Schlagwort: Remote Viewing

Was ist Zeit? Gibt es sie überhaupt? Oder gibt es sie gleich mehrfach?

Die Zeit: Nach dem irdischen Element Wasser ist sie wohl das Faszinierendste, das uns vom Leben geschenkt wird. Immer wieder versuchen wir Menschen, sie zu messen, zu definieren, in irgendeine begreifbare Form zu bringen – nie gelingt es uns wirklich. Denn sie ist uns über, in jeder Hinsicht, die Zeit.

Da gibt es zum Beispiel die Newton’sche Definition: „Die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich unwiederbringlich und besteht ihrer Natur nach gleichförmig und ohne Beziehung auf irgendeinen äußeren Gegenstand.“  

Albert Einstein fand heraus, dass Newton nicht ganz Recht hatte: Dessen Definition erwies sich nämlich als unvereinbar mit der „Elektrodynamik bewegter Körper“. Einsteins  Relativitätstheorie befasst sich deshalb mit der Struktur von Raum und Zeit sowie mit dem Wesen der Gravitation. Kurz und unpräzise zusammengefasst: Zeit lässt sich dehnen, krümmen und komprimieren, Vorgänge, die sich mathematisch berechnen lassen. In seiner unnachahmlichen Art formulierte das Genie für uns Unwissende zwei Beispiele: „Zeit ist das, was man an der Uhr abliest“ – und „Fünf Minuten mit einem schönen Mädchen vergehen wie im Fluge, die selbe Zeit auf einer heissen Ofenplatte ist allerdings eine Ewigkeit!“

Damit wir praktisch mit ihr umgehen können, haben wir Menschen „unsere“ Zeit exakt definiert:  Eine Sekunde entspricht dem 86400. Teil einer Erdumdrehung oder genauer gesagt 9.192.631.770 Schlägen eines Cäsium-Atoms in einer Atomuhr. So wissen wir, wie lang eine Woche, ein Monat, ein Jahr sind und können am Ende unseres Lebens die im Körper verbrachte Zeit genau feststellen. Wir wissen, wie lange es von Sonnenaufgang bis -untergang dauert, können nach einem allgemein anerkannten Schlüssel Termine planen und was sonst noch so unseren Alltag bestimmt.

Prof. Dr. Gernot Münster ist Physiker. In seinem Referat Was ist Zeit?“ stellt er sich interessante Fragen: Hat die Zeit einen Anfang, ein Ende? Kann es „Zeitreisen“ geben? Kann sich die Zeit zyklisch zu einem Kreis schließen? Wie kommt es zu dem Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft? Er kommt zu ebenso interessanten Ergebnissen:

„Bei genauerem Hinsehen kann man mehrere Zeitpfeile unterscheiden
1. psychologisch: Erinnerung richtet sich in die Vergangenheit und nicht in die Zukunft
2. thermodynamisch: Nach dem 2. Hauptsatz nimmt die Entropie stets zu
3. elektrodynamisch: Strahlung breitet sich von der Quelle mit fortschreitender Zeit aus
4. quantentheoretisch: die Zustandsänderungen im Messprozess sind unumkehrbar
5. kosmologisch: das Weltall dehnt sich aus.

Die Zeitpfeile 1-4 hängen zusammen. Die mit ihnen verbundenen irreversiblen Vorgänge laufen aufgrund von Wahrscheinlichkeitsgesetzen ab, die ein Fortschreiten von geordneten zu mehr ungeordneten Zuständen beschreiben. Dabei wächst insgesamt die Unordnung der betrachteten Systeme (Entropie).  Der Zeitpfeil lässt sich in diesem Fall darauf zurückführen, dass ein geordneter Anfangszustand (mit niedriger Entropie) vorliegt. Während die Gesetze zeitlich umkehrbar sind, führen die Anfangsbedingungen zu einer Unumkehrbarkeit von Vorgängen. Die Frage nach dem Zeitpfeil führt daher zu der Frage nach dem Ursprung des geordneten Anfangszustandes. Hierauf gibt es noch keine allgemein akzeptierte Antwort. Allerdings gibt es eine plausible Hypothese, wonach der Ursprung in der Kosmologie (Urknall) begründet ist, und die Expansion des Weltalls als eine Art „Master-Zeitpfeil“ wirkt.“

Eine weitere grundlegende Feststellung des Professors ist die Tatsache, dass auch die Zeit selbst relativ ist: „Die Relativität der Zeit wird gerne im so genannten Zwillingsparadoxon veranschaulicht: Ein Zwilling verlässt die Erde in einem Raumschiff, welches mit hoher Geschwindigkeit ins Weltall fährt und nach ein paar Jahren wieder zurückkehrt. Während der auf der Erde verbliebene Zwilling zum Greis gealtert ist, entsteigt dem Raumschiff seine deutlich weniger gealterte Schwester. Zwar liegt die Realisierung dieser Geschichte weit außerhalb der heutigen Möglichkeiten, der Effekt wurde jedoch mit Hilfe von Atomuhren in Flugzeugen experimentell bestätigt.“

Wer  bis hierher gelesen hat, wird gemeinsam mit mir festgestellt haben, dass all die klugen Köpfe wertvolle Definitionen zum Thema Zeit liefern – aber keine vollständigen – keine, die wirklich befriedigen.

Ganz anders gehen spirituelle Menschen mit der Frage um, was Zeit ist. Schamanische Heiler aller Erdteile vereint die Praxis des „Reisens“ in einem Trancezustand, der Zeit und Raum gleichermaßen überwindet. Auf solchen Reisen kann man ebenfalls die Zeit dehnen, krümmen und komprimieren – und im Erleben dieser Reisen sind die Prozesse auch umkehrbar.

MU

Der Buddhismus, ein großer philosphischer Erkenntnisweg, der fälschlich mit einer Religion verwechselt wird, hat sein eigenes Ziel im Umgang mit der Zeit definiert: Kurz und unpräzise zusammengefasst geht es darum, diese zum Stillstand zu bringen, um hinter sie zu schauen. So gibt es etwa im Zazen die Praxis des MU. MU bedeutet übersetzt „hat nicht“. Nach intensiver, meist langjähriger Übung, die daraus besteht, den Kopf zu leeren von allen Gedanken, das Gehirn daran zu hindern, ständig  zu plappern, und statt dessen dem Atem zu folgen, wie er ein und ausgeht ganz ohne unser Zutun – all dies unter ständiger Wiederholung des Mantras MU – erreicht der Übende einen Punkt, an dem eine glasklare Einsicht darin besteht, dass die Zeit nicht nur relativ ist: Vielmehr gibt es sie gar nicht.

Hinter all dem Werden und Vergehen gibt es ein unvergängliches Sein. Etwas, das es vor dem Beginn des Universums gab und danach weiter geben wird. Es ist ein Phänomen, das nicht Zeit, sondern Bewusstsein ist. Hier wohnt der „große Geist“, „Gott“, „der Schöpfer“ oder wie auch immer wir es nennen wollen. Wer hier ankommt, muss nicht zurück in das Rad des Samsara, den großen Kreislauf von Geburt und Tod, denn er hat erkannt, dass er, völlig unberührt von irgendwelchen physikalischen Prozessen, IST.

In einer ähnlichen Erkenntnis bewegen sich Menschen, die sich den verschiedenen Methoden des Remote Viewings verschrieben haben – hier allerdings aus sehr praktischen Gründen. Remote Viewer arbeiten heute an Fällen, wo normale Methoden nicht weiterführen, es geht dabei oft um sehr viel Geld. Sie suchen beispielsweise Tanker, die auf den Ozeanen der Welt verschwunden sind, und werden dazu von Versicherungen angeheuert.

Im Remote Viewing existiert der Begriff der Matrix – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Film. Ein „Viewer“ muss in diese Matrix vordringen, um erfolgreich arbeiten zu können. Dort findet sich, wie in einem Hologramm, alles was jemals im Universum war und ist, und zwar gleichzeitig. Das besondere an dieser Matrix ist, dass man beliebig darin herumreisen kann – vorwärts, rückwärts oder quer durch Jahrhunderte oder Jahrtausende. Man erreicht sie, indem mit mechanischen Mitteln das Gehirn daran gehindert wird, seine gewohnten Blockaden aufzustellen. Dann folgt der befreite Geist seinem Hinweisgeber, etwa einem Foto, in die Situation, in der dieses  entstand und kann sich von dort aus beliebig bewegen.

Remote Viewing

Das, was die Matrix ausmacht, hat mit dem, was wir gewöhnlich unter Zeit verstehen, nichts mehr zu tun. Vielmehr ist es ein wabernder Ozean von Informationen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die gleichzeitig betrachtet werden können und  erst durch gezielte Nachforschungen in eine für uns nutzbare zeitliche Reihenfolge gebracht werden müssen.

Zeit gibt es nicht  – sie ist eine Illusion. Dieser These hängen immer mehr heutige Physiker an. Dr. med. Detlef B. Bartel, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, hat sich in einem Aufsatz mit der Frage auseinandergesetzt: „Die Physiker bezeichnen die vierdimensionale Welt als Block-Universum der Raumzeit. In dieser Welt fließt keine Zeit mehr. Alles ist auf einmal da. Der philosophische Begriff dafür lautet: Eternalismus.

Es bleibt nun noch die Frage, wieso wir trotzdem eine fließende Zeit erleben,“ schließt der Autor und beantwortet sie für sich so: „Das dürfte daran liegen, dass unser Gehirn durch seine physikalische Beschränktheit immer nur Momentaufnahmen herstellen kann, die wir dann zu einem Ganzen zusammensetzen. Diese Momentaufnahmen erscheinen uns wie vorbeifließende Bilder. Ähnlich wie bei einem Zelluloidfilm, auf dem schon alle Bilder da sind. Erst durch das Abspielen des Filmes entsteht der Eindruck von fließender Zeit, obwohl das Filmmaterial selbst zeitlos ist.“

Aber nicht nur theoretische Erwägungen unseres Gehirns sorgen für das Gefühl von fließender Zeit. Wir selbst und alles Leben auf dem Planeten sind geprägt von Werden und Vergehen. Nach der Phase von Wachstum und Entwicklung folgen eine relativ kurze Blütezeit und ein  unterschiedlich langes Vergehen. Je länger Menschen leben, desto länger ist auch diese Zeit des langsamen Abbaus,  in der das nicht mehr möglich ist, was Physiker als herausragende Eigenheit der Zeit beschreiben: Ihre Neigung, sich auszudehnen. Statt dessen beobachtet der Geist den alternden Körper, lebt zunehmend mehr in wehmütiger Erinnerung statt in Zukunftsplänen und muss irgendwann akzeptieren, dass sich der Körper niederlegt und seine Arbeit gänzlich einstellt. Dieser lineare Ablauf von Lebenszeit wirkt nicht nur fließend, er ist es auch.

Wurmloch

Mit einer Ausnahme: Kein feststellbares Altern gibt es bei den Gefühlen. Verliebtheit beispielsweise wird meist jungen Menschen zugeordnet. Man frage aber Menschen jeden Alters: Auch am Ende eines langen Lebens kann ein Mensch verliebt sein wie einst mit 16 Jahren. Ähnlich verhält es sich mit dem gegensätzlichen Gefühl, dem Hass. Oder mit der Sehnsucht. Es ist, als seien die Gefühle eine Art „Wurmloch“ im Universum, das die Verbindung zwischen linearen, endlichen Zeiträumen und der Unendlichkeit ermöglicht.  Gibt es also Liebe über den Tod hinaus? Treffen wir geliebte Menschen und Tiere wieder? Und wie könnte das dann sein? Im Zustand des grenzenlosen unsterblichen Seins oder in einem neuen, endlichen Leben?

Wobei das mit unserer derzeitigen Lebenswirklichkeit auch nicht sein muss, was es zu sein scheint. Ein Vermächtnis des unlängst verstorbenen Stephen Hawkings ist die Theorie, dass es parallel zu unserem noch andere Universen, vielleicht Multiversen gibt, in denen wir ebenfalls leben, aber andere Entscheidungen treffen, so dass Pech im aktuellen Universum Glück im parallelen sein könnte. Was für Perspektiven! Und wie schade, dass wir unsere parallelen Leben nicht bewusst wahrnehmen können!

Ein Blick in die „geistige Welt“ – Zwei interessante Tage mit Pascal Voggenhuber

Wohin gehen wir, wenn wir sterben? Wenn wir in einer neuen Identität inkarnieren: Was passiert dann mit der/den vorherigen?

Was unterscheidet einen Geistführer von einem Engel? Kann ein Tier ein Geistführer sein?

Wie funktioniert Hellsehen? Mit Worten oder eher in Bildern? „Weiß“ man vielleicht einfach auf einmal etwas? Oder kann man die Antwort auf eine Frage riechen, schmecken, fühlen?

Woran erkenne ich, dass ich hellsehe? Es könnte ja auch Gedankenübertragung sein, was ich da grade wahrnehme – oder Wunschdenken …

Fragen über Fragen – und nur zwei Tage Zeit für rund 100 Teilnehmer des Seminars „Erkenne deinen Geistführer“ im Haus der Jugend, Frankfurt/Main.

Pascal  Voggenhuber, 34, bekanntes Medium aus der Schweiz, ist dennoch nicht aus der Ruhe zu bringen. Der junge Mann, der noch jünger aussieht, als er wirklich ist, sieht Verstorbene, sieht die Aura von Menschen und kann auch ihre Meridiane wahrnehmen. Er trägt Jeans, T-Shirt, Sportschuhe und als Mantel eine professionelle Gelassenheit. Groß gewachsen ist er nicht, Autorität will er gar nicht erst ausstrahlen.

Wassermann-Mann ist er; geboren am 18. Februar 1980. Ein ziemlich typischer – geht mir durch den Kopf, als ich ihm so zuhöre. Auf Statussymbole scheint er zu verzichten, wenn man mal davon absieht, dass er bestimmte Sport-Bekleidungshersteller favorisiert und schnelle Autos liebt. Wunderbar erzählen kann er, mit einer warmen, weichen Stimme, die nicht selten etwas zärtliches hat. Erst auf den zweiten Blick wird sichtbar, dass er dennoch durchaus scharfe Grenzen zwischen sich und anderen zieht: „Wenn ich etwas zweimal erklärt habe, erkläre ich es kein drittes Mal. Dann erwarte ich, dass mein Gegenüber sich anstrengt,“ sagt er zum Beispiel und zieht das auch durch. Oder: „Es gibt Menschen, mit denen ich mich nicht abgebe. Ich will geistig gesund bleiben.“

Viel erlebt hat er schon. Er komme aus einfachen Verhältnissen, berichtet er. Seine Mutter sei Religionslehrerin gewesen, der Vater früh gestorben. Der Sohn entdeckt schon als Kind, dass viele Wesen, die er selber sieht, von Anderen nicht wahrgenommen werden können, weil sie keine Körper haben und will sich entsprechend ausbilden lassen. Dies zu bezahlen wird nicht einfach. Neben viel Kampfsport absolviert er eine Ausbildung als Schauspieler, betreibt für einige Zeit einen Esoterik-Laden, arbeitet nebenher in mehreren Putzstellen bei einem Reinigungsunternehmen, gibt alle möglichen Kurse (zum Beispiel Anti-Cellulitis mittels Atmen durch die Füße) … und so weiter und so fort.

Seine Ausbildung am Arthur Findlay College Stanstedt und durch Lehrer in der Schweiz finanziert er selbst. Bruchlandungen gibt es reichlich, bis sich der Erfolg einstellt: Seit einigen Jahren wird nicht nur viel und überwiegend wohlwollend über den charmanten Schweizer berichtet. 2009 gründet er auch sein Unternehmen Spirit Messenger GmbH. Hier werden europaweit Vorträge und Seminare organisiert, Bücher und CD verkauft, hier wird  Interessierten eine Ausbildung zum Medium angeboten.

Mit dem Erfolg kommt auch Kritik. So behaupteten im Oktober die „Skeptiker – Verein für kritisches Denken“ in der Schweiz, Pascal Voggenhuber sei ein Scharlatan – die schweizer Medien Woche schloss sich im Dezember 2013 mehr oder weniger an und kritisierte die Medien wegen unkritischer Berichterstattung. Das Medium selbst sieht es gelassen: „Ihr solltet nur glauben, was ihr selbst als wahr erkannt habt. Das gilt auch für alles, was ich euch an diesen beiden Tagen sagen werde,“ lächelt Pascal. „Falls ich nicht den richtigen Zugang zu euch finde, habe ich kein Problem damit, wenn ihr alles verwerft, was ich euch sage. Nur eines solltet ihr nicht tun: Zweifelt nicht an der geistigen Welt selbst.“

Damit wir diese am eigenen Leib erfahren können, machen wir zahlreiche Übungen – mit wechselnden Partnern, die uns nicht persönlich bekannt sind. Die erste – und natürlich wichtigste – ist es, Kontakt mit unserem Geistführer aufzunehmen. „Sammelt euch auf euren Atem. Atmet ruhig und entspannt aus dem Bauch heraus. Lasst jetzt euren Geistführer von hinten an euch herantreten – fühlt, wie sich die Energie verändert – verbindet euch damit…“ Sanft, fast hypnotisch die Stimme – es ist leicht, die Veränderung der Energie wahrzunehmen. Es ist auch leicht, das Geschenk des Geistführers an mich anzunehmen: Er übergibt mir eine Schatztruhe. Als ich sie öffne, sehe ich eine gleißend helle Flamme, hinter der sich ein Tor zu einer anderen Welt verbirgt. Dann rollt sich die Flamme zusammen, wird zur goldenen Kugel. Ich bin berührt, freue mich über die Verheißung, die in diesem Bild zu liegen scheint.

„Wir Menschen sind Geistwesen mit Körpern,“ erklärt uns Pascal. „Im körperlosen Bereich gibt es die ‚normalen Toten‘. Die schauen ab und zu bei uns vorbei, sehen nach, ob es uns gut geht. Es gibt aber auch Verstorbene, die Aufgaben als geistige Helfer übernommen haben. Die sind sehr oft da und stehen bereit, wenn wir sie darum bitten. Unter ihnen ist immer einer, der sich ausschließlich um einen einzigen Menschen kümmert. Diesen Menschen begleitet er als dessen Haupt-Geistführer durch alle Inkarnationen. Mögliche andere Geisthelfer bilden sozusagen ein Team von Spezialisten, die im Bedarfsfall zusätzlich zu Rate gezogen werden können und vielen Menschen zur Verfügung stehen.“

Geistführer, so lernen wir, sind deshalb so gute Helfer, weil sie schon einmal inkarniert waren. Sie wissen daher, dass spirituelle Erkenntnisse erst einmal “auf der Zell-Ebene‘  ankommen müssen, damit sie umgesetzt werden können.  Sie wissen aus eigener Lebenserfahrung, wie lang der Weg vom Kopf bis zum ‚Bauch‘ sein kann und können praktischen Rat geben.

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„Engel waren noch nie inkarniert und werden auch nicht inkarnieren,“ erfahren wir. Sie kennen weder Berührungen, noch Schmerz oder andere  körpergebundenen Unannehmlichkeiten, mit denen Menschen konfrontiert sein können.

Engelenergie habe eine ganz andere Zusammensetzung als die von Geistführern – das sei einerseits ihre große Qualität, andererseits aber auch ein Problem.  „Der Engel wird euch sagen, ihr sollt euch bedingungslos annehmen, ihr sollt bedingungslos lieben, bedingungslos verzeihen. Damit hat er zwar Recht, nur funktioniert das nicht so einfach. Nicht nur der Kopf, auch der Körper muss das Umdenken gestatten.“

Erzengel, so sieht es Voggenhuber, sind überhaupt nicht für einzelne Menschen zuständig, da sie globale Aufgaben im Universum haben. Über ihnen und um alles herum sei das göttliche Bewusstsein, die steuernde Kraft, die bedingungslose Liebe selbst.

In der geistigen Welt gibt es weder Zeit noch Raum, lernen wir. Das bedeutet, dass man an vielen Stellen gleichzeitig sein, viele Identitäten gleichzeitig haben kann.  Es gibt auch keine Hierarchie-Ebenen (hm… die zwischen den Geistwesen aber schon…). So ist es möglich, dass mein Verstorbener immer als mein Verstorbener ansprechbar bleibt, auch wenn er längst in einer anderen Identität wieder inkarniert ist. Da lebende Menschen körpergebunden sind, hat unser Gehirn den Zugang zu dieser Welt weitgehend blockiert – um uns vor Fülle und Dimension der Informationsvielfalt zu schützen. Um einen schrittweisen Zugang zu bekommen, der uns nicht überfordert, müssen wir unser Gehirn umtrainieren.

Üben, üben, üben.

Ohne konsequentes Üben lässt sich Realität nicht von Fantasie unterscheiden, doziert Pascal Voggenhuber immer wieder. „Realität ist schnell. Sie kommt blitzartig und immer als Bild. Das einzige, was langsam ist, ist eure Fantasie. Die braucht viel länger, um ihre Bilder zu konstruieren.“ Die geistige Welt ist ganz einfach und klar. Es gibt weder Lichttore, noch jubilierende Heerscharen geflügelter Engel. Man braucht keine Channel-Medien, die mit verzerrten Gesichtern und veränderten Stimmen angebliche Worte von Engeln wiedergeben. „Hellsehen geht immer in Bildern. Übt einfach, die Energie eures Geistführers klar zu erkennen. Lasst ihn hundert Mal am Tag auf euch zukommen, mal von hinten, mal von rechts, mal von links. Wenn das gut trainiert ist und auf eure Frage ein blitzartiges Bild erscheint, dann kam es von ihm.“

Das kenne ich doch. Aus der Ausbildung zum Remote Viewing, die ich vor einigen Jahren absolviert habe. Nur dass da die Methode zur Beweisführung sehr viel genauer ausgearbeitet ist: Sofort nach der Fragestellung ist blitzartig ein intuitives „Ideogramm“ auf Papier zu bringen, das nach einem genau festgelegten System analysiert wird. Dort gibt es auch eine eigens ausgearbeitete Methode, Einwürfe von Fantasie und Wunschdenken als solche zu identifizieren.

Die nächste Übung. Wir befühlen eine Hand unseres Gegenübers, betasten Linien, Fingerspitzen, Ballen. Die zugehörigen Wahrnehmungen teilen wir uns gegenseitig mit, gekrönt von einer Botschaft unseres Geistführers an unseren Übungspartner. „Beweg dich“ ist die Botschaft an mich. Hm.

Wie kann ich Konflikte mit anderen Menschen klären, auch wenn die das nicht wollen? Ganz einfach, lächelt unser Lehrer. „Bittet eure Geistführer um Hilfe. Sie werden nur aktiv, wenn sie ganz konkret darum gebeten werden. Erzählt ihnen also das Problem ganz genau und bittet sie, mit dem Geistführer des anderen Menschen Kontakt aufzunehmen, um eine Lösung zu finden.“

Ja ist das denn dann nicht Manipulation?

„Die geistige Welt manipuliert nicht und lässt sich nicht manipulieren.“ Wenn sie einschreitet, wird sie immer die bestmögliche Lösung zum Wohle beider Konfliktpartner finden. Lasst euch also ruhig darauf ein.“ Wir üben das gleich mal, bitten den Geistführer, sich uns langsam von hinten zu nähern. Warum eigentlich von hinten? Weil er durch das rückwärtige Kehlchakra mit uns kommuniziert, ganz einfach.

Ich teile also dem Geistführer meinen Konflikt mit und tappe prompt in die Falle. Ich kann nicht mehr unterscheiden zwischen intensivem Wunschdenken und energetischem Austausch. Dumm gelaufen. Man muss also abwarten. „Ihr werdet eine Veränderung feststellen,“ verspricht Pascal. Sein Wort in Gottes Ohr.

Wie erkenne ich eigentlich, dass mein Geistführer antwortet? Eine einfache, aber „lebens“wichtige Frage. „Bittet um ein Zeichen“, sagt unser Lehrer. Und erzählt uns, dass er selber immer Falkenfedern findet, wenn der Geistführer handelt oder mit einer Entscheidung einverstanden ist. Auch medial sehr begabte Menschen neigen allerdings dazu, sich die Antworten schön zu reden, erfahren wir am Beispiel der inzwischen geschiedenen Ehe unseres Referenten. Ergebnis umdeuten funktioniert nicht. Basta.

Wie heißt mein Geistführer, wie sieht er aus? Die Fragen aus dem Zuhörerkreis werden drängender. Das ist eigentlich nicht so wichtig, meint unser körperlich manifestierter Führer durch die geistige Welt. Namen seien auch nur Energie. Er verstehe das Bedürfnis aber sehr gut – also üben wir das gleich mal.

Ich bin gespalten. Nach zehnjähriger Übung im schamanischen Reisen habe ich den Wolf als Haupt-Krafttier schätzen gelernt, seit ich mit seiner Hilfe eine lebensbedrohliche Krankheit rechtzeitig finden und behandeln lassen konnte. Der Wolf und ich sind viele Wege gemeinsam gegangen, er hat mich sogar in seinem Körper durch sein Revier geführt. Von selbst taucht er nur auf, wenn etwas in meinem Leben „anzubrennen“ droht. Vor einigen Wochen war das erst wieder so.

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Als wir also unseren Geistführer wieder bitten, von hinten an uns heranzutreten und uns seinen Namen zu sagen, sehe ich als erstes „meinen“ großen, silbergrauen Wolf auf der Frühlingswiese, wo wir uns meist treffen – und höre das Wort „Wolf“. Mit einiger Verzögerung sehe ich aber den Namen „Peter“ vor meinem inneren Auge.

Ein ganzer Hühnerhaufen schnattert seine Fragen an Pascal durch den Raum. Es dauert eine Weile, bis ich drankomme. „Der Wolf ist ein Tier,“ antwortet er. „Im Schamanismus ist er als Heiler bekannt. Möglicherweise ist er Teil des Teams. Aber dein persönlicher Geistführer kann er nicht sein. Das ist immer ein Mensch, der schon einmal als solcher gelebt hat. Je einfacher und alltäglicher der Name ist, den ihr jetzt empfangen habt, desto wahrscheinlicher habt ihr euren Geistführer auch wirklich erfasst.“

Ich bin nicht einverstanden. Die geistige Welt ist körperlos. Da ist es doch eigentlich wurscht, in welchem Körper sich mein Geistführer zeigt.  Ich beschließe also bis auf weiteres, sowohl auf Namen als auch Aussehen meines Geistführers zu verzichten und mich einfach nur seiner Energie zu widmen.

Krankheit ist immer blockierte Energie, doziert Pascal inzwischen weiter. Ein Ausgleich der Energie ermöglicht die Heilung. Fällt man anschließend aber wieder in die selbe, auslösende negative Energie zurück, kehrt auch die Krankheit zurück. Umgekehrt sollte ein Heiler, der andere Menschen behandeln will, seine eigenen Energien zuvor in Ausgleich gebracht haben. Geschieht das nicht, ist der Heiler mehr mit sich, als seinem Klienten beschäftigt. „Dann repariert die geistige Welt erstmal euch, nicht eure Klienten.“ Das schädige diese zwar nicht, sei aber eine unwirksame Behandlung und führe zum beruflichen Misserfolg des Möchtegern-Heilers. Mein Bauch grummelt zustimmend. Möchtegern-Heiler sind mir ein Graus.

Wer Erfolg haben will, muss trainieren. Das hört nicht bei der Wahrnehmung des Geistführers auf. Ein Sensitiver tut nichts anderes, als Impulse wahrzunehmen und sofort zu übersetzen, sagt Pascal Um das zu können, muss er also sehr viel Erfahrungswissen haben. Beispiel anhand eines Verstorbenen, der irgendwo herunter gestürzt ist: Als er Voggenhuber in  Hamburg in einem Hotel mit 18 Stockwerken übernachtete,  legte er ein vierstündiges nächtliches Training ein, zum sich genau einzuprägen, wie sich die jeweiligen Stockwerkhöhen anfühlen. Um einen Fallschirmsprung von einem Hubschrauberabsturz unterscheiden zu können, sprang er mit dem Bunjee-Seil ab.

Mein Bauch grummelt wieder. Erfahrungen sind ganz sicher wichtig, um Bilder richtig einzuordnen. Im Remote Viewing lernt man aber, auch Dinge sichtbar zu machen, die man nicht persönlich kennt. Dazu gibt es eine ausgefeilte Methodik.

Die Übung mit dem Geistführer und die mit Verstorbenen sind sich recht ähnlich, erklärt uns Pascal. Auch den Verstorbenen bittet man, von hinten näher zu treten, damit die Energie spürbar wird. „Dann tauchen manchmal Bilder auf, die du selbst gar nicht mehr im Bewusstsein hattest. Für den Toten sind sie aber wichtig, deshalb zeigt er sie dir“.

Von Geistführer zum geistigen Heilen, das scheint nur ein kleiner Schritt zu sein. Auch den üben wir gleich mal. Wir sollen unserem Übungspartner die Hände auf die Schultern legen, ihre Position, fals nötig, intuitiv verändern – und zum Schluss eine Botschaft unseres Geistführers an unseren Partner weiter reichen.

Meine Hände werden wie von Fäden von den Schultern meiner Übungspartnerin hoch gezogen. Ich habe das dringende Bedürfnis, sie in einem Abstand von einigen Zentimetern schützend über Schläfen und Schädeldecke zu halten. „Dein Kopf ist in Ordnung“, höre ich mich sagen. Das erstaunte Gesicht meines Gegenüber habe ich erwartet.

„Das war sehr angenehm“, strahlt die Frau, die nur wenig jünger ist als ich selbst und im täglichen Leben als Heilerin mit Frauen arbeitet. „Heilen Sie öfter mit den Händen?“ Mir sträuben sich die Nackenhaare. Nein, ich heile überhaupt nicht – und schon gar nicht mit den Händen. Es wäre nicht fair, all meine eigenen Prozesse in die Bahn einfließen zu lassen, die die Heilenergie zwangsläufig nimmt, wenn sie durch meinen Körper in die Hände fließen würde. Immerhin kann ich der Frau aber noch sagen, dass meine Botschaft zu ihrem Kopf irgendwie mit einem tief verborgenen Schmerz in ihrem Herzen zusammenhängen muss. Da kann sie zustimmen. 2003 wurde sie nach einer albtraumartigen Ehe geschieden und hatte sehr lange mit Haß und Rachegefühlen zu kämpfen.

Dann komme ich dran – und die Botschaft des Tages ist: „Gib nicht auf. Es ist nicht zuende.“  Als sie mir erklärt, was sie von mir wahrgenommen hat, kommen mir die Tränen. Meine brennende Sehnsucht nach lateinamerikanischem Tanz, die mich schon mein ganzes Leben begleitet, hat sie unter anderem genau gespürt.

Wie im Flug vergehen die beiden Tage – jede beantwortete Frage wirft zehn neue auf. Da geht es um Schuld und Unschuld, um Wege aus selbst verursachtem Karma, um die Frage, ob ein Selbstmörder in der geistigen Welt bestraft wird. Wird er nicht, sagt Pascal. Die geistige Welt wisse, dass ein Selbstmörder besonders viel Liebe brauche und baue dessen zerstörte Seele wieder auf. Allerdings müsse jeder Verstorbene seinen Lebensfilm ausführlich anschauen, und das sei durchaus Strafe genug.

Wie sieht es aus mit den Hunderttausenden, mit ganzen Generationen, die in Kriegen ihre Lebensperspektiven verlieren? Nun, so meint Pascal, vor ihrer Inkarnation suche sich jede Seele das Thema aus, dem sie sich im anstehenden Leben stellen will. Das kann die Erfahrung mit einem bestimmten Typ von Eltern sein, aber auch eine Erfahrung mit Krieg oder Völkermord. Das Ziel ist immer das gleiche: Das Entwicklungsniveau soll gehoben werden.

Ja es gibt Karma, sagt Voggenhuber. Es gibt persönliches, regionales, gesellschaftliches und Gruppenkarma. Aber niemand ist dem auf immer und ewig ausgeliefert: „Ihr könnt jederzeit aussteigen. Ihr habt einen freien Willen und müsst nicht Täter werden. Sobald ihr aus der Opferrolle rauskommt, selber denkt und selbstbestimmt handelt, durchbrecht ihr alles.“

Eine Frage liegt mir noch am Herzen. Es muss doch ein Ende dieser steten Reinkarnationen geben, eine endgültige Heimkehr zu Gott. Deshalb liebe ich das Bild der Dualseelen: Sie absolvieren getrennt voneinander in unzähligen Inkarnationen alle schönen und schrecklichen Erfahrungen, die es in Menschenkörpern nur geben kann. Am Ende der langen Reise treffen sie ihre zweite Hälfte wieder, vereinigen sich mit ihr und erreichen so das Stadium der Vollkommenheit, mit dem das Rad des Samsara, der Kreis der Wiedergeburt durchbrochen werden kann.

Pascal hört interessiert, aber mit ironischem Lächeln zu. „Ist mir bisher nicht untergekommen,“ sagt er. „Und ganz ehrlich: Ist mir auch zu zuckersüß romantisch“…

Ich fühle mich vor den Kopf geschlagen. Dann tue ich, wie mir geraten: Ich denke und entscheide selber. Die Suche nach meiner fehlenden Hälfte hat mich begleitet, seit ich denken kann. Eines Tages heimkehren zu dürfen zu Gott – ohne neue Quälerei in einer neuen Inkarnation – das ist meine Motivation, immer weiter zu lernen, nie in der Entwicklung zu stagnieren Also bleibe ich dabei, bis die Erfahrung mich endgültig eines Besseren belehrt.

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Ob Pascal nun wirklich Tote sieht, wirklich Geistführer hat, wirklich Heilenergie übermitteln kann, haben wir schwerpunktmäßig nicht hinterfragt. Es war auch nicht schwerpunktmäßig wichtig. Wichtig ist letztendlich die möglichst gut beweisbare Klarheit meiner eigenen Wahrnehmung. Jede Menge  Handwerkszeug zum Üben nehmen wir mit – ordentlichen Respekt vor der Wahrnehmungsfähigkeit unserer Mitmenschen auch. Viel esoterischen Mainstream habe ich gehört – zu Engeln, Karma und Reinkarnation, manchmal hat mich die Jugend „unseres Mediums“ und seine noch nicht überall tiefe Lebenserfahrung ein wenig gestört. Aber sympathisch ist er mir. Ich mag sein Lächeln, bewundere sein Können bei der Verwendung hypnotischer Sprachmuster, seinen Ehrgeiz, sich weiter zu entwickeln und seine Fähigkeit, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Meine Passion, „sehen“ zu können, ist neu angestachelt.

Üben, üben, üben muss ich.

Sonst bleibt alles graue Theorie.

 

Siehe auch:

Pascal Voggenhuber über seine Arbeit als Medium

Illusion Dualseele?

What are the twin-flames?

Update: Remote-Viewing-Studie gelingt außergewöhnlich hoher Börsengewinn 

Update: Pascal Voggenhuber beantwortet per Video Fragen zum Geistführer

 

Sternenstaub sind wir – unsterblich in (Gottes) Meer unbegrenzter Möglichkeiten

Wir bestehen zu 99,9999 Prozent aus masseleerem Raum. Würde man uns auf unsere reine Masse reduzieren, wären wir noch etwa 20 Mikrometer groß – man müsste durch ein Mikroskop schauen, um uns zu sehen.

Der massefreie Raum unseres Körpers geht fließend über in den unserer Umgebung, der Atmosphäre – des Universums.

Wir sind Raum-Zeit-Komponenten. Wir schwimmen mit unserer Masse, die aus Sternenstaub besteht, in einem unendlichen, nur scheinbar leeren, in Wahrheit aber prall mit Energien gefüllten universellen Feld, einem Meer der Möglichkeiten…

Thesen von Dr. Ulrich Warnke. Der studierte Biologe und Physiker lehrte bis 2010 an der Universität Saarbrücken und gehört zum Kreis der von „seriösen“ Wissenschaftlern heftig angegriffenen Autoren, die Erkenntnisse der Quantenphysik mit solchen in Verbindung bringen, die der Esoterik zugeschrieben werden. Der charismatische Redner schlägt eine große Brücke etwa zwischen dem massefreien Raum, der sich zwischen Atomkern und Elektronen befindet und dem universellen Schöpfergeist – man kann ihn auch Gott nennen. Telepathie, Telekinese oder  die Kommunikation mit Verstorbenen ordnet er dabei mühelos ein. Auch zum Thema: „Was ist Zeit“ hat er eine ganz einfache Erklärung, basierend auf der Quantenmechanik:  Zeit kann es nur nur in Verbindung mit Masse geben. Erst wenn wir etwas sehen, seine Zustandsveränderungen beobachten und messen können, entsteht ein subjektives Gefühl von vergehender Zeit.

Der Geist steuert die Materie – in Form des Zitats „Der Körper folgt dem Geist“ ist diese Tatsache Vielen gut bekannt. Ulrich Warnke kann es belegen – mit einer Reihe von physikalischen Studien.  Heilung ist also immer dann möglich, wenn der Geist davon überzeugt ist, folgert er – manchmal allein dadurch, dass der betroffene Mensch sieht, wie etwa ein Organ, das gesund ist, funktioniert und die zugehörige Ur-Information mit seinem Geist abruft.  Wieso kann unser Geist das? Weil er, so Warnke, genau wie alles andere im massefreien Raum unsterblich ist. Unsterblich ist auch Masse – mit dem Unterschied, dass sie immer wieder neue Form annimmt. Spontan fällt mir Hermann Hesse und sein Schlussbild im Siddharta ein. Da steht das auch – nur ganz anders erklärt – als eher hilfloser Versuch, buddhistische Erkenntnis einzu“westlern“.

Ist Dr. Ulrich Warnke ein Scharlatan?

Oder liefert er uns „wissenschaftliche“ Beweise für einen großen, göttlichen Geist, der in uns wohnt und in dem gleichzeitig wir zuhause sind?

Urteilen Sie selbst:

In zwei Büchern, erschienen 2011 und 2013, stellt Ulrich Warnke die Quintessenz dieser Erkenntnisse dar:Quantenphysik und Spiritualität – der Schlüssel zu den Geheimnissen des menschlichen Seins“ war das erste. Es folgte in diesem Jahr das Werk  „Quantenphilosophie und Interwelt: Der Zugang zur verborgenen Essenz des menschlichen Wesens“.  Beide sind nur ein Teil seines umfangreichen Schaffens, das auch Erfindungen beinhaltet, die auf der Basis seiner Untersuchungen im Bereich technischer Biomedizin entstanden sind und sich etwa mit Licht- oder Magnetfeldtherapie beschäftigten.

Was die Thesen Warnkes so spannend macht ist, dass er uralte Erkenntnisse, etwa über das Geschehen während einer buddhistischen Meditation, aber auch relativ neue Methoden des „technischen Hellsehens“ wie etwa im Remote Viewing praktiziert, untermauert, indem er zeigt, was während des Ablaufs rein physikalisch im Körper geschieht und mit zahlreichen Studien jeweils auch belegt. So entlarvt er Schritt für Schritt menschliche Grundhaltungen wie etwa die, von Gott getrennt zu sein, als Illusion und belegt die Erfahrung der „Fernwahrnehmer“, dass es im massefreien Raum, von ihnen Matrix genannt, keine Zeit gibt, deren Definition bisherigen menschlichen Erfahrungen entspricht.

Für Ulrich Warnke ist diese Matrix ein unbegrenztes Meer von Möglichkeiten – ein riesiges Hintergrundrauschen von Optionen, die noch keine Gestalt angenommen haben. Haben sie das erst einmal, bleiben sie als konkreter Gedanke, konkretes Geschehen, konkreter Plan gespeichert und können mittels Resonanz jederzeit abgerufen werden. Die Quantenphysik erklärt, wie so etwas möglich ist.

Materie, so der Autor, existiert erst, wenn ein zielgerichteter Intellekt sie als solche definiert, indem er ihr Sinn und Bedeutung zuweist. Das auf sie gerichtete Bewusstsein lässt die natürliche Wellenfunktion des bis dato weder sicht- noch messbaren Teils im universellen Feld kollabieren – das Quant wird gezwungen, sich auf einen einzigen der vielen möglichen Zustände festzulegen. Es wird zur sichtbaren, messbaren Masse, von uns „Realität“ genannt. Die Beobachtung und das Messen der Zustandsveränderungen bewirken das von uns erlebte Gefühl der Zeit.

Wie weist ein zielgerichteter Geist einer Möglichkeit Sinn und Bedeutung zu? Zu 75 Prozent geschieht das unterbewusst über das Limbische System, die älteste Region im Gehirn, die für die Gefühle zuständig ist. Gefühle sind der nachgewiesenermaßen stärkste Wertmaßstab, den Menschen haben. Das  sogenannte Bewusstsein, das im Vergleich zum Unterbewusstsein nur einen winzigen Bruchteil der einströmenden Information verarbeiten kann, steuert seinen Teil der Beurteilung über den Neokortex bei.

Östliche Philosophien beziehen sich in der Meditation immer wieder auf die Zirbeldrüse als Zugang in eine sprituelle Welt. Ulrich Warnke erläutert, warum das so ist: Die Zirbeldrüse schüttet Dimethyltriptamin (DMT) aus, ein Hormon, das den Neokortex zurückdrängt und das Limbische System aktiviert, indem es die Serotoninproduktion anregt. Der Mensch wird feinfühliger, telepathischer, hat Visionen, Nahtod- und außerkörperliche Erfahrungen, erlebt Zeitlosigkeit. Nicht nur Menschen, auch Tiere und Pflanzen produzieren DMT. Seine Ausschüttung ist erlernbar – zum Beispiel durch bestimmte Meditationsmethoden.

Zirbeldrüse

Die Schöpfung, so folgert der Endsechziger aus der Summe seiner Erkenntnisse, besteht aus vier Komponenten: Über allem, in allem und um alles herum gibt es das universelle Feld (Meer) mit den sich überlagernden unbegrenzten Möglichkeiten. In ihm enthalten sind Materie, zusammengesetzt aus den Möglichkeiten des universellen Feldes, ein intelligentes, gemeinsames Informationsfeld, sowie ein individuelles Informationsfeld. Der Teil für uns sichtbarer Materie liegt schätzungsweise bei fünf Prozent und besteht laut Warnke aus Sternenstaub, der zuvor schon millionenfach in anderer Form materialisiert war: Sei es auf Sternen anderer Galaxien oder in Körpern früherer  Lebenwesen.

Bewusstsein ist der Modus eines Wesens, in dem Informationen gezielt den Verstand ansprechen, Unterbewusstsein der Modus, in dem Informationen gezielt dem Gefühl zugeführt werden. Getreu dem Spruch „Sein ist Wahrgenommen Sein“ zwingt die bloße Möglichkeit, als messbare Materie gesehen werden zu können, das Quant dazu, sich auf eine bestimmte Form festzulegen und damit sichtbar, sowie im Meer der Möglichkeiten unbegrenzt speicherbar zu sein. Umgekehrt kann das bloße Vorhandensein eines Zweifels den Vorgang umkehren.

Die massefreie Leere ist nicht leer, sondern randvoll mit unbegrenzten Möglichkeiten, die alle (noch) ungeboren sind. Das Bewusstsein des Betrachters erschafft durch persönliche Sinngebung die Materie, macht sie sicht- und messbar, bettet sie so ein in eine individuelle Zeit.

Nichts anderes drückt die in der buddhistischen Meditation viel zitierte Herz-Sutra aus, wo es unter anderem heißt: „Form ist nichts anderes als Leere, Leere nichts anderes als Form. Das Gleiche gilt für Empfindung,Wahrnehmung, Wollen und unterscheidendes Denken: Die Formen aller Dinge sind leer. Sie entstehen nicht und vergehen nicht, sie sind nicht rein und nicht unrein, nehmen  nicht zu und nicht ab…“

Logisch, dass Ulrich Warnke dem freien Willen des Menschen eine wichtige Rolle zuweist, wenn es um das Erschaffen seiner „Welt“ geht. Logisch aber auch, dass all diese Energie, die im Meer der unbegrenzten Möglichkeiten für uns bisher gar nicht wahrnehmbar ist, nach uns zurzeit nicht bekannten Naturgesetzen funktioniert, hinter denen ein steuernder Geist vermutet werden darf. Nehmen wir nun an, dieser ist „Gott“, so waren wir niemals von ihm getrennt und werden es auch niemals sein.

Kein leichtes Thema – auch trotz der einprägsamen klaren Sprache des Autors in seinen Vorträgen und Büchern.

Aber ein bemerkenswert spannender anderer Weg, der dennoch zu der gleichen universellen Erkenntnis führt, wie sie die meisten der alten Religionen und Philosophien herausarbeiten. Ein Weg, den auch einige andere westliche Wissenschaftler unter dem belustigten Lächeln ihrer „streng wissenschaftlich“ arbeitenden Kollegen beschreiten: An anderer Stelle in diesem Blog wird beispielsweise das Buch „Intelligente Zellen“ von Bruce Lipton, das auch als DVD erhältlich ist, beschrieben.  Wenn sich diese Art zu denken, in der Gesellschaft verankert, werden wir einen Quantensprung in der Entwicklung machen.

Ein Mensch, dem bewusst wird, dass jeder seiner Gedanken, ob nun positiv oder zerstörerisch, im universellen Feld gespeichert bleibt und ohne Zeitgrenzen immer und überall abgerufen werden kann, wird sich ein für allemal von der Idee verabschieden, dass die Gedanken „frei“ sind. Im Gegenteil: Die Gedanken fordern ein Höchstmaß an Verantwortung gegenüber allen anderen Wesen.

Ein Mensch, dem bewusst wird, dass jede seiner Zellen die Überzeugungen seines Geistes manifestiert, wird klar erkennen, in welchem Maß er selbst für seine körperliche und geistige Gesundheit verantwortlich ist. Eine Gesellschaft, die überzeugt davon ist, dass der Körper dem Geist folgt, wird eine völlig andere medizinische Versorgung etablieren.

Und Menschen, denen klar ist, dass sie nur mit eigener Information und einer eigenen Meinung verhindern können, körperlich, geistig und politisch zum Produkt der sie Regierenden zu mutieren, werden hoffentlich endlich eine bewusste Entscheidung treffen: Gegen ihre persönliche Freiheit – oder FÜR sie..

Siehe auch: Gesund werden durch Heilen der Erinnerung

Update: Heilen mit dem Geist

Siehe auch: Schwingung und Schöpfung

Update: Die Quelle des Sternenstaubs

Wie funktioniert Hellsehen ?

Dieser Artikel ist auch im Online PR & Social Media News – Autorenportal erschienen: Vom Hellsehen ohne Hilfsmittel über das Legen von Karten bis hin zum Remote Viewing: Die Tücke liegt im persönlichen Filter.

Die Arbeit eines Mediums besteht in der Bündelung seiner fünf Sinne und der konzentrierten Ausrichtung auf ein bestimmtes Ziel, das der Ratsuchende festlegt. Um Erfolg zu haben, müssen zwei wichtige Störfaktoren möglichst gut ausgeschaltet werden: Das Gehirn und die persönlichen Ängste.
Der eigene Verstand arbeitet oft gegen die intuitive Wahrnehmung, besonders wenn diese in kein Erfahrungsspektrum eingeordnmet werden kann. Und: Der Hellseher selbst ist ein Mensch mit persönlichen Ängsten, Zu- und Abneigungen und einem Wertesystem. Das bringt ihn in die Gefahr, seine Wahrnehmungen zu interpretieren, statt einfach weiter zu geben. Verschiedene Techniken helfen dabei, möglichst objektive Ergebnisse zu erzielen. Der Ratsuchende sollte seine Frage möglichst klar formulieren – der Wahrsager sollte allen menschlichen Lebensformen freundlich gegenüber stehen.

Die Weltanschauung, die dem Wahrsagen zugrunde liegt ist die, dass alle Dinge miteinander verbunden und alle Ereignisse, ob nun vergangen oder zukünftig holografisch in einer Art Matrix gespeichert sind. Nun geht es darum, das Geschehen, zu dem man Auskunft wünscht, erst zielgenau herauszufiltern und dann möglichst objektiv wahrzunehmen. Genau hier liegt die Tücke des Hellsehens – wie später noch beleuchtet wird.

Ein Wahrsager muss grundsätzlich über ein gut entwickeltes Mitgefühl und gleichzeitig über die Fähigkeit, klar zu differenzieren und vernetzt zu denken, verfügen. Empathie ist die Voraussetzung, bei vielen Ratsuchenden überhaupt zu erkennen, was sich hinter Fragen wie: „Wo ist meine Lebensaufgabe“ oder „was wird aus unserer Beziehung“ genau verbirgt.

Danach gilt es, an das Ziel „anzudocken“, also Kontakt mit den Ereignissen im Leben des Fragenden zu bekommen. Rein technisch gesehen lässt sich das mit der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen vergleichen: Man stelle sich einen Ozean voller menschlicher Beziehungen, ursächlicher Zusammenhänge, Lebensläufe, Unfälle, Eheschließungen, weltpolitischer Ereignisse und vielem mehr vor, in dem ein einziges Menschenleben und darin wieder eine einzige Frage zu finden ist.

Deshalb bitten viele Hellseher um Hilfsmittel. Gern genommen sind Fotos, hilfreich können auch Namen und/oder Geburtstage mit Geburtszeit sein.

Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Der Wahrsager wird sich konzentieren und seine fünf Sinne auf Empfang stellen. Alle müssen deutlich mehr trainiert als die normaler Menschen sein. Das Medium wird nun darauf achten, was es sieht, hört, riecht, schmeckt, fühlt und diese Wahrnehmungen in den Zusammenhang der Frage einordnen. Einbezogen werden manchmal auch eigene Körperwahrnehmungen des Hellsehers, wie beispielsweise seine Erfahrung, dass Schmerzen im linken Knie immer mit Geldproblemen zu tun haben.

Spätestens hier sind wir nun bei einer Tücke des Wahrsagens, die niemals unterschätzt werden darf – auch und vor allem nicht vom Medium selbst: Vorausgesetzt, das Weltbild der Matrix, in der alles gespeichert ist, trifft zu, so müssen doch alle Wahrnehmungen bezüglich eines bestimmten Geschehens durch einen Filter. Der Filter steckt im Körper und im Denken des jeweiligen Mediums.

Zwei einfache Beispiele: Der Hellseher fürchtet persönlich Krebserkrankungen, die zu spät entdeckt werden könnten. Nun nimmt er beim Ratsuchenden eine deutliche gesundheitliche Beeinträchtigung wahr. Durch seine eigene Furcht vor tödlich verlaufenden Krankheiten ist er nun stark gefährdet, die Interpretation seiner Wahrnehmung „einzufärben“.

Oder: Hellseher sind häufig mit komplexen Beziehungsfragen konfrontiert, die jenseits gesellschaftlicher Normen liegen. Haben sie selbst aber ein starkes Normenbild – etwa die unbedingte eheliche Treue – sind sie in akuter Gefahr, ihre Wahrnehmungen zu bewerten, statt einfach nur weiter zu geben. Entsprechend verfälscht wird das Ergebnis sein.

Um solchen Tücken entgegen zu wirken, bedient man sich verschiedener Hilfsmittel, wie beispielsweise Wahrsagekarten. Den Karten sind mehr oder weniger konkrete Bedeutungen zugeordnet. Legesysteme geben eine zusätzliche Struktur. Lässt man den Ratsuchenden zusätzlich selbst die Karten mischen, scheint die Möglichkeit einer Einflussnahme durch den Wahrsager relativ klein. So wird eine relativ sichere, in ihren Details aber stark eingegrenzte Aussage möglich.

Wissenschaftlich belegt ist inzwischen, dass der Verstand, entsprechend der Funktion der linken Gehirnhälfte, oft im Widerspruch zur Intuition, angesiedelt in der rechten Gehirnhälfte arbeitet. Nimmt nun die Intuition ein Bild wahr, das der Verstand anhand seiner Erfahrungswerte nicht zuordnen kann, entsteht ein Konflikt, der ohne Schulung des Mediums nicht überwunden werden kann. Durch die Einflussnahme des Verstandes kann ein völlig falsches Ergebnis entstehen.

Techniken wie das Remote Viewing, gern übersetzt mit Fernwahrnehmung, wurden mit Hilfe von Hirnforschern und Hochsensitiven erarbeitet, um diesem Konflikt entgegen zu wirken. Das sogenannte Technical Remote Viewing wurde in den 90er Jahren unter strenger Geheimhaltung von der CIA entwickelt. Hier wird mit Hilfe eines „Interviewers“ der Verstand des Mediums gezielt mit der systematischen Beschreibung der Wahrnehmungen beschäftigt, um die fünf Sinne entsprechend frei zu machen, ungehindert Eindrücke zu empfangen.

Auch die Technik des systematischen „Anpeilens“ des Ziels in der Matrix wird geübt. Der Anspruch des Projekts, das später vom US-Kongress gestoppt wurde, war hoch: Man wollte damit unter anderem Politiker und Rüstungsprojekte anderer Nationen ausspähen. Die Trainer von damals unterrichten heute auf dem freien Markt und haben eine stattliche Anzahl von internationalen Schülern ausgebildet.

Menschen, die Rat bei einem Hellseher suchen, sei folgendes geraten:

  • Nehmen Sie sich vorher Zeit, Ihre Frage genau zu formulieren. Je konkreter Sie fragen, desto konkreter können Sie Antwort bekommen.
  • Ganz wichtig: Nicht alles auf einmal fragen. Sortieren Sie ihre Themen.

Der Wahrsager Ihres Vertrauens sollte

  • klug genug sein, Ihr Problem auch zu erfassen
  • differenziert formulieren und vernetzt denken können
  • Menschen und all ihre Lebensformen grundsätzlich erst einmal freundlich annehmen.

Update: Pascal Voggenhuber: „Wie erkenne ich ein gutes Medium?“