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Foto-Album vedischer Götter, der Vorläufer des Hinduismus

Die Fotos sind schwer zu finden, noch schwerer zu entwirren und zuzuordnen. Es gibt insgesamt vier Veden. Die vedische Religion ist die älteste indische Religion und unterscheidet sich teilweise erheblich vom Hinduismus. Einige Götter sind jedoch übergegangen, bzw., ihre Eigenschaften wurden von Hindu-Göttern übernommen. So sind etwa viele Eigenschaften von Indra an Shiva übergegangen. Das Foto-Album ist bei weitem nicht vollständig.

Foto-Album der Hindu-Götter: Shiva, Parvati, Ardhanareesvara

Klicken Sie auf die Fotos, um sie zu vergrößern.

Tag der Meteoriten: Am Morgen Einschlag im Ural, heute abend Vorbeiflug DA14

Der heutige 15. Februar 2013 wird als Tag der Meteorite in die Geschichte eingehen.

Heute morgen gab es eine böse Überraschung im Umfeld des zentralrussischen Chelyabinsk: Ein Meteorit, begleitet von einem Hagel kleiner Teile,  schlug ein, explodierte mit donnerndem Knall, ließ Fensterscheiben zerplatzen und zerstörte eine Fabrik. Mehrere hundert Menschen wurden verletzt, vor allem durch herumfliegende Glassplitter.

Spannend: Im digitalen Zeitalter bleibt nichts undokumentiert: Sowohl Anflug, als auch Einschlag des Himmelskörpers wurden gefilmt. Im Ural haben viele Menschen Kameras in ihren Autos montiert, um bei eventuellen Unfällen Beweise zu haben. So entstand zum Beispiel das erste Video.

Das russische Militär vermaß anschließend einen Einschlagskrater mit einem Durchmesser von sechs Metern. Man schätzt das urspüngliche Gewicht des Meteoriten auf etwa zehn Tonnen. Der Schaden hielt sich auch deshalb in Grenzen, weil der Himmelskörper insgesamt neunmal explodierte, bevor er auf der Erde aufschlug. Die erste Explosion gab es in 55 Kilometern Entfernung,  wie das russische Kathastophenschutzministerium bekannt gab. Quelle: rt.com  Später war zu hören, der Meteorit habe einen Durchmesser von rund einem Meter gehabt.

Einen Zusammenhang mit 2012 DA14, dem Meteoriten, der heute abend in Rekordnähe die Erde passieren wird, sehen die Wissenschaftler der europäischen Raumfahrtorganisation ESA nicht. Dessen Flugbahn sei eine andere Mit 45 bis 50 Metern im Durchmesser und einem Gewicht von 180.000 Tonnen zählt DA14 zu den größeren Exemplaren seiner Art – der erste dieser Größe, der der Erde so nahe kommt. Er wird uns in einer Entfernung von knapp 28000 Kilometern passieren und mit einem Fernglas am Himmel zu beobachten sein. Um 20.24 Uhr soll er der Erde am nächsten sein, aber etwa zwei Stunden lang wird man ihn am Himmel verfolgen können. Hirer ein Video der NASA, das den Lauf des Asteroiden erklärt:

Die NASA wird insgesamt drei Teleskope auf DA14 richten. Hier geht es zum Livestream:  http://goo.gl/yIAyw

Für Amateur-Beobacher hier noch einige Details zur Beobachtung von der europäischen Raumfahrtbehörde ESA:

 „Die genaue Uhrzeit hängt von dem Standort des Beobachters ab:

  • Am Standort der ESA-ESTEC in den Niederlanden zum Beispiel, wird 2012 DA14 um 20:40 Uhr (MEZ) über den östlichen Horizont steigen.
  • Er wird sich um circa 0,7 Grad pro Minute bewegen, das bedeutet, er wird in nur 40 Sekunden die Entfernung des sichtbaren Durchmessers des Mondes zurücklegen.
  • Er wird sich durch das Sternbild Jungfrau und anschließend weiter in Richtung Norden, westlich vom Sternbild Löwe, bewegen. Er wird in Richtung des nördlichen Himmelspols fliegen und zwei Stunden später im Kleinen Wagen eine Helligkeit von circa 10 mag erreichen.
  • In den Morgenstunden wird er bereits die halbe Länge des Himmels hinter sich gelassen haben und bei einer Helligkeit von 13 mag langsam und nah am Polarstern vorbei fliegen, sodass er mit einem herkömmlichen Amateurteleskop sichtbar sein wird.“

Nachtrag: Gegen den Einschlag in Russland war der Vorbeiflug des „Brockens“ unspektakulär, weil halt doch weit weg – der Livestream zeigte einen kleinen, rasenden weißen Punkt vor schwarzem Grund… und das war gut so 🙂

DWO-meteorit

Update: Meteoriteneinschlag? Ach was!

Update: Meteorit war zu klein, um rechtzeitig entdeckt zu werden

Update: Aufräumarbeiten im Ural 

Update: DA14 war viel näher dran als Felix Baumgartner beim beim Absprung vom Ballon

Update: Kubanische Blogger berichten über den Einschlag eines Meteoriten über der Altstadt von Rodas 

Update: Meteorit hatte mehr Sprengkraft als eine Atombombe 

poliertes Teil Chelabynsk-Meteorit, Vernadsky-Institut Moskau

Im Bild unten der größte bisher gefundene Brocken: Er wiegt etwa ein Kilo. Im Bild oben ein polierter Querschnitt durch ein Bruckstück.

Update: Blog mit spannenden Nahaufnahmen von Querschnitten durch Meteoriten 

Update: „Meteorit war Überschallrakete“

Update: Europäisches Warnsystem für gefährliche Asteroide eröffnet

Update: Schockwelle raste zweimal um den Globus

Nachtrag Oktober 2013: „Der große Brocken“ wurde von Tauchern aus dem See geholt. Siehe Video:

Update September 2014: Meteoriteneinschlag bei Managua, Nicaragua
Chelyabinsk Meteorit

Gott hat viele Gesichter: Der Hinduismus zeigt sein lebendiges Mosaik

Warum gibt es im Hinduismus so viele Götter? Ist es ein Polytheismus – oder vielleicht doch nicht? Lohnt es sich für westlich denkende Menschen, dem Hinduismus mehr Aufmerksamkeit zu widmen?

Ich möchte hier den vielen klugen Erläuterungen, die sich im Netz und in Büchern finden lassen, keine weitere hinzufügen – dafür meine persönliche Erkenntnis. Und die sagt ganz klar: Ja. Es kann nur Gewinn bringen, ein wenig in diese alte, aber sehr lebendige Religion einzutauchen.

Der Hinduismus basiert auf Brahman (nicht zu verwechseln mit Brahma). Brahman ist alles – das universelle Sein, das universelle Bewusst-Sein.

Aus Brahman entsteht die Trinität Brahma – der Schöpfer, Vishnu – der Erhalter und Shiva – der Zerstörer – ab und zu auch mal in umgekehrter Aufgabe unterwegs.

Alle drei haben, entsprechend beiden Lebens-Polen, Gefährtinnen.

Hindu-Pantheon - Götter

Ab hier beginnt es unübersichtlich zu werden – aber nur, wenn man sich in Details verliert.

Jeder Gott und jede Göttin zeigen sich viele hundert Male in unterschiedlichen Erscheinungsformen (Avatare) und mit unterschiedlichen Namen. Außerdem haben sie Kinder, die wiederum Kinder haben und ebenfalls teilweise Avatare. Dazu kommen Relikte früherer oder anderer Religionen, die ohne große Umstände integriert werden – sowie Reittiere, die teilweise früher Naturgötter waren, und zahlreiche Attribute sowie Mudras, die Geisteshaltung und Wirkungsweise des jeweiligen Gottes, bzw. der Göttin darstellen.

Die hier beigefügte Tabelle nennt nur die wesentlichen, im Westen bekannten Götter und Gefährtinnen. Interessant ist hier besonders Kalki, die zehnte Inkarnation Vishnus. Er wird zum Ende des Kali-Yuga erwartet, wo er den Untergang der bestehenden Welt herbeiführen wird, damit diese sich als Ganzes neu schaffen kann.

Zurzeit befinden wir uns im Kali-Yuga, der dunklen Zeit des Streits. Wann genau dieses endet, ist Gegenstand von Uneinigkeit zwischen verschiedenen Denkrichtungen. Es handelt sich beim „Weltuntergang“ jedoch, ähnlich wie im Maya-Kalender, nicht um das Ende jeder Zeitrechnung, sondern um einen Neubeginn auf höherer Ebene.

Die zweite Tabelle zeigt Erkennungsmerkmale der Götter auf: Ihre Reittiere, einige der Attribute und Besonderheiten. Sie ist jedoch bei weitem nicht vollständig, sondern soll nur ein Hilfsmittel sein, um die Darstellungen leichter zuordnen zu können. Untenstehende Bildergalerie zeigt typische Darstellungen der Götter aus den Tabellen (führen Sie die Maus über das Bild, um den Namen des jeweiligen Gottes zu lesen oder klicken Sie das erste Bild an, um zur Diashow zu kommen), erhebt jedoch ebenfalls keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte vielmehr das wesentliche Prinzip aufzeigen, das den Hinduismus so attraktiv macht, wenn ein westlicher Mensch Gott zu verstehen sucht.

Hauptgötter, Reittiere, Besonderheiten

Gott ist alles – Universum, universelles Bewusstsein. Soweit finden wir es auch in westlichen Darstellungen.

Da Gott alles ist, enthält der „große Geist“ auch absolut alle denkbaren Aspekte des Seins: Alle Götter, alle Perspektiven der menschlichen, tierischen, pflanzlichen, der Erd-Natur. Er ist ein riesiges Mosaik der unendlichen Möglichkeiten.

Genau das stellt der Hinduismus in unnachahmlicher Weise dar: Den Mann als Erschaffer, Verteidiger, Liebenden, Vater, Sohn, Intriganten, Krieger, Musiker, Retter vor Dämonen – und so weiter.

Die Frau als Geliebte, Mutter, Freundin, Musikerin, Glückssymbol, Sirene, Intrigantin, Kämpferin, Rächerin, Zerstörerin – und so fort.

Das Tier als eigenständigen Gott, mit allen Attributen, die auch Menschen haben – aber ebenso als Diener, als Gefährten, als Anbetenden des jeweiligen Gottes, den es trägt.

So geht es weiter mit Pflanzen, Landschaften, Bergen – kurz allem, was die Erde ausmacht.

Dem Suchenden eröffnet sich ein wundervolles Mosaik des lebendigen Göttlichen. Indem er sich einlässt, kann er in sich selbst – dem vollständigen Abbild Brahmans – bestimmte Aspekte verstärken oder abschwächen, um das gewünschte göttliche Gleichgewicht zu erreichen.

Das geschieht durch geistige Übung wie Meditation, das Lesen der zahlreichen heiligen Bücher – das Rezitieren von Mantras. Es geschieht durch körperliche Übung, wie sie im Westen beispielsweise als Yoga bekannt ist, im Zweifelsfall geschieht es durch radikale Lebensveränderungen wie Aufgabe aller Güter, Leben in Askese, Leben in ungewöhnlichen Gemeinschaften und vieles mehr.

Wie auch immer man es betrachtet: Der Hinduismus hat anderen Religionen voraus, dass er Strömungen des Zeitgeistes mühelos als Teil Brahmans in seinen Pantheon integriert. Nichts wird bekämpft, alles darf sein. So ist die reine Lehre ein Meisterstück, was die Definition Gottes angeht.

Sollten Sie sich also mit dem Hinduismus beschäftigen wollen, lohnt es, in den scheinbaren Wirrwarr wenigstens der Haupt-Götter einzutauchen. Es gibt dazu unzählige „biblische“ Geschichten, in denen die Götter sich sehr menschlich aufführen. Sie sind eifersüchtig, neidisch, machtgierig, liebestoll … aber auch heldenhaft, Beschützer, Ratgeber,  Helfer in allen denkbaren Notlagen. Bunt wie der indische Kontinent sind die Formen der Anbetung.

Aber klar und keineswegs missverständlich sind die ethischen Aufgaben, die hinter den manchmal fast kindlich anmutenden Göttergestalten stehen.

Auf den geistigen Yogaweg zu gehen, ist auch für den westlichen Menschen von heute eine lohnenswerte Aufgabe. Sie führt zu tiefem Verständnis von allem, was ist und kann sogar befrieden mit Inhalten, die in Ihrer Geburts-Religion alles andere als zufriedenstellen.

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Siehe auch:

Fotoalben der Hindu-Götter,

Naga, Sesha, Kundalini: Die Schlange als machtvolles Symbol

Wie „Svaha“ bei rituellen Anrufung Pflicht wurde  

Ardhanareshwara: Das tantrische Prinzip von Shiva und Shakti

Kundalini ist frei von Ich-Ansprüchen

Tantra ist mehr als guter Sex