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Die Integration Andersdenkender braucht Regeln – sonst wird sie misslingen

„Hajo Friedrichs, herausragender deutscher Fernsehmoderator, hat sich unsterblich gemacht mit diesem Satz: «Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten.» Wenn Friedrichs das noch miterlebt hätte, was seine Medien, vor allem das Fernsehen, heute veranstalten: Empörung, Betroffenheit, Moralin morgens, mittags, abends, nachts. Das Ausblenden der Realitäten in Flüchtlingslagern, jeden Tag 10 000 neue Flüchtlinge, von denen die Hälfte entweder gar keine sind – oder Analphabeten oder künftig Fälle für die Sozialkassen.(…)

Die Menschen im Land haben angesichts der muslimischen Flüchtlingsmassen Fragen: Wie gehen wir mit unseren Frauen um? Wie stehen wir zum Staat Israel? Wie tolerant sind wir gegenüber Andersgläubigen? Wie viel ist uns unsere Verfassung wert? CDU-Wähler hätten gerne, dass die angeblichen oder tatsächlichen Flüchtlinge darauf einen Schwur ablegten, am besten schon bei der Ankunft – dann wären sie willkommen.

Denn Asylbewerber sind nicht an sich und als solche willkommen, wie Frau Merkel offenbar glaubt. Ihr Satz «Das Grundrecht auf Asyl kennt keine Obergrenze» ist nicht nur weltfremd, er ist verantwortungslos wegen der Botschaft, die in ihm steckt. Natürlich gibt es auch im Asylrecht eine Grenze, und zwar die Belastungsgrenze des Staates. So einfach ist es.

Dass Angela Merkel dieses nicht (mehr) auszusprechen imstande ist, zeigt, wie weit sie sich entfernt hat von ihren Wählern. Diese würden gerne einmal hören, wie Deutschland 2020 aussehen soll oder 2025 oder 2030.Was ist das Ziel, was ist der Plan? Stattdessen hören sie, wie die Kanzlerin mit beleidigtem Unterton einer höflichen und ernsthaften Fragestellerin, die sich wegen des massenhaften Zuzugs von Muslimen sorgte, riet, es wäre gut, wenn die Christen wieder öfter in Kirche gingen. Aha. Das haben die Christen in Syrien auch getan. Viele von ihnen leben nicht mehr.“
tiedje-DW-Politik-BerlinAm 2. November – also vor den Anschlägen von Paris, erschien in der NZZ dieser Artikel mit dem Titel „Merkeldämmerung„. Der Autor, Hans-Hermann Tiedje war unter anderem Chefredakteur von «Bild» und persönlicher Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl; heute ist er Aufsichtsratschef der Kommunikationsagentur WMP EuroCom AG in Berlin. Unter anderem heißt es weiter:

„Eben noch wurde den deutschen Steuerzahlern und Wählern erzählt, für Lohnerhöhungen, Strassenbau und Kitas sei kein Geld mehr da. Und kaum trafen die ersten Flüchtlingszüge ein, war wieder Geld da. Wie soll das einer verstehen, der an den Staat glaubt? Wie soll einer die täglichen Sozialfloskeln von Politikern bewerten, nach dem Motto: «Sie haben doch nichts gegen Flüchtlinge, oder?» und: «Mit der Integration machen Sie sich bitte keine Sorgen, das wird schon klappen.»

Die Wähler aber machen sich Sorgen, und sie haben ihre täglichen Erfahrungen mit dem Thema Integration.“

So ist es.

Und es ist leider eine Tatsache, dass sehr leicht in die rechte Ecke gerückt wird, wer diesen Sorgen Ausdruck verleihen will oder wer klare Regeln im Umgang mit den vielen Zuwanderern, bzw. gerechtes Verteilen von Mitteln im Hinblick auf einheimische Bedürftige fordert. Mag sein, dass wir gefangen sind in unserer nationalsozialistisch-rassistischen Geschichte und dem daraus resultierenden globalen Bewusstsein von Schuld. Aber richtig ist das deshalb noch lange nicht.

Hier zwei nachdenkliche und warnende Stimmen. gefunden in Facebook. Geschrieben von zwei Menschen jenseits der 50, die eine Deutsche, der Andere inzwischen Deutscher. Was sie beschreiben, ist bezeichnend für Erfahrungen einer breiten Bevölkerungsmehrheit:

Irene Söding postete in ihrem Facebook-Account nach den Anschlägen von Paris diese Gedanken:12052437_10208020095605356_5469555538053870199_o

„Ich, die ich im Jahre 1982 als junger Mensch mit einem Kopf voller Träume und einem Herzen voller Liebe nach Berlin kam und später 24 Jahre lang in einer Berliner „Kiez“-Schule in Kreuzberg (mit Schülern aus 27 verschiedenen Nationen) arbeitete, habe die Verwandlung „meiner“ ehemaligen „Multikulti“-Stadt im Laufe der Jahre deutlich gespürt.
Ich habe viele liebe Menschen aus anderen Kulturen kennen gelernt und mich mit ihnen angefreundet, war zum Beispiel auch zu der arabischen Hochzeit einer ehemaligen Schülerin eingeladen, die sich wünschte, dass ihre ehemalige Lehrerin an ihrem „großen“ Tag dabei wäre.
Ich habe sehr liebe türkische Familien kennen gelernt, wir wertschätzten uns gegenseitig, bis zu einem gewissen Grad konnte ich beobachten, wie und dass Integration stattfand.
Doch kam es an anderen Orten zu einer Ghettoisierung, sprich, es gibt nun Viertel, die nahezu ausschließlich von Menschen bewohnt werden, die muslimischer Herkunft und offen-sichtlich nicht integrationswillig sind, weil sie die deutsche Gesellschaft und deren Werte missbilligen.
Wenn der Wille, sich in die fremde Gesellschaft zu integrieren, fehlt und es dazu kommt, dass ausländische Familien derselben Nationen in räumlicher Nähe (und ohne deutsche Nachbarn) in einem Stadtteil leben, kann Integration nicht stattfinden.
Die Integration, sprich das Berliner Projekt, unser, auch mein Traum von einer „mulitkulturellen Gesellschaft“ ist großflächig gescheitert.

Wie wird es weiter gehen?…“

Irene Söding ist vor einem Jahr inzwischen in die Dominikanische Republik ausgewandert. Obwohl sie dort keinerlei Unterstützung aus sozialen Systemen erwarten kann und das Leben keineswegs ein Zuckerschlecken ist, hat sie nicht vor, zurückzukehren. Im persönlichen Gespräch berichtet sie weiter:

Die Mutter einer Schülerin sagte mir einmal, sie könne die muslimisch geprägten jungen Männer nicht ertragen. „Warum nicht?“, fragte ich sie. Und sie erzählte, dass ihre jugendliche Tochter im Bus hörte, wie sich eine Gruppe junger Muslime unterhielt und alle einer Meinung waren: Zum Ficken seien die deutschen Mädchen gut genug, aber heiraten? Nein, sie seien ja dann „gebraucht“ und „schmutzig“, geheiratet werden die jungfräulichen Mädchen muslimischer Prägung…

Es ist ja auch so, dass immer wieder türkische oder arabische Mitschülerinnen zu Feiern eingeladen werden, sie dann nicht kommen und die Einladenden durchweg vergebens auf eine Gegeneinladung warten.

Wenn es bei der Planung von Klassenfahrten darum ging, wer mit wem in ein Zimmer geht, dann möchten die muslimischen Mädchen immer gerne unter sich bleiben. Vielleicht haben die Eltern ihnen das so vermittelt, dass die deutschen Mädchen nicht so rein und gut sind? Ach je, das ist ein schwieriges Thema…“

Ja, in der Tat: Die Einstellung zu Frauen ist in Bezug auf muslimische Einwanderer ein besonders kritischer Punkt, das musste ich am eigenen Leib erfahren. Auch mir  wurde vom algerischen Fußball-Freund meines damaligen Lebensgefährten fast wörtlich das Gleiche vermittelt wie der jungen Schülerin.

Bei unserer ersten Begegnung, fragte der, ohne mich eines Blickes zu würdigen, meinen Lebensgefährten unverblümt, ob ich seine Frau oder seine „Nutte“ sei.

Auch nach Jahren durfte ich seine Wohnung nicht betreten, seine Frau nicht mit mir reden. Das wäre allerdings ohnehin nicht möglich gewesen: Sie war mit ihm verheiratet worden, ohne ihn zu kennen, war direkt aus Algerien gekommen, nie in der Schule gewesen und sprach unsere Sprache nicht.

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Imad Karim ist gebürtiger Libanese, lebt seit 1977 in Deutschland und arbeitet als freier Fernsehjournalist, Filmautor und Regisseur.

Bereits am 14. Oktober postete er diesen berührenden Text:

„Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische fischt Fischers Fritz NICHT mehr

Am 05.12.1977 kam ich mit 19 in West Berlin als Student an. Ich studierte, las und versuchte mich zu informieren über meine Umgebung, über die Menschen, deren Alltag ich von nun an teilen würde. Ich ging in Museen, besuchte die Dauerausstellung “ Deutsche Geschichte“ im damaligen Reichstag an der Mauer. Ich begann rückwärts, zuerst bei der Geschichte der BRD, der deutschen Teilung, dem zweiten Weltkrieg, der 12.jährigen NS-Herrschaft, der Weimarer Republik, dem ersten Weltkrieg und tauchte weiter in der „Vormärz-Zeit“ 1848/49 und tiefer zurück.

Ich liebte die Vielfalt, wanderte durch Deutschland, erfreute mich an bayrischen Trachten und Gesängen, genoss die Weinfeste der Hessen und der Pfälzer, bewunderte die Kohle-Maloche der Ruhgebieter und ihre polnischen Nachnamen, versuchte mit Freude die anglistischen Lieder der Norddeutschen zu entziffern und kehrte nach Berlin zurück, setzte mich in eine Urkneipe und bestellte „Berline Weiße mit Schuss“.

Ich las die “ Dreigroschenoper “ in Deutsch, nachdem ich sie zuvor in Arabisch gelesen hatte. Ich lernte die Namen der Politiker auswendig, bewunderte Helmut Schmidt für seine unbeirrten Entscheidungen, den RAF-Terror zu bekämpfen, sang mit den Linken internationale Lieder, diskutierte mit Rechtskonservativen Deutschlandbilder und konnte bereits damals vieles, was sie mir erzählten, nachvollziehen und verstehen.

Damals wohnte ich in der Weisestr. gegenüber dem Hasenheide-Volkspark im Stadtteil Neukölln. Da gab es das Restaurant „zum Jäger“ mit den besten Schweineschnitzeln, den Italiener mit den tollen Pizzen und der scharfen Ehefrau, den Cevapcici-Jugoslawen, der den ganzen Tag schimpfte ohne dass jemand jemals wusste, worüber er schimpfte, den schüchternen Türken mit den leckeren Döner und den eingebildeten Libanesen mit seinem angeblich dem besten Falafel in den westlichen Hemisphären. Ich erfreute mich daran, heute Falafel zu essen und morgen Bockwurst oder Schweinschnitzel oder einen Döner.

Ich besuchte arabische Familien und ging mit ihnen grillen. Gemeinsam mit ihren deutschen Nachbaren legten sie die Fleischstücke auf dem Grill, rechts Rind und Lamm, links Schwein und Würste.
Das Leben war schön, bunt und friedlich.

Ich ging mit einigen Arabern und anderen deutschen Linken demonstrieren, gegen Nato und den „Imperialismus“. Ich engagierte mich in der Arbeit der „Dritte-Welt-Läden“, ich besuchte den Deutschen Evangelischen Kirchentag mehrere Male. Ich suchte die Verständigung und glaubte, wir können diese wertvolle und humane Gesellschaft ausbauen und aus den humanistischen Werten der Deutschen viel lernen. Ich kämpfte von Anfang an gegen die Reduzierung der deutschen Geschichte auf 12 Jahre NS-Herrschaft und wiederholte oft und nicht so selten den Begriff „Deutschland, Land der Dichter und Denker,“ längst bevor irgend jemand den Begriff von mir stahl.

Ich wurde vor vielen Jahren eingebürgert. Mein Sachbearbeiter, der von mir wusste, dass ich als Fernsehautor arbeite, sagte mir schmunzelnd, ich solle ihm per Sprachtest nachweisen, dass ich der deutschen Sprache mächtig bin. Ich erwiderte “ Es soll geschehen“ und ich setzte fort: „Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische fischt Fischers Fritz“. Er lachte und ich lachte mit und daraus entstand eine gute Bekanntschaft und lange Freundschaft. Bis heute, wenn wir privat telefonieren, fängt immer einer von uns mit „Fritz fischt …..“

Vor Jahren besuchte ich Neukölln und erkannte den Stadtteil nicht mehr. Ich dachte, ich befinde mich in Kabul. Die arabischen linken Freunde von damals sind heute alte bärtige Männer. Sie haben noch einmal geheiratet nachdem sie sich von ihren deutschen Frauen zuvor hatten scheiden lassen. Ihre neuen Frauen sind junge Araberinnen, Cousinen von ihnen, die sie hierher holten. Alle sind fromme und gläubige Moslems geworden, die felsenfest überzeugt sind, Deutschland wird in naher Zukunft islamisch und die Christen oder Juden, die sich nicht zum Islam konvertiert werden wollen, müssten dann Kopfsteuer (Jizia الجزية) zahlen und sich damit abfinden, Menschen zweiter Klasse zu sein. Meine „Freunde“ von damals sagten mir auf meine Frage hin, „ja, wir müssen Hindus, Buddhisten und sonstige Götzenanbieter töten. Bitte verstehe uns nicht falsch, wir haben nichts gegen diese Menschen aber wir müssen Gottes Befehl folgen“

Vor paar Wochen ging ich mit meiner Frau in meiner badischen Stadt türkisch essen. Ich bestellte ein Bier, bekam es aber nicht. Die Kellnerin erklärte mir, es gebe hier in allen acht Restaurants am Marktplatz keinen Alkohol. Sie ergänzte, wer Alkohol trinke sei schlecht und ohne Moral, bald werde man dafür sorgen, dass Alkohol nur in den vier Wänden getrunken werden dürfe“.

Ein arabischer Freund von mir betreibt eine Pizzeria. Bei ihm gibt es Pizza mit Schinken und Salami, Bier und billigen Wein. Er erzählte mir, dass er von Fundamentalisten verstärkt die Aufforderung erhält, seine Speisekarte auf islamisch umzustellen und den Alkohol zu verbannen, sonst würde er mit Konsequenzen rechnen müssen.

Da wusste ich, ich bin im Begriff, mein Deutschland zu verlieren.
Ich kam als Fremder nach Deutschland und es nahm mich mit allem seiner Kraft auf. Heute kommt Deutschland fremd zu mir und ich weine Bluttränen, weil ich es nicht schützen kann.

Beim letzten Telefonat mit meinem Einbürgerungsbeamten sagte ich diese mal „Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische fischt Fischers Fritz NICHT mehr“. Er stimmte resigniert zu.

Ich bin mit 57 nicht mehr jung aber Ihr, meine Kinder, rettet Deutschland und das ist ein humanistischer und kein chauvinistischer Aufruf. Stoppt den Siegeszug der Barbarei. Sagt Merkel und der gesamten politischen Elite, den Grünen, den Medien, der Gerichtsbarkeit und allen, dass Ihr entscheidet, wer zu Euch kommt und wer nicht, denn das ist Euer legitimes Selbstbestimmungsrecht als Volk. Erinnert Cem Özdemir daran, dass ich nicht den Film „Cem Özdemir der Spätzletürke der Film“ gemacht hätte, wenn ich gewusst hätte, dass er über die Köpfe der Menschen hier entscheidet, wer oder was zu Deutschland gehört.

Und vergesst nicht, mir mein altes Deutschland wiederzugeben, auch, wenn ich nicht mehr da bin.

Imad Karim
Ex-Moslem und verrückt nach Deutschland und nach der Freiheit
Fernsehautor und Humanist
عماد كريم
مسلم سابق ومجنون بحب المانيا والحرية
مخرج تلفزيوني ومتنور

Syrien

Deutschland ist ein Einwanderungsland, da beißt die Maus keinen Faden ab. Weil das so ist, brauchen wir konkrete Regeln des Zusammenlebens. Beide Teile haben eine Bringschuld: Wir Deutschen haben dafür zu sorgen, dass die Neuankömmlinge unsere Sprache alltagstauglich erlernen, dass sie Bildungs- und Ausbildungsabschlüsse erreichen, damit sie arbeiten und Teil der Gesellschaft werden können. Die Menschen, die zu uns kommen, haben sich an die Gegebenheiten unseres Landes und unseres Kulturkreises anzupassen und sich zu integrieren. Das bedeutet nicht, dass sie ihre Andersartigkeit aufgeben sollen. Aber sie ist in Europa – im Gegensatz zu den Herkunftsländern – nicht der Maßstab aller Dinge. Ziel muss es sein, dass wir uns gegenseitig bestmöglich verstehen, damit Fremdheit nicht beiseitig zu Angstreaktionen führt und wir uns gegenseitig sein lassen können, wie wir sind.

In der Praxis heißt das:

Immigranten sind keine Asylsuchenden. Den Unterschied können wir notfalls bei anderen Staaten nachlesen. Das Asylgesetz muss deshalb auch bei uns durch ein Einwanderungsgesetz ergänzt werden. Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich in Europa ein besseres Leben zu erarbeiten. Aber nicht für den Preis, dass die hiesigen Sozialsysteme ihm und seiner ganzen Familie Leben und Ausbildung finanzieren.

Wenn wir klare Definitionen haben, brauchen an Leib und Leben bedrohte Asylsuchende keine lebensgefährlichen Wege mehr zu nehmen, um uns zu erreichen, müssen wir keine milliardenschweren „Registrierungslager“ in der Türkei finanzieren – und Immigranten mit wirtschaftlichen Motiven werden sich überlegen, wie sie für sich selbst und ihre Familien einen Neustart bei uns finanziell angehen können. Das klingt hart, ist aber realistisch: Auch wenn wir es noch so gern tun würden, können wir nicht unbegrenzt Menschen aufnehmen, die absehbar nicht in die Sozialsysteme einzahlen werden.

In diesem Zusammenhang ein Wort zu Europa: Wenn Staaten wie Polen, deren Bürger bis in die letzten Winkel Deutschlands ausgewandert sind, sich heute weigern, arabische Flüchtlinge aufzunehmen, ist das in mehrfacher Hinsicht ein Solidaritätsproblem und sollte uns darüber nachdenken lassen, wieweit Europa im Kern eigentlich nur eine Geld-Umverteilungsmaschine ist. Das ist aber ein eigenes Thema. Sicher ist, dass Deutschland nicht allein all die Menschen aufnehmen kann, die Europa als  Ganzes beherbergen könnte – auch wenn Frau Merkel Ihr „Yes we can“ weiter unbeirrt in die Runde wirft. Wir können nicht.

Deshalb müssen wir uns in Finanzierungsfragen auf die Gruppe beschränken, die in ihrer Heimat um Leib uns Leben fürchten muss. Auch hier müssen noch Grenzen gesetzt werden. Wenn der Innenminister von durchschnittlich drei Personen spricht, die in der Regel einem Mann nachziehen, ist das eine starke Untertreibung. Hier geht es nicht nur um Ehefrau und Kinder. Es geht um Großfamilien, darunter viele Mitglieder, die bei uns keiner Erwerbstätigkeit nachgehen werden; oft einfach deshalb, weil sie das Rentenalter längst erreicht haben. Deshalb ist es sinnvoll, den Familiennachzug mit Ausnahme der Ehepartner und Kinder mindestens zeitlich zu verzögern.

Die etwa bei Registrierungslagern in der Türkei gesparten Milliarden könnten sinnvoll für die Ankömmlinge eingesetzt werden: Für eine Schulpflicht für Männer, Frauen und Kinder. Für Sozialkunde-Unterricht, spezialisiert auf die Gegebenheiten in Europa. Für Gemeinschaftsangebote, die Einheimische und Neue gezielt zusammenbringen. Nicht nur die Männer – auch die Frauen. Wenn die ersten Hürden überwunden sind, wir uns in der selben Sprache auf Augenhöhe unterhalten können – und täuschen wir uns nicht: das wird mindestens fünf bis zehn Jahre, eher 25 dauern – haben wir im besten Fall ein fortgeschrittenes gegenseitiges Verständnis und damit echte Toleranz;  weniger Gefahr einer Ghettoisierung großer muslimischer Gruppen und neue Beitragszahler in den Sozialversicherungen, die mit uns zusammen die Nicht-Zahler finanzieren können.

Muslim zu sein, ist nicht gleichbedeutend damit, Islamist zu sein. Auch der Koran, das heilige Buch, das inhaltlich der Bibel sehr nahe steht, verbietet das Töten und spricht davon, den Nächsten zu lieben. Generell davon auszugehen, dass islamische Einwanderer eine Gefahr für unsere Kultur sind, ist falsch. Allerdings kommen viele von ihnen aus ländlichen Gebieten, aus konservativen, teils archaichen Patriarchaten mit einem Begriff von Ehre und Moral, wie es ihn in Europa heute kaum noch gibt. Sie brauchen freundliche, aber konsequente Einweisung in unsere Lebensweise. Auch hier gilt: Nicht nur Männer – auch Frauen und Kinder, sonst wird es nicht klappen.

Alle, die nach Europa und Deutschland kommen, müssen akzeptieren: Dies hier ist ein christlich-humanistischer Kulturkreis. Hier gibt es ein Frauenbild, das Gleichstellung in hohem Maß verwirklicht hat. Hier gibt es zum Beispiel sowas wie eine freiheitliche Kleiderordnung, Sportunterricht für Männer und Frauen, oder Schwimmbäder, in denen man Badekleidung trägt. Das ist die Gesellschaftsordnung unserer Heimat. Sie gefällt uns so wie sie ist, und wir erwarten, dass Menschen, die bei uns leben wollen, sie uneingeschränkt respektieren.

Zu unserem Kulturkreis gehört Religionsfreiheit. Jeder darf glauben und praktizieren, was er für sich als richtig erkannt hat. Andersdenkende werden nicht diskriminiert. Das bedeutet aber auch: Muslimisch-patriarchalische Hüter der hiesigen Moral brauchen und wollen wir nicht.

Aus diesen und vielen weiteren Gründen ist es sinnvoll, dass alle Menschen, die bei uns leben wollen,  unsere Verfassung anerkennen und das auch unterschreiben.

Solche Forderungen sind weder rassistisch, noch rechtsradikal, auch wenn die Politik sie mehrheitlich gern dazu erklärt. Klare Integrationsrichtlinien und deren Umsetzung sind der einzige Weg, langfristig unser friedliches Zusammenleben zu sichern. Nur auf diesem Weg kann es uns gelingen, uns gegenseitig in unserer Andersartigkeit zu bereichern, voneinander zu lernen und an einer gemeinsamen Welt zu bauen.

An einer Welt, in der es einen einzigen Gott gibt – egal, wie er nun genannt wird.

An einer Welt, in der wir uns gegenseitig respektieren, durch ein verständnisvolles Miteinander unsere Möglichkeiten potenzieren und vielleicht – vielleicht – eines Tages ohne Kriege auskommen.

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Siehe auch: In Frankreich ist die Integration gescheitert und:

Botschaft des Terrors: Wo bleibt der Mut zu einer ehrlichen Politik?

IS-Terror: Wir alle tragen daran Schuld und müssen jetzt überlegt handeln

Update: Muslime müssen sich besser anpassen

Update: Armutsforscher: In NRW drohen Zustände wie in den Banlieues von Paris

Siehe auch: „Gestrandet im Paradies“

Medien: Eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte – das wird immer so sein

Die Redaktionsleiterin des Nordbayrischer Kuriers (Region und Kultur) Christina Knorz bringt es auf den Punkt: „Die Lokalzeitungen in Deutschland sind, wenn man da einen Schnitt durch macht, einfach nicht gut. Die sind langweilig, das sind Verlautbarungsorgane von Entscheidern, das hat nichts mit Journalismus zu tun, wie er gemacht werden sollte. Die Texte sind unverständlich, bürokratisch, es ist unattraktiv, man schlägt es auf und will gleich weglaufen. Ich kann verstehen, dass Menschen so eine Zeitung nicht kaufen wollen. Ich würde das auch nicht tun. Aber es liegt ja an uns, dass wir uns zurückbesinnen, was wir eigentlich tun sollten und das deshalb dann auch machen.“

Wie wahr. Und das gilt nicht nur für die Lokalzeitungen.

Print als Ganzes ist im rasanten Sinkflug. Wie schwer die Krise ist, kommt in der breiten Öffentlichkeit kaum an. Wir, die User, nehmen, was wir bekommen können – und das, wenn möglich gratis. Wir haben im Auto das Radio, unzählige TV-Sender im Wohnzimmer, immer aktuell und samt Mediatheken auf Samrtphone, Tablet und PC. Wenn wir schnell über das aktuelle Thema informiert werden wollen, das uns gerade interessiert, nutzen wir twitter – in den sozialen Netzwerken können wir jederzeit kommentieren und interagieren, statt zu warten, ob unser Leserbrief gnädig veröffentlicht wird oder nicht – uns geht es doch besser als jemals zuvor – oder?

Sogar die Bundeskanzlerin sah sich angesichts des jüngsten Kongresses der Zeitungsverleger (BDZV) genötigt, den Erhalt des „Qualitätsjournalismus“ zu fordern.

In Deutschland gibt es laut BDZV  329 Tageszeitungen, 20 Wochenzeitungen und 6 Sonntagszeitungen. Zusammen haben sie eine Auflage von rund 22,2 Millionen Exemplaren. Diese vereinen unter ihrem Dach 1.528 redaktionelle Ausgaben. Neben den Printtiteln unterhalten die deutschen Zeitungen 661 redaktionelle Online-Angebote, die von mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer regelmäßig besucht werden. Darüber hinaus gibt es mittlerweile 450 Apps für Smartphones und Tablet-PCs von Zeitungsverlagen, von denen zwei Drittel kostenpflichtig sind. Mit 248 Exemplaren pro 1.000 Einwohner über 14 Jahren hat Deutschland eine der höchsten Zeitungsdichten Europas.

Pro Erscheinungstag werden die gedruckten Zeitungen von 67,4 Prozent der Bürger über 14 Jahren gelesen (Tageszeitungen: 63,2 Prozent). Fast 44 Prozent der über 14-Jährigen (30,9 Millionen Unique User) sind auf den Websites der Verlage unterwegs. 9,6 Millionen Nutzer steuern mindestens einmal pro Monat die Website einer regionalen Zeitung mobil an. Und: Bei der mit gedruckter Lektüre nur schwer zu erreichenden Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ist die Reichweite der Verlage im Netz seit Ende 2011 um 14 Prozentpunkte auf 66,9 Prozent gestiegen. Die gedruckte Tageszeitung lesen zwei von drei Deutschen über 14 Jahren regelmäßig, das sind knapp 45 Millionen Männer und Frauen. Bei den lokalen und regionalen Abonnementzeitungen liegen die Leserinnen mit 52 Prozent sogar ganz leicht vor den Lesern (gut 50 Prozent). Dagegen werden Kaufzeitungen und überregionale Abonnementzeitungen stärker von Männern (23 Prozent beziehungsweise knapp 6 Prozent) als von Frauen (13 Prozent beziehungsweise knapp 4 Prozent) genutzt.

Die Zeitungen in Deutschland, so der BDZV weiter, haben eine Gesamtauflage von gut 21,5 Millionen verkauften Exemplaren pro Erscheinungstag (IVW: II. Quartal 2014). Im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies ein durchschnittliches Auflagenminus von 3,7 Prozent. Zu der Gesamtauflage zählen 590.000 verkaufte E-Paper-Ausgaben von 178 verschiedenen Titeln (+47,9 Prozent). Insgesamt belaufen sich die Verluste per saldo bei den lokalen/regionalen Zeitungen auf -2,6 Prozent, bei den überregionalen Titeln auf -6,1 Prozent, bei den Kaufzeitungen auf -8,1 Prozent, bei den Sonntagszeitungen auf -4,7 Prozent. Die Wochenzeitungen erzielten ein Plus von 0,4 Prozent.

Mit Journalismus im Netz Geld verdienen, um die Print-Ausgabe zu retten. Das ist das erklärte Ziel der Verleger, die horrende Vermögen in teuren Druckhäusern, Maschinen und Papier gebunden haben, die viel Geld für „analoge“ Vertriebswege verbrauchen, und die in ihren Blättern eine Vielzahl von Themen bündeln, die eine Vielzahl ganz verschiedener Interessenten ansprechen. Der Leser einer Tageszeitung wird einmal am Tag informiert, und zwar im Paket: Er bekommt von der Außenpolitik über die Kultur und den Sport bis hin zu Informationen aus seinem Heimatort alles im Paket. Wobei die Informationen aus dem Heimatort immer weniger, die Neuigkeiten, die über Nachrichtenagenturen und Lobbyisten beziehbar sind, immer mehr werden. Besonders ärgerlich dabei: Man bekommt zumeist alles oder nichts.

Um wenigstens die Bezugspreise einigermaßen stabil zu halten, sparen die Verlage, was das Zeug hält – und zwar da, wo es sich quer durch die ganze Wirtschaft am schnellsten sparen lässt: Bei den Menschen. Angestellte Redakteure sind teure Mitarbeiter. Sie haben im Vergleich zu anderen Berufen ausgesprochen gute Tarifverträge. Für die gute Bezahlung gibt es auch gute Gründe:  Den sogenannten Qualitätsjournalismus. Die Ausbildung von Redakteuren umfasst ein breites Spektrum von Verantwortlichkeiten rund um das Thema Information: Im besten Fall verinnerlichen sie nicht nur den genauen Unterschied zwischen den Stilrichtungen, mit deren Hilfe sie informieren, sondern auch die dahinter stehende Ethik: Ein Journalist hat zuerst nüchtern die Fakten zu präsentieren, bevor er irgend etwas wertet. Entschließt er sich zu einer Wertung, hat er sie als solche kenntlich zu machen, zu begründen und in Zusammenhang zu stellen. Medien stehen im Dienst ihrer Leser – nicht im Dienst von Interessengruppen, sei es nun aus der Wirtschaft oder der Politik. Damit tragen sie eine hohe gesellschaftspolitische Verantwortung.

Nun hat die technische Entwicklung in den letzten Jahrzehnten für eine stattliche Veränderung des Berufsbildes gesorgt. Heutige Tageszeitungsredakteure verbringen bestenfalls einen Bruchteil ihrer Zeit mit eigener Recherche. Statt dessen verarbeiten sie Material von Presseagenturen, freien Mitarbeitern, Korrespondenten. Sie ordnen es ein, gestalten damit optisch, inhaltlich und technisch das Blatt des nächsten Tages – reichern es vielleicht an mit einem Kommentar oder gar Leitartikel – sind ansonsten aber Informations-Verarbeiter, denen von ihren Arbeitgebern täglich neu klar gemacht wird, dass ihr eigenes Überleben vom Umsatz abhängt, und dass sie gefälligst etwas dafür zu leisten haben.

Hier beginnt ein Konflikt, der nur ganz selten aus den Medienhäusern in die Öffentlichkeit gelangt, denn es gibt außer den Medien ja niemanden, der über die Situation von Medienmachern berichten würde oder könnte…

Jeder Journalist – sei es beim kleinen Anzeigenblatt oder beim größten Medienhaus der Republik – möchte „gute Geschichten“ schreiben. Ehrliche Geschichten, die die Dinge aufzeigen wie sie sind, ungeschönt, tief  recherchiert, versehen mit guten Fotos, Anregungen zur Veränderung, einem fundierten Kommentar. Jeder Journalist weiß, wieviel Zeit so etwas braucht: Tagelanges Telefonieren, lange abendliche Treffen, Überzeugungsarbeit bei Informantern, das richtige Licht für das Foto – Freiraum im Kopf zum Überdenken des Kommentares. Zeit, die kein Mensch mehr hat, der in die tägliche Produktion eingebunden ist. Und schon gar nicht, wenn es wie in den Lokalausgaben, manchmal nur um wenige hundert oder wenige tausend Leser geht. Da kann die Story noch so gut sein – über den Verkauf wird sie sich nur im großen Rahmen refinanzieren – auf lokaler Ebene nicht.

Im überregionalen Bereich hat die Tageszeitung den Anspruch, die Informationen des Tages von Timbuktu bis Berlin widerzuspiegeln, zu wichten und zu werten – eine Auswahl im Sinne ihrer Leser zu treffen. Zwar ist sie damit hoffnungslos im zeitlichen Hintertreffen: Wenn sie endlich beim Leser auf dem Frühstückstisch liegt, ist die Nachricht im Zweifelsfall uralt. Aber: Es sind große Themen, mit denen sich die Journalisten beschäftigen – und das streichelt die Eitelkeit. Es ist schließlich ein Unterschied, Frau Merkel mal Bescheid zu sagen, als dem heimischen Ortsbürgermeister, der im Zweifelsfall dann schimpfend vor der Haustür steht. Über den digitalen Verkauf, so die Hoffnung,  könnte man das analoge Zeit-Defizit ausgleichen. Außerdem nimmt man für sich in Anspruch, die Leser vor „Überflutung“ mit Information zu schützen.

Nein, ich will Journalisten nicht Unrecht tun.  Ich möchte ein Dilemma aufzeigen: Im Digitalen herrscht ein mörderischer Wettbewerb zwischen allen Anbietern, wo Print erstmal seinen Umsatz erstreiten muss. Und der Umsatz ist es, der zählt; nicht die Klicks. Bisher gibt es keinerlei Notwendigkeit, digitale Allround-Zeitungs-Abos zu kaufen. Spätestens über twitter sind alle relevanten Informationen gratis erhältlich – und zwar als persönliches Nutzerprofil. Das Einzige, was das twitter-Mitglied nicht bekommen kann, sind regelmäßige kleinteilige, lokale Informationen.

Der  Markt, auf dem gedruckte Tageszeitungen auch in Zukunft am leichtesten Wachstum erzielen könnten, ist ihr einziges Hoheitsgebiet: das Lokale. Im lokalen Bereich lieben die Leser ihre Zeitung als täglichen Begleiter im Alltag, wie immer neue Erhebungen auch deutlich machen. Nicht einmal lokales Fernsehen kann der Tageszeitung hier das Wasser reichen: Nur sie kann wirklich immer am Ball sein. Hier, wo man höchst selten Preise gewinnen kann, spielt sich das Leben der Abonnenten ab, hier kann echte emotionale Bindung hergestellt werden, die auch Zeitschranken aushält.

Informationsquellen für lokales Geschehen

Gerade hier wird aber seit Jahrzehnten kontinuierlich gespart. Man bedient sich ungelernter freie Mitarbeiter, die oft sehr engagiert sind, aber manchmal bereits Probleme haben, die deutsche Sprache in ihrem ganzen Spektrum zu nutzen – dafür lassen sie sich mit lächerlichen Zeilen- und Bildhonoraren abspeisen. Im Zweifelsfall werden ganze Lokalteile eingestellt, um die Kosten einigermaßen im Griff zu behalten. Denn bisher ist für die Verlage ehernes Gesetz: Die Tageszeitung muss als Paket verkauft werden. Mit allem, was drin ist: Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Reise, der Anzeigenbeilage und der Werbung – vom Automarkt bis zur Partnervermittlung. Die Aufsplitterung in viele Lokalteile kostet Geld, bringt aber vergleichsweise wenig Umsatz.

Warum? Weil sich die Anzeigenpreise an der Auflage orientieren. Würde man die Werbeeinahmen nach Auflagenzahlen einzelner Lokalausgaben stückeln, würden die ohnehin sinkenden Umsätze in den freien Fall übergehen.

Die redaktionelle Stückelung bei digitalen Abos wird dennoch eine Frage der Zeit sein. Man wird in Zukunft wohl kaum noch einen Leser zwingen können, immer neue Pakete zu kaufen, von denen er nur Bruchteile nutzt. „Persönliches Leseprofil“ heißt das Stichwort.

Online kämpfen die Verlage an allen Fronten: Gegen öffentliche TV-Archive, gegen Auszüge aus den Zeitungstexten in der Google-Suche, sie twittern, sie versuchen sich in Bezahlschranken – alles bisher mit mäßigem Erfolg. Fernsehsender, finanziert durch Zwangs-GEZ, haben es nicht nötig, Bezahlschranken einzurichten. Google interessiert das Snippet-Thema nicht: Jüngst hat die Suchmaschine beschlossen, Kurzangaben zu den Suchergebnissen im Zweifelsfall einfach wegzulassen und sich auf die Überschriften zu beschränken. Und Bezahlschranken? Ja, da wird man wohl lieb gewordene Gewohnheiten loslassen müssen, wenn es dauerhaft klappen soll. Mit einem Jahres-Abo der Gesamtausgabe und einem geschenkten Tablet dazu wird auf Dauer niemand Leser halten.

ARTE, wie so oft führend in Sachen Dokumentationen, hat sich des Print-Themas angenommen und vor einigen Wochen gezeigt, was im digitalen Bereich noch auf Medienmacher und Konsumenten zukommen wird. Ein sehenswertes Video, in dem sich das ganze Print-Drama abbildet.

War das, was wir früher gemacht haben, wirklich so toll? Eine Frage, die im Online-Zeitalter Programme wie etwa Chart Beat, ganz genau beantworten. Hier wird nicht nur analysiert, was viele Klicks bringt, sondern auch, welche Leser zurückkommen – und warum. Die New York Times hat beispielsweise inzwischen mehr als 700 000 Online-Abonnenten – weil sie sich konsequent auf treue Leser ausgerichtet hat. Dazu muss man goldene Kälber vom Thron werfen – aber es sichert das Überleben.

„Information ist erstmal frei von Wertung – einfach da, wie Luft und Wasser. Dann gibt es Systeme, die nach einem bestimmten Schlüssel aus der Flut etwas herausfischen. Der Journalist als Urheber der Information hat ausgedient – wir sind alle zu Überbringern geworden“, hat man bei der renommierten französischen Tageszeitung Le Monde herausgefunden. Was das in der Praxis heißt, wird durchaus unterschiedlich interpretiert: Aus Frankreich kommt der Gedanke, digitalen Lesern auch digitale Nutzerprofile nach ihren persönlichen Interessen zu schneidern, in New York möchte man nicht auf das Bewusstsein verzichten, „für alle“ zu schreiben. „Auch viele kleine Einnahmequellen können ein Fundament sein,“ meint man beim Guardian in England – dem Blatt, das durch die Snowden-Berichterstattung international bekannt wurde. Dort, wie auch bei der deutschen BILD, wird aus Überzeugung getwittert: Als Gegenpol zu all den anderen Schreibern, die sich in höchst unterschiedlichen Qualitäten hier, wie überhaupt in den social Medien tummeln.

„Die Idee der Zeitung zu retten – wenn das gelingt, hat das Verlegertum, die digitale Tageszeitung, eine grandiose Zukunft. Qualitätsjournalismus ist mit Werbung schlicht nicht zu finanzieren,“ sagt Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer. Springer arbeitet konsequent auf eine Verzahnung des Print-Bereichs mit dem Digitalen hin und ist dafür bereit, auch die goldenen Kälber zu schlachten.

In der Bilanz für das Jahr 2012 erwirtschafteten die digitalen Medien der Axel Springer AG mit 1,174 Mrd. Euro erstmals mehr Umsatz als die deutschen Zeitungen (1,126 Mrd.). Während Digital um 22 Prozent zulegte, schrumpfte das Geschäft mit Zeitungen um 3,3 Prozent. Beim operativen Gewinn legten die digitalen Medien bei Springer um satte 53,6 Prozent auf 242,9 Mio. Euro zu. Aber: Die Umsätze aus dem Digitalgeschäft kommen weniger von klassischen, journalistischen Medienangeboten, sondern aus der Vermarktung und von Anzeigen-Portalen. “Wir wollen den digitalen Umbau des gesamten Unternehmens deutlich forcieren“, sagte bei der Bilanzvorstellung Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner. Was er damit meinte, wurde auch der Öffentlichkeit bald klar: 2013 wurde in einer groß angelegten Studie „Der Abend„, das Konzept einer digitalen Tageszeitung entwickelt.

In der Spiegel-Redaktion, dem – wenn man so will – intellektuellen Kopf der Springer-Presse, geht es jetzt um das Schlachten der goldenen Kälber. Es wird ein hartnäckiger Kampf Print gegen Digital ausgetragen, der im Rauswurf beider Chefredakteure einen ersten Höhepunkt hatte. Vor wenigen Wochen wurde der Machtkampf entschieden: Ein Aufstand der Print-Ressortleiter gegen den neuen Chefredakteur Wolfgang Büchner endete in einer Niederlage. Die analog schreibende Zunft schaut immer noch herablassend auf die digitalen Kollegen hinab – die meist auch deutlich weniger verdienen. Warum Analog glaubt, sich Herablassung leisten zu können, ist genau genommen unklar…

Vor uns liegt nicht nur eine Zukunft, in der wir uns, wo wir gehen und stehen, digital informieren können – sei es durch google glass, einen sprechenden Badezimmer-Spiegel oder andere technische Allroundgeräte. Vor uns liegt auch eine Zeit, in der die affektive Bindung zu einem bestimmten Medium immer weniger vorhanden ist. Die Arte-Doku macht das sehr deutlich. „Von mir aus können die Zeitungen sterben. Mich interessieren Nachrichten,“ sagt der sogenannte Open Journalismus, und folgerichtig: „Mir ist egal, wer ein Journalist ist. Wichtig ist: Wer handelt journalistisch? Wer kann Informationen seriös prüfen, sie bewerten und Zusammenhänge herstellen?“

Denn:  „Das Einzige, was sich nicht verändert, ist: Eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte – egal, wer sie erzählt“.

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100 Zeitungen, so berichtet Statista, haben laut Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger mittlerweile eine Bezahlschranke im Netz eingeführt. Davon setzen 60 Zeitungen auf ein Freemium Modell. Dabei bleibt ein Teil der Artikel kostenfrei, während der Rest des Online-Angebotes nur nach Erwerb eines Tagespasses oder Abos zugänglich wird. Ein Beispiel für dieses Modell ist BILDplus bei Bild.de. 35 weitere Blätter setzen auf das so genannte Metered Model. Ein Beispiel hierfür ist die Welt, bei der Leser monatlich freien Zugang zu maximal 20 Artikel haben. Ist dieses Kontingent erschöpft, müssen sie bis zum nächsten Monat warten oder ein Abo abschließen. Schließlich gibt es noch die harte Bezahlschranke, bei der das komplette Online-Angebot kostenpflichtig wird. Für dieses Modell haben sich vier Zeitungen entschieden. Einen Sonderweg hat die TAZ eingeschlagen, die es ihren Lesern freistellt, ob sie für einen Artikel etwas bezahlen wollen oder nicht.

Die vollständige Liste der deutschen Zeitungen mit Paid Content Angebot:

Aachener Nachrichten Freemium Tagespass und Abo
Aachener Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Aller Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Allgäuer Zeitung Freemium Tagespass
Allgemeine Zeitung Metered Model Tagespass und Abo
Augsburger Allgemeine Metered Model Tagespass und Abo
Badische Zeitung Metered Model Abo
Bayerische Rundschau Freemium Tagespass und Abo
Berliner Morgenpost Freemium Tagespass und Abo
Bild Freemium Tagespass und Abo
Bocholter-Borkener Volksblatt Harte Bezahlschranke Abo
Böhme Zeitung Harte Bezahlschranke Einzelverkauf
Borkener Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Braunschweiger Zeitung Harte Bezahlschranke Tagespass und Abo
Bürstädter Zeitung Metered Model Tagespass und Abo
Cellesche Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Coburger Tageblatt Freemium Tagespass und Abo
Cuxhavener Nachrichten Freemium Tagespass und Abo
Darmstädter Echo Metered Model Abo
Deister- und Weserzeitung Freemium Tagespass und Abo
Der Patriot Freemium Abo
Die Kitzinger Freemium Tagespass und Abo
Die Welt Metered Model Abo
Donaukurier Metered Model Tagespass und Abo
Dorstener Zeitung Metered Model Abo
Dresdner Neueste Nachrichten Freemium Abo
Emsdettener Volkszeitung Metered Model Abo
Eßlinger Zeitung Freemium Einzelverkauf und Abo
Frankenpost Freemium Tagespass und Abo
Frankfurter Neue Presse Freemium Tagespass und Abo
Fränkische Nachrichten Metered Model Tagespass und Abo
Fränkischer Tag Freemium Tagespass und Abo
Freemium Freemium Tagespass
Freies Wort Freemium Tagespass und Abo
Gäubote Freemium Abo
Gmünder Tagespost Freemium Einzelverkauf, Tagespass und Abo
Goslarsche Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Göttinger Tageblatt Freemium Tagespass und Abo
Grafschafter Nachrichten Metered Model Abo
Grevener Zeitung Metered Model Abo
Halterner Zeitung Metered Model Abo
Hamburger Abendblatt Freemium Tagespass und Abo
Handelsblatt Freemium Einzelverkauf und Abo
Hannoversche Allgemeine Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Haßfurter Tagblatt Metered Model Tagespass und Abo
Heilbronner Stimme Freemium Tagespass und Abo
Hildesheimer Allgemeine Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Ibbenbürener Volkszeitung Harte Bezahlschranke Abo
Kieler Nachrichten Freemium Tagespass und Abo
Kölner Stadtanzeiger Metered Model Abo
Kreiszeitung Böblinger Bote Freemium Abo
Lampertheimer Zeitung Metered Model Tagespass und Abo
Lausitzer Rundschau Freemium Tagespass und Abo
Leipziger Volkszeitung Freemium Abo
Lübecker Nachrichten Freemium Tagespass und Abo
Main-Post Metered Model Tagespass und Abo
Main-Spitze Metered Model Tagespass und Abo
Mannheimer Morgen Metered Model Tagespass und Abo
Märkische Allgemeine Freemium Tagespass und Abo
Mindener Tageblatt Freemium Tagespass und Abo
Mühlacker Tagblatt Freemium Abo
Münsterland Zeitung Metered Model Abo
Münstersche Zeitung Metered Model Abo
Neckar Chronik Freemium Einzelverkauf
Neue Deister-Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Neue Osnabrücker Zeitung Metered Model Abo
Neue Presse Freemium Tagespass und Abo
Neue Presse Freemium Tagespass und Abo
Neues Deutschland Freemium Abo
Niederelbe-Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Nordbayerischer Kurier Freemium Einzelverkauf, Tagespass und Abo
Nordkurier Freemium Abo
Nordsee-Zeitung Freemium Abo
Nordwest-Zeitung Metered Model Tagespass und Abo
Nürtinger Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Oberbayerisches Volksblatt Metered Model Abo
Oberhessische Presse Freemium Tagespass und Abo
Ostsee-Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Peiner Allgemeine Freemium Tagespass und Abo
Rhein-Zeitung Metered Model Tagespass und Abo
Rhön- und Saalepost Metered Model Tagespass und Abo
Ruhr Nachrichten Metered Model Abo
Saale-Zeitung Freemium Tagespass und Abo
Saarbrücker Zeitung Metered Modell Abo
Sächsische Zeitung Freemium Abo
Schaumburger Nachrichten Freemium Tagespass und Abo
Schwäbische Post Freemium Einzelverkauf, Tagespass und Abo
Schwäbische Zeitung Metered Model Abo
Schwäbisches Tagblatt Freemium Einzelverkauf und Abo für Printabonnenten
Stader Tageblatt Freemium Tagespass und Abo
Südkurier Freemium Abo
Südwest Presse Metered Model Abo
taz – die tageszeitung Freiwillige Bezahlung Einzelverkauf
Trierischer Volksfreund Metered Model Tagespass und Abo
Waldeckische Landeszeitung Freemium Tagespass und Abo
Weser Kurier Metered Model Abo
Wiesbadener Kurier Metered Model Tagespass und Abo
Wiesbadener Tagblatt Metered Model Tagespass und Abo
Wolfsburger Allgemeine Freemium Tagespass und Abo
Wormser Zeitung Metered Model Tagespass und Abo

Siehe auch:

Niedergang der Printmedien: Kreativität in ganz neuen Strukturen notwendig

Weiterführende Links:

BDZV: Die deutschen Zeitungen 2014

Konzentration bei Tageszeitungen auf historischem Höchststand

ARD/ZDF-Onlinestudie 2014

IVW-Analyse: Deutschlands erfolgreichste Heimatzeitungen

Mediendaten Südwest

Entwicklung der RZ seit verschärfter Bezahlschranke

Die Zukunft der Tageszeitung ist jetzt

Digitale Medien überfluten Zeitungen

Springer-Bilanz: Digital überholt Zeitungen

Warum Zeitungen plötzlich wieder Auflage machen

Der Abend: Konzept einer digitalen Tageszeitung

Machtkampf beim Spiegel geht weiter: Wirtschafts- und Kulturchef sollen gehen

Google schmeißt Snippets raus

Update: IVW Q3 2014: Alle Tageszeitungen verlieren

Update: Video: Wie wird die Zukunft des Journalismus aussehen?

Update: Verlage geben Google nach

Update: „Brigitte“ entlässt alle schreibenden Redakteure

Update: Journalismus unter Verdacht

Update: Der Spiegel: Klaus Brinkbäumer soll Nachfolger von Wolfgang Büchner werden

Update: Machtkampf beim Spiegel ist vorbei – Büchner muss gehe

Update: Anhörung im Bundestag: Experten zerpflücken Leistungsschutzrecht

Update: RZ-Zugriffsbilanz nach vier Monaten Paywall

Update: Wer gehört zu wem?

Update: Milliardäre machen Zeitung – die Magie der Macht

Update: The Last (or at Least Looniest) Newspaper in America

Update: Zeitungen verlieren dramatisch an Reichweite

Update: Mit Geld von Axel Springer: Deutscher Business Insider startet noch dieses Jahr

Update: Aus jeder Zeitung das herauspicken, was man lesen will: Geht doch!

Es „menschelt“ im Netz: Zur Nutzung von Facebook und anderer social Media

Übernommen von beyond-print.de

70 Prozent der Onliner in Deutschland nutzen Social Media-Angebote – im Vergleich zu 2011 ein Zuwachs um sechs Prozentpunkte. Wer über ein großes Einkommen verfügt, besucht deutlich mehr Kanäle als Geringverdiener. So sind 64 Prozent der User mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro in Foren unterwegs. Von denen mit unter 1.000 Euro sind es gerade mal 50 Prozent. Das sind Ergebnisse des „Social Media-Atlas 2012″ vom IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung, der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforschungsdienstleister Toluna.

Die Studie zeigt unter anderem, über welche Themen sich die Deutschen auf den Online-Kanälen informieren, ob sie Aktivitäten von Unternehmen wahrnehmen und wie sich die Nutzung in den einzelnen Bundesländern unterscheidet. Zwischen den deutschen Bundesländern gibt es deutliche Nutzungsunterschiede. Der Social Media-Spitzenreiter ist in diesem Jahr Hessen: 74 Prozent der Onliner aus dem Bundesland sind im Social Web unterwegs. Im vergangenen Jahr führte Rheinland-Pfalz noch mit 73 Prozent die Tabelle an, belegt aber in 2012 nur noch Platz sieben. Auf den Plätzen zwei und drei der Social Media-affinsten Bundesländer schaffen es Niedersachsen und Bremen. Die rote Laterne geht in diesem Jahr wie schon in 2011 an Mecklenburg-Vorpommern. Mit 58 Prozent Social Media-Nutzern (52 Prozent im vergangenen Jahr) bildet das Bundesland das Schlusslicht im Social Media-Ranking.

YouTube in der Nutzergunst erneut auf dem ersten Platz
Das von den meisten Deutschen genutzte Angebot ist Facebook. 89 Prozent der Social Media-Nutzer sind auf dem Social Network unterwegs. Die von den Nutzern am besten bewertete Plattform ist allerdings eine andere. Hier hat – genau wie im vergangenen Jahr – YouTube die Nase vorn. 72 Prozent der User bewerten das Video-Portal mit „gut“ oder „sehr gut“. Zufrieden sind sie vor allem mit der Suchfunktion und der Übersichtlichkeit der Seite. Kleiner Wermutstropfen: 2011 lag YouTube noch bei 77 Prozent der Befragten vorn. Facebook schafft es in der Gunst der Nutzer auf den zweiten Platz. 65 Prozent der User bewerten das Social Network mit mindestens „gut“. An dritter Stelle folgt Google+ (60 Prozent zufriedene Nutzer), das zum ersten Mal in die Bewertung einfließt und das Business-Netzwerk Xing (55 Prozent) vom Treppchen stößt. Auffällig ist, dass die User viele Angebote schlechter bewerten als noch in 2011.

Austausch: Private Themen hoch im Kurs
Nach den konkreten Nutzungsgewohnheiten gefragt, zeigt sich, dass die private Kommunikation an erster Stelle steht. So tauschen sich 62 Prozent der Facebook-Nutzer über Persönliches aus, vereinbaren Treffen mit Freunden oder Bekannten und schicken sich gegenseitig Fotos zu. Jeder vierte Facebook-Nutzer unterhält sich mit anderen Usern über berufliche Themen (25 Prozent). Wirtschaftliche oder gesundheitliche Themen diskutiert noch nicht einmal jeder Zehnte (19 beziehungsweise 18 Prozent) in dem Social Network.

Vertrauen in Meldungen aus dem Social Media-Netzwerk gesunken
Den Meldungen kommerzieller Anbieter stehen die Social Media-Nutzer skeptischer gegenüber als noch in 2011. Im vergangenen Jahr gaben 42 Prozent der Befragten an, hohes Vertrauen in Meldungen von Unternehmen und Institutionen zu haben. In diesem Jahr sind es nur noch 35 Prozent. Tendenziell größeres Vertrauen in die Beiträge kommerzieller Anbieter haben dabei noch die Einwohner aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (45, 43 und 42 Prozent).In ähnlichem Verhältnis ist auch das Vertrauen in Informationen gesunken, die von persönlichen Social Media-Kontakten stammen: In 2011 äußerten 67 Prozent großes Vertrauen, in 2011 sind es nur noch 59 Prozent.

Unternehmen fallen im Social Web kaum auf
Der Social Media-Atlas 2012 fragte dieses Jahr außerdem erstmals ab, inwiefern die User die Aktivitäten von Unternehmen einzelner Branchen überhaupt wahrnehmen. Banken und Versicherungen treten demnach bei ihren Kunden kaum in Erscheinung. Nur 13 Prozent der Befragten geben an, dass sie in den vergangenen sechs Monaten Social Media-Aktivitäten von Instituten aus der Bank- oder Versicherungsbranche wahrnahmen. Im Gesundheitssektor sind es sogar nur neun Prozent.

Mehr Informationen zur Studie gibt es bei Fakten Kontor.

Siehe auch Info-Grafik: Facebook-Freundschaften weltweit 

Die Entwicklung des Internet in den letzten zehn Jahren

und: „Euer Internet ist nur geborgt“

Update: Iran will sein eigenes Internet

Update: Das Netz vergisst doch 

 

 

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