Make America great again; mit Donald Trump ein Lügner und Betrüger im Amt Antwort

„Die Akte Trump“ listet chronologisch die Karriere eines Mannes auf, der sich mit Lügen, Betrug und weitreichenden Beziehungen zur Mafia und zu verurteilten Verbrechern immer wieder geschäftliche Vorteile verschafft hat. Mehr…

Bewerten:

Recep Tayyip Erdogan: „Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind“ … Antwort

„Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ Eine Studie. Mehr…

Bewerten:

Bettelnde Frauen und verschreckte Männer – so wird das nichts 1

Veröffentlicht von: Allure am: Dezember 23, 2015 in: Leben1

Liebe Frau, weißt du, warum du den Mann deines Herzens so verzweifelt jagst? Weil du erreichen willst, dass er DICH jagt.
Denn das wäre das natürliche Prinzip, du spürst das. Nur… kannst du dies nicht vertrauensvoll GESCHEHEN LASSEN (=das passive weibl. Prinzip= Empfänglichkeit), sondern du versuchst die Kontrolle zu behalten, ja es sogar zu initiieren (=das aktive männliche dynamische Prinzip), weil dir dein Urvertrauen abhanden gekommen ist.

Dass er sich um DICH bemüht, so müsste es sein. Aber du kennst dies nicht. Du vertraust DEM nicht. Tief in deinem Inneren fühlst du dich dessen nicht wert. Du bist vom Vater nie geliebt oder gehalten worden. Vielleicht hat er dich sogar verlassen, verleugnet, ignoriert. Und es spielt keine Rolle, ob er sich absichtlich entzogen hat oder früh verstorben ist. Deine empfindliche Seele hat sich damals die Schuld dafür gegeben, du hast dich unbewusst für nicht liebensWERT bewertet und du hast dir gleichzeitig ein allgemeingültiges Bild über „schwache, liebes- und beziehungsunfähige“ Männer gemacht.

Und nun taucht er auf, dein Seelenpartner, und all die über Jahre und Jahrzehnte mehr oder weniger funktionierenden Masken, all deine gewonnene Kontrolle über deine Ängste und Selbstzweifel bricht zusammen und du willst nur noch eins: dass dieser Mann nur noch einen Wunsch haben möge – sein Leben mit dir teilen zu wollen!

522039_489460554400070_934262508_n@2012-08-24T13;19;47
UND DAFÜR TUST DU ALLES: Du legst dich ins Zeug, ihn von dir überzeugen zu wollen. Und du suchst wie schon damals als Kind alle Fehler bei dir. Du kümmerst dich, bemutterst ihn, versorgst ihn mit Aufmerksamkeit, Liebe und Sex… ach wenn er doch nur erkennen würde, wie schön es mit dir wäre, was du für ein liebenswerter, außergewöhnlicher Mensch bist! Aber das hat dein Vater schon nicht erkannt… er konnte dir nicht geben, was dein natürliches Recht gewesen wäre… dich bedingungslos zu lieben und wie seine Prinzessin zu behandeln. Dann wäre gesunderweise aus der Prinzessin eine Königin erwachsen.

Erkenne, dass du deinen Selbstwert an der falschen Stelle suchst! Weder von deinem Vater noch bei einem Mann wirst du ihn jemals bekommen! Es ist vorbei! Es war eben so – und nun bist du er-wachsen, herausgewachsen aus den Kinderschuhen.

Jetzt liegt dein Selbstwert und dein Glück in DEINER Verantwortung! Die Aufgabe deines Seelenpartners ist nun, dich solange wegzustoßen, bis du aufhörst, es von ihm haben zu wollen. Bis du dich von ihm als Quelle deines vermeintlichemn Glücks abwendest, dich dir selbst zuwendest und endlich SELBST erkennst, was du wert bist. Und du dies nicht mehr von einem Mann als Stellvertreter deines Vaters brauchst und einforderst.

Lieber Mann, weißt du, warum du wie ein verschrecktes Karnickel vor deinen Gefühlen davon läufst? Warum du flüchtest vor der Frau deines Herzens, die plötzlich wie ein Blitz aus heiterem Himmel in deinen Tiefschlaf eingeschlagen hat?

Weißt du, warum du dir dein Leben lang lieber das kleine Glück, die sichere Beziehung wählst, die nicht auf Liebe, sondern auf Arrangements basiert? Eine Handelsbeziehung… Weil sie dich nicht tief genug berührt, um dich erneut zu verletzten. Weil sie in dir keine Ängste auslöst, sondern dir ein Gefühl von Feiheit und Kontrolle und Sicherheit vorgaukelt.

Und nun kommt die Liebe in dein Leben und du wirst mit dem Hass-Liebe-Bild deiner Mutter konfrontiert. Denn die erste Liebe deines Lebens hat dich nicht behandelt, wie du es als Junge gebraucht hättest. Du hast Übergriffe, Macht, Dominanz und Manipulation erlebt. Sie hat dich bewertet, entwertet, in deiner männlichen Energie kastriert oder sich dir entzogen.

Vielleicht hat dich deine Mutter emotional als Partnerersatz missbraucht, dich nicht zeitig genug losgelassen. Vielleicht gab es keinen kraftvoll liebenden Vater, der dich initiiert hätte, sondern du warst an der Mutterbrust bis zu deinem Auszug als erwachsener Mann, vielleicht bist du es sogar heute noch.

Ja, du suchst die Mutterbrust… manchmal zu sehr auf der körperlichen Ebene. Aber die Liebe willst du bitteschön vermeiden. Denn sie reißt auch dir all deine Masken vom Gesicht und zerstört dein mühsam errichtetes Selbstbild. Sie konfrontiert dich mit deiner Kleinheit als Mann, mit dem immer noch verletzten Jungen.

10-03-2014 18-28-54Liebe bedeutet für dich Unfreiheit, Verletzung, Schmerz und ein tiefes Gefühl, nie gesehen zu werden, nie bedingungslos geliebt zu werden, nicht gewertschätzt zu werden als Mann, sondern benutzt zu werden…. und… nie genügen zu können! Und dieses Gefühl willst nicht noch einmal spüren müssen. Und nun kommt eine Frau, die dir genau dieses Gefühl wieder gibt, weil du offensichtlich zu wenig tust. Dann doch lieber der Sicherheitsmodus, der all diese Gefahren nicht in sich birgt…

Im klassischen Seelenpartnervertrag treffen sich eine vom Vaterprinzip verletzte Frau und ein vom Mutterprinzip verletzter Mann (meistens, manchmal ist es auch umgekehrt) und sie kehren ihre Rollen um: Sie, die Bettlerin, die nichts weiß von ihrer Königskrone, kämpft um einen Mann, der sein Eroberungsprinzip verlernt und den Mut verloren hat, ein Kämpfer seines Herzens zu sein.

Frau, du musst IHN loslassen lernen. Warum. Weil du lernen musst, dich selbst zu lieben, und damit dir selbst und deiner Wertigkeit und Größe und Schönheit als Frau zu vertrauen. Ihn loszulassen bedeutet in Wahrheit, dein Misstrauen loszulassen, dass ein Mann nicht stark und Willens genug ist, sich um dich zu bemühen.

Du musst deine Ängste und Zweifel loszulassen, dass ein Mann dich so liebenswert findet, dass er bereit ist, dich zu seiner Königin machen zu wollen und dafür ein Jäger seines Herzens wird. Ihn loszulassen bedeutet, dem Mann, dem männlichen Prinzip wieder zu vertrauen. Es bedeutet, in die eigene Stärke als Frau zu wachsen und damit zu erkennen, dass es auch Männer gibt, die in ihrer Kraft sind und die mutige Krieger des Herzens sind.

Solange du den Mann als schwach empfindest, spiegelt er dir dein Empfinden über dich selbst, über deine eigene weibliche Schwäche… du vertraust der Königin in dir (noch) nicht! Du glaubst mehr an die Bettlerin, die sich Liebe verdienen muss. Finde all deine Kleinheit(en) und verlasse sie. Räum den Dreck der Vergangenheit weg und du wirst deine Krone finden.

Frau, wach auf! Du kannst und darfst nicht darauf warten, dass ein Mann dich heilt. Du ziehst solange Männer an, die dies nicht können, solange du selbst unerlöst bist. Er kann es nicht. Er ist selbst zu tiefst verletzt und kann und will nichts geben.

Im spirituellen Sinn darf er dir sogar noch nichts geben, denn er wurde dir geschickt, damit du dein Leiden und deine Opferhaltung beendest und anfängst, selbst die Königin in dir zu finden. Du musst den Weg zuerst beschreiten, du musst zuerst loslassen… erst deine Selbstzweifel und Minderwertigkeiten und dann IHN.

Frau, kümmere dich nicht mehr ihn! Er kann und darf den Eroberer in sich selbst befreien, wenn er möchte, wenn er will, wenn er über seine Schatten springen kann. Es ist nicht deine Aufgabe, ihn dahin zu bringen! Die ganze Zeit kümmerst du dich um ihn, statt um dich. Solange geschieht nichts. Erst wenn du anfängst, dich um dich zu kümmern, öffnest du den energetischen Raum, so dass auch er sich um sich kümmern kann. Solange du an ihm festhältst, hältst du seine Weiterentwicklung fest! Er kommt dir vor wie einzementiert? DU hast ihn einzementiert… energetisch. Erst wenn du ihn frei lässt, kann er anfangen, sich zu bewegen.

DU… kümmerst dich um DICH, das ist deine Aufgabe. Entdecke dich neu. Gib dir das selbst, was unfähige Eltern dir nicht geben konnten! Wir alle haben unfähige Eltern und wir selbst sind es wieder an unseren Kindern geworden. Weil wir alle noch nicht gänzlich in der Liebe sind, sondern noch im karmischen Dualitätsmechanismus des ICHs.

14383_369341753159892_1753630938_n@2013-03-31T20;22;53

Finde deine Schönheit und Größe. Fange an, dein eigenes Leben zu leben, deine Visionen und dein Lifestylebusiness. Stell dein Leben auf eigene Füße, emotional, materiell und sozial. Entwickle deine eigenen Energiesäulen: Beruf, Berufung, Hobbies, Freunde… tu dir gut! Geh aus. Hab Spaß. Du bist SINGLE. Du bist ihm nicht verpflichtet und er dir nicht. Ihr seid bislang nur Lernpartner! Um etwas anderes hat er sich doch noch gar nicht ernsthaft bemüht!

TU DIR GUT, es tut sonst keiner für dich! Liebe dein Leben… und… liebe dich! Selbst für deine Lust bist du allein verantwortlich. Hör auf zu glauben, ein Mann könnte auch hier die einzige Quelle sein. Du bist in erster Linie selbst dafür zuständig, auf allen Ebenen befriedigt zu sein.
Also hör auf, ihm einseitig Aufmerksamkeit zu geben, gib sie dir und deinem Leben!

Hör auf, ihn zu überreden zu Dingen, die nicht freiwillig von ihm kommen.
Hör auf, ihn zu umgarnen, ihn zu belehren oder irgendwie zu beMUTTERN.
Er reagiert allergisch drauf. Er hat sein Glück selbst in der Hand. Ob DU das bist, liegt in seinem Ermessen, nicht in deinem.
Zieg deine Energie ab. Lass ihn allein. Und gebe alle Energie in DEIN Leben. 
Gib dich DIR hin, nicht ihm.

Der Mann ist der Jäger, der Eroberer, das liegt in seinem gesunden Instinkt. Die Frau ist die Umworbene, die Kostbarkeit, die es zu erobern und von sich zu überzeugen gilt. Und was tust du? Du legst dich ihm zu Füßen wie ein schon erlegtes Reh und streckst die Arme und Beine nach oben und schaust ihn erwartungsvoll an :-))) Das langweilt ihn nicht nur, weil er sich nicht bemühen muss, es macht ihm schlimmstenfalls Angst.

Der Mann trifft die Wahl, wer seine Königin sein soll und dann wird er alles für diese eine Frau tun und geben, was in seiner Macht steht. Der Mann dient dem weiblichen Prinzip, wenn er genug männliche Größe und Mut im Herzen hat, dies als seine heilige Aufgabe zu erkennen. Er muss und will sich beweisen, ihr beweisen, dass er sie wertschätzt, liebt und „halten“ kann in ihren Energien. Dass er ihr Rahmen und Gefäß sein kann für ihre Energien, die sich ergießen wollen ins Leben, in die Schöpfung. Dass er ihr ebenbürtig ist in seiner haltenden Kraft.

.
564665_414875248560354_1089476394_n@2012-11-08T23;45;45Er ER muss zuerst IHR Herz erobern, auch wenn sie meist eher weiß, dass ER der Richtige ist… nicht umgekehrt! Sie muss ihm die Zeit geben, seine Bindungswilligkeit selbst zu entdecken. Dafür geht er dann symbolisch auf die Knie und bittet sie, ihn zu erwählen unter all den Männern. Und wenn sie „Ja“ sagt, wird sie ihm ab dann dienen in ihrer göttlichen Weiblichkeit und seine Energien erneuen und ihn nähren auf allen Ebenen. DU gibst ihm den Platz an deiner Seite, wenn er sich dessen als würdig erweist durch seine konstante Liebe, Fürsorge, Wertschätzung, Respekt.

Solange du versuchst, den Platz an seiner Seite zu bekommen, bist du als Bettlerin unterwegs. DU krönst ihn zu deinem König und machst ihn damit zum Silberrücken unter den Männern. Und beide dient ihr damit dem göttlichen Prinzip – der Liebe.

Also kümmere dich darum, dass du deine Königin ausgräbst unter all deiner Kleinheit und Zweifeln, poliere deine Krone auf und gehe zurück in deine weibliche Macht. Gib den aktiven männlichen Part auf, sonst wirst du immer nur Männer anziehen, die den weiblichen empfangenden Part einnehmen und sich von Frauen emotional „versorgen“ lassen, ohne selbst aktiv zu werden. Solange du auf Verweigerer triffst, ist das ein Spiegel, dass du dich dir selbst und deiner Eigenverantwortung für dein Glück verweigerst! Nimm deinen Thron wieder ein und du wirst jemanden bekommen, der an deine Seite will.

Und ja… wenn es nichts mehr gibt,
was ein Mann deinem Glück noch hinzufügen könnte
… stell dir vor … dann kommt ein Mann
und fügt noch tausendfach Glück hinzu!
Das ist das Wunder der Liebe.

Und es wird DER RICHTIGE sein, egal, ob dein Seelenpartner bis dahin selbst erwacht ist, oder ob er weiter träumen möchte und das Leben dir Plan B schickt! Es wird definitiv ein Happyend geben.. und du wirst es letztlich als Masterplan erleben.

Wir alle haben einen freien Willen bekommen. Keiner da oben zwingt uns zu etwas, und wir haben alle Zeit und alle Leben der Welt, um uns zu entwickeln. Es ist also Unsinn zu glauben, dass beide Seelenpartner sich unbedingt zusammen entwickeln MÜSSEN und einer ein Leben lang darauf warten muss, dass der andere in Bewegung kommt. Im Gegenteil, solange du am WARTEN bist, bist du immer noch im aktiven Teil. Warten bindet seine Energien im Stillstand! Denn Warten ist auch eine Aktivität!

Alles was du tust in Bezug auf ihn, ist Aktivität, auch Warten. Weiblichkeit aber ist passiv, sie empfängt und wartet nicht. Spüre den Unterschied, er entscheidet über dein Glück. Empfänglichkeit bedeutet: “Dein Wille geschehe”. Du gibst all deine Erwartungen ab und gehst in die Hingabe an deine göttliche Führung. Ins Vertrauen. Ins Empfangen. Empfange Leben, empfange Glück, empfange Liebe. Hingabe ist in erster Linie nicht Hingabe an den Mann. Sie ist Hingabe ans göttliche Prinzip, an die Quelle, die du selbst bist. Das ist Weiblichkeit.

Gib dich DIR hin und dem LEBEN und tanze deinen Tanz. Und lasse geschehen, was zu dir kommen soll und darf. Wenn du zur Seite trittst mit deinem kontrollierenden zweifelnden bedürftigen ICH, kann alle Fülle und alle Liebe des Universums zu dir strömen.

Lasse los und vertraue.

Wenn du selbst die Liebe deines Lebens geworden bist, wird dir noch eine dazu geschenkt werden.

“Niemand rettet uns außer wir selbst.
Niemand kann und niemand darf das.
Wir müssen selbst den Weg gehen.”
(Buddha)

© Ute Strohbusch

 

Siehe auch: Ein Sehnen, unstillbar brennend und tief wie das Meer

Der Mann meines Lebens ist ein Narzisst

Erlösung durch Liebe ist von außen unmöglich 

Allein in der Hölle der Leere – vom Ringen um den Weg aus dem schwarzen Loch

Von allem getrennt, sogar von sich selbst: Depression ist ein Albtraum, der nie endet

Dualseele, Zwillingsflamme, Liebe: Die große Sehnsucht, nach Hause zu kommen

Nie wieder verletzt werden: Ein Blick ins Herz eines Narzissten

Ein gebrochenes Herz wird andere Herzen brechen – es kann nicht anders

Der Narzisst und die Frauenwelt

Ich kann’s nicht ertragen, nochmal zu versagen

Dualseele erkennen und loslassen

Seelenverbindungen gehorchen anderen Regeln

Erlebnis Uni-Klinik: Ein großes Erwachen in Sachen Geld und Multi-Kulti… Antwort

Multi-Kulti wird nicht kommen – es ist schon da. Jedenfalls in den größeren Städten. Auch im Krankenhaus. Und: Geld regiert die Welt. Zu wenig davon zu haben, zum Beispiel für eine private Krankenversicherung – gar nicht gut. Ein nicht repräsentativer Eindruck eines viertägigen Aufenthaltes in der Uni-Klinik Mainz.

Als sie in der Chest Pain Unit ankommt, ist es Donnerstag, 15.30 Uhr. Ihre körperliche Belastbarkeit ist irgendwo bei kurz über Null. Ständige Schmerzen in der linken Brusthälfte, chronische Atemnot, bei Steigen weniger Treppenstufen extreme Schweißausbrüche, Schwindel, die Notwendigkeit, sich sofort zu setzen. Verdacht auf Angina Pectoris. Die Hausärztin hat nicht lange gefackelt und sie eingewiesen. Die Ergebnisse der Blutabnahme hat sie dabei – Mineralhaushalt durcheinander, wie immer leicht erhöhte Entzündungswerte, schlechte Nierenwerte. Auch die Ergebnisse des letzten Belastungs-EKG beim Hausarzt legt sie vor: Bei 100 Watt abgebrochen wegen lebensgefährlich hohem Blutdruck, Röntenbild des Herzens unauffällig.

Die Aufnahmestation im Erdgeschoss wirkt dunkel, wenig anheimelnd. Der junge Arzt fragt sie als erstes, ob ihre private Zusatzversicherung den Chefarzt einschließe: „Dann muss ich das sofort melden.“ Als sie verneint, fragt er, ob sie an einer Studie teilnehmen will: Über ein Jahr lang werden Zusammenhänge zwischen Brustschmerzen, seelischen Erkrankungen und Krebs auf genetischer Basis, sowie auf Basis von Befragungen zum Allgemeinbefinden untersucht. Die Ergebnisse werden u.a. anonym an die Pharmaindustrie weitergeleitet. Der Patient hat das „Recht auf Nichtwissen“, falls er schwerwiegend erkranken könnte.

Sie unterschreibt, betont: „Ich will alles wissen“ – und denkt: Vielleicht verbessert das die Aufmerksamkeit bei den kommenden Untersuchungen. Dann wird sie angewiesen, all ihre verschwitzten Kleider in eine Klinik-Tüte zu stecken. Man klebt ein Etikett darauf, auf dem Name, Anschrift und Krankenkasse stehen. Sie ärgert sich. Was macht die Krankenkasse auf dem Etikett? Die Kleider werden stinken, wenn sie nicht trocknen können…

Sie wird erstmal behandelt, als habe sie möglicherweise einen Herzinfarkt: Am ganzen Körper verkabelt, nichts zu essen, nichts zu trinken und Ultraschall. Den macht ein chinesischer Arzt. Der deutsche zeigt sich nochmal zwecks Aufnahme-Formalitäten, drückt ihr Formulare für die Studie in die Hand, die sie unterschreiben und einen Fragebogen, den sie ausfüllen soll. Dazwischen taucht eine Ärztin auf, die die Studie betreut, erklärt dieselbe kurz und geht wieder, weil der Chinese mal alle rausgeschickt hat, damit er in Ruhe arbeiten kann.

Die Blutströme sind in roter und blauer Farbe markiert. Sie bewundert, wie sich der Fluss von Vene und Arterie in der Herzkammer begegnen und staunt über die Zartheit der Herzklappe. Die arbeitet wie am Schnürchen – ein Konstruktions-Wunder. Nichts auffälliges im Ultraschall, der Arzt verabschiedet sich.

Sie bleibt allein in einem düsteren Raum. Ein großes Spinnennetz am Fenster leuchtet im Sonnenuntergang auf. Sie hat Kabel am ganzen Körper, den ein OP-Hemdchen knapp verdeckt, eine Braunüle in der Ellenbeuge, eine Blutdruckmanschette am anderen Arm. Die bläst sich jede Stunde derart auf, dass der Arm am nächsten Tag grün und blau sein wird. Irgendwann kommt eine freundliche polnische Nachtwache. Die ist gnädig und bringt ihr Wasser, stellt auch den Toilettenstuhl hin, denn sie kann ja nicht weg vom Bett.

„Putze putze“ krakehlt eine Osteuropäerin – sie schätzt mal Tschechin. Da ist es 6 Uhr. Im Gefolge der Tschechin ein wunderhübsches Mädchen mit rabenschwarzer Haut und großer Angst – eine Asylsuchende? Die Tschechin steht neben dem Mädchen und zeigt ihr recht überheblich, dass sie den Wischmopp immer wieder falsch benutzt. Das Mädchen schweigt und bemüht sich hektisch, alles richtig zu machen. Der Boden wird gewischelt,  dann sind die beiden wieder weg.

Etwas später schaut eine junge Ärztin ins Zimmer, fragt, wie viele Treppenstufen sie denn noch ohne Pause steigen kann und sagt: „Ganz klar Herzkatheter. Der Professor ist heute nicht da, sein Stellvertreter auch nicht, aber irgendwer wird das schon machen.“ Frühstück gibt es keins, es ist ja eine OP geplant.

IMG_2371

Sie hat Hunger, Durst, ihr ist kalt und sie wird langsam ärgerlich. Wenn wenigstens die dämlichen Kabel ab wären. Dann hört sie nebenan einen Pfleger telefonieren: „Ich habe gar nicht so viele Betten, wie ich Anfragen habe.“ Hm. Das Bett hinter dem Paravent neben ihr ist leer. Der Pfleger kommt herein und teilt ihr mit: „Sie werden auf Station 4a verlegt. Ziehen Sie sich mal was an, das sieht besser aus, wenn Sie im Aufenthaltsraum warten. Sie haben erstmal noch kein Bett.“

Eine Pflegerin aus dem Ruhrgebiet mit strengen Augen reißt die ganzen Kabel auf der Vorderseite auf einen Schlag ab. Sie zuckt zusammen, stöhnt und erntet eine Rüge: „Das kann überhaupt nicht weh tun, die sind nicht unter Druck.“ Im Rollstuhl fährt man sie in den vierten Stock. Weil die polnische Hilfskraft schiebt, muss sie ihren Rollkoffer steuern und ist froh, als sie ankommen.

Sie hat eine private Zusatzversicherung, die ihr ein Einzelzimmer sichern soll, aber es gibt keins. Es gibt Vierbett-, Dreibett- und Zweibettzimmer. In so einem wird ein Platz frei werden, wenn die alte Dame dann ausgecheckt hat. Die will aber erst noch zu Mittag essen und duschen. Man schickt sie in den Aufenthaltsraum, vergisst allerdings nicht, sie zu fragen, ob ihre Zusatzversicherung den Chefarzt einschließe. Das müsse man dann sofort melden.

Es zieht sich. Nach eineinhalb Stunden Wartezeit kommt die Stationsschwester und sagt: „Sie werden jetzt in den OP gebracht. Sie können sich unten umziehen.“ Eine polnische Pflegekraft fährt sie im Rollstuhl nach unten, die abgelegten Kleider kommen in eine weitere Kliniktüte mit Etikett. Man parkt sie im Aufwachraum. Dort liegen schon zwei Männer. Einer wird jede Viertelstunde hofiert und ausführlich nach seinem Befinden befragt. Er findet das angemessen; sie sieht ihn vor dem inneren Auge mit geblähter Brust.

Nochmal über eine Stunde Warten. Dann ist es soweit, sie kommt in den OP. Ein sehr nervöser Arzt – sie vermutet, ein Pakistaner – stellt sich vor als Assistent des Professors. Der Professor, sehr schlank, nicht hoch gewachsen, mit wundervoll sensiblen Händen kommt aus irgendeinem Land – jedenfalls nicht aus Deutschland. Nach einem kurzen Kennenlernen und Klarstellen, dass er das Sagen hat, entschließt er sich, ihr die Dinge genau zu erklären. Das wird der schönste Teil des Unternehmens Chest Pain Unit. Während sie über den Wein witzeln, den sie schon lange nicht mehr trinken kann, weil sie allergisch darauf reagiert, wird die Einstich-Arterie lokal betäubt.

Auf einem riesigen Monitor verfolgt sie, wie sich der dünne Draht durch ihre Gefäße Richtung Herz bewegt, versucht, ihn im Körper wahrzunehmen. Aber als er an der Schulter angekommen ist, verliert sie den Kontakt. Hitze schießt in Hals und Brust, als das Kontrastmittel gespritzt wird. Der Draht erreicht die Herzkammer, und wieder erfüllt sie Ehrfurcht. Unter den Röntgenstrahlen wirkt das Treffen der Blutströme von Vene und Arterie wie eine geordnete Wolke. Was für eine perfekt konstruierte Pumpe! Den Moment, als der Draht die Herzkranzgefäße erreicht, wird sie nie wieder vergessen: Wie Efeuranken, von oben nach unten dünner werdend, umarmen diese den pumpenden Muskel. Alles pulsiert, ebenmäßig, gleichmäßig. „Oh, wie wunderschön“, sagt sie – und der Arzt stimmt aus tiefstem Herzen zu.

16-09-_2015_12-21-58

Keine Probleme an den Herzkranzgefäßen, keine Notwendigeiten, Stents zu setzen, der Draht wird zurückgezogen. Ein heftiger Schmerz im Unterarm dauert nicht lange, dann ist es vorbei. Ganz erfüllt vom Gesehenen kann sie nicht sprechen. Der Professor verabschiedet sich. Sie sagt nichts mehr, obwohl sie tausend Fragen gehabt hätte.

Man rollt sie wieder auf Station, das Bett ist jetzt frei. Nebenan wird gerade ein Patient in „Einzhelhaft“ geschickt, er ist infektiös. Ihre Bettnachbarin ist eine Armenierin und hat grade den täglichen Besuch ihrer beiden beleibten, sehr agilen Schwestern. Die kommen immer zwischen 15 und 16 Uhr, um dann um 20.30 Uhr wieder zu gehen. In der Zwischenzeit wuseln sie um das Bett der Patientin herum, schälen und teilen Obst, richten Kissen, laden das Telefon, benutzen die Toilette, reden laut und viel. „Wenigstens haben sie angenehme Stimmen“, denkt sie, ist aber zunehmend gestresst, weil sie keine Chance hat, sich dem Geschehen zu entziehen.

Das Personal auf der Station ist außerordentlich freundlich und hilfsbereit. Es gibt Deutsche, Osteuropäer und einen ehemaligen Opelaner, der mit 52 nochmal in der Ausbildung zum Krankenpfleger ist. Blutdruck, EKG, Temperatur – und immer noch Besuch im Zimmer. Als die endlich gehen, will sich die Bettnachbarin unterhalten. Sie kann nicht mehr und bittet die Schwester um ein Medikament zum Schlafen.

„Ihr Herz ist in Ordnung, ich habe hier Ihren Entlassungsbrief.“ Es ist Samstag morgen, alle zuständigen Ärzte haben Wochenende, die Visite macht ganz allein ein Stationsarzt, der dann anschließend gleich mehrere Stationen zu betreuen hat. Das ist kurz nachdem sie beinahe umgekippt wäre. Sie hatte ihr Laptop am Bett abgebaut, den Koffer ein wenig gerückt und auf dem Flur am Wasserspender eine Karaffe gefüllt. Auf dem Rückweg dann der bekannte Schwächeanfall: Schweißausbruch, heftiger Druckschmerz, Herzrasen, Pulsrasen, Schwindel, Atemnot.

„Aber es ist nichts besser,“ sagt sie. „Mir geht es genauso elend wie vorher. Woher kann das denn nun kommen? Ist das vielleicht eine Begleiterscheinung von Rheuma?“ „Das kann durchaus sein,“ meint der junge Arzt. Wenn sie dies möglichst unkompliziert abklären wolle, rate er ihr, bis Montag zu bleiben. Wenn man erstmal stationär sei, könne man sehr viel einfacher interdisziplinär zusammenarbeiten als wenn man ambulant um Termine kämpfen müsse.  Sie denkt an die zu erwartenden Besucher, drängt die Tränen zurück und stimmt zu. Die Ärztin, die im Rahmen ihres 24-Stunden-Dienstes am Sonntag kurz den Kopf zur Visite durch die Tür steckt, bestätigt sie: „Wir können da noch eine Menge tun. Aber wir müssen bis Montag warten, um das zu besprechen.“

Sich gegen etwas zu wehren, das man nicht ändern kann, kostet nur sinnlose Kraft. Also beginnt sie, sich mit ihrer armenischen Bettnachbarin auseinander zu setzen. Sie sei Internistin, sagt die 59jährige Ala, die seit acht Jahren in Deutschland lebt. In jeder freien Minute paukt sie die deutsche Sprache, ist mittlerweile weit über die Einbürgerungsvoraussetzungen hinaus vorgedrungen auf Langenscheids Band „Mittelstufe“. Das Lehrbuch enthält eine spannende Mischung aus hoch aktuellen Texten (z.B. zum Thema „Erwähnung von Softskills in Bewerbungsschreiben“), umgangssprachlichen Tipps (Geld =  „Kohle“) und grammatikalischen Zerlegungen der deutschen Sprache in ihre Einzelteile, die alles ungemein kompliziert erscheinen lassen – auch für „Eingeborene“.

Alas praktische Sprachkenntnisse stehen in merkwürdigem Kontrast zum Anspruch des Lehrbuchs. Sie selbst glaubt, leichten Kontakt zu Deutschen zu haben und weitgehend fehlerfrei zu sprechen, verdreht jedoch Satzbau und Grammatik nach wie vor nach den Kriterien ihrer Heimatsprache und ist weit davon entfernt, alles zu verstehen, was das Pflegepersonal ihr mitteilt. Zwar im Besitz einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis will sie jedoch keineswegs den deutschen Pass: Die Flüge nach Armenien würden dann viel teurer, erklärt sie.

Anders ihre Schwester Anja. Glücklich verheiratet mit einem Deutschen, hat sie auch die hiesige Staatsbürgerschaft angenommen und arbeitet in der Krankenpflege. „Das deutsche Sozialsystem ist das beste der Welt“, stellt sie fest. „Allein Alas Untersuchungen im Krankenhaus hätten in Armenien mindestens 10 000 Euro Vorauszahlungen gekostet“.  Schnell kommt das Gespräch auf die zahlreichen Flüchtlinge, die zurzeit in Deutschland einrollen und das Missfallen der drei Schwestern erregen: „Wieso lässt Deutschland die alle rein? Wer soll das denn alles bezahlen? Was wird, wenn Deutschland kein Geld mehr hat? Es wird Unfrieden geben“…

Nicht nur die drei Schwestern, auch zwei Brüder, diverse Nichten und Neffen leben inzwischen in Deutschland, ein Bruder in Österreich ist dabei, den Rest seiner Familie nachzuholen, eine weitere Schwester lebt mit dem alten Vater in Armenien im Haus der Familie. Die Syrer seien eigentlich ganz nett, vor allem ehrlich, findet Anja. Roma hingegen seien diebisch und faul – sie zählt die Mainzer Stadtviertel auf, wo man vor ihnen auf der Hut sein müsse. Der türkische Staat sei absolut bösartig, Macht- und Land-hungrig – die ganze Sache mit dem Genozid sei ja wohl bekannt. Der Völkermord, bei dem auch Deutschland eine unrühmliche Rolle gespielt hat, wurde inzwischen aus den türkischen Geschichtsbüchern verbannt. Auch vor Aserbaidschan müsse man sich hüten – so wie ganz allgemein vor den Staaten unter russischem Einfluss.

Heftig bemäkelt wird von allen das in der Tat schmuddelige Bad. Ala und ihre Schwestern, zu denen sich zeitwelig noch ein Cousin gesellt, verbringen viel Zeit im Bad und produzieren säckeweise Papiermüll. Als die Spender nicht schnell genug nachgefüllt werden, näselt Ala Richtung Krankenschwester: „Gibt es hier ein Papier-Defizit.“ Da der Reinigungsdienst am Wochenende während der geschätzt dreiminütigen Aufenthaltszeit nicht deutschsprachiger Frauen in Zimmer und Bad sich auf das Wischen des Bodens beschränkt, wird das Bad im Ganzen auch nicht sauberer.

Aus lauter Angst vor Keimen reinigt Ala ihren Nachttisch mit dem Hand-Desinfektionsmittel, das an der Wand hängt und benutzt dazu Einweghandschuhe aus dem Schrank für das Pflegepersonal, der sich im Zimmer befindet. Ihre Zahnbürste hat sie in einem Plastikbeutel im Nachttisch, ihren eigenen Teller, ihre eigene Tasse und ihr eigenes Besteck liegen in weiteren Plastikbeuteln daneben.

Ob ihre Zähne echt seien, wird die deutsche Patientin gefragt, die aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Während das Krankenzimmer abwechselnd als Fußpflegestation, Friseursalon und für zwischenzeitliche Duschen genutzt wird, teilen die Besucherinnen ihr mit, dass ihre Füße annehmbar gepflegt seien. Aber Fingernägel ohne Nagellack – das gehe gar nicht. „Nicht teuer“, ermutigt Theresa und hält ein Fläschchen hoch: „Kostet 1,50, aber genauso gut wie L’Oréal…“ Oft dreht sich das Gespräch um Geld: Wie man einen Mann verlassen könne, der 3000 Euro im Monat heimbringe  beispielsweise… kollektives Kopfschütteln der Schwestern über eine deutsche Nachbarin.

15-09-_2015_23-58-36

Als der Sonntag zuende geht, sind alle Beteiligten um viele Aspekte im Umgang mit Andersartigen bereichert. Nebenan ist jetzt das zweite Krankenzimmer wegen einer Infektion gesperrt, wird vom Pflegepersonal nur mit Schutzkleidung betreten.

Showdown am Montag: Große Visite unter Führung einer selbstbewussten Oberärztin, gefolgt von einem knappen Dutzend Ärzten und Pflegern aus mindestens sechs Nationen. „Sie werden heute entlassen, ihr Herz ist in Ordnung“ stellt die Oberärztin fest. Wieso sind sie eigentlich nicht am Samstag nach Hause gegangen?“ Einmal mehr bleibt der Patientin die Spucke weg. „Weil es mir nach wie vor schlecht geht. Nichts hat sich verändert. Deshalb hat man hat mir geraten, zu bleiben, weil stationär eine einfache interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Beispiel mit der Rheumatologie möglich sei.“

Kalt mustert sie die Oberärztin: „Das mit der Zusammenarbeit ist nicht mehr soooo… Da müssen Sie schon sehen, wie Sie ambulant weiter kommen. Wir sind hier mit Ihnen fertig. Bestenfalls können wir einen Termin für Sie arrangieren.“ Sie rauscht raus, die Karawane folgt.

Eine Stunde später kommt ein sehr junger Assistenzarzt mit tschechischem Akzent ans Bett und überreicht den geänderten Arztbrief. Der enthält nun die Rufnummer der Rheumatologie. „Es sei nicht ihre Aufgabe, für die Aufnahme eines Patienten in einem ‚anderen Krankenhaus‘ zu sorgen, lasse die Oberärztin mitteilen.

Sie geht grußlos. Gibt im EG noch den Fragebogen ab, für den sich seither niemand mehr interessiert hat. Ob sie jemals etwas von den Studienergebnissen hören wird? Ihr Blut haben sie ja – und darum war es vermutlich gegangen.

Siehe auch: Video Herzkatheteruntersuchung