Jai Jai Ganesha – Überwinder der Hindernisse: Schenk‘ mir ein Wunder ! Antwort

Ganesha, der elefantenköpfige Gott, gehört zu den beliebtesten Hindu-Göttern. Er verheißt Glück und Wohlstand, beseitig Hindernisse, lacht, tanzt oft, liebt Süßigkeiten und Streiche. Seine Statue findet sich sowohl in unzähligen Privathäusern, als auch Geschäften.

Wer immer in seinem Leben in einer verfahrenen Situation steckt, aus der nur ein Wunder heraushelfen zu können scheint, ruft Ganesha um Hilfe an. Ich habe dazu ein Video gemacht. Gesungen wird nach einer Gayatri-Anrufung ein Teil des Ganesha Mahamantras. Vollständig würde die Anrufung der 108 Namen knapp 20 Minuten dauern.

Unzählige Legenden in den Puranas bieten verschiedene Versionen als Erklärung für die Entstehung Ganeshas an, der ursprünglich keinen elefantenköpfigen, sondern einen menschlichen Kopf gehabt haben soll. So berichtet eine populäre Geschichte im Shiva Purana, dass Parvati, Shivas Ehefrau, Ganesha in Abwesenheit Shivas geschaffen hätte: Demnach formte sie aus dem Lehm, mit dem sie ihren Körper eingerieben hatte, einen kleinen Buben, übergoss ihn mit Gangeswasser und erweckte ihn so zum Leben. Sie nannte ihn Ganesha und setzte ihn als Wache vor ihr Haus. Als Shiva kam, versperrte Ganesha ihm den Weg. Shiva schlug ihm den Kopf ab und gelangte so ins Haus. Als Shiva bemerkte, dass er gerade Parvatis Sohn getötet hatte, befahl er seinen Dienern, den Kopf eines Lebewesens zu bringen, welches seinen Schlaf nach Norden richtet. Dieses Lebewesen war ein Elefant, und dessen Kopf setzte Shiva auf Ganeshas Rumpf, um ihn ins Leben zurückzubringen. Dadurch wurde Ganesha, der vorher nur Parvatis Sohn war, auch zum Sohne Shivas.

Foto-Album vedischer Götter, der Vorläufer des Hinduismus Antwort

Die Fotos sind schwer zu finden, noch schwerer zu entwirren und zuzuordnen. Es gibt insgesamt vier Veden. Die vedische Religion ist die älteste indische Religion und unterscheidet sich teilweise erheblich vom Hinduismus. Einige Götter sind jedoch übergegangen, bzw., ihre Eigenschaften wurden von Hindu-Göttern übernommen. So sind etwa viele Eigenschaften von Indra an Shiva übergegangen. Das Foto-Album ist bei weitem nicht vollständig.

Befreit vom Tod zur Unsterblichkeit: Das Maha Mrityunjaya Mantra 3

Im Westen am besten bekannt ist es fälschlicherweise als „Heilungsmantra des Dalai Lama“. Immer wieder wird es als mehr oder weniger gute Kopie einer Darbietung des Niederländers Hein Braat weiter gegeben: das Maha Mrityunjaya Mantra (siehe Video).

Dies ist sein Wortlaut:

Om tryambakam yajmmahe sugandhim pusti-vardhanam; urvarukam iva bandhanan mrtyormuksiya mamrtat.

Die wörtliche Übersetzung: Om. Der Dreiäugige / wir verehren/ Der Duftende / Erhalter der Welt/ Wie eine Gurke / von ihrem Stiel/ Vom Tod / befreie / nicht von der Unsterblichkeit.

Sinngemäß reziert man: Om – Wir verehren den dreiäugigen Shiva, der der duftende Essenz ist und alle Wesen ernährt. Mögen wir sein wie die reife Gurke, befreit vom Stiel der Pflanze: Befreit vom Tod zur gesegneten Unsterblichkeit.

Das Maha Mrityunjaya Mantra ist neben dem Gayatri-Mantra eines der wichtigsten Mantren der Veden. Es ist Rudra gewidmet, dem wilden Aspekt des Gottes Shiva und wird erwähnt in der Rig Veda 7.59.12 – in der Sri Rudram, Yajur Veda III.60 und der Atharva Veda XIV.1.17.

Man nennt es das Mantra zur Überwindung des Todes – bezugnehmend auf das dritte Auge Shivas auch „Mantra zur Wiederherstellung des Lebens“ nach großen körperlichen oder seelischen Erschöpfungszuständen.

Man rezitiert es am besten zweimal täglich – früh morgens sowie abends nach Sonnenuntergang. Mindestens dreimal, idealerweise aber 108 mal wiederholt, entfaltet es eine tiefe Wirkung auf innere Konzentration und körperliche, geistige, wie seelische Regeneration.  In Indien empfiehlt man, sich zur Rezitation in eine ruhige Umgebung zurückzuziehen und möglichst wenig Kleidung zu tragen, um die größtmögliche Tiefenwirkung zu erzielen. Dann öffnet sich das dritte Auge und mit ihm die grundsätzliche spirituelle Erkenntnis: Niemand von uns ist getrennt von Gott.

Sollten Sie nun einwenden wollen, dass der Text ja in einer Sprache verwendet werde, derer Sie gar nicht mächtig sind, machen Sie sich keine Gedanken darum. Die Wirkungsweise von Mantras ist eine hoch komplizierte Wissenschaft. Vokale und Silben – in egal welcher Sprache – wirken über ihren Klang auf die Energiezentren des Körpers, die Chakren – und über diese tief hinein in den ganzen Körper, aber auch darüber hinaus bis in die äußersten Schichten der Aura. Je nach Zusammensetzung der Silben energetisieren sie, bringen sie zur Ruhe oder stellen Harmonie und Gleichklang her. Das alles geschieht ohne direkte Verbindung zur Sprache, in der die Silben verwendet werden.

Wenn Sie nun also den Text des Mantras mitsingen, erreichen Sie durch den Klang Körper, Geist und Seele. Die Übersetzung ist eine weitere Hilfestellung, wäre prinzipiell aber nicht vonnöten.

Video unten: Shankar Sahney  singt das  Mahamrityunjay Mantra.