ jetzt aber gar nicht erst verhandeln.

„Wer am Ende die Schuld dafür tragen wird, wird sicher in den kommenden Monaten und Jahren Gegenstand einer regen Debatte sein. Die Institutionen der Troika, also der IWF, die EZB und die EU-Kommission, müssen sich auf einen dramatischen Reputationsverlust einstellen“, folgert das Blatt. Und weiter: „Bei einem Crash diesen Ausmaßes muss man auch fragen, wo die Verantwortung derer bleibt, die die Kredite gegeben haben. Es ist völlig unerklärlich, dass keinerlei Alarmsignale in einer früheren Phase zu hören gewesen sind – weder beim IWF, noch bei der EZB noch bei der EU“.

„War es Griechenland wert, dieses Risiko einzugehen? Die für Christine Lagarde bedrohliche Antwort lautet: Nein“, kommentiert dazu die Süddeutsche.  „Dass sich der IWF so stark engagiert, (er hat Athen bis zu 29 Milliarden Euro zugesagt), verdankt er der Bundeskanzlerin“, heißt es weiter. „Angela Merkel holte den Fonds und damit dessen Renommee ins Boot, um die griechischen Hilfspakete unionsintern durchzusetzen. Lagarde ist somit auch ein Opfer von Merkels innenpolitischem Kalkül. Ein williges Opfer allerdings, denn auch die IWF-Chefin und ihr Vorgänger Dominique Strauss-Kahn hatten bei der Operation Hintergedanken: Für sie war das Engagement in Griechenland das Vehikel, um die Sinnkrise des Fonds endgültig zu überwinden und die oft diskutierte Frage, wofür man die Institution eigentlich heute noch braucht, ein für allemal zu beantworten. Auch wollten sie das Image des Fonds als Brachialsanierer aufpolieren“.

Spätestens 2012 war sonnenklar, wer wirklich von den Hilfsleistungen der EU an Griechenland profitierte: Die Banken und Hedgefonds. Wie genau das funktionierte, indem man zum Beispiel Griechenland zwang, seine eigenen Staatsanleihen zu überhöhten Preisen zurückzukaufen, steht hier. „Mutige Investoren, die im Januar 2012 griechische Ramsch-Anleihen gekauft haben, sind dafür kräftig belohnt worden. Sie verdienten im Verlauf des Jahres das Zwanzigfache wie jene Investoren, die auf deutsche Staatsanleihen samt Top-Bonitätsnote setzten“, schrieb dazu die Welt.

Überhaupt kein Thema sind zurzeit die umfangreichen Gasvorkommen vor den Küsten Griechenlands – bei den Akteuren des Dramas dieser Tage sind sie jedoch gewiss nicht vergessen. Energiereserven waren in den letzten Jahren nicht umsonst gleich mehrfach der Hintergrund für Kriege. A propos Kriege: Die Stabilität der geostrategischen Position Griechenlands an der Nato-Grenze ist eine Sorge, die immer wieder von den USA formuliert wird. Das Land sei daher unbedingt im Euroraum zu halten.

Griechenland hatte noch 2012 mit drei Prozent des Bruttosozialproduktes (sieben Milliarden Euro) gemessen an der Bevölkerungszahl den höchsten Militärhaushalt Europas. Größter Waffenexporteur dorthin ist Deutschland. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat auch jetzt wieder die griechische Regierung davor gewarnt, das Militärbudget zu kürzen. Er erwarte, dass Athen weiterhin zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgebe, sagte Stoltenberg im Rahmen des Festakts zum 60. Jahrestag der Aufnahme Deutschlands in die Nato der Nachrichtenseite „heute„. Griechenland nehme in Südeuropa eine wichtige Rolle ein – Stoltenberg erwarte, dass der Staat als Teil der Allianz auch in Zukunft stabilisierend wirke.

Das sind gewiss nicht alle Gründe dafür, warum wir derzeit von unseren Politikern derart offensichtlich belogen und von den meisten Medien Gehirn-gewaschen werden. Es geht um etwas noch viel grundlegenderes: um den Erhalt des Kapitalismus. Die Süddeutsche hat das treffend erkannt und in diesen Tagen eine große Kapitalismus-Debatte gestartet.  „Die Politik hat sich ins Gefängnis der Märkte begeben„, konstatiert sie – und lässt das ausführlich von Fachleuten erläutern. Im Bundestag wagten es nur die ohnehin von der Mehrheit gebashten Linken, auszusprechen, worum es auch noch geht: Um eine völlig anders konzipierte Marktwirtschaft, um das Verhindern einer linksorientierten Regierung in Europa. „Das Paket, das EU-Kommission, IWF und EZB vorgeschlagen haben, ist die Fortsetzung genau der falschen Politik, die seit fünf Jahren in Griechenland gemacht wird“, sagte die künftige Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht diese Woche.

Der scheidende Gregor Gysi hielt zum Thema eine fulminante Rede vor dem Bundestag, in der er auch ausführlich auf die demütigende Art einging, mit der die Geldgeber das Land unter Druck setzen: „Wie weit können die Eingriffe in die Innenpolitik eigentlich gehen? Man kann sich über das Ziel verständigen. Wenn man Finanzhilfen gewährt, welcher Art auch immer, muss es Bedingungen geben, um die Rückzahlung zu gewährleisten. Aber den Weg müssen alleine das Parlament und die Regierung des Landes bestimmen, nicht die Troika, wie es die letzten Jahre der Fall war. Das ist Ihr großer Fehler und Ihr großer Irrtum. Stellen Sie sich einmal vor, Deutschland wäre in einer solchen Krise, die Troika gäbe uns solche Bedingungen vor und würde fordern: Rentenkürzung um 30 Prozent, hier kürzen, dort kürzen – glauben Sie, das würden wir uns bieten lassen?“

Zu den Hilfsgeldern stellte Gysi noch einmal fest, was allen Beteiligten bekannt ist: „Die drei von mir genannten Institutionen (IWF, EZB, EU-Kommission) haben, wie bereits gesagt, 90 Prozent der Hilfsgelder in Höhe von über 240 Milliarden Euro in die Rettung der griechischen Privatbanken gesteckt. Dieses Geld kam den Gläubigern zugute. Gläubiger dieser Privatbanken waren übrigens auch deutsche und vor allem französische Banken. Dort ist das Geld hingeflossen.“ Zu deutsch: Weder floss die Hilfe in den Aubau einer rentablen Wirtschaft, noch kam sie dem Volk selbst zugute.

A propos Rente: So kompliziert ist mittlerweile die Lage, so verworren sind die „Informationen“, dass sich sogar unsere Politiker in der Tagespresse über Zahlen informieren… Das kann schonmal ziemlich peinlich werden, zum Beispiel für den ehrenwerten Wolfgang Bosbach kürzlich bei Günter Jauch: Das griechische Renteneinstiegsalter – öffentlicher Dienst und Privatsektor zusammengenommen – schätzte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 2012 auf 61,9 Jahre bei Männern und 60,3 Jahre bei Frauen – nicht bei 56 Jahren, wie Bosbach höchst erregt behauptete. Auch die von Bosbach bei FAZ und Bild entnommene Zahl 64 für das Renteneinstiegsalter in Deutschland liegt daneben: Nach OECD-Angaben gehen Männer hierzulande mit 62,1 und Frauen mit 61,6 Jahren in Ruhestand. Man mag mittlerweile nicht mehr  glauben, dass es sich bei derartigen Fehleinschätzungen unserer Politiker ausschließlich um Irrtümer handelt. Hier geht es vor allem darum, Volkes Meinung zu steuern. Dass ein Mann wie Günter Jauch so etwas nicht hinterfragt, ist ebenfalls ganz sicher nicht nur Dummheit.

Auch die Nachrichten in den Medien zum Thema Rentenausgaben sind mehr als irreführend. „So gab der deutsche Staat 2013 genau 10 Prozent der Wirtschaftsleistung für Altersbezüge aus. In dem demografisch eher etwas besser dastehenden Griechenland lag der Anteil um mehr als die Hälfte höher, nämlich bei 16,2 Prozent“, berichtete beispielsweise die Welt. Das mag sein. Nur ist die Wirtschaftsleistung der Griechen nicht mit der der Deutschen vergleichbar. Wenn das dort ohnehin wesentlich niedrigere BIP immer weiter sinkt, sinken die Renten natürlich mit. Dazu kamen die mehrfachen, von der Troika seit 2019 eingeforderten Rentenkürzungen. Insgesamt sind mittlerweile so viele Renter unterhalb der Armutsgrenze, dass das oberste Verwaltungsgericht Griechenlands die 2012 von der Regierung veranlasste Rentenkürzung im privaten Sektor als rechtswidrig bewertet und die Rücknahme dieses Beschlusses angeordnet hat, weil er nicht mehr mit der europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar ist.

Über die unglaubliche Selbstgefälligkeit und Arroganz, mit der die Troika in Griechenland auftrat, berichtete vor Monaten die ARTE-Doku unter dem Thema „Macht ohne Kontrolle“. DIe Troika besteht aus Beamten der drei großen Geldgeber, die durch niemanden offiziell legitimiert sind, aber mit den Regierungen Sparprogramme aushandeln. Die können Details enthalten, die nicht nur tief in die inneren Angelegenheiten der betroffenen Länder eingreifen, sondern auch die Menschen gezielt demütigen. In Griechenland wurden beispielsweise die Staatsausgaben innerhalb von vier Jahren um ein volles Drittel gekürzt – das ist eine Summe, die dem deutschen Bundeshaushalt eines ganzen Jahres entspricht. Tiefe Einschnitte in die Sozialsysteme, zum Beispiel bei den Krankenkassen, waren die Folge. Die Mindestlöhne von 751 Euro brutto sanken nach den Verhandlungen per Regierungsdekret und ohne EInbeziehung des Parlaments auf 686 (Senkung von 4,41 auf 3,44 €/Stunde), und das trotz gemeinsamen Protestes von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Daneben wurde das Land gezwungen, wirtschaftliche Filetstücke zu Dumpingpreisen zu privatisieren. Ähnliches hatte man zuvor mit Zypern gemacht.

Auch Portugal und Spanien haben unter harten Sparmaßnahmen der Troika gelitten, sich auf Regierungsebene jedoch nicht dagegen gewehrt. Genau das das ist das Unerwartete, womit die neue griechische Regierung alle Etablierten vor den Kopf schlägt: Einmal mit Sachkenntnis (Yannis Varoufakis ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und Hochschulprofessor – Martin Schulz etwa war vor seiner europapolitischen Karriere Buchhändler) – und dann auch noch mit Idealen. Die Politik eines Landes müsse dem Gemeinwohl dienen, bevor sie den Eliten und Investoren zugute komme, sagt die neue Führung, die seit gerade mal einem halben Jahr im Amt ist und die falsche Politik der Jahre zuvor ganz gewiss nicht zu verantworten hat.

Damit kehrt sie Parameter um, auf die sich die westliche Welt stillschweigend eingeschworen hat, und die auch von den Medien in den seltensten Fällen überhaupt noch hinterfragt werden. Um das Maß vollzumachen, halten sich weder Tsipras, noch Varouvakis an diplomatische Gepflogenheiten: Beginnend mit relativ legerer Bekleidung bis hin zum Leaken der Wahrheit, die bei den Beratungen hinter verschlossenen Türen bisher auch immer dort verschlossen blieb. Nun erfährt der geneigte Interessent, wie man die neue griechische Regierung mobbt, wie man von ihr Stillschweigen erwartet, auch wenn man Lügen über Verhandlungsergebnisse als Erfolge verkauft. Eines der jüngeren Beispiele dazu: 35 Milliarden Investitionshilfen habe man Griechenland angeboten, betonte der deutsche Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel. Dass es sich dabei um ganz normale Fördermittel handelt, die jeder europäische Staat beantragen kann, sofern er über Mittel zur Co-Finanzierung verfügt, wurde geflissentlich verschwiegen. Das ausgeblutete griechische System kann nicht mal verringerte Co-Finanzierung leisten – es wird diese Fördermittel nicht nutzen können.

Erst vor wenigen Tagen erfuhren die Europäer dann endlich mal von der Europakommission, was die Geldgeber von Griechenland verlangen, wenn sie die jetzt anstehenden 16,3 Milliarden auszahlen und dem Land bis zum Herbst eine Verschnaufpause geben sollen: Man lese vor allem unten das attachment „List of prior actions“.   Deutschsprachig fasst die Süddeutsche den Inhalt zusammen unter dem Titel: „Diesen Deal wollte Tsipras nicht.“

Nun ist es nicht so, dass die verhandelnden Politiker sich etwa darüber im Unklaren wären, was sie tun. Sie wissen genau, dass es ab einem bestimmten Prozentsatz der Staatsschulden im Verhältnis zum BIP (Bruttoinlandsprodukt) einen Point of no return gibt, ab dem das Land seine Schulden nicht mehr aus eigener Kraft tilgen kann (siehe Video oben „Staatsschulden). Deshalb wurden bei der EInführung des Euro unter anderem die sogenannten Maastricht-Kriterien eingeführt, die festlegen, wie hoch die Schuldenquote eines Staates im Verhältnis zum BIP maximal sein darf. Nur: Keiner der großen Einzahler hat sich daran gehalten, auch Deutschland und Frankreich nicht. Strafmaßnahmen gab es keine. Großbritannien fordert darüberhinaus eine Sonderrolle in Europa und erwartet, dass es mehr zurück bekommt, als es einzahlt.

Großbritannien wird ein Referendum über sein Verbleiben im Euroraum durchführen. Auch das haben die Griechenland-„Retter“ im Auge: Gelänge es den Griechen, neue Maßstäbe durchzusetzen, wäre das für die Briten – und nicht nur für die – eine Steilvorlage.

Letzter, aber dennoch einer der wichtigsten Gründe für das derzeitige Griechenland-Bashing und die zum Teil absichtliche Falschinformation der europäischen Bevölkerung, ist ein ganz einfacher: Die an der Macht befindlichen Politiker wollen an der Macht bleiben. Dafür sind sie bereit, die einfachen Wähler im Zweifelsfall über die Finanz-Klinge springen zu lassen. Nichts anderes steckte hinter den Umschichtungen der letzten Jahre, die Banken und Großinvestoren entlastete und die Staaten mit den Steuergeldern und Altersversicherungen der Bürger in Haftung nahm. Nichts anderes steckt auch hinter dem Grexit-Geschwätz: Niemand kann Griechenland aus Europa oder dem Euro werfen. Und die Griechen selber denken mehrheitlich nicht daran, den Euro zu verlassen.

Eine Betrachtung darüber – und einiges mehr – aus der Perspektive eines Bloggers lieferte diese Woche im ZDF Sascha Lobo: Es lohnt sich, über seine Worte nachzudenken, die ich aus dem Gesamtbeitrag von PolitiX herausgeschnitten habe – es lohnt sich auch für die Medien.

Wenn ich nun in der Quintessenz all dessen zu entscheiden hätte, wäre ich ganz schnell fertig: Europa und die USA sind auf dem falschen Weg. Wir brauchen definitiv neue, andere Impulse. Die neue griechische Regierung braucht eine Chance, ihren völlig anders basierten Kurs zum Erfolg zu führen – vielleicht können wir da etwas lernen. Ein radikaler Schuldenschnitt, getragen von allen Geldgebern (auch dem IWF) muss her, damit dieses überhaupt möglich wird. Die Verstaatlichung von Investorenrisiken – auf welchen Umwegen auch immer – muss radikal unterbunden werden.

Die immer weiter auseinander klaffende Schere zwischen Armen und Superreichen, die in ganz Europa besteht, muss geschlossen werden – der Kapitalismus ist jedoch ganz offensichtlich weder willens, noch in der Lage dazu. So ist es ohnehin nur eine Frage der Zeit, wann sich noch mehr Völker Europas erheben und selbstgerechten Oberlehrern wie Wolfgang Schäuble („Regeln müssen eingehalten werden“ – ja, aber auch von den reichen EU-Staaten!) genauso wie zögerlichen, ausschließlich auf eigenen Machterhalt ausgerichteten Muttis wie Angela Merkel, Großfinanz-affinen, arroganten EU-Politikern wie Kommissionspräsident Juncker oder steuerbefreiten Edelmobberinnen wie Christine Lagarde („die Griechen sollen mal ihre Steuern bezahlen“) endgültig den politischen Hals brechen.

Noch ein Wort aus anderer Perspektive dazu, wie sich dieses unheilvolle Scherenbewusstsein in den Köpfen der Bewohner unterschiedlicher europäischer Staaten ausgebreitet hat: 69 000 Flüchtlinge sind dieses Jahr schon über’s Mittelmeer nach Griechenland gekommen und müssen dort versorgt werden. Europa – und hier wieder besonders die Länder, denen es am besten geht – war nicht in der Lage, sich auf einen Verteilerschlüssel zur Aufnahme zu einigen. Mehrere Staaten weigern sich total. Deutschland will Vorbild sein und nimmt 2015 freiwillig 8000 (…) auf.

Siehe auch: Haben Europas Staaten mehr Schulden, als sie je abtragen können?

EZB wird Bad Bank und die dortigen weiterführenden Links

Immer höhere Schuldenberge aus immer wertloserem bedrucktem Papier mit den dortigen Links

Update: EU will griechische Regierung stürzen

Update: Uns gefällt Tsipras

Update: IWF fordert schnellen Schuldenschnitt für UKRAINE

Update: Großbritannien: Höchste Zeit für schlaflose Nächte

Update: Griechen vor dem Referendum: Zwei Lager, aber alle für Europa

Bilderberg-Konferenz 2015 beginnt in Tirol: TV-Interview im ORF Antwort

Die 63. Bilderberg-Konferenz findet vom 11. bis 14. Juni in Telfs-Buchen, Österreich statt. 140 Teilnehmer aus 22 Ländern haben ihr Erscheinen angekündigt. Sie setzen sich zusammen aus Politikern, sowie maßgeblichen Vertretern der Bankenwelt, internationaler Organisationen, der Wirtschaft, der Hochschulen und der Medien.

Wie neuerdings jedes Jahr haben die Bilderberger auf ihrer Website eine Themenliste veröffentlicht, die diskutiert werden soll. Neu ist, dass mit dem österreichischen Zentralbankchef Rudolf Scholten, der im Exekutivkommitee der Bilderberger sitzt, sich ein Gastgeber der diesjährigen Konferenz vom ORF zum Interview einladen ließ (siehe Film ganz unten). Das Video hat uncut-news.ch in youtube eingestellt.

Wir lernen, dass „bereits seit 1972“ Frauen an der Konferenz teilnehmen dürfen. Die zahlreichen Banken erklärt Scholten damit, dass die Sponsoren der Veranstaltung auch Gelegenheit haben müssten, einen Vertreter dorthin zu entsenden. Im übrigen sei bei dem Treffen null und nichts geheim – jeder könne erzählen, was er dort gesehen und gehört habe. Das einzige Verbot betreffe die Zuordnung von Zitaten zu Namen – nur auf diese Weise sei es möglich, frei zu diskutieren.

Dass man dem ORF das (recht nichtssagende) Interview gewährte, schreibt sich die Protestbewegung gegen das Treffen als Erfolg auf die Fahnen. Dem deutschen Handelsblatt dagegen wurde auf eine Anfrage nicht geantwortet.

Aus deutscher Sicht ist interessant, das Bundeskanzlerin Merkel diesmal nicht dabei sein wird, statt dessen aber Verteidigungsministerin von der Leyen. Die komplette Teilnehmerliste steht unter der Tagesordnung.
The key topics for discussion this year – die Schlüsselthemen der Konferenz:

  • Artificial Intelligence – künstliche Intelligenz
  • Cybersecurity – Sicherheit im Web
  • Chemical Weapons Threats – Bedrohung durch chemische Waffen
  • Current Economic Issues – aktuelle Wirtschaftsthemen
  • European Strategy – Europastrategie, europäische Strategie
  • Globalisation – Globalisierung
  • Greece – Griechenland
  • Iran – Iran
  • Middle East – Mittlerer Osten
  • NATO
  • Russia – Russland
  • Terrorism – Terrorismus
  • United Kingdom – Großbritannien
  • USA
  • US Elections – US-Wahlen

Final list of Participants – Die Teilnehmerliste

Chairman

Castries, Henri de Chairman and CEO, AXA Group FRA
Achleitner, Paul M. Chairman of the Supervisory Board, Deutsche Bank AG DEU
Agius, Marcus Non-Executive Chairman, PA Consulting Group GBR
Ahrenkiel, Thomas Director, Danish Intelligence Service (DDIS) DNK
Allen, John R. Special Presidential Envoy for the Global Coalition to Counter ISIL, US Department of State USA
Altman, Roger C. Executive Chairman, Evercore USA
Applebaum, Anne Director of Transitions Forum, Legatum Institute POL
Apunen, Matti Director, Finnish Business and Policy Forum EVA FIN
Baird, Zoë CEO and President, Markle Foundation USA
Balls, Edward M. Former Shadow Chancellor of the Exchequer GBR
Balsemão, Francisco Pinto Chairman, Impresa SGPS PRT
Barroso, José M. Durão Former President of the European Commission PRT
Baverez, Nicolas Partner, Gibson, Dunn & Crutcher LLP FRA
Benko, René Founder, SIGNA Holding GmbH AUT
Bernabè, Franco Chairman, FB Group SRL ITA
Beurden, Ben van CEO, Royal Dutch Shell plc NLD
Bigorgne, Laurent Director, Institut Montaigne FRA
Boone, Laurence Special Adviser on Financial and Economic Affairs to the President FRA
Botín, Ana P. Chairman, Banco Santander ESP
Brandtzæg, Svein Richard President and CEO, Norsk Hydro ASA NOR
Bronner, Oscar Publisher, Standard Verlagsgesellschaft AUT
Burns, William President, Carnegie Endowment for International Peace USA
Calvar, Patrick Director General, DGSI FRA
Castries, Henri de Chairman, Bilderberg Meetings; Chairman and CEO, AXA Group FRA
Cebrián, Juan Luis Executive Chairman, Grupo PRISA ESP
Clark, W. Edmund Retired Executive, TD Bank Group CAN
Coeuré, Benoît Member of the Executive Board, European Central Bank INT
Coyne, Andrew Editor, Editorials and Comment, National Post CAN
Damberg, Mikael L. Minister for Enterprise and Innovation SWE
De Gucht, Karel Former EU Trade Commissioner, State Minister BEL
Dijsselbloem, Jeroen Minister of Finance NLD
Donilon, Thomas E. Former U.S. National Security Advisor; Partner and Vice Chair, O’Melveny & Myers LLP USA
Döpfner, Mathias CEO, Axel Springer SE DEU
Dowling, Ann President, Royal Academy of Engineering GBR
Dugan, Regina Vice President for Engineering, Advanced Technology and Projects, Google USA
Eilertsen, Trine Political Editor, Aftenposten NOR
Eldrup, Merete CEO, TV 2 Danmark A/S DNK
Elkann, John Chairman and CEO, EXOR; Chairman, Fiat Chrysler Automobiles ITA
Enders, Thomas CEO, Airbus Group DEU
Erdoes, Mary CEO, JP Morgan Asset Management USA
Fairhead, Rona Chairman, BBC Trust GBR
Federspiel, Ulrik Executive Vice President, Haldor Topsøe A/S DNK
Feldstein, Martin S. President Emeritus, NBER;  Professor of Economics, Harvard University USA
Ferguson, Niall Professor of History, Harvard University, Gunzberg Center for European Studies USA
Fischer, Heinz Federal President AUT
Flint, Douglas J. Group Chairman, HSBC Holdings plc GBR
Franz, Christoph Chairman of the Board, F. Hoffmann-La Roche Ltd CHE
Fresco, Louise O. President and Chairman Executive Board, Wageningen University and Research Centre NLD
Griffin, Kenneth Founder and CEO, Citadel Investment Group, LLC USA
Gruber, Lilli Executive Editor and Anchor “Otto e mezzo”, La7 TV ITA
Guriev, Sergei Professor of Economics, Sciences Po RUS
Gürkaynak, Gönenç Managing Partner, ELIG Law Firm TUR
Gusenbauer, Alfred Former Chancellor of the Republic of Austria AUT
Halberstadt, Victor Professor of Economics, Leiden University NLD
Hampel, Erich Chairman, UniCredit Bank Austria AG AUT
Hassabis, Demis Vice President of Engineering, Google DeepMind GBR
Hesoun, Wolfgang CEO, Siemens Austria AUT
Hildebrand, Philipp Vice Chairman, BlackRock Inc. CHE
Hoffman, Reid Co-Founder and Executive Chairman, LinkedIn USA
Ischinger, Wolfgang Chairman, Munich Security Conference INT
Jacobs, Kenneth M. Chairman and CEO, Lazard USA
Jäkel, Julia CEO, Gruner + Jahr DEU
Johnson, James A. Chairman, Johnson Capital Partners USA
Juppé, Alain Mayor of Bordeaux, Former Prime Minister FRA
Kaeser, Joe President and CEO, Siemens AG DEU
Karp, Alex CEO, Palantir Technologies USA
Kepel, Gilles University Professor, Sciences Po FRA
Kerr, John Deputy Chairman, Scottish Power GBR
Kesici, Ilhan MP, Turkish Parliament TUR
Kissinger, Henry A. Chairman, Kissinger Associates, Inc. USA
Kleinfeld, Klaus Chairman and CEO, Alcoa USA
Knot, Klaas H.W. President, De Nederlandsche Bank NLD
Koç, Mustafa V. Chairman, Koç Holding A.S. TUR
Kravis, Henry R. Co-Chairman and Co-CEO, Kohlberg Kravis Roberts & Co. USA
Kravis, Marie-Josée Senior Fellow and Vice Chair, Hudson Institute USA
Kudelski, André Chairman and CEO, Kudelski Group CHE
Lauk, Kurt President, Globe Capital Partners DEU
Lemne, Carola CEO, The Confederation of Swedish Enterprise SWE
Levey, Stuart Chief Legal Officer, HSBC Holdings plc USA
Leyen, Ursula von der Minister of Defence DEU
Leysen, Thomas Chairman of the Board of Directors, KBC Group BEL
Maher, Shiraz Senior Research Fellow, ICSR, King’s College London GBR
Markus Lassen, Christina Head of Department, Ministry of Foreign Affairs, Security Policy and Stabilisation DNK
Mathews, Jessica T. Distinguished Fellow, Carnegie Endowment for International Peace USA
Mattis, James Distinguished Visiting Fellow, Hoover Institution, Stanford University USA
Maudet, Pierre Vice-President of the State Council, Department of Security, Police and the Economy of Geneva CHE
McKay, David I. President and CEO, Royal Bank of Canada CAN
Mert, Nuray Columnist, Professor of Political Science, Istanbul University TUR
Messina, Jim CEO, The Messina Group USA
Michel, Charles Prime Minister BEL
Micklethwait, John Editor-in-Chief, Bloomberg LP USA
Minton Beddoes, Zanny Editor-in-Chief, The Economist GBR
Monti, Mario Senator-for-life; President, Bocconi University ITA
Mörttinen, Leena Executive Director, The Finnish Family Firms Association FIN
Mundie, Craig J. Principal, Mundie & Associates USA
Munroe-Blum, Heather Chairperson, Canada Pension Plan Investment Board CAN
Netherlands, H.R.H. Princess Beatrix of the NLD
O’Leary, Michael CEO, Ryanair Plc IRL
Osborne, George First Secretary of State and Chancellor of the Exchequer GBR
Özel, Soli Columnist, Haberturk Newspaper; Senior Lecturer, Kadir Has University TUR
Papalexopoulos, Dimitri Group CEO, Titan Cement Co. GRC
Pégard, Catherine President, Public Establishment of the Palace, Museum and National Estate of Versailles FRA
Perle, Richard N. Resident Fellow, American Enterprise Institute USA
Petraeus, David H. Chairman, KKR Global Institute USA
Pikrammenos, Panagiotis Honorary President of The Hellenic Council of State GRC
Reisman, Heather M. Chair and CEO, Indigo Books & Music Inc. CAN
Rocca, Gianfelice Chairman, Techint Group ITA
Roiss, Gerhard CEO, OMV Austria AUT
Rubin, Robert E. Co Chair, Council on Foreign Relations; Former Secretary of the Treasury USA
Rutte, Mark Prime Minister NLD
Sadjadpour, Karim Senior Associate, Carnegie Endowment for International Peace USA
Sánchez Pérez-Castejón, Pedro Leader, Partido Socialista Obrero Español PSOE ESP
Sawers, John Chairman and Partner, Macro Advisory Partners GBR
Sayek Böke, Selin Vice President, Republican People’s Party TUR
Schmidt, Eric E. Executive Chairman, Google Inc. USA
Scholten, Rudolf CEO, Oesterreichische Kontrollbank AG AUT
Senard, Jean-Dominique CEO, Michelin Group FRA
Sevelda, Karl CEO, Raiffeisen Bank International AG AUT
Stoltenberg, Jens Secretary General, NATO INT
Stubb, Alexander Ministers of Finance FIN
Suder, Katrin Deputy Minister of Defense DEU
Sutherland, Peter D. UN Special Representative; Chairman, Goldman Sachs International IRL
Svanberg, Carl-Henric Chairman, BP plc; Chairman, AB Volvo SWE
Svarva, Olaug CEO, The Government Pension Fund Norway NOR
Thiel, Peter A. President, Thiel Capital USA
Tsoukalis, Loukas President, Hellenic Foundation for European and Foreign Policy GRC
Üzümcü, Ahmet Director-General, Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons INT
Vitorino, António M. Partner, Cuetrecasas, Concalves Pereira, RL PRT
Wallenberg, Jacob Chairman, Investor AB SWE
Weber, Vin Partner, Mercury LLC USA
Wolf, Martin H. Chief Economics Commentator, The Financial Times GBR
Wolfensohn, James D. Chairman and CEO, Wolfensohn and Company USA
Zoellick, Robert B. Chairman, Board of International Advisors, The Goldman Sachs Group USA

Update:  ​Bilderberg goes IT: Shadowy club to talk AI, cyber-security

Update: Was an der Bilderberg-Konferenz wirklich bedenklich ist

Update: Hier besprechen die Bilderberger die Lage der Welt

Update: Elon Musk-Backed Group Probes Risks Behind Artificial Intelligence