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Wer hat 2014 wieviel Gold gekauft? World Gold Council: Markt in Bewegung

Politisch gesehen ist auch 2014 dies die wichtigste Gold-Nachricht des Jahres: Das Verhalten der Zentralbanken hat sich seit 2010 fundamental geändert. Die europäischen Zentralbanken verkaufen weniger, die lateinamerikanischen, die des Mittleren Osten und die in Asien kaufen verstärkt zu. Die Nachfrage, so der World Gold Council in seinem jüngsten Bericht, stieg von zwei Prozent der gesamten Weltnachfrage in 2010 auf über neun Prozent bereits in 2012. Die Zentralbanken sind bemüht, ihr Portofolio zu diversifizieren, insbesondere Alternativen zu US-Dollar-dominierten Assets zu schaffen. Ziel ist auch, sich gegen eigene Inflationsrisiken abzusichern und stabile Reserven zu bilden.

Die weltweite Goldnachfrage lag 2014 bei 3 923,7 Tonnen. Die Zentralbanken kauften 477,2 Tonnen und erreichten damit knapp ein 50 Jahres-Hoch. Die Nachfrage im Schmuckbereich sank um zehn Prozent auf 2 152,9 Tonnen, lag aber immer noch über dem fünfjährigen Durchschnitt. Die Produktion der Minen erreichte einen neuen Rekord von 3 114,4 Tonnen, während der Recyclingbereich auf ein Siebenjahrestief fiel. Untenstehende Grafik zeigt die Verschiebungen zum Jahr 2013 (äußerer Kreis):

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Währungsschwankungen im Verhältnis zum Dollar hatten im im Jahresverlauf zunehmenden Einfluss auf die Entwicklung des Goldpreises. In Europa stieg der Preis um rund 14 Prozent, nachdem der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verloren hatte. Besonders in Russland, wo der Rubel im Verlauf der Ukraine-Krise und der Sanktionen scharf abstürzte, stieg der lokale Preis des Golders extrem. Russland versucht seit Jahren, sich durch massive Goldankäufe aus der Abhängigkeit vom Dollar zu befreien.

Die russische Zentralbank fügte 2014 ihren Reserven 173 Tonnen hinzu und besitzt nun geschätzte 1 200 Tonnen Gold, die 12 Prozent ihrer Gesamtreserven ausmachen. Kasachstan und Iran kauften jeweils 48 Tonnen Gold dazu. Den einzigen nennenswerten Verkauf an Goldreserven verzeichnete der World Gold Council in der Ukraine: Dort wurden im Verlauf der Krise fast 10 Tonnen veräußert.

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Die größte Nachfrage weltweit gibt es in Indien und China. Im Indien stieg trotz aller Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Importe die private Nachfrage um acht Prozent auf 662,1 Tonnen, erreichte in der Hochzeits-Saison sogar ein Allzeithoch mit einer Steigerung um 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die folgende Tabelle zeigt alle Veränderungen von 2014 im Vergleich zum Vorjahr in Tonnen, ganz rechts in Prozent.

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Das riesige Potential in China, das mit der zunehmenden Urbanisation der Bevölkerung und deren Liebe zu Figuren aus Gold zusammenhänge, habe die gesamte Gold-Infrastruktur in der Region belebt, stellt der WGC fest. Die Entwicklung von Singapur als regionales Drehkreuz zwischen Indien und China fördere diese Entwicklung.

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Der World Gold Council rechnet bis 2017 mit einer weiteren Steigerung der chinesischen Goldnachfrage um 20 Prozent, was in der schieren Masse der Bevölkerung begründet sei. In China betrachte man Gold gleichwertig zu Geld, folglich gebe es bei den Banken eine große Zahl diverser Investitionsangebote für Verbraucher. Da China jedoch keine offiziellen Zahlen zu Im- und Exporten vermelde, sei man auf die Interpretation anderer Quellen angewiesen. Hier biete die Shanghai Gold Exchange (SGE) gute Anhaltspunkte, durch die die meisten chinesischen Transaktionen fließen. Keine Auskünfte habe man über die An- und Verkäufe der Zentralbank. Man gehe jedoch davon aus, dass auch diese, dem weltweiten Trend entsprechend, ihre Reserven aufgestockt habe. In China gibt es rund 600 Goldminen, wenn auch viele davon relativ klein seien.

Hier nun die aktuelle Liste der staatlichen Goldreserven:

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Zum deutschen Gold hat das Handelsblatt einen interessanten Beitrag mit Bildern gestaltet, dem ich auch das Titelbild entnommen habe. Daraus geht auch hervor, dass die Fed bei Rückholung eine Gebühr von 1,75$ pro Barren verlangt. Die umstrittene Rückführung des deutschen Goldes, die nach wie vor im Schneckentempo verläuft, liegt lauf Bundesbank „voll im Plan„. Wegen der eklatanten Langsamkeit und der Schweigsamkeit der Bundesbank zu den Details halten sich dauerhaft Gerüchte, dass die Fed das Gold nicht mehr besitzt.

Update: Plant Russland den goldgedeckten Rubel?

Update: Chinesische Regierung will privat gefundenes 8 Kilo-Goldngugget konfiszieren

Update: Is China hiding its central bank gold in its commercial banks?

Karen Hudes: Ein Netz aus Korruption, Geldwäsche und Kampf um Gold

Sie studierte Jura in Yale  und Wirtschaftswissenschaften in Amsterdam. Es folgte eine eindrucksvolle Karriere, die sie um die ganze Welt führte. Von 1980 bis 1985 arbeitete sie bei der Export-Import-Bank der USA, von 1986 bis 2007 in der Rechtsabteilung der Weltbank, wo sie schließlich oberste Beraterin war. Karen Hudes hatte es geschafft: Sie hatte nicht nur Einblick, sondern wirkte in der vordersten Reihe derer mit, die die finanziellen Geschicke von Banken und Staaten rund um die Erde steuern. Nur eines klappte nicht so recht: Karen Hudes konnte sich dem Gesetz des Schweigens nicht beugen. Das hatte und hat bis heute weitreichende Folgen.

Ende der 90er Jahre stieß die Juristin, deren Unbehagen im Laufe der Zeit immer größer geworden war, auf den Philippinen, als es um die Übernahme der zweitgrößten dortigen Bank ging, auf ein Geflecht von Korruption und Geldwäsche. Ihre Versuche, auf dem „Dienstweg“ gegenzusteuern, wurden allesamt unterbunden. Das war rückblickend wohl der Zeitpunkt, zu dem sie begann, sich zu einer Whistleblowerin zu entwickeln. Im Jahr 2007 warf die Weltbank sie schließlich hinaus und ließ sie das Gebäude auch nicht mehr betreten, nachdem sie den Prozess auf Wiedereinstellung gewonnen hatte. Ihr Engagement hat deshalb nicht nachgelassen; im Gegenteil.

Engagiert war Karen Hudes ihr ganzes Berufsleben lang: In der ABA (American Bar Association; Vereinigung von Rechtsanwälten und Richtern) gründete sie das „Komitee für Nichtregierungsorganisationen“ der Abteilung für internationales Recht. Ebenfalls gründete sie das „Komitee für Multilateralismus und Haftung internationaler Organisationen“ in der US-Abteilung der ILA (International Law Association, Organisation zur Verbreitung des Völkerrechts und des internationalen Privatrechts).

Ihre Arbeit in der Weltbank brachte sie in ein Umfeld enger Verflechtungen verschiedener Bankenorganisationen untereinander, wie auch mit der Politik und zahlungskräftigen Investoren. In einem Interview mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten (DWN) schlüsselt sie die Zusammenhänge grob auf:

„Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist die älteste internationale Finanzorganisation. Sie wurde 1930 von den Zentralbanken Belgiens, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Japans und der Vereinigten Staaten gegründet, um Deutschlands Reparationszahlung aus dem Ersten Weltkrieg zu verwalten. Heute besteht die BIZ aus den Zentralbanken von 60 Staaten und konzentriert sich auf zwei Hauptziele: internationale geldpolitische und finanzielle Zusammenarbeit, und geldpolitische und finanzielle Stabilität.

Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds teilen denselben Gouverneursrat aus 188 Mitgliedsstaaten. Der ursprüngliche Zweck der Weltbank bestand darin, den Wiederaufbau des kriegszerstörten Europas zu finanzieren. Nachdem dies erreicht war, wurde die Weltbank der primäre Geldgeber für Entwicklungsprojekte.

Der Zweck des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestand darin, den Zugang zu den internationalen Währungsreserven innerhalb des Systems der Nennbeträge (gesetzter Goldwert der Währung jedes Mitglieds), den Umtausch der Währungen der Mitglieder und feste und variable Wechselkurse bereitzustellen.

Während der Finanzkrise arbeitet die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit dem Internationalen Währungsfonds zusammen, um die Geld- und Finanzmärkte zu stabilisieren. Der Internationalen Währungsfonds verhandelt mit den Regierungen über die Bedingungen und stellt langfristige Kredite zur Verfügung. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich koordiniert die Finanzierung durch die Zentralbanken und beaufsichtigt das Bankensystem der Nationen. Es ist ein engmaschiges Geflecht – bei dem sich alle Beteiligten selbst kontrollieren.“

Je länger sie nun recherchierte, desto mehr korrupte Verflechtungen fielen ihr auf, die in ein kompliziertes Netz mündeten, wie sie dem Nexus-Magazin in einem langen Interview erklärte: „Mathematiker an der Schweizer Eidgenössischen Technischen Hochschule  haben in einer Studie (Network of global Control) erforscht, wer die Unternehmen auf den Finanzmärkten besitzt und kontrolliert – 43.000 Firmen! Dabei haben sie herausgefunden, dass eine geheime „Super-Instanz“ existiert – so nennen sie es –, die 60 Prozent der Gewinne einfährt und 40 Prozent der Wirtschaftsgüter besitzt. Sie schaffen das, indem sie immer dieselben Leute in die Firmenvorstände setzen. Dadurch haben sie eine zehnmal größere Wirtschaftsmacht als ihnen zusteht. Sie dachten, niemand würde sie dabei erwischen. Es handelt sich um ein riesiges Firmenkonglomerat, das die Libor-Preise manipuliert – das alle (!) Rohstoffpreise manipuliert – und das mit Insider­informationen auf den Wertpapiermärkten handelt.  Dieses Konglomerat hat auch alle Medien aufgekauft und die Leute belogen.“

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Bei den DWN präzisiert sie zur Kontrolle der weltweiten Geldbewegungen: „Es gibt einen allmählichen Wandel bei der Kontrolle des internationalen Finanzsystems. Eine Analyse der Finanzmärkte zeigt, dass die Finanzen der Welt in den Händen von nur wenigen Investmentfonds, Banken und Konzernen sind. Die acht größten US-Finanzinstitute (JP Morgan, Wells Fargo, Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, U.S. Bancorp, Bank of New York Mellon und Morgan Stanley) werden zu 100 Prozent von zehn Aktionäre kontrolliert. Vier Unternehmen sind bei allen Entscheidungen immer dabei: BlackRock, State Street, Vanguard und Fidelity. Zudem besteht die Federal Reserve aus zwölf Banken, die von einem Direktorium aus sieben Leuten repräsentiert werden, und die aus den Vertretern der „Großen Vier“ bestehen, die wiederum in allen anderen Institutionen vertreten sind. Kurz gesagt: Die Federal Reserve wird von vier Konzernen kontrolliert: BlackRock, State Street, Vanguard und Fidelity.

Diese Konzerne verlieren gerade die Kontrolle im Verhältnis zur wirtschaftlichen Stärke der BRICS-Nationen: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika und bald auch Indonesien und der Irak.

Diese Nationen machen mehr als 25 Prozent des internationalen Handels aus und haben sich nun darauf geeinigt, den Handel durch ein Tauschsystem zu finanzieren. Sie verwenden Gold, um die Unterschiede auszugleichen, die nach Gegenbuchungen verbleiben. Sie haben sich darauf geeinigt, eine neue Entwicklungsbank zu gründen, die einen Ausweg aus dem ungeliebten Dollar bieten wird. Nun stellt sich für die Finanz-Elite die Frage: Kann der Dollar unter diesen Umständen als internationale Reservewährung überhaupt weiterbestehen?“

Das Thema Gold und die konsequente Manipulation der Märkte ist für Karen Hudes ganz zentral. Da die Fed und inzwischen ja auch die EZB. Japan und andere konsequent die Menge des „Papiergeldes“ erweitern, besteht weltweit eine zunehmende Gefahr von Währungscrashes, bzw. Währungskriegen. Gegensteuern kann man nur, wenn die Währungen durch Gold, mindestens aber solide Wirtschaftsgüter gedeckt sind. Deshalb horten die Zentralbanken Gold, das im Fall eines Währungscrashes Zahlungsfähigkeit gewährleistet – und deshalb werden private Anleger zunehmend aus dem Markt gedrängt. Auch die Tatsache, dass die Deutsche Bundesbank sieben Jahre braucht, um ihr Gold aus den USA zurück zu holen, wertet die Expertin als eindeutiges Zeichen eines drohenden Währungskrieges: Die USA seien einfach nicht in der Lage, dieses Gold schnell genug aufzutreiben…

„Gold im Tresor – die Zentralbanken trauen ihrem eigenen Geld nicht“ berichtet zu diesem Thema in diesen Tagen auch das Wallstreet Journal. Es bestätigt die Ansichten von Karen Hudes weitgehend.

Die Organisation „We are change“ berichtet von einem Interview, das die Juristin  The New American gegeben hat.  In Bezug auf die Manipulation des Goldpreises sagte Hudes hier, dass dies der Motivation dieses mächtigen Netzwerks und der Zentralbanken geschuldet sei, die „an ihren Papierwährungen festhalten wollen“ – ein Verdacht, der von vielen Analysten und sogar hochrangigen Offiziellen der Regierung geteilt wird. Hudes sagte außerdem, dass sie entgegen offizieller Berichte nicht daran glaubt, dass sich in Fort Knox noch irgendwelches Gold befindet. Sogar Kongressabgeordnete und ausländische Regierungen haben versucht herauszufinden, ob die Edelmetalle noch vor Ort waren, aber sie hatten nur wenig Erfolg. Hudes glaubt, dass dieser Betrug letztendlich auffliegen wird.

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Dem Sender Red Ice Radio hat Karen Hudes  ein fast zweistündiges Interview gegeben, in dem sie zu all diesen Fragen und einigen mehr ausführlich Stellung nimmt (klicken Sie den Pfeil an):

Der Sender hat im Anschluß eine ganze Reihe von Links veröffentlicht, unter anderem von Karin Hudes selbst als Beleg geliefert wurden. Sie sind im Anschluss angefügt.

In diesem Interview geht es es auch um die Frage, wer letztlich hinter dem Komplott mit dem Ziel, die Macht über die ganze Welt zu bekommen, steht. Zwar könnten es auch Außerirdische sein, meint die Juristin. Sie selber glaube aber eher an eine Verschwörung der Jesuiten unter Zuhilfenahme von Verhör- und Manipulationsmethoden der CIA, hier speziell des Programms  MKULTURA, das sich in allen denkbaren Varianten mit Techniken zur Gedankenkontrolle befasst hat. Damit belastet sie sozusagen die üblichen Verdächtigen – die Bankiersfamilie Rothschild, die Illuminaten, die Bilderberger. Mit diesen Zusammenhängen hat sich der „Honigmann“ in seinem viel gelesenen Blog ausführlich auseinandergesetzt.

Waum erheben sich die Menschen nicht, wenn sie derart hintergangen werden? Eine Frage, die sich nicht nur hier, aber auch und besonders hier immer wieder stellt. Wer einmal versucht, sich als Nicht-Fachmann mit diesen Strukturen, in denen das Gesetz des Schweigens Voraussetzung der Mitgliedschaft ist, zu beschäftigen, versteht die Gründe leicht: Das Netz ist zu kompliziert, die Aktionen scheinen verworren, die Ziele so ungeheuerlich, dass es einfacher ist, alles als Verschwörungstheorie abzutun und die „Verschwörer“ als gestört darzustellen. Dies geschieht auch, wenn Whistleblower wie Karen Hudes Eliteuniversitäten besucht und eine weltumspannende Karriere hinter sich haben.

Wie klug diese Frau plant und handelt, kann man daran sehen, dass sie auch sieben Jahre nach ihrer Kündigung durch die Weltbank noch immer Einblick in aktuelle Vorgänge hat, noch immer für ihre Sache kämpft, und zwar in einem aktiven Netzwerk mit andedren Insidern, die ebenfalls Whistleblower sind. Das Ziel ist klar: „Sie“ dürfen nicht gewinnen. Letzten Sommer hatte das Netzwerk einen wichtigen Erfolg:  Am 20. Juli 2013 hat das britische Unterhaus die Aussagen von Elaine Colville, einer schottischen Whistle-Blowerin, zusammen mit Hudes‘ Statement auf der Webseite des britischen Parlaments veröffentlicht. Am 5. September 2013 informierte der Parlamentsausschuss für öffentliche Verwaltung Elaine Colville, dass sie ein zusätzliches Statement für Teil II ihrer Untersuchung veröffentlichen würden: „Beschwerden: Machen sie einen Unterschied?“

Seit Oktober 2013 läuft nun eine weitere Welle von Interviews, vorwiegend in englischer Sprache. Auf die Mainstreammedien kann Hudes dabei nicht zählen: Da finden sie und ihre Mitstreiter nicht statt. Aber ihre kontinuierliche Arbeit wird in den sozialen Medien verteilt und weiter verbreitet, erreicht also öffentliches Bewusstsein, während die  Gruppe weiterhin die Parlamente der Welt mit Anfragen, Beschwerden und Beweisdokumenten konfrontiert. „Ich habe die anderen Weltbank-Whistle-Blower gefragt, ob es möglich ist, die Weltbank und das internationale Finanzsystem zu reformieren. Wir sind uns einig, dass Korruption und Marktmanipulation beendet werden müssen,“ sagt sie. „Ich denke, dass wir die Kurve noch kriegen werden. Ich erwarte keinen Zusammenbruch. Da gibt es ein sehr präzises Modell, das auf der Spieltheorie fußt, und das sagt voraus, dass wir einen sanften Wandel schaffen werden. Vielleicht wird es ein paar Anlaufschwierigkeiten und Ruckler geben, aber für mich ist einsichtig, dass die meisten Länder der Welt es vorziehen werden, zusammenzuarbeiten statt das System zusammenbrechen zu lassen.“

Siehe auch: Warum wir nicht schweigen dürfen

Weiterführende Links, alle gefunden bei Red Ice Radio :

kahudes.net
World Bank
John Maynard Keynes (Fabian Socialist Founder of teh World Bank) and Economic Fascism
The Network of Global Corporate Control
Sting operation
International Bank for Reconstruction and Development
Ferdinand Marcos
Gold Warriors: America’s Secret Recovery of Yamashita’s Gold
James Wolfensohn
The Stock Market In Japan Is COLLAPSING
Are Major Bank Runs in Our Near Future?

The following links are provided as is from Karen (These are the „documents“ mention in the interview)

World Bank a security risk to the world order?
US Military Report: Fired nuke general misbehaved in Russia
US Allies: Do Some Stocktaking and We Will Help Patriots. Close call for Charleston Nuke October 8, 2013

Here is what another member of the US‘ Armed forces says about what is really going on in the military:

A Grandfather’s Encouragement – Foreword (pdf)
A Grandfather’s Encouragement – Perspective Summary (pdf)
A Grandfather’s Encouragement – Perspective (pdf)
A Grandfather’s Encouragement – Perspective Afterword (pdf)
A Grandfather’s Encouragement – Rebuilding America’s Inner Compass (pdf)
A Grandfather’s Encouragement – Rebuilding Global Banking System (pdf)
Recent interview with alot of supporting documentation in the comments section (An interview with Antal Fekete as mentioned in the interview)
„a recent tweet“ (A word document containing unorganized emails and tweets)

Related programs

G. Edward Griffin – The Collectivist Conspiracy
Catherine Austine Fitts – Swine Flu, Vaccination & The Economy
William Dean A. Garner – World Control, Gold & The Jesuits
Sterling Seagrave – The Secret History of Asia & Gold Warriors
Joseph P. Farrell – Babylon’s Banksters, Global Financial Blackmail, Geo Warfare & The End Game
Julia & BJ Davis – Hour 1 & 2 – Top Priority: The Terror Within
Bill Still – The Money Masters & The Secret of Oz
Jason Erb – Hour 1 – Economic History & Alternative Currencies
Tracy Twyman – Alconomics, Money & Magic
Gerald Celente – The Decline of USA & The Individual Solution

Update: Naht das Ende der Dollar-Dominanz?

Update: Absprachen beim Gold-Fixing: Barclays bestraft

Update: Die mächtigsten Strippenzieher der Finanzwelt

Wer hat 2013 wieviel Gold gekauft? World Gold Council analysiert das Jahr

Das Jahr 2013 war für den Goldmarkt mehr als turbulent. Investorenträume von einem Erreichen der 2000er Marke für die Feinunze zerplatzten zu Staub – große Spekulationskontingente wurden abgestoßen. Für Privatleute wurde der stark gesunkene Goldpreis zum Fest: Angeführt von der Nachfrage in China und Indien  war 2013 mit einer Steigerung von 21 Prozent ein Rekord-Einkaufsjahr für die privaten Konsumenten. China wurde zum Land der größten Goldnachfrage weltweit. Auch in den westlichen Märken blieb die private Goldnachfrage stark. Besonders in den USA gab es ein robustes Jahr sowohl im Bereich Schmuck, als auch bei Barren und Münzen.

Diese starke private Nachfrage von insgesamt 3 864 Tonnen, so der World Gold Council (WGT) in seinem Jahresbericht 2013, sorgte dafür, dass die Nachfrage nach dem Edelmetall insgesamt „nur“ um 15 Prozent fiel.

Um 38 Prozent stiegen 2013 die chinesischen, um 16 Prozent die indischen Investitionen in Goldbarren und –münzen. Weltweit stiegen die Investitionen in Barren und Münzen um 28 Prozent von 1 289 Tonnen 2012 auf nun 1 654. Dies war die höchste Steigerung seit 1992 die Aufzeichnungen des WGC begannen. Die Steigerung im US-Markt lag bei 26 Prozent (auf 68), in der Türkei sogar bei 113 Prozent auf 102 Tonnen.

Die Nachfrage nach Schmuck in China stieg um 29 Prozent von 519 auf 669 Tonnen. In Indien wurde trotz der Importrestriktionen der Regierung eine Steigerung um 11 Prozent von 552 auf 613 Tonnen.

Folgende Aufschlüsselung ergab sich weltweit nach Sparten:

Goldnachfrage 2012-2013

Schmuck: 2013 gab es den höchsten Anstieg seit 16 Jahren – die Endverbraucher rund um den Globus reagierten auf die gefallenen Preise. Die Jahresnachfrage lag bei 2 209,5 Tonnen, das waren 17 Prozent mehr als 2013 und die insgesamt höchste Nachfrage seit der Finanzkrise von 2008.

Investment: Es gab starke Unterschiede zwischen den verschiedenen Investitionsmöglichkeiten. Die Nachfrage nach Barren und Münzen stieg auf ein Allzeithoch von 1 654,1 Tonnen. Einzelinvestoren profitierten von den niedrigeren Preisen, während Großinvestoren im großen Stil taktische ETF verkauften. Westliche investoren generierten so einen Abfluss von 880,8 Tonnen.

Technologie: Die Jahresnachfrage stabilisierte sich bei 404,8 Tonnen (2012 waren es 407,5). Der gesunkene Preis und verbesserte globale Wirtschaftsaussichten wirkten unterstützend.

Zentralbanken: Nettokäufe durch die Zentralbanken erhöhten insgesamt die offiziellen Goldreserven um 368,8 Tonnen.  2013 war das vierte Jahr in Folge, wenn dieser sich auch aufgrund der höheren Volatilität des Goldes und geringerer Devisenreserven etwas verlangsamte.

Versorgung insgesamt: Der Stand sank um 2 Prozent auf 4 333,9 Tonnen, da die Recycling-Aktivitäten wegen des gesunkenen Goldpreises im Verhältnis zur Produktion in den Minen etwas zurück ging.

Die Zentralbanken kauften 2013 insgesamt 368,6 Tonnen Gold, davon 61 im vierten Quartal. Diese Verlangsamung ergab sich, so der WGC in seinem ausführlichen Jahresbericht, durch die erhöhte Volatilität des Goldes und die gesunkenen Devisenreserven der Staaten. Obwohl es sich um eine Verringerung von insgesamt 32 Prozent im Vergleich zu 2012 handele, sei dies doch insgesamt ein „gesunder Abschluss“, wenn man berücksichtige, dass die Jahresnachfrage 2012 die höchste der letzten 50 Jahre gewesen sei.

Nur Deutschland hat im letzten Jahr seine Goldreserven leicht reduziert (3,5 Tonnen) – dies habe jedoch, so der Bericht, mit dem deutschen Münz-Prägeprogramm zu tun. Betrachte man allerdings den stark gesunkenen Goldpreis, sei bei den Zentralbanken insgesamt wenig Appetit auf Zukäufe vorhanden, schreibt der World Gold Council. Details zu den Goldbeständen der Zentralbanken zeigen die beiden untenstehenden Tabellen. Die weltweite Liste der Goldbestände mit Stand Februar 2014 zeigt die Tabelle darunter.

Veränderungen Goldbestand Januar bis JUni 2013 weltweit

Chart Goldpreis 1970 bis 2014

Chart Goldpreis 2004 bis 2014

Chart Goldpreis 2013

Das Spannende an der Entwicklung war, dass praktisch keine Voraussagen mehr möglich waren, da die bekannten Faktoren keine der bisher bekannten Rückschlüsse mehr zuließen. Auch angesehene Analysten entwickelten daraufhin zunehmend die gleiche Meinung: Der Goldpreis wird gezielt manipuliert.

Wird der Goldpreis manipuliert?“ fragte auch dieser Blog bereits im März letzten Jahres. Die Geldpolitik der Fed ebenso wiedie innerhalb der EU hätte zusammen mit der  keineswegs entspannte Schuldensituation in den USA wie in Europa zu einer verstärkten Flucht in den „sicheren Hafen“ Gold führen müssen, tat es aber nicht. Sicherlich trugen dazu die weltweiten Anstrengungen vor allem der USA, Steuerflüchtlinge einzufangen, erheblich bei. Besonders die Schweiz, traditionell beliebter Lagerplatz möglicherweise nicht immer gesetzeskonform versteuerten Geldes in Form physischen Goldes, wird seit Jahren massiv unter Druck gesetzt. Vergleichbar sichere Bedingungen am „Ersatzplatz“ Singepur zu finden, scheint bereits aufgrund der dortigen politischen Verhältnisse nicht erfolgversprechend. Zum beschriebenen Druck aus den USA gesellte sich im Verlauf des Jahres weltweite Bemühungen, auch sogenannte Offshore-Paradise trockenzulegen.

Es darf jedoch bezweifelt werden, dass hier die wahren Gründe für die Volatilität des Goldpreises zu suchen sind. Betrachtet man die Währungskrisen rund um den Globus, erkennt auch der Laie, dass das Rezept „Wachstum“ in absehbarer Zeit ausgedient haben wird. Was also wäre eine zukunftsfähige Lösung aus Sicht der Banken, ebenso wie der Nationalstaaten, wenn nicht Gold? Ganz einfach: die bargeldlose Zahlung.

Bereits jetzt gibt es Beschränkungen der Barzahlung sogar innerhalb Europas. Nur wenig thematisiert in den Mainstreamnachrichten werden damit zunehmend unkontrollierte Geldströme eingeschränkt. Was mit einer Karte gezahlt wird, ist hingegen lückenlos nachvollziehbar. „Plastikgeld“ würde damit gleich mehrere lästige Schwierigkeiten aushebeln: Steuerflucht wäre kaum noch möglich und Geldmengenprobleme würden sich relativieren.

Um ein solches Projekt weltweit umzuzsetzen, bedarf es allerdings der absoluten Kontrolle über jede mögliche Ersatzwährung: Deshalb geraten beispielsweise Bitcoins zurzeit zunehmend unter Druck. Deshalb darf auch nicht unkontrolliert viel Gold in den Händen nicht staatlicher Investoren bleiben – oder gar größere Einzelmengen in den Händen von Privatleuten.  Aus dem gleichen Grund verkaufen Zentralbanken kein Gold, sondern halten ihre Bestände und kaufen möglichst günstig weiter zu: Der Staat, der die größte Menge einer nicht beliebig vermehrbaren potentiellen Ersatzwährung sein Eigen nennt, wird in einem weltweiten Plastiksystem die meiste Macht haben.

Klingt zu einfach?

Ist auch stark vereinfacht.

Aber Prinzipien sind grundsätzlich ganz einfach.

Goldpreis in den Schlüsselwährungen 2010-2013 Stand 17.2.2014
Der Goldpreis 2010-2013 je Feinunze in den Schlüsselwährungen.
Quelle aller Grafiken: World Gold Council

Siehe auch: Die Fed, die Zinsen, der Goldpreis und die Illusion eines freien Marktes sowie

Grafik des Untergangs prophezeit Börsencrash

Update: Bundesbank holt 2014 30 bis 50 Tonnen Gold aus den USA

Weitere Artikel über Gold finden Sie über die Stichwortsuche in diesem Blog.

Update: Das Steuerparadies Schweiz in Zahlen

Update: Diese Männer verdienten 2013 das meiste Geld an der Börse

Update: Goldpreis-Manipulationen schon seit zehn Jahren

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Inside the Fed: Das Lächeln des Geldes, der Glanz der Barren…

Reporter des US-Senders National Geographic durften erstmals in den Tresoren der Federal Reserve Bank New York drehen und lernten: „An Gold sieht man sich niemals satt – es zaubert ein Lächeln in die Gesichter aller.“

in englischer Sprache ohne übersetzung – ein interessanter Dreiteiler. Im ersten Teil (siehe oben) geht es um das Transportieren, Prüfen und Lagern von Gold, im zweiten und dritten Teil um Papiergeld, dessen Sicherheit und die Stabilität der Währung.

Forbes: Die Fed verzerrt die Märkte und unterminiert den Dollar

Am 6. Mai 2013 diskutierte der Forbes Media Chairman Steve Forbes die Geldpolitik der Federal Reserve Bank mit Trish Regan in Bloomberg Television’s „Street Smart.“

Sein Fazit: Ben Bernanke hat den Dollar destabilisiert. Er wird sich eines Tages nicht in der Ruhmeshalle, sondern im Gegenteil finden. (Source: Bloomberg)

 

Update: Soros vs. Sinn: Die deutsche Frage

Wird der Goldpreis manipuliert? CFTC startet eine Vor-Untersuchung

Der Goldpreis ist seit Monaten in stetem Sinkflug, obwohl er angesichts der Welt-Finanzlage definitiv steigen müsste. Dies hat nun auch die CFTC auf den Plan gerufen.  Die Commodity Futures Trading Commission mit Sitz in Washington, D.C. ist eine unabhängige Behörde der Vereinigten Staaten und reguliert die Future- und Optionsmärkte in den USA. Ihre Aufgabe ist es, gemäß des The Commodity Exchange Act (CEA), 7 USC § 1 ff. Handelspartner vor Manipulationen, missbräuchlichen Handelspraktiken und Betrug zu schützen. Dazu überwacht die CFTC die Bildung der Preise auf den Rohstoffmärkten. Sie untersucht zum Beispiel, wie groß der Einfluss der Spekulanten auf die Preisbildung ist. Bei Unregelmäßigkeiten darf die Behörde einschreiten. So kann die CFTC etwa Obergrenzen für offene Positionen der Marktteilnehmer festlegen.

Wie das Wall Street Journal in seiner amerikanischen und deutschen Ausgabe berichtet, gibt es bereits seit 2008 Beschwerden bezüglich der Transparenz des Silberpreises. Die CFTC, die seit 2009 von dem Ex-Goldman-Banker Gary Gensler geleitet wird, hat in den weltweiten Ermittlungen im Liborskandal eine bedeutende Rolle gespielt. Beim Libor sollen Händler Daten manipuliert haben, die sie regelmäßig an die British Bankers Association übermittelt haben. Barclays, die Royal Bank of Scotland und die UBS haben bereits Strafen in Milliardenhöhe akzeptiert. In der Folge hat sich die Aufmerksamkeit der Behörde auf die Transparenz des Gold-Fixings konzentriert, das zweimal täglich in London stattfindet.

Am Fixing des Goldpreises in London sind fünf Banken beteiligt: Barclays, Deutsche Bank, HSBC,  Bank of Nova Scotia  und Société Générale. Die Silberpreise legen einmal täglich Bank of Nova Scotia, Deutsche Bank und HSBC fest. Die Preis-Festlegung erfolgt im Rahmen von Telefonkonferenzen auf der Basis von Angebot und Nachfrage, ohne dass dazu der Handel ausgesetzt wird. Das Fixing bestimmt unter anderem auch darüber, wie viel Bergbauunternehmen mit dem Verkauf des Rohstoffs verdienen, sowie über den Wert von Derivaten, deren Kurse an die Metallpreise gebunden sind.

Immer wieder kursieren Vermutungen, dass der Goldpreis von den Notenbanken manipuliert wird, die ein vitales Interesse daran haben, dass dieser relativ niedrig bleibt. Dazu berichtete zum Beispiel das ARD-Börsenmagazin bereits vor drei Jahren. Auch Jochen StanzlChefredakteur des Gold- & Rohstoff-Report, äußerte im Sommer 2012 dazu eine Theorie: Ist es nicht im Interesse der Notenbanken, oder gar der „Zentralbank der Zentralbanken“, der Bank for International Settlements BIS also, Gold zu kontrollieren? Warum gab es im August und September 2011 wiederholte Margenerhöhungen an der New Yorker Edelmetallbörse COMEX bei den Edelmetallen Gold und Silber, einige sogar an aneinanderfolgenden Tagen? Was wurde da versucht? Warum kann ich mit einer Strategie, bei der ich Gold außerhalb der COMEX-Handelszeiten handle, und es während der Handelszeiten leerverkaufe, eine phänomenale Performance erwirtschaften? 

Stanzel verweist auf  einen Brief aus dem Jahr 1975, adressiert an den damaligen US-Präsidenten Gerald Ford. Darin bittet Arthur Burns, der damalige Vorsitzende der Federal Reserve, den Präsidenten, sich beim Gipfel des Internationalen Währungsfonds IWF  dafür auszusprechen, dass einzelne Länder nur bestimmte, individuell festgelegte maximale Mengen an Gold besitzen dürfen. Der Fed-Chairman äußerte sich besorgt darüber, dass Frankreich eine Liberalisierung des Goldhandels anstrebe. Dies könnte die Bedeutung des Goldpreises auf unkontrollierbare Art und Weise steigern, und dies sei schließlich nicht gewünscht…

Siehe auch: Die Fed, die Zinsen, der Goldpreis und die Illusion eines freien Marktes und 

Alarmstufe rot bei US-Offshore-Goldanlegern

Update: Absprachen beim Gold-Fixing: Barclays bestraft

 

Die Fed, die Zinsen, der Preis des Goldes und die Illusion eines freien Marktes

Hierzulande angesichts der Europa-Fragen weitgehend nicht berichtet wird über eine Diskussion, die sich am Dienstag nach dem Auftritt des Fed-Chefs Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des US-Repräsentantenhauses erheblich verschärft hat: Die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank steht zunehmend in der Kritik – vor allem durch republikanische Abgeordnete. Der Hintergrund der Kritik ist schnell erklärt: Das US-Finanzministerium schöpft die Gewinne der Federal Reserve ab, muss aber auch für deren Verluste gerade stehen. Und die summieren sich.

Seit der weltweiten Finanzkrise 2007 bis 2009 senkte die Fed nicht nur die Zinsen auf faktisch null Prozent. Sie kaufte auch für sagenhafte 2,5 Billionen (2500 Milliarden !!!) Dollar  Hypotheken und Schatzpapiere auf, um die langfristigen Zinsen niedrig zu halten. Zurzeit kauft sie monatlich für etwa 85 Milliarden Dollar Bonds auf – alles mit dem erklärten Ziel, die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen und die Zahl der Arbeitslosen signifikant zu senken.

Auf die Frage, wie lange es wohl dauern werde, bis die US-Arbeitslosenquote von jetzt 7,9 auf wenigstens 6 Prozent sinke, nannte Ben Bernanke das Jahr 2016 – und erntete scharfe Kritik: Sollte das geldpolitische Konzept zusammenbrechen, bedrohen den Staat nicht nur ein Schuldenberg, sondern auch galoppierende Inflation und extrem steigende Schuldzinsen.  Dennoch verteidigte der Notenbankchef auch gegen anderslautende Überlegungen innerhalb seines Hauses die Niedrigzins-Politik: Jede Änderung sei wirtschaftlich kontraproduktiv – im Übrigen verfüge man über die nötigen Tools auszusteigen, wenn die Zeit dafür komme (Quelle: Financial Post).

Bloomberg News ließen nun eine Studie anfertigen, in der Stresstest-Bedingungen der Fed für die systemrelevanten  US-Banken auf die Notenbank selbst angewendet wurden. Das Unternehmen MSCI Inc. (MSCI), ein anerkannter New Yorker Finanzdienstleister, ermittelte erschreckende Zahlen: Innerhalb der nächsten drei Jahre könnte der Marktwert der Fed-Papiere um 547 Milliarden Dollar sinken. Dieser Verlust würde sich auf weniger als die Hälfte dessen, nämlich 216 Milliarden Dollar reduzieren, wenn die Rechnung Bernankes aufgehen und sich die Wirtschaftslage Schritt für Schritt erholen würde.

Da die Zentralbank ihr Portfolio nicht öffentlich macht, so Bloomberg News, sei dieser Verlust aber möglicherweise nur ein Teil dessen, was an Belastungen auf den Straat zukomme – denn die Fed könne nicht Pleite gehen und daher problemlos mit Verlusten in den Büchern weiter operieren. Bernankes Geldpolitik ist die aggressivste in der gesamten Geschichte der Notenbank. Ob dieser Weg, Wirtschaftswachstum zu fördern gerechtfertigt war, wird sich erweisen, wenn die Zentralbank aus ihrer Notfallpolitik wieder aussteigt – ein Thema, das intern bereits die Gemüter erhitzt. Ben Bernanke ist 59 Jahre alt, seine zweite vierjährige Amtszeit endet am 31. Januar 2014. Er hat bisher nicht erklärt, ob er noch einmal antreten will.

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Der Zusammenhang zwischen der Fed-Bilanz und dem Goldpreis ist traditionell sehr eng, stellt Forbes fest und bezieht sich auf eine Untersuchung des Macquarie Research Instituts.  Diese Studie hat ermittelt, dass mit jeder Steigerung der Fed-Bilanz um 300 Milliarden Dollar der Goldpreis um 100 Dollar je Feinunze steigt. Setzt die Notenbank also ihre Ankäufe in gleicher Höhe fort, weitet sich ihre Bilanz allein in den nächsten sechs Monaten um 765 Milliarden Dollar aus – der Preis des Goldes würde allein dadurch um 16 Prozent steigen. Bereits jetzt hat die Politik Ben Bernankes die höchsten Steigerungen im Preis des Edelmetalls in der Geschichte seines Instituts verursacht.

Steigerung des Goldpreises in Proz unter den letzten 4 Fed-Chefs

Nun ist die amerikanische Notenbank aber nicht allein mi ihrer Strategie. Die EZB hat sich inzwischen in ihre Spur begeben. Nachdem bekannt wurde, dass nicht nur Spanien in der Krise steckt, sondern auch die Wirtschaft im EU-Schwergewicht Frankreich stagniert, hat sich durch die Italien-Wahl die Gefahr der nächsten Euro-Krise erheblich verschärft. Die Sparpolitik Mario Montis wurde von den Wählern nicht honoriert – dazu kommt, dass die politische Patt-Situation jede Bewegung im Keim ersticken könnte.

Bisher vertrauen die Märkte auf das Wort Mario Draghis, wonach die EZB alles nötige unternehmen werde, den Euro zu retten. Die Verunsicherung der Investoren werde wohl nicht den Grad erreichen, den es im letzten Jahr gegeben habe. Das Staatsanleihen-Kaufprogramm der EZB dürfte eine solche Eskalation verhindern, zitiert denn auch am Mittwoch das Handelsblatt den Chefvolkswirt der DZ Bank, Stefan Bielmeier.  Der Mannheimer Wirtschaftsprofessor Hans-Peter Grüner hält es sogar für möglich, dass der Markt irgendwann die Reichweite der Versprechen der EZB testen werde.

Der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Kai Carstensen, mahnt an: Eine  stabile Regierung, die den Reformkurs entschlossen fortsetze, sei nicht nur für Italien wichtig, sondern auch für den Zusammenhalt des Euroraums.

Im Rahmen einer Rede in München, erklärte am Mittwoch auch EZB-Chef Mario Draghi, der Geldpolitik der Zentralbank seien klare Grenzen gesetzt. Die Regierungen des Euroraumes seien daher dringend gefordert, nationale Strukturreformen umzusetzen und eine stabile politische und wirtschaftliche europäische Union zu bilden (Quelle: Financial Times). 

Auch in Japan ist mittlerweile die Notenbank auf dem Weg, der hoch verschuldeten Regierung das Leben zu erleichtern. Unter anderem geht es um eine massive Ausweitung der Geldmenge – ein Problem, das auch die USA und der Euroraum haben. Die Wirkung solcher Maßnahmen ist rund um den Globus die gleiche: Kurzfristige Entspannung auf den Finanzmärkten scheint diese Politik zunächst zu rechtfertigen. Auch der Goldpreis, der nach der Italien-Wahl von 1585 auf fast 1620 Dollar pro Feinunze hoch geschnellt war, pendelte sich bereits zwei Tage später wieder bei rund 1610 Dollar ein. Positive Wirtschaftsdaten aus den USA verstärkten am Mittwoch den Trend.

Geldpolitik ist Vertrauenssache. Das gilt besonders kurzfristig.

Langfristig lohnt es sich allerdings auch zu rechnen.

Siehe auch:

Warum der Goldpreis fällt

Italien und Frankreich: Der lange Abstieg in die Depression

Noch keine Entwarnung in der Eurokrise

Update: US-Haushalts-Streit: Ausgabekürzungen treten in Kraft

Update: US-Banken lösen Goldpreis-Bremse

Update: El Erian warnt die Fed davor, einen Währungskrieg anzufachen

Update: Japanische Notenbank beschließt Geldschwemme

 

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