Ein Narzisst erklärt:“Nur Anerkennung kann den Selbsthass dämpfen“ Antwort

Folgende Geschichte hat ein narzisstischer Mann in einer Selbsthilfegruppe für Opfer von Narzissten erzählt. Ich habe seine Erlaubnis, den Text zu veröffentlichen.
….“ ich bin ein eher kleiner, kräftiger Typ, der sich Anerkennung nicht über oberflächliche Komplimente sichern konnte. So wurde Sex für mich zum Job, ich wurde zum Callboy innerhalb von Beziehungen; meine Bezahlung war Anerkennung. Meine eigene Lust und Befriedigung verlor ich komplett aus den Augen, denn ich stand unter extremen Erfolgsdruck. Sex wurde zu einem professionell durchgezogenen Akt, Gefühle starben in mir und ich wurde zu einem Schauspieler.“ Mehr…

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Loszulassen macht frei – aber wie soll man das bloß hinbekommen? Antwort

Du suchst nach Möglichkeiten und Tipps zum Loslassen? Du weißt, dass es besser ist, wenn du loslässt, aber irgendwie fehlen dir noch ein paar Ideen, wie du das am besten machen kannst? Dann lies jetzt weiter und suche dir die besten Tipps zum Loslassen aus.

Lasse dich ein wenig inspirieren und probiere die einzelnen Tipps aus. Du wirst eine sofortige Erleichterung in dir spüren. Loslassen ist auch nur eine Entscheidung, die du treffen musst und die kein anderer für dich treffen kann. Mehr…

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Ich könnt‘ nicht ertragen, nochmal zu versagen… 1

*

Nein, sagt er, NEIN!

Hautnah wird’s nie sein!

Ich müsste dann geh’n,

kannst du nicht versteh’n?

*

Ich warte seit Jahren.

Du warst dir im Klaren:

Ich wär‘ sonst geflüchtet!

Jetzt bin ich vernichtet…

*

Mein Heim ist das Raumschiff

hoch über dem Unten.

Doch bin ich tief innen

stets mit dir verbunden.

*

Fühlst du meinen Schmerz?

Zerreißt mir das Herz…

Nie soll ich dich sehen?

Dann muss ich jetzt gehen!

*

Versteh’n kann ich dich –

fühlen jedoch nicht.

Ich wär‘ sonst gefangen

In deinen Gedanken.

*

ICH bin das Problem,

ICH muss nun geh’n.

Ich könnt‘ nicht ertragen

nochmal zu versagen.

*

Im Geist sind wir nah,

ich bin für DICH da.

Doch die Welten sind klar

total unvereinbar.

*

Sag Ja oder Nein,

mehr kann nicht sein.

Ich kann nicht Ja sagen,

ich kann’s nicht ertragen!

*

Sinnlos, noch zu klagen,

zu bitten, zu wagen –

liegt doch das Versagen

bereits im Verzagen…

*

Sie kann nichts mehr tun.

Will nah bei ihm ruh’n,

will beheimatet sein –

bleibt verzweifelt allein.

*

gla 2015

Siehe auch:

Der Mann meines Lebens ist Narzisst

Nie wieder verletzt werden: Ein Blick ins Herz eines Narzissten

Ein gebrochenes Herz wird andere Herzen brechen – es kann nicht anders

Ein Sehnen, unstillbar brennend und tief wie das Meer

Erlösung durch Liebe ist von außen unmöglich 

Nie wieder verletzt werden: Ein Blick ins Herz eines Narzissten 1

Dies ist der Beginn einer kleinen Reihe von Geschichten über Männer. Über Männer, die eines gemeinsam haben: Sie ziehen eine Spur gebrochener Frauenherzen hinter sich her – und sehen sich doch selbst als Opfer. Sie alle erlebten narzisstische Kränkungen, die sie so sehr verletzten, dass sie für den Rest ihres Lebens nicht mehr bereit sind, Nähe zuzulassen. Dieser erste, erschütternde Fall ist auch gleichzeitig der mit den stärksten persönlichen Dramen. Er könnte glatt für ein Drehbuch Pate stehen.

Es ist ein kalter, sonniger Dezembertag. Die Sonne glitzert auf dem Rauhreif an den Pflanzen. Er knöpft das Jacket seines Armani-Anzuges zu und erfreut sich am leisen Klappern seiner neuen, handgefertigten italienischen Schuhe, während er auf das Auto zugeht. Sein Geschäftspartner holt ihn persönlich ab, sie wollen den Deal von gestern nochmal unter vier Augen durchgehen. Kaum hörbar gleitet der teure Wagen die Auffahrt hinab, leise knirscht der helle Kies unter den breiten Reifen. Dann schließt sich das schmiedeeiserne Tor, sie biegen auf die mit alten Bäumen bestandene Landstraße ein. Nichts deutet darauf hin, dass dies der letzte Tag seines Lebens sein wird.

Am Vortag haben sie das Geschäft des Jahrhunderts gemacht: Modernste Sicherheitstechnik in satt siebenstelligem Wert hat einen Global Player überzeugt. Folgegeschäfte winken. Was für ein Coup! Seine dunklen Augen blitzen. Er ist stolz auf sich.

Das letzte, was er sieht, ist ein dunkler Mercedes, der mit hoher Geschwindigkeit den ihnen entgegenkommenden Kleinwagen überholt. Dann wird es dunkel.

Bizarr seine nächsten Wahrnehmungen: Ein Team von Notärzten und Schwestern, kümmert sich hektisch um einen reglosen Körper, den er als den Seinen identifiziert. Er springt herzu, redet auf die Ärzte ein – und staunt, als er feststellt, dass die ihn gar nicht bemerken. Er schaut sich den Körper an und ist entsetzt: Kein Knochen mehr heil, Blut überall, die Atmung setzt aus, das Herz steht still…

Klinisch tot – und sehr lebendig

Er findet sich am Eingang eines Tunnels wieder, will schon hineingehen, als ihn ein prächtig gekleideter Mann anspricht. „Du musst nicht gehen“, sagt der, und hebt an, wortreich einen Plan dazulegen. Dummerweise ist sein Pferdefuß gut zu erkennen – nö nö.

Der Tunnel endet in einer Drehtür. Dahinter wartet warmes, helles Licht und ein unglaubliches, nie gekanntes Gefühl,  geliebt und angenommen zu sein. So hat er sich immer das Glück vorgestellt… das gibt es also wirklich. Er entspannt sich, sein Herz wird weit. Ätherische Gestalten sind in dem Licht unterwegs – irgendwie androgyn und in Pastelltönen schimmernd. Er kann nonverbal mit ihnen kommunizieren, aber so weit ist er noch nicht: Er will erst diese wunderbare neue Welt in allen Farben in sich aufnehmen.

Was ist das? Eine der Gestalten kommt mit ausgebreiteten Armen auf ihn zu. Er erkennt seinen verstorbenen Vater. Brüsk wendet er sich ab. Nein. Er wird diesem Mann niemals verzeihen.

Schnell will er weiter gehen in dieses Licht, die Schatten für immer hinter sich lassen,  blühen im Wissen, geliebt zu werden. Aber eine machtvolle Stimme bremst ihn aus: „Du kannst hier noch nicht bleiben, du hast noch eine Aufgabe. Geh zurück. Ich gebe dir genau 21 Jahre Zeit.“

Er erwacht in eisiger Panik. Er ist eingesperrt in seinem zerschmetterten Körper, unfähig, sich zu bewegen, unfähig, sich zu fühlen, unfähig, sich mitzuteilen, aber voll und ganz bei Bewusstsein. Ja mehr noch: Er hat im Vergleich zu vorher eine gesteigerte Wahrnehmung. Als der Arzt an sein Bett tritt, hört er ihn denken. „Wachkoma. Ob der wohl jemals wieder zu sich kommen wird?“

Einige wenige Male bekommt er in den kommenden Wochen Besuch. Seine Mutter sitzt an seinem Bett, mustert ihn von Kopf bis Fuß mit kalten Augen. Er hört sie darüber nachdenken, wie sie wohl Zugriff auf sein Vermögen nehmen kann.

Sie wird nicht wieder kommen. Seine Schwester lässt sich gar nicht erst blicken.

Auch seine Frau ist einige Male da. Seine Frau, mit der er nicht nur fast 20 Jahre seines Lebens geteilt hat, sondern auch die Firma und alles Geld. Die Frau, deren Loyalität er  nie infrage gestellt hat: Sie gehört zu ihm und hält ihm den Rücken frei, damit er den Luxus erwirtschaften kann, in dem sie lebt, das ist der Deal.  „Das hast du jetzt davon,“ hört er sie denken. „Immer warst du der Schönste, der Beste, der Erfolgreichste. Dein ganzes Leben war wie eine Windmühle: Immer hast du dich nur um dich selbst gedreht. Nichts, aber auch nichts hast du gemerkt. Nicht, wie ich geweint habe, weil wir keine Kinder bekamen, nicht, wie ich mich immer mehr von dir entfernt habe – und nicht, wie ich dir entglitten bin in die Arme eines Mannes, der mich wirklich sieht…“

In seinem toten Körper gefriert das Blut. Er denkt an ihre Hochzeit, hört Elvis singen. Seine Augen schauen scheinbar blicklos nach vorn, aber in ihm schreit es und weint. „Du hast es geschworen: In guten, wie in schlechten Tagen. Ich war dir treu – vor lauter Arbeit hatte ich gar keine Zeit für Affairen. Und du, was machst du? Du wirst mich hier  verrecken lassen!“

Sie berührt ihn nicht nicht, sieht ihn kaum an. Sie sitzt ruhig an seinem Bett und denkt an IHN, an den ANDEREN.

Bald hört sie auf, ihn zu besuchen.

Er ist allein.

Mutterseelenallein.

Von allen verraten.

30-08-2014 22-44-09

Seine Gedanken gehen zurück zu dem schmächtigen, leisen Jungen, der er einst war. Gehänselt und gequält von den Klassenkameraden, immer wieder verprügelt vom Vater. Er war hoch intelligent, stellte schon im Vorschulalter die „falschen“ Fragen, wollte nur gehorchen, wenn er die Gründe verstand. Früh entwickelte er einen Sinn für Geschäfte, handelte auf dem Schulhof mit allerlei Nützlichkeiten. Freunde hatte er nicht.

Zuhause war er ein Außenseiter. Wenn die jüngere Schwester wieder einmal auf den Knien des Vaters schaukelnd Geschenke erbettelte, bestrich er die Klinke ihres Zimmers von unten mit Farbe, legte tote Mäuse unter ihr Bett. Wenn die Schwester Besuch bekam, musste er deshalb immer aus dem Haus – man schob ihn ab zu den Großeltern. Begehrte er auf, schlug ihn der Vater zusammen: „Du Bastard! Woher hast du eigentlich diese schwarzen Augen? Du bist doch gar nicht mein Sohn!“ … Wie er ihn hasste, diesen schmerbäuchigen Mann mit dem schütteren Haar – und wie verraten er sich fühlte von der Mutter, die dem Geschehen mit kalten, grauen Augen beizuwohnen pflegte…

Wäre Oma nicht gewesen, hätte er diese Jahre nicht überlebt, da ist er sich sicher. Sie war ein uneheliches Kind gewesen, erst durch die Heirat mit dem Großvater „ehrbar“ geworden, und sie zahlte lebenslang teuer dafür: Ihr Mann behandelte sie wie eine Dienstbotin. Sie verstand das Außenseiter-Lebensgefühl ihres Enkels, fütterte ihn mit Liebe, Kuchen und klugen Gesprächen, wärmte sein kaltes Herz und hielt ihn manchmal in ihren Armen.

Als er in die Pubertät kam, verschlimmerte sich die Lage weiter. In der Schule unterfordert, begann er, den Unterricht zu stören. Nach Strafmaßnahmen einer Lehrerin sorgte er dafür, dass deren Auto nach wenigen Fahrtkilometern in Brand geriet. Die Prügeleien seines Vaters weckten Mordlust in ihm.

Das Plakat an der Bushaltestelle rettete ihn. Unter einem großen Foto stand: „Lerne Jeet Kune Do – den großen Weg der abfangenden Faust“.

Das Dojo wurde seine zweite Heimat. Er trainierte konsequent, mit großer Disziplin, nahm die Lehre in sich auf wie ein trockener Schwamm. Nun endlich fühlte er sich unter Gleichen, ohne sich gleich mit ihnen verbrüdern zu müssen. Sein nun hoch aufgeschossener, hagerer Körper streckte sich, er versuchte nicht mehr, den lodernden Blick seiner dunklen Augen zu verstecken.

Mit 16 auf eigenen Füßen

Er war 16, als er endlich seinem Vater die Stirn bot. Das Szenario war nichtmal spektakulär: „Wenn du noch einmal Hand an mich legst, töte ich dich,“ sagte er mit flacher Stimme und kaltem Blick. „Raus!“ Die Antwort des Vaters, dessen flackernder Blick und das leise Verschwinden der Mutter befriedigten ihn tief. Erhobenen Kopfes verließ er das Haus, um es nie wieder zu betreten.

Mit dem Zug kam er in Hamburg an – die Reeperbahn war sein Ziel. Sein billiges möbliertes Zimmer bewohnte er nicht lange: Er verstand es, sich bei den Huren nützlich zu machen, und die nahmen ihn in ihre Obhut. Sie besorgten ihm auch die Arbeit, die ihn endgültig frei machen sollte: In einer Gaststätte avancierte der kluge Junge, der genau wusste, wann er reden sollte oder zu schweigen hatte, schnell zur rechten Hand des Chefs. In dem Jahr Auszeit von der Schule schaffte er es, 100 000 Mark für sich selbst zu erwirtschaften – genug für den Schulabschluss und als Grundstock für seine neue Leidenschaft: Wetten auf dem Forex-Markt.

Seine Karriere war schnell und steil: Zum Informatik-Studium fuhr er im BMW vor. Die Trainée-Phase danach wusste er geschickt abzukürzen: Er bot an, sechs Monate gratis zu arbeiten – wenn man ihn anschließend zu seinem reellen Wert bezahlen würde. Er konnte es sich leisten – der gute Schnitt im Devisenhandel machte es möglich. Da kannte er seine spätere Frau schon, wusste, dass er sie und keine andere an seiner Seite haben wollte. Zur Hochzeit spielte Elvis – und er führte sie ins eigene große Haus. Es war klar, was ihre Rolle sein würde: Sie würde dieses Haus, die Angestellten, seine Garderobe, die geselligen Veranstaltungen managen, er würde das Geld herbei schaffen.

Sie leistete ihren Part zu seiner vollsten Zufriedenheit. Auch wenn er sich zum fünften Mal am Tag umkleidete, war die Reihe seiner Maßanzüge, Hemden und Krawatten perfekt geordnet, auch wenn er kurzfristig ein Abendessen für ein Dutzend Geschäftspartner im Wintergarten geben wollte, war eine perfekte Menüfolge mit passenden Weinen und Spirituosen bereit. Daneben spielte sie Tennis, nahm Reitunterricht, ging begeistert mit ihren Freundinnen shoppen und plapperte gern beim Frühstück davon, so dass er dazu überging, die Börsenzeitung im Büro zu studieren. Natürlich waren sie jedes Jahr zum Skifahren in St. Moritz. Im Sommer liebte er es, mit ihr und seiner schwarzen Wolfshündin am weiten Strand von Dänemark zu joggen.

Es war doch ein perfektes Leben gewesen. Was war eigentlich so schrecklich schief gelaufen?

Auf den Tag genau 13 Monate nach dem furchtbaren Unfall und wenige Tage vor seinem 42. Geburtstag passiert es. Das Taubheitsgefühl in seinem Körper weicht schlagartig. Der einsetzende Schmerz ist so grausam, dass er schreit. Die herbei eilende Schwester glaubt ihren Augen kaum: Er ist von einem Moment auf den anderen aus dem Koma zurück in der Wirklichkeit. Und die ist wahrhaft grausam. Er braucht Morphium, um die Schmerzen überhaupt auszuhalten. Er muss mehrfach nachoperiert werden. Es folgt eine unendlich langsame, mühsame Rehabilitation. Sein Gesicht ist kaum noch wiederzuerkennen: Große und kleinere Narben haben es völlig entstellt.

Wütend kämpft er sich zurück ins Leben. Und zieht Erkundigungen ein. Die Ergebnisse sind niederschnetternd. Seine Frau hat die Firma verkauft und lebt mit dem ANDEREN in der ehelichen Villa. Sein Freund, der am Steuer des Wagens gesessen hatte, ist bei dem Unfall gestorben, die Witwe an einen unbekannten Ort verzogen. Was Mutter und Schwester tun, interessiert ihn nicht. Er ist nicht nur allein, er hat auch alles verloren. Alles.

Sein erster Weg nach dem Verlassen der Klinik  führt ihn auf den Friedhof. Lange nimmt er Abschied von dem toten Freund.

Der zweite Weg führt ihn zum Anwalt. Er beantragt die Scheidung.

Der dritte Weg führt ihn zu seinem Bankschließfach. Gott sei Dank hat er niemals jemand von diesem Traum erzählt: Etwa ein Jahr vor dem Unfall hatte er geträumt, dass er unbedingt seinen Wagen – eine 360 PS-Sonderanfertigung – verkaufen müsse. Gewöhnt, auf Träume und Vorahnungen zu hören, hatte er das auch getan – und den Erlös in Form von Goldbarren in einem Schließfach gelagert. Diese Reserve ermöglicht ihm jetzt den Neustart.

Nein, er besucht seine Frau nicht. Wozu? Damit ihm der ANDERE die Tür öffnet? Seine Befriedigung wird eine andere sein: Wie Phoenix aus der Asche wird er gesunden und reicher werden als jemals vorher. Reich und absolut unverletzlich.

„Ich werde reich und unverletzlich sein“

Er geht nach China, in ein Shaolin-Kloster. Die Mönche entwöhnen ihn von den Schmerzmitteln. Es tut ihm gut, sich harter Disziplin zu unterwerfen. Begeistert nimmt er Stück für Stück am Training teil. Es macht ihn stark für den Kampf, der ihm bevorsteht.

Tokio ist sein nächstes Ziel. Er leiht sich Geld bei Wucherern, um sich an der Börse Handlungsspielraum zu verschaffen. Zweifel plagen ihn nicht.  Binnen kürzester Zeit hat er die Summe herausgespielt und hohe Gewinne verbucht. Seine geschäftliche Intuition ist noch ausgeprägter als früher. Mit schlafwandlerischer Sicherheit erkennt er die roten Linien. Dem Gold bleibt er treu.

Sein Misstrauen ist beinahe grenzenlos. Er lebt im Haus seines japanischen Tutors, der ihn in die Gesellschaft einführt. Aber er fühlt sich ständig bedroht. Also macht er eine Ausbildung als Scharfschütze und sorgt für die nötigen Waffen. Mit seinem Bodyguard übt er sich täglich in Kampfkunst und Messerwerfen. Im Gürtel trägt er zwei Wurfsterne. Niemals betritt er einen Aufzug. Muss er verreisen, wohnt er grundsätzlich im ersten Stock des Hotels, von wo er mit Hilfe des mitgeführten Seils im Notfall entkommen könnte.

Nach vier Jahren verbissenen Arbeitens fühlt er sich finanziell stabil. Er ist nun an den Börsen Tokio und New York aktiv, hat einen ermutigenden kleinen Berg von Gold gesammelt und strebt zu neuen Ufern. Tief dankbar verabschiedet er sich von seiner japanischen Familie und reist nach Mexiko. Am Strand von Yukatan übergibt er das letzte Stück seines alten Lebens dem Meer: Er zerreißt die Scheidungspapiere in tausend Schnipsel. Er investiert ein Vermögen in ein neues Gesicht und unterzieht sich unzähligen Operationen. Nichts, aber auch nichts von der Vergangenheit soll übrig bleiben.

Er kauft einen Katamaran und lässt ihn für seine beruflichen Zwecke umbauen. Währenddessen unternimmt er Ausflüge. Am Fuß der Pyramide, kurz vor Sonnenuntergang, hört er ein Wimmern und sucht nach dem Urheber. Er findet einen Wurf Welpen, in einem Sack unter einem Stein. Alle sind tot, bis auf einen kleinen Rüden. Er nimmt ihn mit und zieht ihn eigenhändig auf.

Der Rüde entwickelt sich zu einem stattlichen Kampfhund. Ebenso wie seine jetzt vier Bodyguards weicht ihm der Hund nicht von den Fersen. Nur er darf seine Schlaf- und Arbeitskajüten betreten. Nachts, wenn er schweißgebadet aus Albträumen aufschreckt, ist der warme Körper des Tiers direkt neben seinem Bett. Der Hund darf sogar sein Gesicht lecken. Seine unverbrüchliche Liebe rettet ihn. Sie rettet ihn vor dem völligen inneren Versteinern.

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Sein Leben stabilisiert sich. Er beschließt, in Belize heimisch zu werden und kauft ein Stück Land – auf einer schmalen Landzunge, von drei Seiten von Meer umgeben. Seit seinem Unfall ist er Vegetarier, der Hund ist es auch. Nun lässt er sein eigenes Gemüse anbauen, experimentiert mit Energieversorgung aus Sonne und Wasser, mit natürlichen Baustoffen. Zum Katamaran, der immer startbereit ist, gesellt sich ein Wasserflugzeug. Den Pilotenschein macht er mit links. Nun ist der Weg nach Cayman ein Kinderspiel. Sein Misstrauen jedoch bleibt omnipräsent. Boot und Flugzeug rüstet er mit potenten Waffen aus, er selbst trägt im Gürtel stets die Wurfsterne und zeigt sein neues Gesicht nur im Notfall. Er verschafft sich mehrere Identitäten und zugehörige „Geschichten“, die sich auch googeln lassen.

Aber er beginnt auch wieder Gefallen am Leben zu finden. Er wird Arbeitgeber für die umliegenden Bauern, testet neue Wege zu mehr sozialer Gerechtigkeit, ist begeistert von der traditionellen Bambus- und Lehmbauweise, lässt Backöfen bauen, in denen er sein geliebtes Sauerteigbrot herstellen lässt. Tagsüber sieht man ihn jetzt oft im Dorf. Immer trägt er Jeans, ein weißes T-Shirt und Badeschlappen. Er hat die Existenzangt des Einzelnen als eins der größten Übel der Welt erkannt. Also entwickelt er immer neue Modelle für eine gerechtere Verteilung des weltweiten Vermögens, gründet ein Kinderheim, fördert mittellose Studenten und Projekte zu Wasserversorgung in Wüsten.

Seine Nächte verbringt er in einem fensterlosen Büro vor einer Front von Bildschirmen und kämpft gegen die Zocker der Welt und ihre Maschinen. Hier, im Haifischbecken des „echten Lebens“ agiert er hart und unbamherzig. Unter’m Schnitt macht er fast bestürzend hohe Gewinne und sieht sich mit ernsthaften Problemen konfrontiert: Wohin mit dem ganzen physischen Gold, wenn es sicher vor den sich abzeichnenden politischen Krisen geschützt sein soll? Er braucht dieses Gold, denn es sichert ihm Macht.

Je mehr Gewinne er macht, desto mehr Geld investiert er in politische Arbeit, unterstützt mal Regierungen, mal die Opposition. Er erkennt ein weltumfassendes Spinnenetz von fast unbegrenzter Macht, das die Erde beherrscht, bestehend aus wenigen Dutzend Einzelner. Er erklärt alle zu seinen Feinden.

So aktiv und lebendig fühlt er sich wieder, dass er Heimweh bekommt. Heimweh nach seiner Muttersprache, Heimweh nach dem Austausch mit weiblichen Wesen. Also meldet er sich mit extra dafür konstruierten Identitäten in Singleforen, in Facebook, in google+ und diversen anderen Foren an. Er entwickelt ein magnetisch anziehendes Erscheinungsbild, ohne jemals sein Gesicht zu zeigen. Seine hoch manipulativen Postings handeln von der Sehnsucht nach dem Meer, von Freiheit und Gerechtigkeit für alle Menschen. Manchmal postet er Elvis – besonders rund um seinen Hochzeitstag, wenn er die tiefe Trauer um das Ende seiner Ehe nicht mehr verdrängen kann.

Frauen nur auf großen Abstand

Binnen kurzer Zeit hat er eine ganze Fangemeinde von Frauen, die sofort mit ihm gehen würden, lüde er sie denn dazu ein. Aber davon ist er weit entfernt. Er will sich austauschen, ohne jedes Risiko persönlicher Nähe. Er löst das Problem denkbar einfach, indem er jeder seiner Gesprächsparterinnen eine Rolle zuweist. Mit der Einen träumt er Sexspiele, mit der anderen verbessert er die Welt, mit der Dritten spricht er von Zeit zu Zeit über seine Ängste vor dem Fegefeuer, seine Befürchtung, dass seine Sucht nach mehr Geld und Macht ihn zu weit von Gott entfernt. Besteht eine der Frauen darauf, ihn persönlich kennenzulernen, beendet er gnadenlos den Kontakt: Dem Risiko, noch einmal verlassen zu werden, wird er sich nie wieder aussetzen.

Sein politisches Engagement bleibt nicht ohne Folgen. In der Nacht vor seinem 50. Geburtstag schlafen alle. Nur der Hund bemerkt das Boot, das am Strand anlegt und zwei schwarz gekleidete Scharfschützen ausspuckt.  So rettet der Rüde seinen Menschen, der seinerseits die Angreifer mit den Wurfsternen schwer  verletzt. Sie können flüchten, werden aber wenig später aufgegriffen. Ungerührt sieht er zu, wie sie zu Tode gefoltert werden, um ihre Auftraggeber zu verraten – und wie die Körper den Haien zum Fraß vorgeworfen werden.

Wenige Wochen später kehrt er von einem Geschäftsessen zurück und findet den Hund vergiftet vor. Den Täter kann er nicht ermitteln.

Der Schmerz ist grenzenlos – der Hass auch. Seine neue Welt und sein neues Leben sind wieder zerbrochen.

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Bei Nacht und Nebel verlässt er Belize, lebt fortan auf dem Katamaran, der nun von einem zweiten begleitet wird. Mehrfach werden sie auf hoher See angegriffen. Er ist gerüstet. Mit Granaten zerschießt er das Radar der Schnellboote, einmal tötet er auch einen der Angreifer. Sein Frustpegel steigt derart, dass er daran denkt, zurück in die Schweiz zu gehen. Seinen Pass hat er sich in all den Jahren seiner Abwesenheit durch großzügiges Sponsoring der lokalen Behördern sichern können. Aber nun wartet ein neues Problem auf ihn: Die Mutter ist gestorben. Seine Schwester will das Erbe antreten, muss dazu  wissen, ob ihr Bruder noch lebt. Die Behörden beginnen, nach ihm zu suchen und tun das höchst effizient: Mit Steuerforderungen in Millionenhöhe.

Seine ausgeklügelten Sicherheitssysteme werden immer öfter gehackt – egal, wo auf der Welt er sich aufhält, wird er innerhalb von Tagen entdeckt. Er vermutet erst die Chinesen, dann die Amerikaner hinter den Angriffen, findet trotz aller Anstrengungen keinen effizienten Weg, sich zu schützen – außer dem, sich aus dem Internet weitestgehend zurückzuziehen. Das wiederum kostet ihn die verbleibenden Gespräche mit den Frauen. Nach und nach legt er sie alle ab, ist einfach nicht mehr erreichbar. Es schmerzt nicht wirklich: Frauen wollen ohnehin nur sein Geld – das braucht er nicht nochmal.

Er wird zum Gejagten zwischen den Kontinenten dieser Erde. Nur ein Ziel ist geblieben, als er endgültig unsichtbar wird: Das Gold. Jeden einzelnen Barren will er behalten, denn Gold ist die Grundlage für Macht nach dem weltweiten Währungscrash, den er erwartet. Dann wird er mitmischen und eine neue, eine gerechtere Welt bauen. Das, so ist er nun überzeugt, ist die Aufgabe, die er lösen muss, bevor er zum letzten Mal und für immer durch die Drehtür gehen darf. Dann wird er belohnt werden mit dem Glück der unendlichen Liebe.

Gott wird ihn nicht verraten, ihn nicht dem Höllenfeuer überlassen, das weiß er genau. Jenseits des Tunnels, im Licht wird er zuhause sein.

Und er wird sich der Liebe Gottes würdig erweisen.

Ehrensache.

*

Siehe auch: Der Mann meines Lebens ist Narzisst und die dortigen, weiterführenden Links

Partnerschaft mit einem Narzissten: WIe er und wie sie die Beziehung erleben

Video mit ausführlichen, klaren Definitionen und Verteidigungsstrategien

Von allem getrennt, sogar von sich selbst

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Update: Loslassen macht frei – Tipps wie man das macht

„Healing Codes“ von Alex Loyd: Gesund werden durch Heilen der Erinnerung 1

„Ich will nicht Ihre Gefühle, ich will das Bild, das sie ausgelöst hat!“  Rund 350 Menschen hängen im Saalbau Titus in Frankfurt/Main an den Lippen von Dr. Alex Loyd.  Wir gehen in uns, jeder für sich. Stille im Saal. „Jetzt erlauben Sie dem Code ganz bewusst, zu wirken. Wandeln Sie das negative Bild liebevoll in ein positives um – aber Achtung: nicht in eins, an das Sie nicht glauben können. Sobald das Bild friedlich wird, legen Sie es auf dem Tisch ab und schauen Sie von Zeit zu Zeit nach, ob es immer noch ruhig und friedlich dort liegt.

OK?

Dann beginnen wir jetzt.“

Schlank ist er, erstaunlich klein, sehr beweglich. Schmal sind seine Hände, erstaunlich ausgeprägt der Daumenballen und sein Gegenüber am Außenrand, sehr lang der Daumen. Er ist ein professioneller Redner, weiß, wie man Außenwirkung erzielt und Zuhörer mitreißt.

Mitreißend ist sein Thema auch ganz von allein: Dr. Alex Loyd hat die Healing Codes erfunden; genauer: Sie wurden ihm, wie er sagt, im Jahr 2001 in großer Not von Gott selbst eingegeben. Er erkannte darin die Blaupause einer Heilmethode, die die Folgen falsch interpretierter Seelenbilder auf Körper und Seele korrigieren kann. Basierend auf der Erkenntnis Einsteins: „Alles ist Energie“ und der Bibel: „Alles kommt vom Herzen“ bezeichnet Alex Loyd seine Healing Codes heute als „Energiemedizin für’s Herz“. Sie verzeichnen Aufsehen erregende Erfolge: Es sind Heilungen von eigentlich unheilbaren Krankheiten dokumentiert.

Über Lautsprecher wird die Solfeggio-Note MI mit der Frequenz von 528 Hertz (Liebesfrequenz) eingespielt, die nach neueren Forschungen die Heilung der DNA begünstigen soll;  dazu hören wir plätscherndes Wasser. Mit sanfter Stimme gibt Alex Loyd nun Anweisungen, auf welche der sechs heilenden Punkte in Kopf-Nähe die gebündelten Finger der rechten, bzw. linken Hand zeigen sollen (siehe Titelbild). Eingeflochten sind nach jeder Anweisung die Worte GOTT – LICHT – LIEBE – WAHRHEIT – VERGEBUNG – FRIEDEN – HEILUNG.

„Vergebung bedeutet, sich bewusst aus Verurteilungen zu verabschieden“, sagt Loyd. „Wenn ein Mensch etwa einmal gelogen hat, ist er deshalb nicht sein Leben lang ein Lügner.“ Ein Punktekonto der Untaten anderer Menschen anzulegen, so lernen wir, ist eine angstbasierte Haltung, die uns selbst so sehr unter Stress setzen kann, bis sie uns tötet. „Der Mensch ist nicht einfach nur sein Verhalten. Wenn wir es schaffen, einen Menschen zu 100 Prozent bedingungslos als Mensch zu akzeptieren – dann ist Vergebung geschehen.“

Auch er selbst habe mit dem Gott der Bibel so seine Probleme, sagt Alex Loyd – besonders mit dem strafenden und rächenden Gott. Heute sehe er Gott als eine universelle, steuernde Macht, bestehend aus Licht und Liebe. „Wenn man das Licht einschaltet: Wohin verschwindet dann das Dunkel? Ganz einfach: Es wird transformiert. Es wird zu Licht.“

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Genau wie Dr. Ulrich Warnke gehört der ursprünglich ordinierte Pfarrer mit Doktortiteln in naturheilkundlicher Medizin und Psychologie dem Kreis vernetzt denkender, auf spiritueller Grundlage handelnder Menschen an, die die Quantenphysik fest in ihre Arbeit einbeziehen. Was den unglaublichen Erfolg seines Basis-Buches „The Healing Code“  beflügelte, ist die bestechende Einfachheit, mit der sich jeder Mensch selbst nachhaltig behandeln und damit ohne fremde Hilfe  Erkenntnis auch in die Tat umsetzen kann.

„Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben“ heißt es im Buch Salomon (Sprüche 4,23). „Die Seele wohnt im Körper“, sagt Alex Loyd, ganz konkret im Herzen, wo sie unterbewusst  physische Prozesse steuert – und zwar auf der Basis von Seelenbildern. Diese Seelenbilder, so Loyd, entstehen auf zwei Wegen: Über die menschlichen Zellen werden bereits bei der Befruchtung ‚Erinnerungen‘ ganzer Generationen weitergegeben. Dazu kommt das tatsächliche Erleben des Menschen und dessen Interpretation durch den Verstand. Auf beiden Wegen kann man in Fehlinterpretationen stecken bleiben, die lebenslang das Denken, Handeln und schließlich auch das körperliche Befinden des Einzelnen steuern können.

E=mc2 – Energie (im Ruhezustand) ist Masse mal Lichtgeschwindigkeit im Quadrat. Diese Formel von Albert Einstein definiert, dass mit Hilfe von Geschwindigkeit aus Energie Masse – aber auch aus Masse Energie werden kann. „Jede Änderung der inneren Energie zieht auch eine Änderung der Masse nach sich“, formulierte Einstein im Jahr 1905.

In seinem Buch „Intelligente Zellen“ (englischer Titel: „Die Biologie des Glaubens“) beschreibt der Zellbiologe Bruce Lipton, wie er herausfand, dass jede einzelne Zelle ein Gedächtnis besitzt, das in der Membran angesiedelt ist und von „etwas Größerem“ gesteuert zu werden scheint. „Zellen speichern alles, auch negative Erfahrungen“.

In seinem Buch „Die Neurobiologie mentaler Erkrankungen“  (nur in englisch erhältlich) geht Dr. Eric Nestler   dieser Frage zahlreichen Zusammenhängen fundiert nach.

Alex Loyd hat aus diesen und zahlreichen ähnlichen Forschungsergebnissen eine einfache, logische These zusammengestellt: Wer keinen seelischen Stress auf Basis von Angst oder Bedrohung hat, wird auch nicht krank. Die Lösung – besonders im Hinblick auf chronische Erkrankungen, die weltweit dramatische Zunahme von Krebs in allen Variationen, aber auch aller anderen körperlichen und seelischen Probleme, so folgert er, kann also nicht rein medizinischer, sondern muss vielmehr spiritueller Art sein: „Wir sehen die Dinge nicht wie SIE sind, sondern wie WIR sind.“

Besonders hartnäckig sind Bilder, die Kinder im Alter bis zu sechs Jahren geprägt haben, deren Gehirn Eindrücke noch ungefiltert als Fakten abspeichert. Das Kind, das ein Geschehen nicht einordnen kann, behält das Drumherum nur fragmental, die Angst machende, demütigende oder schmerzhafte Situation jedoch in Form eines Bildes als lebenslangen Eindruck, im Extremfall als Trauma. Das dadurch entstandene Bild beeinflusst das Verhalten des Erwachsenen unter Umständen lebenslang.

Um aus dieser Falle herauszukommen, muss der erwachsene Mensch seine inneren Bilder auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen und nötigenfalls positiv „überschreiben“. Echte und dauerhafte Heilung ist laut Alex Loyd nur durch Heilung der Erinnerung möglich.

Wie macht man das nun in der Praxis?

„Die Anfangsfrage muss immer sein: Gibt es zu meinem aktuellen Problem eine angst-basierte Erinnerung? Wandeln Sie das negative Bild liebevoll in ein positives um.“

Wie komme ich überhaupt in Kontakt mit mir selbst?

„Stellen Sie sich vor, der Geist aus Aladins Wunderlampe schenke Ihnen einen einzigen freien Wunsch. Sie haben zehn Sekunden Zeit, den Wunsch zu formulieren.

Was würde sich in Ihrem Leben ändern?

Wie würden Sie sich mit dieser Veränderung fühlen?

Wer jetzt einen materiellen Wunsch, etwa den nach Reichtum, formuliert hat, wird schnell erkennen: Das äußere verändert niemals das Innere. Er setzt uns vielmehr in den Stress einer Erwartungshaltung. Die wiederum führt uns in ein Hamsterrad des Erfolgszwangs und wirkt im Ergebnis krank machend.

Was Sie brauchen ist ein klares, inneres Ziel, das Sie in Liebe und Achtsamkeit verfolgen – und zwar unabhängig von seiner konkreten Manifestierung im Materiellen. Das funktioniert nicht mit Willenskraft. Der einzige Weg, das Ziel zu erreichen, ist eine Umprogrammierung der persönlichen Bewertungen.

Natürlich ist es in Ordnung, für das Erreichen des Ziels zu beten oder einfach darauf zu hoffen. Der Unterschied zur Erwartungshaltung ist der fehlende Erfolgszwang. Damit entfällt der Stress, und das Immunsystem kann arbeiten. So wird die innere Kraftquelle aktiviert. Es ist das Unsichtbare, das das Sichbare gebiert.“

Und wenn ich es nicht schaffe, meine Erwartungshaltung abzulegen?

„Dann legen Sie das ganze Bild samt Ihrer Erwartungen auf den Tisch, lassen es dort liegen und konzentrieren sich einfach darauf, die nächsten 30 Minuten in einer positiven, liebevollen Grundhaltung zu bleiben. Wenn Ihnen das gelingt, hängen Sie gleich die nächsten 30 Minuten dran … Verstehen Sie: Sie müssen den Stecker in die Dose stecken, sonst bekommen Sie keinen Strom. Die Energie, die Sie nährt, ist die Liebe.“

Wie ändere ich den negativen inneren Grund-Zustand?

„Stellen Sie sich diese drei Fragen:

  • Was fürchte ich mehr als alles andere – jetzt in diesem Moment?
  • Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn es einträte?
  • Wie würde ich mich dann fühlen?

Jetzt stellen Sie die Frage umgekehrt:

  • Was wünsche ich mir mehr als alles andere – jetzt in diesem Moment?
  • Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn es einträte?
  • Wie würde ich mich fühlen?

Wenn Sie Frage drei beantworten können, bedeutet das, dass dieser Zustand bereits latent in Ihnen vorhanden ist.  Versetzen Sie sich also tief in das Bild hinein, in dem das eintritt, was Sie sich im Leben am meisten wünschen – und machen Sie dann den Healing Code.

Gehen Sie in diesem Sinn weiter durch alle Themen Ihres Lebens, bis Sie die drei Fragen ganz klar so beantworten können: Ich brauche nichts mehr, ich habe alles. Und bedenken Sie dabei das kluge Wort von Stephen Hawkins, der sagte: Es ist die letzte menschliche Freiheit, immer selbst über die Qualität meines inneren Zustands entscheiden zu können.“

07-05-2014 15-01-00

„Gott ist Liebe – Liebe ist übernatürlich“

„All you need is love… tata tatata…“ Der weltbekannte Beatles-Song empfängt uns nach einer langen Pause im Saal, und Alex Loyd überrascht uns mit einer Geschichte aus seinem Leben: „Es war eine stürmische, regnerische Nacht, als Tracey, meine Frau, mir sagte, ich solle das Haus verlassen. Sie könne nicht mehr mit mir leben.

Ich stieg ins Auto, fuhr zum Haus meiner Eltern und verbrachte die Nacht im Hof. Ich dachte, ich müsste sterben.

In den Monaten, die dann kamen, führte mich Gott in eine hohe Schule der Liebe. Ich lernte, dass Liebe mehr ist als ein gemeinsames Leben mit geteilten Verantwortlichkeiten. Es gilt nicht das Prinzip: ‚Ich gebe dir etwas, du gibst mir etwas zurück‘. Es gibt keinen Plan B, kein Netz, keinen doppelten Boden. Fast niemand kann es – aber genau das ist es, was bedingungslose Liebe ausmacht: Ich gebe mich hin – ich bringe mich vollkommen ein, egal, was das für mich bedeutet. Wenn der geliebte Mensch mich quälen will, kann er das tun. Wenn er mir einen Ring durch die Nase ziehen will, kann er das auch. Ich werde ihn lieben, egal, was er mit mir tut.“

Nach langem Werben nahm Ehefrau Tracey, die ihren Namen später in Hope änderte (im Sinne von: ‚Ich bin der Beweis, dass es immer Hoffnung gibt‘), ihren Ehemann zurück. Seit 1986 sind die beiden verheiratet, haben einen 21jährigen und einen 14jährigen Sohn.

„Liebe ist etwas übernatürliches. Wenn ich mich auf sie einlasse, betrete ich die Ebene des Übernatürlichen. Liebe funktioniert nicht nach den linearen Regeln von Ursache und Wirkung, folgt nicht den physischen Gesetzen. Ich nenne das Gott. Und ich gebe zu bedenken: Nur weil man etwas nicht sieht, heißt das nicht, dass es nicht da ist.

Docke an an das Übernatürliche. Was immer dabei herauskommt, ist in Ordnung. Wer die Liebe wählt, entscheidet sich indirekt auch immer für den Schmerz – eine lange Beziehung ohne Schmerzen gibt es nicht. Das widerspricht dem linearen Lebenserhaltungstrieb des Individuums. Deshalb ist es so schwer.“

So viele Fragen gibt es zum Ende eines langen Tages, dass sie gebündelt beantwortet werden müssen. Beispiele:

Wie kann ich eine schlechte Beziehung beenden?

„Frage dich: Was ist die beste, auf Liebe basierende Lösung, die ich umsetzen kann, um den Schmerz, unter dem beide leiden, zu beenden.“

Auch wenn ich mir selbst vergebe: Die Folgen meines Handelns für Andere kann ich nicht rückgängig machen…. ?

„Wenn ich mich selbst heile, hat das auch Auswirkungen auf meine Umgebung. Und: Focussieren Sie nicht immer gleich darauf, Andere zu heilen. Alle Heilung fängt in mir selbst an.“

Ich bin 78 Jahre alt und seit 30 Jahren unglücklich. Wie kann ich glücklich werden, bevor ich sterbe?

„Fang an zu arbeiten. Am besten heute. Beginne mit der Übung, 30 Minuten lang in positiver, Liebe-basierter Grundstimmung zu bleiben.“

Ich bin verheiratet und bisexuell. Wie kann ich meine Neigung leben, ohne meine Familie zu beschädigen?

„Es ist nicht deine Aufgabe, andere zu verändern. Arbeite an deiner eigenen Heilung. Gib dir die nächsten 30 Minuten, um in Liebe zu verweilen. Und dann tust du das Beste, was dir in Liebe möglich ist.“

Ich habe einen sterbenskranken Mann zuhause. Die Ärzte geben ihm noch sechs Monate… ?

„Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Ein Beispiel: Eine Frau kam zu mir mit einem Mann, der nicht mehr lange zu leben hatte. Der Mann ignorierte seine Krankheit vollkommen. Niemand durfte das Thema ansprechen, Kinder und Enkel durften nicht Abschied nehmen. Nachdem sie mit den Healing Codes gearbeitet hatten, konnte der Mann sich mit seinem Schicksal versöhnen. Er lud seine Familie zu sich ein. Sie verbrachten viele Stunden zusammen, erinnerten sich an die schönen Jahre, die sie erlebt hatten und feierten gemeinsam seine letzte Zeit, bevor er friedlich von ihnen ging.“

Wie kann ich Vergebung aufrecht erhalten, wenn der Tsunami des Leids zurück kommt und mich überrollt?

„Verweile die nächsten 30 Minuten in einem liebevollen Grundzustand. Und dann die nächsten 30. Und die nächsten…“

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Weiterführende Links:

Buch: Der Healing Code

US-Homepage von Alex Loyd – im Store bestellbar ein detailliertes deutsches Arbeitshandbuch mit vielen Hilfestellungen zum Herunterladen

Video, in dem Alex Loyd seinen Masterkey erklärt (in englisch)

Video, in dem Ehefrau Hope (Tracey) über ihre Heilung von klinischen Depressionen berichtet (in englisch)

Musik-Video, in englischer Sprache, zum Üben: The Healing Code Masterkey Supplement, 528 Hz

Die unten stehenden Anleitungsvideos habe ich nach dem Besuch des Workshops erstellt.

Weitere geführte Codes in deutscher Sprache:

Deprogrammieren negativer Erinnerung und  

Eine positive Situation schaffen

Blog Unsterblich in (Gottes) Meer unbegrenzter Möglichkeiten

Artikel in SEIN: Schwingung und Schöpfung

Hirnforschung: Traumata sind vererbbar

Das zweite Video ist die gleiche Meditation, allerdings wird der Text gesprochen, so dass Sie die Augen schließen können.