Schlagwort: Wahrheit

Ehrenkodex des deutschen Presserates

In der Fassung des Jahres 2008

Ziffer 1  –  Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.
Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

Ziffer 2  –  Sorgfalt
Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.

Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.

Ziffer 3  –  Richtigstellung
Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, insbesondere personenbezogener Art, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich von sich aus in angemessener Weise richtig zu stellen.

Ziffer 4  –  Grenzen der Recherche
Bei der Beschaffung von personenbezogenen Daten, Nachrichten, Informationsmaterial und Bildern dürfen keine unlauteren Methoden angewandt werden.

Ziffer 5  –  Berufsgeheimnis
Die Presse wahrt das Berufsgeheimnis, macht vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und gibt Informanten ohne deren ausdrückliche Zustimmung nicht preis.
Die vereinbarte Vertraulichkeit ist grundsätzlich zu wahren.

Ziffer 6  –  Trennung von Tätigkeiten
Journalisten und Verleger üben keine Tätigkeiten aus, die die Glaubwürdigkeit der Presse in Frage stellen könnten.

Ziffer 7  –  Trennung von Werbung und Redaktion
Die Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit gebietet, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche wirtschaftliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden. Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. Bei Veröffentlichungen, die ein Eigeninteresse des Verlages betreffen, muss dieses erkennbar sein.

Ziffer 8  –  Persönlichkeitsrechte
Die Presse achtet das Privatleben und die Intimsphäre des Menschen. Berührt jedoch das private Verhalten öffentliche Interessen, so kann es im Einzelfall in der Presse erörtert werden. Dabei ist zu prüfen, ob durch eine Veröffentlichung Persönlichkeitsrechte Unbeteiligter verletzt werden. Die Presse achtet das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und gewährleistet den redaktionellen Datenschutz.

Ziffer 9  –  Schutz der Ehre

Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.

Ziffer 10  –  Religion, Weltanschauung, Sitte
Die Presse verzichtet darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen.

Ziffer 11  –  Sensationsberichterstattung, Jugendschutz
Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid. Die Presse beachtet den Jugendschutz.

Ziffer 12  –  Diskriminierungen
Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

Ziffer 13  –  Unschuldsvermutung
Die Berichterstattung über Ermittlungsverfahren, Strafverfahren und sonstige förmliche Verfahren muss frei von Vorurteilen erfolgen. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung gilt auch für die Presse.

Ziffer 14  –  Medizin-Berichterstattung
Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.

Ziffer 15  –  Vergünstigungen
Die Annahme von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein könnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeinträchtigen, sind mit dem Ansehen, der Unabhängigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar. Wer sich für die Verbreitung oder Unterdrückung von Nachrichten bestechen lässt, handelt unehrenhaft und berufswidrig.

Ziffer 16  –  Rügenveröffentlichung
Es entspricht fairer Berichterstattung, vom Deutschen Presserat öffentlich ausgesprochene Rügen zu veröffentlichen, insbesondere in den betroffenen Publikationsorganen bzw. Telemedien.

Update: Presserat will Internetkommentare stärker kontrollieren

Update: Bildblog: Auswüchse des Journalismus am Beispiel des Flugzeugabsturzes Germanwings 4U9525

Update: Livejournalismus zu 4U9525: „Warum wir nicht innehalten“ (ntv)

Update: Warum FAZ.NET das Bild von Andreas Lubitz zeigt

Update: Warum die „Welt“ den Namen des Co-Piloten nicht nennt

Update: ZDF und ARD zeigen Foto von falscher Person

Lateinamerika: Menschenrechtsrat schafft Sonderberichterstatter zum Recht auf Privatheit

Update: FR: Medien als Voyeure

Update: Stress der Medienmacher mit Echtzeit-Medienkritik

Update: Zensur in Deutschland: Wie ein Interview mit Merkel „authorisiert“ wird

Update: Wer gehört zur Presse?

Update: Soll man ein totes Flüchtlingskind zeigen? Meedia  –  BildBlog  –  Welt

Update: Warum der Pressekodex in der Flüchtlingsfrage Streitthema ist

Update: Pressekodex wird nicht verändert

Update: Welchen Anteil haben die Medien am Wahlerfolg der AfD?

Update: Besos vs Trump und die Rolle der Medien

Update: Kevin Kühner zur toxischen Rolle der BILD in der Politik

Ein Mann Gottes ist ein Mann der Wahrheit, des Friedens, der Hoffnung….

Man of God

Neil Diamond ist im jüdischen Glauben aufgewachsen. Bis heute sieht er sich als „Mann Gottes„, durch dessen Mund Gottes Stimme singt. In seinem Lied erklärt er, was das bedeutet: Ein Mann Gottes steht für Glauben, Hoffnung, Liebe und Wahrheit. Am heutigen Gründonnerstag, dem Tag, an dem Judas Jesus durch seinen Kuss verriet, dem Tag, an dem ganz Deutschland das Gedicht von Günther Grass diskutiert – aber auch die Wortes des deutschen Papstes, der keinen Grund erkennen kann, die Haltung der Kirche etwa zu den Frauen zu ändern – an so einem Tag ist dieses Lied für mich ein besonderes Zeichen der Hoffnung.

Der Text des Liedes auf deutsch:
 
Ich bin ein Mann Gottes.
Obwohl ich nie gelernt habe zu beten.
wandelte ich auf den Pfaden des Herzens
Und fand IHN hier am Rand des Weges.
 
Und ich bin, ja ich bin ein Mann des Glaubens.
Glauben ist etwas, das man nicht sehen kann
Aber wenn wir das Leben durchstehen wollen,
Muss es im Glauben sein.
 
Ich danke dir Herr, dass du mir Lieder gegeben hast.
Dass du mich stark gemacht
und meine Hand gehalten hast
Kann sein, ich komme  in den Himmel, wenn ich das Ende erreiche
Aber bis dahin
Werde ich alles tun, was ich kann.
 
Und ich kann, ja ich kann ein Mann des Friedens sein,
kann Frieden pflanzen wie ein winziges Saatkorn
Es wächst, während du ihm Nahrung  gibst
Und es gibt dir etwas zurück, wenn du in Not bist.
 
Nein ich bin – doch ich bin ein Mann des Liedes.
Werde es in nah und fern singen,
werde einen frohen Sound dazu machen,
einen, den jeder gern hört.
 
Für IHN zu singen heißt, den Himmel zu berühren
Ich muss nicht wissen, warum,
Es genügt zu wissen , dass das so ist.
Jedes Mal, wenn ich es singe will ich jauchzen,
Denn immer wenn ich meine Stimme höre
Bin ich sicher, dass es seine ist.
 
Und ich bin, ja ich bin ein Mann der Hoffnung
Ich habe noch nicht aufgehört zu glauben
Und während wir diese Straße entlang ziehen
Ist es die Hoffnung, die wir nicht vergessen dürfen.
 
Und ich bin, ja ich bin ein Mann Gottes.
Wisset, dass ich ein Mann des Glaubens bin.
Ich bin ein Mann, ja ich bin ein Mann des Friedens
und ich bin, ja ich bin ein Mann der Lieder.
Ich bin ein Mann Gottes, ein Mann Gottes.