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Mit dem Körper reden, um heil zu werden: Die Zellen hören zu und reagieren

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Gefunden bei Transinformation, geschrieben von Therese Wade bei wakeupworld, übersetzt von Antares.

„Jeder Teil des Körpers hat sein eigenes Bewusstseins oder seine eigene Seele.“

Mit diesen transformativen Worten, von eingeborenen Heilfrauen gesprochen, begann meine Reise zu den aussergewöhnlichen Heilungskräften, die es im menschlichen Körper zu entdecken gibt.

Als diese Perspektive in mein Leben eintrat, litt ich unter einer schweren chronischen Schmerzstörung. Ich stellte mir plötzlich vor, wie ich dieses Konzept in meine regelmässigen Meditationen einbeziehen würde. Ich überlegte: Kann mein Körper mich hören? Kann ich mit ihm reden, um seine Zusammenarbeit bei der Heilung dieser Probleme zu gewinnen?

In dieser Nacht, nachdem ich durch Meditation einen Zustand tiefer Ruhe erreicht hatte, verband ich mich innerlich mit meinem Körper in einer tiefempfundenen Konversation, mit wirklicher Hoffnung, doch hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde. Nach etwa einer Stunde dieser fokussierten Kommunikation geschah etwas Erstaunliches. Mein Gewebe begann zu reagieren. Das Bindegewebe, welches über die Schichten von Narbengewebe gespannt war, zog sich zusammen und dehnte sich auseinander. Die Nerven brannten und meine Wadenmuskeln begannen unabhängig von meiner bewussten Kontrolle, Beuge- und Streck-Übungen durchzuführen. Während sich diese Reaktion an meiner Wadenmuskulatur fortsetzte, die durch den neuropathischen Zustand gelähmt war – als sympathische Reflexdystrophie diagnostiziert – wurde dieser Bereich durch sich elektrisch anfühlende Impulse wieder zum Leben erweckt.

Mein Herz hämmerte, als mir klar wurde, dass der Weg hin zu meiner Freiheit von diesen Belastungen endlich begonnen hatte. Mit einem Hintergrund in der Akupunktur und orientalischer Medizin wusste ich nur zu gut, wie weit verbreitet Zustände von chronischen Schmerzen in diesem Land sind, und ich fragte mich, was die Auswirkungen dieses Phänomens für so viele andere Betroffene sein könnten. Während ich weitere Fortschritte mit meinem Zustand machte, organisierte ich meine Vorgehensweise hin zu einem System, das ich auch den Klienten lehren könnte und verlagerte meinen beruflichen Schwerpunkt auf Hypnotherapie.

Wenn ich meine Klienten einweise, erkläre ich ihnen, dass eine regelmässige Meditationspraxis notwendig ist, um das Gehirn zu trainieren, in den Alpha- und Theta-Gehirnwellen-Zustand einzutreten. Während dieses Zustandes wird die Kommunikation zwischen dem Bewusstsein und dem physischen Körper drastisch verbessert. Ich habe festgestellt, dass zur Gewinnung der Zusammenarbeit des Körpers drei wichtigste Schritte bei der Kommunikation zu beachten sind:

Nähert euch eurem Körper mit echtem Mitgefühl. Entwickelt ein Verständnis, dass er aus bewussten Zellen besteht, die Emotionen erleben.
Baut Vertrauen auf indem ihr durch eine positive mentale Kommunikation euren Körper mit dafür gewinnt, bei eurem Wunsch zur Überwindung der Krankheit im Sinne von euch beiden zu kooperieren.
Gestattet eine echte Veränderungen in der Kommunikation durch die Nutzung neuer, verschiedener Gedanken und Worte, die spontan erhabene Emotionen hervorzurufen.

Aus meiner Erfahrung sind die oben genannten Leitlinien erforderlich, um eine dynamische Heilungsreaktionen im Körper zu erreichen. Ich stiess vor kurzem auf eine sehr ähnliche Zusammenstellung von Faktoren, die von dem Forscher Cleve Backster entdeckt wurden, der 36 Jahre damit verbrachte, Biokommunikation in pflanzlichen, tierischen und menschlichen Zellen zu studieren. Er bezog sich auf diese Faktoren als wirkliche Absicht, Einstimmung und Spontaneität.

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Backster, der zuvor ein Verhör-Spezialist für die CIA war, schrieb in seinem Buch Primary Perception über den entscheidenden Moment, der ihn zu seiner eigentlichen Arbeit in dieser Welt führte. Dieser Moment kam an einem Februarmorgen im Jahr 1966, als er beschloss, die Dracaena fragrans in seinem Labor unter Verwendung von Polygraphen-Geräten zu überwachen. Er befestigt die Elektroden an einem Blatt und fing an, über Möglichkeiten nachzudenken, wie er einen Anstieg der elektrischen Aktivität in der Pflanze induzieren könnte. Bei Menschen ist dieser Anstieg der elektrischen Aktivität mit intensiven Emotionen verbunden. Er stellte sich plötzlich vor, das mit Elektroden versehene Blatt anzubrennen. Im gleichen Augenblick, als diese Idee in seinem Geist war, schoss der Polygraph-Stift an den oberen Rand des Diagramms, eine extreme Reaktion dieses Teils der Pflanze anzeigend. Erstaunt wandte er sich seinem Schreibtisch zu, um eine Schachtel Streichhölzer zu holen, während der über die Möglichkeit grübelte, dass diese Pflanze irgendwie die Macht der menschlichen Absicht erfassen könnte.

Als er mit den Streichhölzern zurückkehrte, zeigte die Pflanze weiterhin das gleiche hohe Reaktions-Niveau, welches eine weitere Spurensuche auf dem Chart stören würde. Backster beschloss, „die Bedrohung zurückzunehmen”, indem er die Streichhölzer wieder zum Schreibtisch brachte. In diesem Moment war auf dem Diagramm ein Abwärtstrend zu sehen, als wenn sich die Pflanze anscheinend zu beruhigen begann.  Wenn Backster versuchte, die gleichen Ergebnisse zu wiederholen, indem er vortäuschte, dass er im Begriff war, die Pflanze zu verbrennen, gab es keine Reaktion. Die Pflanze schien den Unterschied zwischen der realen und künstlichen Absicht zu erfassen. Er entdeckt schliesslich, dass sich Pflanzen auf denjenigen abstimmen, der sie grundsätzlich versorgt. Sie reagieren sowohl auf dessen positive und negative Emotionen, als auch auf dessen Rückkehr, nachdem derjenige eine Zeit lang weg war.  Die Ergebnisse der Diagramme zeigten auch, dass die Pflanzen die Emotionen ihrer „Hauptversorger“ gegenüber den Gefühlen anderer in ihrer Nähe priorisieren.

Backster erweiterte später seine Forschung auch auf das Testen menschlicher Zellen auf die Anzeichen von Bewusstsein. Er sammelte weisse Blutzellen von menschlichen Spendern und versah sie in einem Reagenzglas mit Elektroden. Dann zeichnete er die Reaktionen der Zellen auf, während der Spender verschiedene emotionale Zustände erlebte. Er fand heraus, dass spontane Gefühle notwendig waren, um eine elektrische Reaktion in der Zelle hervorzurufen. Wenn sich zum Beispiel eine Spenderin zwang, eine Emotion zu fühlen, reagierten die Zellen nicht. Wenn sie jedoch einen erschütternden Anruf von ihrer Tochter erhielt, reagierten die Zellen deutlich.

Er wies darauf hin, dass die Entfernung bei diesen Experimenten irrelevant zu sein schien. Zum Beispiel vergass ein Spender seine Elektroden-Zellen im Labor und hinterliess dann ein detailliertes Protokoll aller belastenden Emotionen, die er auf seiner Reise nach Hause in einen anderen Staat erlebt hatte: wie eine verpasste Autobahnabfahrt, das Stehen in einer langen Reihe auf dem Flughafen und das Abheben seines Flugzeuges. Später trafen all die beschriebenen Vorfälle im Vergleich mit der Diagramm-Aufnahme zu und zeigten eine starke Korrelationen zwischen dem Zeitpunkt der belastenden Ereignisse und den elektrischen Reaktionen in seiner Zellen. Die Grafik wurde wieder ruhig, als er nach Hause kam und schlafen ging.

Diese Experimente wurden mit der Verwendung von Geräten durchgeführt, die elektromagnetische Strahlung aussieben – die üblichen verwendeten Energien zur Informationsübertragung. Die Zellen verhielten sich, als ob die Bildschirme nicht da waren, was darauf hindeutet, dass diese Kommunikation von einem Feld getragen wird, welches von der konventionellen Wissenschaft unidentifiziert ist. [7] Einige Wissenschaftler glauben, dass die weitere Entwicklung der Quantenphysik uns beim Verständnis dieses Feldes helfen kann, welches emotionale Absicht zwischen Lebewesen vermittelt.  Die Quanten- Verschränkung ist ein Prozess, wobei zwei Partikel von Materie, die miteinander interagiert haben, sich weiterhin verhalten, als ob sie noch verbunden sind, nachdem sie selbst durch viele Meilen getrennt wurden. Wenn eine energetische Veränderung der Eigenschaften (Position, Drehimpuls und Spin) eines der Teilchen erzeugt wird, ändern sich die Eigenschaften des anderen entfernten Teilchens zum gleichen Zeitpunkt.

Dieses wissenschaftliche Phänomen und die Erforschung von Cleve Backster weisen auf das Östlichen Konzept der Einheit hin – der Ansicht, dass die ganze Natur voneinander abhängig ist. Alte Kulturen verstanden diese Vernetzung als ein lebendiges universelles Energiefeld, welches das Leben aufrechterhält, während es die Evolution des Bewusstseins im gesamten Universum anleitet. Die Meditationstechniken, die in meine Praxis involviert wurden, bringen den Geist in Einstimmung mit diesem Feld. Die Energie aus diesem Bereich konzentriert sich dann durch klare Absicht auf ein körperliches Heilungsereignis – und stimmt den physischen Körper auf das Bewusstsein ein. Diese Methode, welche ich als Antara bezeichne (im Sanskrit für innerhalb) – ermöglicht es jedem, diese pure kreative Heilungsfähigkeit zu erleben – erzeugt durch ein Zusammengehen des Geistes und des Körpers mit diesem lebenden universellen Energiefeld.

Siehe auch: Die Weisheit unserer Zellen könnte der Gesellschaft den Weg aufzeigen

Healing Codes von Alex Lloyd: Gesund werden durch Heilen der Erinnerung und

Sternenstaub sind wir – unsterblich in (Gottes) Meer unbegrenzter Möglichkeiten

Die Quantenphysik der Unsterblichkeit

 

Ein Blick in die „geistige Welt“ – Zwei interessante Tage mit Pascal Voggenhuber

Wohin gehen wir, wenn wir sterben? Wenn wir in einer neuen Identität inkarnieren: Was passiert dann mit der/den vorherigen?

Was unterscheidet einen Geistführer von einem Engel? Kann ein Tier ein Geistführer sein?

Wie funktioniert Hellsehen? Mit Worten oder eher in Bildern? „Weiß“ man vielleicht einfach auf einmal etwas? Oder kann man die Antwort auf eine Frage riechen, schmecken, fühlen?

Woran erkenne ich, dass ich hellsehe? Es könnte ja auch Gedankenübertragung sein, was ich da grade wahrnehme – oder Wunschdenken …

Fragen über Fragen – und nur zwei Tage Zeit für rund 100 Teilnehmer des Seminars „Erkenne deinen Geistführer“ im Haus der Jugend, Frankfurt/Main.

Pascal  Voggenhuber, 34, bekanntes Medium aus der Schweiz, ist dennoch nicht aus der Ruhe zu bringen. Der junge Mann, der noch jünger aussieht, als er wirklich ist, sieht Verstorbene, sieht die Aura von Menschen und kann auch ihre Meridiane wahrnehmen. Er trägt Jeans, T-Shirt, Sportschuhe und als Mantel eine professionelle Gelassenheit. Groß gewachsen ist er nicht, Autorität will er gar nicht erst ausstrahlen.

Wassermann-Mann ist er; geboren am 18. Februar 1980. Ein ziemlich typischer – geht mir durch den Kopf, als ich ihm so zuhöre. Auf Statussymbole scheint er zu verzichten, wenn man mal davon absieht, dass er bestimmte Sport-Bekleidungshersteller favorisiert und schnelle Autos liebt. Wunderbar erzählen kann er, mit einer warmen, weichen Stimme, die nicht selten etwas zärtliches hat. Erst auf den zweiten Blick wird sichtbar, dass er dennoch durchaus scharfe Grenzen zwischen sich und anderen zieht: „Wenn ich etwas zweimal erklärt habe, erkläre ich es kein drittes Mal. Dann erwarte ich, dass mein Gegenüber sich anstrengt,“ sagt er zum Beispiel und zieht das auch durch. Oder: „Es gibt Menschen, mit denen ich mich nicht abgebe. Ich will geistig gesund bleiben.“

Viel erlebt hat er schon. Er komme aus einfachen Verhältnissen, berichtet er. Seine Mutter sei Religionslehrerin gewesen, der Vater früh gestorben. Der Sohn entdeckt schon als Kind, dass viele Wesen, die er selber sieht, von Anderen nicht wahrgenommen werden können, weil sie keine Körper haben und will sich entsprechend ausbilden lassen. Dies zu bezahlen wird nicht einfach. Neben viel Kampfsport absolviert er eine Ausbildung als Schauspieler, betreibt für einige Zeit einen Esoterik-Laden, arbeitet nebenher in mehreren Putzstellen bei einem Reinigungsunternehmen, gibt alle möglichen Kurse (zum Beispiel Anti-Cellulitis mittels Atmen durch die Füße) … und so weiter und so fort.

Seine Ausbildung am Arthur Findlay College Stanstedt und durch Lehrer in der Schweiz finanziert er selbst. Bruchlandungen gibt es reichlich, bis sich der Erfolg einstellt: Seit einigen Jahren wird nicht nur viel und überwiegend wohlwollend über den charmanten Schweizer berichtet. 2009 gründet er auch sein Unternehmen Spirit Messenger GmbH. Hier werden europaweit Vorträge und Seminare organisiert, Bücher und CD verkauft, hier wird  Interessierten eine Ausbildung zum Medium angeboten.

Mit dem Erfolg kommt auch Kritik. So behaupteten im Oktober die „Skeptiker – Verein für kritisches Denken“ in der Schweiz, Pascal Voggenhuber sei ein Scharlatan – die schweizer Medien Woche schloss sich im Dezember 2013 mehr oder weniger an und kritisierte die Medien wegen unkritischer Berichterstattung. Das Medium selbst sieht es gelassen: „Ihr solltet nur glauben, was ihr selbst als wahr erkannt habt. Das gilt auch für alles, was ich euch an diesen beiden Tagen sagen werde,“ lächelt Pascal. „Falls ich nicht den richtigen Zugang zu euch finde, habe ich kein Problem damit, wenn ihr alles verwerft, was ich euch sage. Nur eines solltet ihr nicht tun: Zweifelt nicht an der geistigen Welt selbst.“

Damit wir diese am eigenen Leib erfahren können, machen wir zahlreiche Übungen – mit wechselnden Partnern, die uns nicht persönlich bekannt sind. Die erste – und natürlich wichtigste – ist es, Kontakt mit unserem Geistführer aufzunehmen. „Sammelt euch auf euren Atem. Atmet ruhig und entspannt aus dem Bauch heraus. Lasst jetzt euren Geistführer von hinten an euch herantreten – fühlt, wie sich die Energie verändert – verbindet euch damit…“ Sanft, fast hypnotisch die Stimme – es ist leicht, die Veränderung der Energie wahrzunehmen. Es ist auch leicht, das Geschenk des Geistführers an mich anzunehmen: Er übergibt mir eine Schatztruhe. Als ich sie öffne, sehe ich eine gleißend helle Flamme, hinter der sich ein Tor zu einer anderen Welt verbirgt. Dann rollt sich die Flamme zusammen, wird zur goldenen Kugel. Ich bin berührt, freue mich über die Verheißung, die in diesem Bild zu liegen scheint.

„Wir Menschen sind Geistwesen mit Körpern,“ erklärt uns Pascal. „Im körperlosen Bereich gibt es die ‚normalen Toten‘. Die schauen ab und zu bei uns vorbei, sehen nach, ob es uns gut geht. Es gibt aber auch Verstorbene, die Aufgaben als geistige Helfer übernommen haben. Die sind sehr oft da und stehen bereit, wenn wir sie darum bitten. Unter ihnen ist immer einer, der sich ausschließlich um einen einzigen Menschen kümmert. Diesen Menschen begleitet er als dessen Haupt-Geistführer durch alle Inkarnationen. Mögliche andere Geisthelfer bilden sozusagen ein Team von Spezialisten, die im Bedarfsfall zusätzlich zu Rate gezogen werden können und vielen Menschen zur Verfügung stehen.“

Geistführer, so lernen wir, sind deshalb so gute Helfer, weil sie schon einmal inkarniert waren. Sie wissen daher, dass spirituelle Erkenntnisse erst einmal “auf der Zell-Ebene‘  ankommen müssen, damit sie umgesetzt werden können.  Sie wissen aus eigener Lebenserfahrung, wie lang der Weg vom Kopf bis zum ‚Bauch‘ sein kann und können praktischen Rat geben.

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„Engel waren noch nie inkarniert und werden auch nicht inkarnieren,“ erfahren wir. Sie kennen weder Berührungen, noch Schmerz oder andere  körpergebundenen Unannehmlichkeiten, mit denen Menschen konfrontiert sein können.

Engelenergie habe eine ganz andere Zusammensetzung als die von Geistführern – das sei einerseits ihre große Qualität, andererseits aber auch ein Problem.  „Der Engel wird euch sagen, ihr sollt euch bedingungslos annehmen, ihr sollt bedingungslos lieben, bedingungslos verzeihen. Damit hat er zwar Recht, nur funktioniert das nicht so einfach. Nicht nur der Kopf, auch der Körper muss das Umdenken gestatten.“

Erzengel, so sieht es Voggenhuber, sind überhaupt nicht für einzelne Menschen zuständig, da sie globale Aufgaben im Universum haben. Über ihnen und um alles herum sei das göttliche Bewusstsein, die steuernde Kraft, die bedingungslose Liebe selbst.

In der geistigen Welt gibt es weder Zeit noch Raum, lernen wir. Das bedeutet, dass man an vielen Stellen gleichzeitig sein, viele Identitäten gleichzeitig haben kann.  Es gibt auch keine Hierarchie-Ebenen (hm… die zwischen den Geistwesen aber schon…). So ist es möglich, dass mein Verstorbener immer als mein Verstorbener ansprechbar bleibt, auch wenn er längst in einer anderen Identität wieder inkarniert ist. Da lebende Menschen körpergebunden sind, hat unser Gehirn den Zugang zu dieser Welt weitgehend blockiert – um uns vor Fülle und Dimension der Informationsvielfalt zu schützen. Um einen schrittweisen Zugang zu bekommen, der uns nicht überfordert, müssen wir unser Gehirn umtrainieren.

Üben, üben, üben.

Ohne konsequentes Üben lässt sich Realität nicht von Fantasie unterscheiden, doziert Pascal Voggenhuber immer wieder. „Realität ist schnell. Sie kommt blitzartig und immer als Bild. Das einzige, was langsam ist, ist eure Fantasie. Die braucht viel länger, um ihre Bilder zu konstruieren.“ Die geistige Welt ist ganz einfach und klar. Es gibt weder Lichttore, noch jubilierende Heerscharen geflügelter Engel. Man braucht keine Channel-Medien, die mit verzerrten Gesichtern und veränderten Stimmen angebliche Worte von Engeln wiedergeben. „Hellsehen geht immer in Bildern. Übt einfach, die Energie eures Geistführers klar zu erkennen. Lasst ihn hundert Mal am Tag auf euch zukommen, mal von hinten, mal von rechts, mal von links. Wenn das gut trainiert ist und auf eure Frage ein blitzartiges Bild erscheint, dann kam es von ihm.“

Das kenne ich doch. Aus der Ausbildung zum Remote Viewing, die ich vor einigen Jahren absolviert habe. Nur dass da die Methode zur Beweisführung sehr viel genauer ausgearbeitet ist: Sofort nach der Fragestellung ist blitzartig ein intuitives „Ideogramm“ auf Papier zu bringen, das nach einem genau festgelegten System analysiert wird. Dort gibt es auch eine eigens ausgearbeitete Methode, Einwürfe von Fantasie und Wunschdenken als solche zu identifizieren.

Die nächste Übung. Wir befühlen eine Hand unseres Gegenübers, betasten Linien, Fingerspitzen, Ballen. Die zugehörigen Wahrnehmungen teilen wir uns gegenseitig mit, gekrönt von einer Botschaft unseres Geistführers an unseren Übungspartner. „Beweg dich“ ist die Botschaft an mich. Hm.

Wie kann ich Konflikte mit anderen Menschen klären, auch wenn die das nicht wollen? Ganz einfach, lächelt unser Lehrer. „Bittet eure Geistführer um Hilfe. Sie werden nur aktiv, wenn sie ganz konkret darum gebeten werden. Erzählt ihnen also das Problem ganz genau und bittet sie, mit dem Geistführer des anderen Menschen Kontakt aufzunehmen, um eine Lösung zu finden.“

Ja ist das denn dann nicht Manipulation?

„Die geistige Welt manipuliert nicht und lässt sich nicht manipulieren.“ Wenn sie einschreitet, wird sie immer die bestmögliche Lösung zum Wohle beider Konfliktpartner finden. Lasst euch also ruhig darauf ein.“ Wir üben das gleich mal, bitten den Geistführer, sich uns langsam von hinten zu nähern. Warum eigentlich von hinten? Weil er durch das rückwärtige Kehlchakra mit uns kommuniziert, ganz einfach.

Ich teile also dem Geistführer meinen Konflikt mit und tappe prompt in die Falle. Ich kann nicht mehr unterscheiden zwischen intensivem Wunschdenken und energetischem Austausch. Dumm gelaufen. Man muss also abwarten. „Ihr werdet eine Veränderung feststellen,“ verspricht Pascal. Sein Wort in Gottes Ohr.

Wie erkenne ich eigentlich, dass mein Geistführer antwortet? Eine einfache, aber „lebens“wichtige Frage. „Bittet um ein Zeichen“, sagt unser Lehrer. Und erzählt uns, dass er selber immer Falkenfedern findet, wenn der Geistführer handelt oder mit einer Entscheidung einverstanden ist. Auch medial sehr begabte Menschen neigen allerdings dazu, sich die Antworten schön zu reden, erfahren wir am Beispiel der inzwischen geschiedenen Ehe unseres Referenten. Ergebnis umdeuten funktioniert nicht. Basta.

Wie heißt mein Geistführer, wie sieht er aus? Die Fragen aus dem Zuhörerkreis werden drängender. Das ist eigentlich nicht so wichtig, meint unser körperlich manifestierter Führer durch die geistige Welt. Namen seien auch nur Energie. Er verstehe das Bedürfnis aber sehr gut – also üben wir das gleich mal.

Ich bin gespalten. Nach zehnjähriger Übung im schamanischen Reisen habe ich den Wolf als Haupt-Krafttier schätzen gelernt, seit ich mit seiner Hilfe eine lebensbedrohliche Krankheit rechtzeitig finden und behandeln lassen konnte. Der Wolf und ich sind viele Wege gemeinsam gegangen, er hat mich sogar in seinem Körper durch sein Revier geführt. Von selbst taucht er nur auf, wenn etwas in meinem Leben „anzubrennen“ droht. Vor einigen Wochen war das erst wieder so.

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Als wir also unseren Geistführer wieder bitten, von hinten an uns heranzutreten und uns seinen Namen zu sagen, sehe ich als erstes „meinen“ großen, silbergrauen Wolf auf der Frühlingswiese, wo wir uns meist treffen – und höre das Wort „Wolf“. Mit einiger Verzögerung sehe ich aber den Namen „Peter“ vor meinem inneren Auge.

Ein ganzer Hühnerhaufen schnattert seine Fragen an Pascal durch den Raum. Es dauert eine Weile, bis ich drankomme. „Der Wolf ist ein Tier,“ antwortet er. „Im Schamanismus ist er als Heiler bekannt. Möglicherweise ist er Teil des Teams. Aber dein persönlicher Geistführer kann er nicht sein. Das ist immer ein Mensch, der schon einmal als solcher gelebt hat. Je einfacher und alltäglicher der Name ist, den ihr jetzt empfangen habt, desto wahrscheinlicher habt ihr euren Geistführer auch wirklich erfasst.“

Ich bin nicht einverstanden. Die geistige Welt ist körperlos. Da ist es doch eigentlich wurscht, in welchem Körper sich mein Geistführer zeigt.  Ich beschließe also bis auf weiteres, sowohl auf Namen als auch Aussehen meines Geistführers zu verzichten und mich einfach nur seiner Energie zu widmen.

Krankheit ist immer blockierte Energie, doziert Pascal inzwischen weiter. Ein Ausgleich der Energie ermöglicht die Heilung. Fällt man anschließend aber wieder in die selbe, auslösende negative Energie zurück, kehrt auch die Krankheit zurück. Umgekehrt sollte ein Heiler, der andere Menschen behandeln will, seine eigenen Energien zuvor in Ausgleich gebracht haben. Geschieht das nicht, ist der Heiler mehr mit sich, als seinem Klienten beschäftigt. „Dann repariert die geistige Welt erstmal euch, nicht eure Klienten.“ Das schädige diese zwar nicht, sei aber eine unwirksame Behandlung und führe zum beruflichen Misserfolg des Möchtegern-Heilers. Mein Bauch grummelt zustimmend. Möchtegern-Heiler sind mir ein Graus.

Wer Erfolg haben will, muss trainieren. Das hört nicht bei der Wahrnehmung des Geistführers auf. Ein Sensitiver tut nichts anderes, als Impulse wahrzunehmen und sofort zu übersetzen, sagt Pascal Um das zu können, muss er also sehr viel Erfahrungswissen haben. Beispiel anhand eines Verstorbenen, der irgendwo herunter gestürzt ist: Als er Voggenhuber in  Hamburg in einem Hotel mit 18 Stockwerken übernachtete,  legte er ein vierstündiges nächtliches Training ein, zum sich genau einzuprägen, wie sich die jeweiligen Stockwerkhöhen anfühlen. Um einen Fallschirmsprung von einem Hubschrauberabsturz unterscheiden zu können, sprang er mit dem Bunjee-Seil ab.

Mein Bauch grummelt wieder. Erfahrungen sind ganz sicher wichtig, um Bilder richtig einzuordnen. Im Remote Viewing lernt man aber, auch Dinge sichtbar zu machen, die man nicht persönlich kennt. Dazu gibt es eine ausgefeilte Methodik.

Die Übung mit dem Geistführer und die mit Verstorbenen sind sich recht ähnlich, erklärt uns Pascal. Auch den Verstorbenen bittet man, von hinten näher zu treten, damit die Energie spürbar wird. „Dann tauchen manchmal Bilder auf, die du selbst gar nicht mehr im Bewusstsein hattest. Für den Toten sind sie aber wichtig, deshalb zeigt er sie dir“.

Von Geistführer zum geistigen Heilen, das scheint nur ein kleiner Schritt zu sein. Auch den üben wir gleich mal. Wir sollen unserem Übungspartner die Hände auf die Schultern legen, ihre Position, fals nötig, intuitiv verändern – und zum Schluss eine Botschaft unseres Geistführers an unseren Partner weiter reichen.

Meine Hände werden wie von Fäden von den Schultern meiner Übungspartnerin hoch gezogen. Ich habe das dringende Bedürfnis, sie in einem Abstand von einigen Zentimetern schützend über Schläfen und Schädeldecke zu halten. „Dein Kopf ist in Ordnung“, höre ich mich sagen. Das erstaunte Gesicht meines Gegenüber habe ich erwartet.

„Das war sehr angenehm“, strahlt die Frau, die nur wenig jünger ist als ich selbst und im täglichen Leben als Heilerin mit Frauen arbeitet. „Heilen Sie öfter mit den Händen?“ Mir sträuben sich die Nackenhaare. Nein, ich heile überhaupt nicht – und schon gar nicht mit den Händen. Es wäre nicht fair, all meine eigenen Prozesse in die Bahn einfließen zu lassen, die die Heilenergie zwangsläufig nimmt, wenn sie durch meinen Körper in die Hände fließen würde. Immerhin kann ich der Frau aber noch sagen, dass meine Botschaft zu ihrem Kopf irgendwie mit einem tief verborgenen Schmerz in ihrem Herzen zusammenhängen muss. Da kann sie zustimmen. 2003 wurde sie nach einer albtraumartigen Ehe geschieden und hatte sehr lange mit Haß und Rachegefühlen zu kämpfen.

Dann komme ich dran – und die Botschaft des Tages ist: „Gib nicht auf. Es ist nicht zuende.“  Als sie mir erklärt, was sie von mir wahrgenommen hat, kommen mir die Tränen. Meine brennende Sehnsucht nach lateinamerikanischem Tanz, die mich schon mein ganzes Leben begleitet, hat sie unter anderem genau gespürt.

Wie im Flug vergehen die beiden Tage – jede beantwortete Frage wirft zehn neue auf. Da geht es um Schuld und Unschuld, um Wege aus selbst verursachtem Karma, um die Frage, ob ein Selbstmörder in der geistigen Welt bestraft wird. Wird er nicht, sagt Pascal. Die geistige Welt wisse, dass ein Selbstmörder besonders viel Liebe brauche und baue dessen zerstörte Seele wieder auf. Allerdings müsse jeder Verstorbene seinen Lebensfilm ausführlich anschauen, und das sei durchaus Strafe genug.

Wie sieht es aus mit den Hunderttausenden, mit ganzen Generationen, die in Kriegen ihre Lebensperspektiven verlieren? Nun, so meint Pascal, vor ihrer Inkarnation suche sich jede Seele das Thema aus, dem sie sich im anstehenden Leben stellen will. Das kann die Erfahrung mit einem bestimmten Typ von Eltern sein, aber auch eine Erfahrung mit Krieg oder Völkermord. Das Ziel ist immer das gleiche: Das Entwicklungsniveau soll gehoben werden.

Ja es gibt Karma, sagt Voggenhuber. Es gibt persönliches, regionales, gesellschaftliches und Gruppenkarma. Aber niemand ist dem auf immer und ewig ausgeliefert: „Ihr könnt jederzeit aussteigen. Ihr habt einen freien Willen und müsst nicht Täter werden. Sobald ihr aus der Opferrolle rauskommt, selber denkt und selbstbestimmt handelt, durchbrecht ihr alles.“

Eine Frage liegt mir noch am Herzen. Es muss doch ein Ende dieser steten Reinkarnationen geben, eine endgültige Heimkehr zu Gott. Deshalb liebe ich das Bild der Dualseelen: Sie absolvieren getrennt voneinander in unzähligen Inkarnationen alle schönen und schrecklichen Erfahrungen, die es in Menschenkörpern nur geben kann. Am Ende der langen Reise treffen sie ihre zweite Hälfte wieder, vereinigen sich mit ihr und erreichen so das Stadium der Vollkommenheit, mit dem das Rad des Samsara, der Kreis der Wiedergeburt durchbrochen werden kann.

Pascal hört interessiert, aber mit ironischem Lächeln zu. „Ist mir bisher nicht untergekommen,“ sagt er. „Und ganz ehrlich: Ist mir auch zu zuckersüß romantisch“…

Ich fühle mich vor den Kopf geschlagen. Dann tue ich, wie mir geraten: Ich denke und entscheide selber. Die Suche nach meiner fehlenden Hälfte hat mich begleitet, seit ich denken kann. Eines Tages heimkehren zu dürfen zu Gott – ohne neue Quälerei in einer neuen Inkarnation – das ist meine Motivation, immer weiter zu lernen, nie in der Entwicklung zu stagnieren Also bleibe ich dabei, bis die Erfahrung mich endgültig eines Besseren belehrt.

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Ob Pascal nun wirklich Tote sieht, wirklich Geistführer hat, wirklich Heilenergie übermitteln kann, haben wir schwerpunktmäßig nicht hinterfragt. Es war auch nicht schwerpunktmäßig wichtig. Wichtig ist letztendlich die möglichst gut beweisbare Klarheit meiner eigenen Wahrnehmung. Jede Menge  Handwerkszeug zum Üben nehmen wir mit – ordentlichen Respekt vor der Wahrnehmungsfähigkeit unserer Mitmenschen auch. Viel esoterischen Mainstream habe ich gehört – zu Engeln, Karma und Reinkarnation, manchmal hat mich die Jugend „unseres Mediums“ und seine noch nicht überall tiefe Lebenserfahrung ein wenig gestört. Aber sympathisch ist er mir. Ich mag sein Lächeln, bewundere sein Können bei der Verwendung hypnotischer Sprachmuster, seinen Ehrgeiz, sich weiter zu entwickeln und seine Fähigkeit, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Meine Passion, „sehen“ zu können, ist neu angestachelt.

Üben, üben, üben muss ich.

Sonst bleibt alles graue Theorie.

 

Siehe auch:

Pascal Voggenhuber über seine Arbeit als Medium

Illusion Dualseele?

What are the twin-flames?

Update: Remote-Viewing-Studie gelingt außergewöhnlich hoher Börsengewinn 

Update: Pascal Voggenhuber beantwortet per Video Fragen zum Geistführer

 

Healing Codes: Eine positive Situation schaffen – Code von Alex Loyd

Ziel der Healing Codes ist es, krank machende Erinnerungen positiv zu überschreiben.

Das geschieht auf zwei Wegen: Durch unsere gebündelten Fingerspitzen leiten wir Energie in Heilungszentren, die sich am Kopf befinden: Auf der Brücke zwischen beiden Augen, an beiden Schläfen, an beiden Kiefergelenken und im Bereich des Kehlkopfes. Dazu lassen wir uns innerlich auf die heilende Kraft der universellen Liebe ein.

Dieser Meditation liegt ein Ton mit der Heilungsfrequenz von 528 Hertz zugrunde. Der gesprochene Code wurde eine.  Gruppe von rund 350 Menschen im Mai 2014 in Frankfurt von Alex Loyd gegeben. Die beiden unten stehenden Videos zeigen die selbe Meditation: oben mit gesprochenem Textm unten mit Texttafeln.

Siehe dazu auch den Blog über die Healing Codes

und geführte Meditation: Deprogrammieren negativer Erinnerungen

Deprogrammieren negativer Erinnerung – Healing Code von Alex Loyd

Ziel der Healing Codes ist es, krank machende Erinnerungen positiv zu überschreiben.

Das geschieht auf zwei Wegen: Durch unsere gebündelten Fingerspitzen leiten wir Energie in Heilungszentren, die sich am Kopf befinden – auf der Brücke zwischen beiden Augen, an beiden Schläfen, an beiden Kiefergelenken und im Bereich des Kehlkopfes. Dazu lassen wir uns innerlich auf die heilende Kraft der universellen Liebe ein.

Dieser Meditation liegt ein Ton mit der Heilungsfrequenz von 528 Hertz zugrunde. Der Code wurde eine Gruppe von rund 350 Menschen im Mai 2014 in Frankfurt von Dr. Alex Loyd gegeben.

Die Videos unten zeigen zweimal die gleiche Meditation: Oben mit gesprochenem Text, unten mit Texttafeln.

Siehe auch: Gesund werden durch Heilen der Erinnerung

und Meditation: Schaffen eines positiven inneren Zustands

 

„Healing Codes“ von Alex Loyd: Gesund werden durch Heilen der Erinnerung

„Ich will nicht Ihre Gefühle, ich will das Bild, das sie ausgelöst hat!“  Rund 350 Menschen hängen im Saalbau Titus in Frankfurt/Main an den Lippen von Dr. Alex Loyd.  Wir gehen in uns, jeder für sich. Stille im Saal. „Jetzt erlauben Sie dem Code ganz bewusst, zu wirken. Wandeln Sie das negative Bild liebevoll in ein positives um – aber Achtung: nicht in eins, an das Sie nicht glauben können. Sobald das Bild friedlich wird, legen Sie es auf dem Tisch ab und schauen Sie von Zeit zu Zeit nach, ob es immer noch ruhig und friedlich dort liegt.

OK?

Dann beginnen wir jetzt.“

Schlank ist er, erstaunlich klein, sehr beweglich. Schmal sind seine Hände, erstaunlich ausgeprägt der Daumenballen und sein Gegenüber am Außenrand, sehr lang der Daumen. Er ist ein professioneller Redner, weiß, wie man Außenwirkung erzielt und Zuhörer mitreißt.

Mitreißend ist sein Thema auch ganz von allein: Dr. Alex Loyd hat die Healing Codes erfunden; genauer: Sie wurden ihm, wie er sagt, im Jahr 2001 in großer Not von Gott selbst eingegeben. Er erkannte darin die Blaupause einer Heilmethode, die die Folgen falsch interpretierter Seelenbilder auf Körper und Seele korrigieren kann. Basierend auf der Erkenntnis Einsteins: „Alles ist Energie“ und der Bibel: „Alles kommt vom Herzen“ bezeichnet Alex Loyd seine Healing Codes heute als „Energiemedizin für’s Herz“. Sie verzeichnen Aufsehen erregende Erfolge: Es sind Heilungen von eigentlich unheilbaren Krankheiten dokumentiert.

Über Lautsprecher wird die Solfeggio-Note MI mit der Frequenz von 528 Hertz (Liebesfrequenz) eingespielt, die nach neueren Forschungen die Heilung der DNA begünstigen soll;  dazu hören wir plätscherndes Wasser. Mit sanfter Stimme gibt Alex Loyd nun Anweisungen, auf welche der sechs heilenden Punkte in Kopf-Nähe die gebündelten Finger der rechten, bzw. linken Hand zeigen sollen (siehe Titelbild). Eingeflochten sind nach jeder Anweisung die Worte GOTT – LICHT – LIEBE – WAHRHEIT – VERGEBUNG – FRIEDEN – HEILUNG.

„Vergebung bedeutet, sich bewusst aus Verurteilungen zu verabschieden“, sagt Loyd. „Wenn ein Mensch etwa einmal gelogen hat, ist er deshalb nicht sein Leben lang ein Lügner.“ Ein Punktekonto der Untaten anderer Menschen anzulegen, so lernen wir, ist eine angstbasierte Haltung, die uns selbst so sehr unter Stress setzen kann, bis sie uns tötet. „Der Mensch ist nicht einfach nur sein Verhalten. Wenn wir es schaffen, einen Menschen zu 100 Prozent bedingungslos als Mensch zu akzeptieren – dann ist Vergebung geschehen.“

Auch er selbst habe mit dem Gott der Bibel so seine Probleme, sagt Alex Loyd – besonders mit dem strafenden und rächenden Gott. Heute sehe er Gott als eine universelle, steuernde Macht, bestehend aus Licht und Liebe. „Wenn man das Licht einschaltet: Wohin verschwindet dann das Dunkel? Ganz einfach: Es wird transformiert. Es wird zu Licht.“

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Genau wie Dr. Ulrich Warnke gehört der ursprünglich ordinierte Pfarrer mit Doktortiteln in naturheilkundlicher Medizin und Psychologie dem Kreis vernetzt denkender, auf spiritueller Grundlage handelnder Menschen an, die die Quantenphysik fest in ihre Arbeit einbeziehen. Was den unglaublichen Erfolg seines Basis-Buches „The Healing Code“  beflügelte, ist die bestechende Einfachheit, mit der sich jeder Mensch selbst nachhaltig behandeln und damit ohne fremde Hilfe  Erkenntnis auch in die Tat umsetzen kann.

„Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben“ heißt es im Buch Salomon (Sprüche 4,23). „Die Seele wohnt im Körper“, sagt Alex Loyd, ganz konkret im Herzen, wo sie unterbewusst  physische Prozesse steuert – und zwar auf der Basis von Seelenbildern. Diese Seelenbilder, so Loyd, entstehen auf zwei Wegen: Über die menschlichen Zellen werden bereits bei der Befruchtung ‚Erinnerungen‘ ganzer Generationen weitergegeben. Dazu kommt das tatsächliche Erleben des Menschen und dessen Interpretation durch den Verstand. Auf beiden Wegen kann man in Fehlinterpretationen stecken bleiben, die lebenslang das Denken, Handeln und schließlich auch das körperliche Befinden des Einzelnen steuern können.

E=mc2 – Energie (im Ruhezustand) ist Masse mal Lichtgeschwindigkeit im Quadrat. Diese Formel von Albert Einstein definiert, dass mit Hilfe von Geschwindigkeit aus Energie Masse – aber auch aus Masse Energie werden kann. „Jede Änderung der inneren Energie zieht auch eine Änderung der Masse nach sich“, formulierte Einstein im Jahr 1905.

In seinem Buch „Intelligente Zellen“ (englischer Titel: „Die Biologie des Glaubens“) beschreibt der Zellbiologe Bruce Lipton, wie er herausfand, dass jede einzelne Zelle ein Gedächtnis besitzt, das in der Membran angesiedelt ist und von „etwas Größerem“ gesteuert zu werden scheint. „Zellen speichern alles, auch negative Erfahrungen“.

In seinem Buch „Die Neurobiologie mentaler Erkrankungen“  (nur in englisch erhältlich) geht Dr. Eric Nestler   dieser Frage zahlreichen Zusammenhängen fundiert nach.

Alex Loyd hat aus diesen und zahlreichen ähnlichen Forschungsergebnissen eine einfache, logische These zusammengestellt: Wer keinen seelischen Stress auf Basis von Angst oder Bedrohung hat, wird auch nicht krank. Die Lösung – besonders im Hinblick auf chronische Erkrankungen, die weltweit dramatische Zunahme von Krebs in allen Variationen, aber auch aller anderen körperlichen und seelischen Probleme, so folgert er, kann also nicht rein medizinischer, sondern muss vielmehr spiritueller Art sein: „Wir sehen die Dinge nicht wie SIE sind, sondern wie WIR sind.“

Besonders hartnäckig sind Bilder, die Kinder im Alter bis zu sechs Jahren geprägt haben, deren Gehirn Eindrücke noch ungefiltert als Fakten abspeichert. Das Kind, das ein Geschehen nicht einordnen kann, behält das Drumherum nur fragmental, die Angst machende, demütigende oder schmerzhafte Situation jedoch in Form eines Bildes als lebenslangen Eindruck, im Extremfall als Trauma. Das dadurch entstandene Bild beeinflusst das Verhalten des Erwachsenen unter Umständen lebenslang.

Um aus dieser Falle herauszukommen, muss der erwachsene Mensch seine inneren Bilder auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen und nötigenfalls positiv „überschreiben“. Echte und dauerhafte Heilung ist laut Alex Loyd nur durch Heilung der Erinnerung möglich.

Wie macht man das nun in der Praxis?

„Die Anfangsfrage muss immer sein: Gibt es zu meinem aktuellen Problem eine angst-basierte Erinnerung? Wandeln Sie das negative Bild liebevoll in ein positives um.“

Wie komme ich überhaupt in Kontakt mit mir selbst?

„Stellen Sie sich vor, der Geist aus Aladins Wunderlampe schenke Ihnen einen einzigen freien Wunsch. Sie haben zehn Sekunden Zeit, den Wunsch zu formulieren.

Was würde sich in Ihrem Leben ändern?

Wie würden Sie sich mit dieser Veränderung fühlen?

Wer jetzt einen materiellen Wunsch, etwa den nach Reichtum, formuliert hat, wird schnell erkennen: Das äußere verändert niemals das Innere. Er setzt uns vielmehr in den Stress einer Erwartungshaltung. Die wiederum führt uns in ein Hamsterrad des Erfolgszwangs und wirkt im Ergebnis krank machend.

Was Sie brauchen ist ein klares, inneres Ziel, das Sie in Liebe und Achtsamkeit verfolgen – und zwar unabhängig von seiner konkreten Manifestierung im Materiellen. Das funktioniert nicht mit Willenskraft. Der einzige Weg, das Ziel zu erreichen, ist eine Umprogrammierung der persönlichen Bewertungen.

Natürlich ist es in Ordnung, für das Erreichen des Ziels zu beten oder einfach darauf zu hoffen. Der Unterschied zur Erwartungshaltung ist der fehlende Erfolgszwang. Damit entfällt der Stress, und das Immunsystem kann arbeiten. So wird die innere Kraftquelle aktiviert. Es ist das Unsichtbare, das das Sichbare gebiert.“

Und wenn ich es nicht schaffe, meine Erwartungshaltung abzulegen?

„Dann legen Sie das ganze Bild samt Ihrer Erwartungen auf den Tisch, lassen es dort liegen und konzentrieren sich einfach darauf, die nächsten 30 Minuten in einer positiven, liebevollen Grundhaltung zu bleiben. Wenn Ihnen das gelingt, hängen Sie gleich die nächsten 30 Minuten dran … Verstehen Sie: Sie müssen den Stecker in die Dose stecken, sonst bekommen Sie keinen Strom. Die Energie, die Sie nährt, ist die Liebe.“

Wie ändere ich den negativen inneren Grund-Zustand?

„Stellen Sie sich diese drei Fragen:

  • Was fürchte ich mehr als alles andere – jetzt in diesem Moment?
  • Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn es einträte?
  • Wie würde ich mich dann fühlen?

Jetzt stellen Sie die Frage umgekehrt:

  • Was wünsche ich mir mehr als alles andere – jetzt in diesem Moment?
  • Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn es einträte?
  • Wie würde ich mich fühlen?

Wenn Sie Frage drei beantworten können, bedeutet das, dass dieser Zustand bereits latent in Ihnen vorhanden ist.  Versetzen Sie sich also tief in das Bild hinein, in dem das eintritt, was Sie sich im Leben am meisten wünschen – und machen Sie dann den Healing Code.

Gehen Sie in diesem Sinn weiter durch alle Themen Ihres Lebens, bis Sie die drei Fragen ganz klar so beantworten können: Ich brauche nichts mehr, ich habe alles. Und bedenken Sie dabei das kluge Wort von Stephen Hawkins, der sagte: Es ist die letzte menschliche Freiheit, immer selbst über die Qualität meines inneren Zustands entscheiden zu können.“

07-05-2014 15-01-00

„Gott ist Liebe – Liebe ist übernatürlich“

„All you need is love… tata tatata…“ Der weltbekannte Beatles-Song empfängt uns nach einer langen Pause im Saal, und Alex Loyd überrascht uns mit einer Geschichte aus seinem Leben: „Es war eine stürmische, regnerische Nacht, als Tracey, meine Frau, mir sagte, ich solle das Haus verlassen. Sie könne nicht mehr mit mir leben.

Ich stieg ins Auto, fuhr zum Haus meiner Eltern und verbrachte die Nacht im Hof. Ich dachte, ich müsste sterben.

In den Monaten, die dann kamen, führte mich Gott in eine hohe Schule der Liebe. Ich lernte, dass Liebe mehr ist als ein gemeinsames Leben mit geteilten Verantwortlichkeiten. Es gilt nicht das Prinzip: ‚Ich gebe dir etwas, du gibst mir etwas zurück‘. Es gibt keinen Plan B, kein Netz, keinen doppelten Boden. Fast niemand kann es – aber genau das ist es, was bedingungslose Liebe ausmacht: Ich gebe mich hin – ich bringe mich vollkommen ein, egal, was das für mich bedeutet. Wenn der geliebte Mensch mich quälen will, kann er das tun. Wenn er mir einen Ring durch die Nase ziehen will, kann er das auch. Ich werde ihn lieben, egal, was er mit mir tut.“

Nach langem Werben nahm Ehefrau Tracey, die ihren Namen später in Hope änderte (im Sinne von: ‚Ich bin der Beweis, dass es immer Hoffnung gibt‘), ihren Ehemann zurück. Seit 1986 sind die beiden verheiratet, haben einen 21jährigen und einen 14jährigen Sohn.

„Liebe ist etwas übernatürliches. Wenn ich mich auf sie einlasse, betrete ich die Ebene des Übernatürlichen. Liebe funktioniert nicht nach den linearen Regeln von Ursache und Wirkung, folgt nicht den physischen Gesetzen. Ich nenne das Gott. Und ich gebe zu bedenken: Nur weil man etwas nicht sieht, heißt das nicht, dass es nicht da ist.

Docke an an das Übernatürliche. Was immer dabei herauskommt, ist in Ordnung. Wer die Liebe wählt, entscheidet sich indirekt auch immer für den Schmerz – eine lange Beziehung ohne Schmerzen gibt es nicht. Das widerspricht dem linearen Lebenserhaltungstrieb des Individuums. Deshalb ist es so schwer.“

So viele Fragen gibt es zum Ende eines langen Tages, dass sie gebündelt beantwortet werden müssen. Beispiele:

Wie kann ich eine schlechte Beziehung beenden?

„Frage dich: Was ist die beste, auf Liebe basierende Lösung, die ich umsetzen kann, um den Schmerz, unter dem beide leiden, zu beenden.“

Auch wenn ich mir selbst vergebe: Die Folgen meines Handelns für Andere kann ich nicht rückgängig machen…. ?

„Wenn ich mich selbst heile, hat das auch Auswirkungen auf meine Umgebung. Und: Focussieren Sie nicht immer gleich darauf, Andere zu heilen. Alle Heilung fängt in mir selbst an.“

Ich bin 78 Jahre alt und seit 30 Jahren unglücklich. Wie kann ich glücklich werden, bevor ich sterbe?

„Fang an zu arbeiten. Am besten heute. Beginne mit der Übung, 30 Minuten lang in positiver, Liebe-basierter Grundstimmung zu bleiben.“

Ich bin verheiratet und bisexuell. Wie kann ich meine Neigung leben, ohne meine Familie zu beschädigen?

„Es ist nicht deine Aufgabe, andere zu verändern. Arbeite an deiner eigenen Heilung. Gib dir die nächsten 30 Minuten, um in Liebe zu verweilen. Und dann tust du das Beste, was dir in Liebe möglich ist.“

Ich habe einen sterbenskranken Mann zuhause. Die Ärzte geben ihm noch sechs Monate… ?

„Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Ein Beispiel: Eine Frau kam zu mir mit einem Mann, der nicht mehr lange zu leben hatte. Der Mann ignorierte seine Krankheit vollkommen. Niemand durfte das Thema ansprechen, Kinder und Enkel durften nicht Abschied nehmen. Nachdem sie mit den Healing Codes gearbeitet hatten, konnte der Mann sich mit seinem Schicksal versöhnen. Er lud seine Familie zu sich ein. Sie verbrachten viele Stunden zusammen, erinnerten sich an die schönen Jahre, die sie erlebt hatten und feierten gemeinsam seine letzte Zeit, bevor er friedlich von ihnen ging.“

Wie kann ich Vergebung aufrecht erhalten, wenn der Tsunami des Leids zurück kommt und mich überrollt?

„Verweile die nächsten 30 Minuten in einem liebevollen Grundzustand. Und dann die nächsten 30. Und die nächsten…“

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Weiterführende Links:

Buch: Der Healing Code

US-Homepage von Alex Loyd – im Store bestellbar ein detailliertes deutsches Arbeitshandbuch mit vielen Hilfestellungen zum Herunterladen

Video, in dem Alex Loyd seinen Masterkey erklärt (in englisch)

Video, in dem Ehefrau Hope (Tracey) über ihre Heilung von klinischen Depressionen berichtet (in englisch)

Musik-Video, in englischer Sprache, zum Üben: The Healing Code Masterkey Supplement, 528 Hz

Die unten stehenden Anleitungsvideos habe ich nach dem Besuch des Workshops erstellt.

Weitere geführte Codes in deutscher Sprache:

Deprogrammieren negativer Erinnerung und  

Eine positive Situation schaffen

Blog Unsterblich in (Gottes) Meer unbegrenzter Möglichkeiten

Artikel in SEIN: Schwingung und Schöpfung

Hirnforschung: Traumata sind vererbbar

Das zweite Video ist die gleiche Meditation, allerdings wird der Text gesprochen, so dass Sie die Augen schließen können.

Befreit vom Tod zur Unsterblichkeit: Das Maha Mrityunjaya Mantra

Im Westen am besten bekannt ist es fälschlicherweise als „Heilungsmantra des Dalai Lama“. Immer wieder wird es als mehr oder weniger gute Kopie einer Darbietung des Niederländers Hein Braat weiter gegeben: das Maha Mrityunjaya Mantra (siehe Video).

Dies ist sein Wortlaut:

Om tryambakam yajmmahe sugandhim pusti-vardhanam; urvarukam iva bandhanan mrtyormuksiya mamrtat.

Die wörtliche Übersetzung: Om. Der Dreiäugige / wir verehren/ Der Duftende / Erhalter der Welt/ Wie eine Gurke / von ihrem Stiel/ Vom Tod / befreie / nicht von der Unsterblichkeit.

Sinngemäß reziert man: Om – Wir verehren den dreiäugigen Shiva, der der duftende Essenz ist und alle Wesen ernährt. Mögen wir sein wie die reife Gurke, befreit vom Stiel der Pflanze: Befreit vom Tod zur gesegneten Unsterblichkeit.

Das Maha Mrityunjaya Mantra ist neben dem Gayatri-Mantra eines der wichtigsten Mantren der Veden. Es ist Rudra gewidmet, dem wilden Aspekt des Gottes Shiva und wird erwähnt in der Rig Veda 7.59.12 – in der Sri Rudram, Yajur Veda III.60 und der Atharva Veda XIV.1.17.

Man nennt es das Mantra zur Überwindung des Todes – bezugnehmend auf das dritte Auge Shivas auch „Mantra zur Wiederherstellung des Lebens“ nach großen körperlichen oder seelischen Erschöpfungszuständen.

Man rezitiert es am besten zweimal täglich – früh morgens sowie abends nach Sonnenuntergang. Mindestens dreimal, idealerweise aber 108 mal wiederholt, entfaltet es eine tiefe Wirkung auf innere Konzentration und körperliche, geistige, wie seelische Regeneration.  In Indien empfiehlt man, sich zur Rezitation in eine ruhige Umgebung zurückzuziehen und möglichst wenig Kleidung zu tragen, um die größtmögliche Tiefenwirkung zu erzielen. Dann öffnet sich das dritte Auge und mit ihm die grundsätzliche spirituelle Erkenntnis: Niemand von uns ist getrennt von Gott.

Sollten Sie nun einwenden wollen, dass der Text ja in einer Sprache verwendet werde, derer Sie gar nicht mächtig sind, machen Sie sich keine Gedanken darum. Die Wirkungsweise von Mantras ist eine hoch komplizierte Wissenschaft. Vokale und Silben – in egal welcher Sprache – wirken über ihren Klang auf die Energiezentren des Körpers, die Chakren – und über diese tief hinein in den ganzen Körper, aber auch darüber hinaus bis in die äußersten Schichten der Aura. Je nach Zusammensetzung der Silben energetisieren sie, bringen sie zur Ruhe oder stellen Harmonie und Gleichklang her. Das alles geschieht ohne direkte Verbindung zur Sprache, in der die Silben verwendet werden.

Wenn Sie nun also den Text des Mantras mitsingen, erreichen Sie durch den Klang Körper, Geist und Seele. Die Übersetzung ist eine weitere Hilfestellung, wäre prinzipiell aber nicht vonnöten.

Video unten: Shankar Sahney  singt das  Mahamrityunjay Mantra.

Naga, Shesha, Kundalini: Die Schlange als machtvolles Symbol

Dieser Text wurde ursprünglich in Englisch von Yogi Ananda Saraswathi verfasst. Ich habe ihn übersetzt. Grundkenntnisse im Hinduismus sind wichtig, wenn man die zahlreichen mythologischen Bilder , wie etwa das vom Quirlen des Milchozeans verstehen will. Aber auch ohne diese Kenntnisse wird klar, welch fundamentale Bedeutung die Schlange als Symbol in dieser Religion hat.

In Esoterik-Kreisen ist die Erweckung der Kundalini immer wieder ein großes Thema. Leider sprechen gerade hier viele „Spirituelle“ über Dinge, die sie nur teilweise kennen und noch weniger verstehen.

Hier nun die Übersetzung:

„Haben Sie sich je gefragt, warum die medizinischen Berufe Schlangen in ihrem Logo haben? „Geh im Gleichschritt mit der Natur; ihr Geheimnis ist die Geduld“ sagte Ralph Waldo Emerson. „Nagayuna“ in der indischen Alchemie zielt auf ein harmonisches Miteinander des Physischen mit dem Ätherischen; in anderen Worten: Wir bemühen uns um Fortschritte, indem wir uns ruhig in Bereiche bewegen, in denen ein persönliches Gleichgewicht im Verhältnis zum kosmischen Gleichgewicht möglich ist.

Schlangen sind ein Symbol der Heilung und ursprünglicher Energie. In vielen Hindu-Gesellschaften werden Schlangen als Hüter des Hauses angebetet, und man sagt: Wenn eine Schlange in dein Leben tritt, beginnt eine Zeit der Kreativität und Weisheit. In Bengalen wird die Göttin Manasa, eine heilige Dakini, wegen ihrer Kraft, Krankheiten zu beseitigen angebetet. Ganz allgemein haben Schlangen ein sehr langes Leben und stehen deshalb für die Ewigkeit. Im Bhavihyapuran werden Schlangen wie Takshak, Vasuki, Shesha und Ananta erwähnt.

In der Rig Veda 1.32.3 wird die Tötung von Vitra beschrieben, der Erstgeborenen der Schlangen. In den Veden sind Schlangen gleichbedeutend mit Wolken. Indra wird als Mörder von Vitra beschrieben, die das Wasser in den Wolken und damit den nötigen Regen für das Land zurück hielt. Vitra hielt das Regentor geschlossen. Indra zwang sie, es zu öffnen und den Regen in die Freiheit zu entlassen.

Giftige Schlangen symbolisieren normalerweise den Tod. Nur für Shiva ist dieses Todessymbol ein Schmuck. In seiner Erscheinung als Mrtyunjaya hat er nämlich den Tod besiegt. Für die Suchenden ist der Charme Shivas wie der eines Schlangenbeschwörers. Das Konzept Brahmans, der großen Weltenseele, ist, dass alles Lebende und nicht Lebende hier war, hier ist und immer hier sein wird. Alles was geboren ist und noch geboren werden wird, ist ein Teil Brahmans. Jedes Ungleichgewicht in diesem kosmischen Konzept oder irgendeinem Teil davon wird alle anderen Teile des Ganzen beeinflussen. Ziel dieses Symbolismus ist es, das Universum durch ein natürliches Gleichgewicht zu schützen.

In der Matsya Purana erscheint Shiva mit Schlangen geschmückt. Die Lingapurana zeigt den Linga mit einer fünfköpfigen Schlangenhaube. Als Pasupathinath ist Shiva der Herr aller Geschöpfe. Man sieht die Schlange Vasuki dreimal um seinen Nacken gewickelt und nach vorn schauend. Seine rechte Seite zeigt die vollständige Kontrolle  über ihr Verhalten an, das Weisheit und Ewigkeit darstellt. Seine Wohnstatt sind die Berge, und er trägt nichts Wertvolles. Mit dem Fluss des Ganges, seiner Kleidung aus Tierhäuten und der Schlange Nasuki symbolisiert er das einfache Leben im Gleichklang mit der Natur.

In Kalilasa dienen Schlangen Shiva als Halskette, Armband und erscheinen sogar in seiner  Kleidung. Sie dienen auch als Sehne in seinem Bogen. Der Legende nach wurden die Schlangen, die auf Shivas Körper gefunden wurden, zu Ornamenten, als er Parvati heiratete.

Der Shivalinga trägt eine Haube aus einer fünfköpfigen Schlange. In den Puranas gibt es verschiedene Ansätze der Verbindung der Schlange zu dem Gott, alle sind voller Symbolik. Die Schlange steht für Jiva, bzw. die persönliche Seele, die über Shiva verharrt; den Paratman, bzw. die höhere Seele.  Die fünf Köpfe symbolisieren die fünf Sinne oder die fünf Tattvas: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther. Schlangen sind für ihr Zischen bekannt und stehen deshalb für die fünf Praanas. Der Gott selbst wird zu den fünf Tanmatras.

Tan bedeutet subtil, und matra bedeutet Element. Die Tanmatras sind also die fünf Elemente, die es den fünf Sinnen erlauben, zu funktionieren. Die Schlange um Shivas Hals repräsentiert Jiva, die individuelle Seele. Shiva ist der Paratman, die Weltenseele. Die fünf Köpfe sind die fünf Sinne der fünf Tattvas und stehen auch für die Atmung, die in den Körper zieht. Dieses Ein- und Ausatmen ist vergleichbar mit dem Zischen der Schlange. Der Gott selbst ist die Tanmatras, die fünf Jnanendriyas und die anderen fünf Kamendriyas.

Die Tanmatras, die fünf subtilen Elemente, die die fünf Sinne zum Arbeiten bringen sind Klang, Berührung, Form, Geschmack und Geruch; die fünf Sinne sind das Hören, die berührende Wahrnehmung, das Sehen, der Geschmack und der Geruchssinn. Die fünf Sinne stehen in funktioneller Einheit mit den entsprechenden Sinnesorganen; deren Anwesenheit ist wiederum der Grund für die Existenz dieser Sinne. Die Tanmatras bilden die gemeinsame Basis des Ausdrucks der objektiven Welt. Darauf wiederum beruht die Welt an sich.

Eine andere Bedeutung von tan ist Mutter, eine zweite Bedeutung von Matra ist Materie. Die Tanmatras stehen also für die Mutter – für diese Welt. Diese wiederum ist eingebettet in den Schoß der kosmischen Mutter Pakruti. Durch Jnana gewinnen die Menschen die Kontrolle über ihre Sinne und ihren Geist und finden schließlich ewige Ruhe im Weltenherrn.

Der Gott Dhanwantri ist der Physiker unter den Göttern. Der Herr des Ayurveda studierte die pflanzlichen und tierischen Gifte und deren Anwendung. Die Quelle des Ayurveda ist das Atarveda; außerdem ist es mit Religion und Mythologie verknüpft. Dhanwantri bekam sein Wissen von Brahma, dem Herrn der Schöpfung. Brahma gab das Wissen an Prajapati, die es an die himmlischen Physiker-Zwillinge weiterreichte: an Ashwini Kumari und dann an Dhanwatari.

Ayurveda befasst sich mit allen Giften; auch mit dem der Schlangen. Es ist außerdem mit den Chemikalien der Pflanzen und Pilze verbunden,  in denen heilende oder bewusstseinserweiternde Kräfte enthalten sind. Schlangen haben ebenfalls Pflanzenkenntnisse und sind insofern mit der Natur und dem Göttlichen verbunden. Sie symbolisieren auch die Kraft des Yogi.

Dhanwantari erschien während des Samudra manthan, um Amrit zu bringen. Amrit ist das symbolische Quirlen des Milch-Ozeans und steht für das Bestreben des Einzelnen, sich selbst zu verwirklichen über die Konzentration der Sinne, die Kontrolle der Wünsche und Triebe. Beim Schlagen der Milch entstand zuerst ein tödliches Gift, das Halahala. Nur Shiva konnte es aufnehmen, da er gegen alles Gift immun ist. So ist Shiva auch der Herr aller Physiker dieser Welt. Daher kommen die Legenden von Kopf-Transplantationen wie bei Ganesha oder dem Gegengift für alle Gifte – Samudra manthan.

Dieser Symbolismus steht für den endlosen Kreislauf der Wiedergeburt. Die drei Windungen der Schlange stehen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gewundene Schlangen können auch Zyklen im Makrokosmos oder der Basis-Energie darstellen. Shiva, der die gewundene Schlange um den Hals trägt wie ein Ornament, zeigt damit an, dass die Schöpfung sich in Zyklen weiter entwickelt und zeitabhängig ist, während der Gott selbst die Zeit transzendiert.

Die rechte Seite des Körpers zeigt die positive Seite und menschliche Aktivität basierend auf Wissen, Gründen und Logik. Die Schlange, die von der rechten Seite aus über seine Schulter schaut, zeigt das göttliche ewige Gesetz von Ursache und Gerechtigkeit an, das in der Natur und im Universum regiert. Shiva wird schließlich mit den Schlangen um seinen Hals als der Herr von Zeit und Energie dargestellt.

Schlangen lösen Furcht aus, symbolisieren auch teuflische und dämonische Eigenschaften. Die Girlanden um Shivas Hals zeigen, dass sogar Schlangen diesen Gott fürchten und vollständig unter seiner Kontrolle sind – totale saranagathi. Shiva gibt also die Sicherheit, dass nichts und niemand seinen Geschöpfen schaden kann, weil es Sarangathi gibt. Auch das Böse unterwirft sich ihm, sucht seinen Schutz und betet ihn in tiefer Ergebenheit an. So sind Schlangen für den Gott einfach Ornamente, die seine Furchtlosigkeit anzeigen; sein Abhyam. Schlangen haben ein sehr langes Leben – in diesem Sinne steht der Gott auch für Amirtham, bzw. Unsterblichkeit.

Die Königin der Schlangen heißt Manasha und wird als Ma Manasha angebetet. In verschiedenen Kulturen waren Schlangen Symbole für Stärke und Erneuerung. Hindu Tempel oder Steinhöhlen, die den Nagas geweiht sind, halten Blumen und Futter für sie bereit. Hindus, die hier beten, suchen Schutz gegen die Schlangen, die in der Unterwelt für Krankheit und Tod verantwortlich sind.

Nagas sind ein sehr starkes Symbol für Lebenskraft und Heilung. Sie stehen für Wiedergeburt, Tod oder Unsterblichkeit – je nach der Zeichnung ihrer Haut. Shesha, Vasuki, Anantha, Kaliya, Manasa, Padmanabha sind Namen von schützenden Schlangen in den südlichen Kulturen Indiens;  Astika, halb Brahmane und halb Schlange sowie Kulika sind Schlangengötter, die angebetet werden. Das Naga Panchami Fest wird am fünften Tag des Shravana gefeiert. Dann bietet man den Schlangen Milch, Eier und Räucherwerk an.

Sri Rahu und Ketu sind sowohl Schlangengötter, als auch Götter von Planeten. Ihre Planeten werden als boshaft beschrieben; je nach Stellung im Geburtshoroskop können sie auf Unheil hindeuten.

Kundalini, bzw. Kundalini und die Chakras, stehen für die heilige göttliche Lebenskraft. Im lateinischen bedeutet „serpens“ eine zusammengerollte Schlange. Im Yoga steht die Schlange auch für die Kraft von Kundalini, die als zusammengerollte Schlange beschrieben wird. Sie ruht im Muladhara Chakra aller Menschen und erhebt sich, wenn der Mensch eine spirituelle Entwicklung beginnt und sich dem Göttlichen zuwendet. Kundalini ist ein Sanskrit-Wort und bedeutet zusammengerollt, bzw. sich zusammenrollen wie eine Schlange. Es handelt sich um die ungefähre Übersetzung des Sanskrit-Wortes Chaitanya. Chaitanya, bzw. Schwingungen, sind die  gesamten Kräfte des physischen, mentalen, emotionalen und religiösen Selbst. In der westlichen Terminologie nennt man das „Schlangenkraft“.

Nach dem Yoga-Weg im Hinduismus liegt Kundalini zunächst inaktiv und zusammengerollt im Basis-Chakra,  etwa in der Mitte der Unterseite des Rumpfes.  Ihr Erwachen  wird begeleitet von somatischen, bio-energetischen Phänomenen.

Yoga Kundalini in den Upanishaden 1.82 stellt fest, dass die heilige Kraft der Kundalini wie der Atem eines jungen Lotus leuchtet; während sie um sich selbst zusammengerollt ist, hält sie ihren Schwanz in ihrem Mund und ruht im Halbschlaf. Dieses Kapitel der Upanishaden nennt Kundalini die schlafende weibliche Energie; gemeint ist das enorme Potential seelischer Energie, die in allen Menschen ruht. Die Yoga-Übungen zielen darauf ab, die Schlange – Shakti – zu wecken. Wenn sie bereit ist, sich aufzurichten, steigt sie über den Spinalkanal auf, um sich über dem Kronenchakra mit Shiva zu vereinigen, dem reinen Bewusstsein, das das ganze Universum durchdringt.“

Siehe auch: Kundalini ist frei von Ansprüchen des Ich

und: Ardhaneshwara: Das tantrische Prinzip von Shiva und Shakti