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Bilder sehen, hören, fühlen: Das Wunder der Empathie in der Tierkommunikation

Man stelle sich vor, die Frau eines Workaholics könne wahrnehmen, als sei sie es selbst, was ihren Mann antreibt, immer mehr und immer länger zu arbeiten, immer weniger Zeit für Gemeinsamkeiten zu haben.

Man stelle sich nun vor, der selbe Mann könne mit seinen eigenen Sinnen fühlen, wie seine Frau sich von ihm  „in die Ecke gestellt“ fühlt, wie sie an fehlender Nähe leidet und vereinsamt.

Geht nicht? Doch, das geht: Es handelt sich um einen Akt bewusster Wahrnehmung, bewusster Empathie. Und so etwas hat Folgen: Sobald ein Mensch sich erlaubt, empathisch zu sein, wird er auch handeln. Die Frau wird den Mann in seiner Anstrengung liebevoller begleiten und er sie in ihrer Sehnsucht nach Nähe weniger allein lassen.

Warum? Weil echtes Mitgefühl unweigerlich in Handlung mündet. Wer mitfühlt, will helfen. So sind wir konstruiert.

Dehnen wir die Vorstellung aus. Denken wir an Menschen, die entscheiden, dass jeden Tag Zehntausende frisch geschlüpfter Hähnchen-Küken aufs Förderband zum Lebend-Schredder gesetzt werden. Wie würden sie handeln, wenn sie fühlen würden, was diese Küken fühlen? To be continued mit Rindertransporten, Schweinemast, und so weiter.

Denken wir weiter an den Migranten-Tsunami, der gerade nach Europa rollt: Wie würden wir handeln, wenn wir uns erlauben würden, am eigenen Leib zu spüren, wie es den Menschen geht, die durch Wüsten wandern, in Nuss-Schalen über Meere flüchten, sich treten und schlagen lassen, nur um ein ein besseres Leben zu finden?

Denken wir schließlich global: Wie würden wir handeln, wenn wir im eigenen Magen-Darm-Trakt fühlen würden, was unser Plastikmüll, unsere Ölbohr-Plattformen, unsere Windräder in Ozeanen und im Leben der Meerestiere anrichten, was unser Eindringen in die angestammten Lebensräume von Wildtieren an Land für diese bedeutet, was der Umbau des ganzen Globus, ausgerichtet auf menschliche Bedürfnisse, aus den Lebensbedingungen aller anderen Spezies macht?

Geht nicht? Doch das geht.

Wir alle können es.

Viel zu wenige tun es aber. Weil es anstrengend ist. Weil es schmerzt. Weil man verzweifeln will an der scheinbaren Unmöglichkeit, allein etwas ausrichten zu können. Weil man sich, wenn man einmal angefangen hat, nie mehr bequem und selbstzufrieden im Sessel zurücklehnen kann.

Aber Empathie, die Fähigkeit, mitzufühlen, bedeutet auch eine Quelle des Glücks. Sie ist Kommunikation auf höchster spiritueller Ebene völlig ohne  Arten- oder Sprachgrenzen. Sie funktioniert nonverbal über Bilder, Gerüche, Geräusche, Körperwahnehmungen – und sie kann die daran Beteiligten mit einer Liebe erfüllen, die weit über das hinaus geht, was etwa in Paarbeziehungen existiert. Jeder kann diese Sprache sprechen – wenn er bereit ist, sie zu erlernen, sie kontinuierlich zu üben.

Einst wussten, wie heute noch die Tiere, auch die Menschen, wie man den ganzen Körper zur Wahrnehmung einsetzt. Heute müssen wir es wieder lernen, die alten Instinkte reaktivieren. Schulen dafür wird man nicht finden, Lehrer aber schon. Ein guter Übungsweg ist zum Beispiel die sogenannte Tierkommunikation, von der ich hier erzählen will.

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„Mäuschen“ war eine „Herbstkatze. In einer eisigen März-Nacht, lange nach Mitternacht, fand ich sie in einem Dorf auf der Straße. Offenbar war sie kurz vorher mit einem Pkw kollidiert, aber bis auf einen Schock unverletzt geblieben. Nirgendwo  brannte mehr Licht – keine Ahnung, wohin sie gehörte. Ich nahm sie mit. Sie war noch nicht ausgewachsen, struppig und hatte Katzenschnupfen. Und sie wollte partout nicht im Katzenkörbchen schlafen.

Nach einer Woche war sie sauber, entwurmt, vom Tierarzt behandelt und hatte sich durchgesetzt: Sie schlief neben meinem Kopf. Sterisilieren wollte der Arzt sie später: Sie sollte erstmal etwas aufgepäppelt werden. Für die Vorsaison hatten wir ein Ferienhaus an der französischen Atlantikküste gebucht. Was tun mit „Mäuschen“? Kurz entschlossen fuhren wir nachts und nahmen sie mit. Da war sie schon trächtig: Von „Fritzchen“, einem großen schwarzen Kater aus der Nachbarschaft.

Wir waren alle zunehmend aufgeregt, als es endlich soweit war: An einem Vormittag, als ich grade zur Arbeit fahren wollte, fing sie an, laut zu rufen und wollte sich unbedingt in den Korb mit Bügelwäsche flüchten. Ich brachte sie in den Karton mit Katzeneingang und Deckel zum Abheben, den wir vorbereitet hatten, legte sie auf das Heu und rief die Männer im Büro  an: Ich könne nicht kommen, hätte Hebammenaufgaben. Ich erntete brummeliges Lachen und Kopfschütteln.

Dann kniete ich neben ihr und erlebte das Wunder der Geburt. Wie Wellen von Schmerz sie durchliefen, ihre Pupillen bis zum Rand erweitert waren, wie stolz und würdevoll sie in die Geburten ging – und schließlich zwei kleine Knäuel hervorbrachte: Anthrazitfarben waren sie, unter der Farbe sah man das graugetigerte Muster ihrer Mutter. Ich ließ die Drei ruhen und fuhr zur Arbeit. Abends lachten wir uns schief über die stolze Mutter: Sie platzte fast ob ihrer Leistung, der Schwanz stand ab wie ein Brett – weiter war sie mit dem Säubern noch nicht gekommen.

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Zwei kleine schwarze Panther wuchsen unter ihrer umsichtigen Obhut heran, öffneten wasserblaue Augen, lernten, wie man tote Mäuse behandelt, später, wie man lebendige jagt – alles auf dem Flur vor dem Schlafzimmer. Dazwischen aßen sie Schmelzflocken mit Milch, tranken an Mäuschens Brust und trugen kleine Kämpfe miteinander aus. Wir tauften sie  Jakob und Adele – und mussten immer wieder herzhaft darüber lachen, wie die beiden sich zusammen in die kleinsten Kartons manövrierten.

Sie wuchsen schnell, waren bald größer als ihre kleine, keuchende und niesende Mutter. Aber sie hörten nicht auf, deren  Milch zu trinken, und Mäuschen war zunehmend genervt, weil sie die beiden nicht abwehren konnte. Mittlerweile musste sie wegen des Katzenschnupfens Cortisontabletten nehmen, was sie hasste.Eines Nachts im Herbst hörte ich, wie sie das Schlafzimmer und durch die Katzenklappe das Haus verließ. Sie kam nie mehr zurück.

Ich war außer mir, suchte sie überall, fand aber keine Spur von ihr. Magisch zog es mich immer den selben Weg lang Richtung Waldrand; ich ging ihn wohl hundert Mal, fand aber nichts. Mäuschen blieb verschwunden.

Zehn Jahre später las ich von einem Seminar: Tierkommunikation mit  Amelia Kinkade. Ich buchte sofort. Das Seminar fand im Schwarzwald statt. Ich kam zu spät, verfranste mich auf der Schwarzwaldhochstraße, war völlig entnervt, als ich endlich im überfüllten Raum mit den Anderen zusammenfand. Wir hatten Bilder von unseren Tieren dabei und tauschten diese untereinander aus, ohne uns weitere Informationen dazu zu geben. Die jeweiligen Übungspartner sollten  etwas zu den Fotos der ihnen nicht bekannten Tiere sagen.

Ich hatte das Titelbild dieses Beitrags dabei. Es zeigt Mäuschen im Urlaub in Frankreich. „Diese Katze ist tot,“ stellte mein Gegenüber fest. „Sie wurde erschossen.“

Vom Rest des Abends weiß ich nur noch dieses: Als habe sie zehn Jahre lang nur darauf gewartet, es mir endlich sagen zu können, zeigte Mäuschen mir einen Film. Durch ihre Augen sah ich, wie sie sie den Weg lang ging, der mich so magisch angezogen hatte, bis zum Waldrand. Dort traf sie auf einen Jäger, den ich persönlich kenne. Sie zeigte mir sein Gesicht aus ihrer Perspektive: Es war das letzte, was sie in ihrem kurzen Leben sah, denn der Mann hatte auf sie gezielt und sie tödlich getroffen.

Nichtmal für Sekundenbruchteile bezweifelte ich, dass ich die Wahrheit erfahren hatte. Die ganze Nacht lang  ertrank ich in Tränen.

Wir lernten viel im Verlauf der eigentlich kurzen zweieinhalb Tage. Mit großem Erstaunen bemerkte ich die Präzision, mit der die sämtlich ungeübten Teilnehmer Krankheiten bis hin zum exakten Organ wahrnahmen, Wünsche der Tiere und ihre Eigenheiten formulieren konnten. Amelia Kinkade ermutigte uns, mit allen Tieren zu „sprechen“, die dazu bereit seien: Das Eichhörnchen im Nussbaum, die Meise am Vogelhäuschen, das Rind auf der Weide.  Es sei aber auch zu respektieren, wenn ein Tier sich nicht unterhalten wolle, mahnte sie uns.

Tiere sind Persönlichkeiten, genau wie Menschen. Es gibt Zeiten,  zu denen sie nicht reden wollen, Menschen, mit denen sie nichts zu tun haben wollen und Dinge, die sie nicht erzählen wollen, ob uns das nun passt oder nicht.

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Wie kann man nun ein Gespräch mit einem Tier beginnen? Amelia Kinkade lehrte uns ihre Methode der „Herzkommunikation“ mit Hilfe der universellen, artübergreifenden Sprache der Bilder: Zuerst  bekommt  der Kopf den Befehl, nicht dauernd dazwischenzureden. Eine kleine Meditation zu Beginn hilft bei der Sammlung. Nun wird die Verbindung der Herzen geschlossen – zum Beispiel mit Hilfe einer imaginären Brücke.

Worte sind überflüssig – die Sprachen sind zu verschieden. Statt dessen braucht es ein liebevolles, vorurteilsfreies gegenseitiges Anschauen. Und ein ebenso liebevolles, geduldiges Hin“hören“. Die Fragen, einfach, unverschachtelt und klar, werden in ein lebendiges Bild übersetzt, das angereichert sein kann mit Gerüchen, Gefühlen, Geräuschen, usw.

Zum Beispiel: „Was ist dein Lieblingsessen?“ Ich kombiniere das Bild des Tieres, das mir gegenüber ist mit meiner Vorstellung davon, wie es aussieht, wenn es frisst und meiner Frage nach dem Lieblingsfutter; sprich, dessen Aussehen, Konsistenz, Geruch, usw.

Wie erkenne ich die Antwort? Nun wird es ebenso einfach wie kompliziert. Kompliziert, weil sich unser Gehirn umgehend einmischen wird und uns Interpretationen unserer Wahrnehmung liefert.

Ein Beispiel von Amelia Kinkade: Sie fragte Schimpansen im Zoo nach ihrem Lieblingsfutter und bekam blitzartig ein Bild. Sie sah lange dünne, spaghettiähnliche grüne Schlangen mit süßlichem Geruch. Hätte sie nun auf ihr Gehirn gehört, hätte sie ihre eigen Wahrnehmung als Unsinn eingestuft, denn der Erfahrungswert des Gehirns heißt ganz klar: „Schimpansen essen keine grünen Schlangen.“ Sie ging daher zu den Tierpflegern und befragte diese nach dem seltsamen Futter. Heraus kam: Die älteste Schimpansendame hatte vor einiger Zeit Geburtstag. Zur Feier des Tages hatten alle Affen eien Korb voller Gummibärchen-Schlangen bekommen…

Exakte Wahrnehmung anderer Wesen verlangt lebenslanges Üben – der Umgang mit den eigenen, menschlichen Reaktionsmustern ebenso. Das wichtigste dabei ist immer der Anfang: Ein bewusstes Umstellen der Wahrnehmung auf den Körper, nicht auf den Kopf. Es geht um Fühlen, erst danach um Denken. Logischerweise ist es auch der allererste Eindruck, der mit größter Sicherheit der richtige ist: Das ist nämlich der, den das Gehirn noch nicht bewerten konnte.

Manchmal meint man auch, die Antwort der Tiere zu hören.

Adele war noch jung, als ich einmal vor ihr kniete, sie umarmte und furchtbar weinte, weil ich große Sorgen hatte. Auch Adele hatte zu dieser Zeit kein leichtes Leben: Ihr Bruder Jakob jagte sie systematisch aus dem Haus. Sie musste sich heimölich hereinschleichen, um zu fressen oder zu schmusen. Ihr Rücken war schon ganz nass von meinen Tränen, als ich sie plötzlich mit dem inneren Ohr sprechen hörte: „Schau dir an, was ich mit Jakob aushalten muss. Gebe ich etwa auf?“

Ich war schlagartig ruhig. Und tief erstaunt, welche Mühe sich diese kleine, zarte schwarze Katze mit mir gab. Als ich den Kopf hob, saß sie vor mir und starrte mich mit weit geöffneten Augen an. Unglaublich überzeugend…

Untenstehendes Video aus Youtube zeigt die Arbeit der Tierkommunikatorin Anna Breytenbach. Obenstehendes Video zeigt Adele im Alter von 15 Jahren. Mit 16 starb sie an einem Herzschlag in meinen Armen.

Tierkommunikation ist gelebte Empathie. Da es sich bei dem Wort Empathie um einen in seiner Bedeutung umstrittenen Begriff handelt, hier die Definition nach Nathan Spreng, um die es mir geht: Es handelt sich um eine trainierbare Kompetenz, bestehend aus:

  • Korrektem Entschlüsseln nonverbaler Botschaften
  • dem Empfinden gleicher Emotionen wie Andere (Mitgefühl)
  • dem Erleben ähnlicher Gedanken und Erinnerungen
  • dem Auslösen gleicher physiologischer Reaktionen (Herzschlag, Beklemmung, „feuchte Hände“ etc.) sowie dem
  • Auslösen helfender oder unterstützender Handlungsimpulse.

Da die natürliche, angeborene Fähigkeit zur Empathie leicht zu Manipulationszwecken missbraucht werden kann, beschränken sich Seminare zur Tierkommunikation auch ausschließlich auf diese. Tatsächlich kann man die selben Methoden anwenden, um nonverbal mit Menschen zu kommunizieren – oder auch nur, um sie zu „lesen“. Dies geschieht heutzutage auch vielfach in allen Bereichen menschlichen Lebens. Fachleute bedienen sich dieser und ähnlicher Methoden, um Menschen gezielt zu manipulieren: von der Werbung bis zur Politik.

Darüber aber die unglaubliche Chance zu vergessen, die in der Empathie liegt, wäre der größte Fehler, den die Menschheit machen kann.

Ist es nicht der lebende Beweis einer universellen, liebevollen Verbundenheit aller Wesen, dass Mensch und Tier Freude und Leid anderer Wesen genauso fühlen können, wie diese selbst?  Wenn sie, WEIL sie fühlen, auch handeln, um den Schmerz zu lindern, die negative Situation zu verändern?

Diese Fähigkeit kann uns und den ganzen Planeten retten, wenn wir nur endlich damit beginnen, sie umfassender zu leben.

Hier ein Beispiel, kopiert aus einem Facebook-Kommentar zu einem Film, in dem ein weinender Flüchlingsvater seine beiden toten Kinder unter vielen weiteren identifiziert, an sich drückt und immer wieder küsst:

„Ich muss weinen, wenn ich so etwas seh! Ein Papa, der seine Kinder verloren hat. Wenn man selbst so kleine Kinder hat, fühlt man automatisch mit und ich kann nicht anders, ich muss da mitweinen. Ich finde es so traurig, dass solche Sachen auf unserer Welt passieren! Die Menschen sind doch angeblich so intelligent, so fortgeschritten in der Technologie usw…….aber in vielen Dingen so dumm und unreif, sich gegenseitig zu töten, Kinder zu töten! Wieviel müssen die Menschen noch lernen! Traurig…..“

Siehe auch: Über den kleinen Unterschied zwischen Sympathie und Empathie und die dortigen Links

sowie: „Wenn du mitfühlen willst, muss es dir weh tun“

oder: Empathie – die Grenzen des Mitgefühls

Buchtipps:

13-09-_2015_13-46-32Lautlose Sprache von Martha Williams, gebundene Ausgabe 18,50, Kindle 16,99€

13-09-_2015_13-52-14Tierisch gute Gespräche Amelia Kinkade, broschiert 14, Kindle 12,99 €

13-09-_2015_13-58-22Tierisch einfach Amelia Kinkade,18,50, Kindle 16,99€

13-09-_2015_13-55-28

Mit Tieren kommunizieren, Gudrun Weerasinghe; Taschenbuch, 10,90€

13-09-_2015_14-30-29Katzenflüstern: Tierkommunikation und natürliche Heilung für Ihre Tiere, Nicole Schöffmann;Taschenbuch ab 2,99 €

CD Katzenflüstern mit passenden Übungsmeditationen von Nicole Schöffmann, Audio CD 12,99  Hörbuch-Download 9,26  €

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Tiere als sprechende Gefährten Penelope Smith; Tierkommunikation für Erfahrene;18,50, Kindle 16,99 €

Ein Blick in die „geistige Welt“ – Zwei interessante Tage mit Pascal Voggenhuber

Wohin gehen wir, wenn wir sterben? Wenn wir in einer neuen Identität inkarnieren: Was passiert dann mit der/den vorherigen?

Was unterscheidet einen Geistführer von einem Engel? Kann ein Tier ein Geistführer sein?

Wie funktioniert Hellsehen? Mit Worten oder eher in Bildern? „Weiß“ man vielleicht einfach auf einmal etwas? Oder kann man die Antwort auf eine Frage riechen, schmecken, fühlen?

Woran erkenne ich, dass ich hellsehe? Es könnte ja auch Gedankenübertragung sein, was ich da grade wahrnehme – oder Wunschdenken …

Fragen über Fragen – und nur zwei Tage Zeit für rund 100 Teilnehmer des Seminars „Erkenne deinen Geistführer“ im Haus der Jugend, Frankfurt/Main.

Pascal  Voggenhuber, 34, bekanntes Medium aus der Schweiz, ist dennoch nicht aus der Ruhe zu bringen. Der junge Mann, der noch jünger aussieht, als er wirklich ist, sieht Verstorbene, sieht die Aura von Menschen und kann auch ihre Meridiane wahrnehmen. Er trägt Jeans, T-Shirt, Sportschuhe und als Mantel eine professionelle Gelassenheit. Groß gewachsen ist er nicht, Autorität will er gar nicht erst ausstrahlen.

Wassermann-Mann ist er; geboren am 18. Februar 1980. Ein ziemlich typischer – geht mir durch den Kopf, als ich ihm so zuhöre. Auf Statussymbole scheint er zu verzichten, wenn man mal davon absieht, dass er bestimmte Sport-Bekleidungshersteller favorisiert und schnelle Autos liebt. Wunderbar erzählen kann er, mit einer warmen, weichen Stimme, die nicht selten etwas zärtliches hat. Erst auf den zweiten Blick wird sichtbar, dass er dennoch durchaus scharfe Grenzen zwischen sich und anderen zieht: „Wenn ich etwas zweimal erklärt habe, erkläre ich es kein drittes Mal. Dann erwarte ich, dass mein Gegenüber sich anstrengt,“ sagt er zum Beispiel und zieht das auch durch. Oder: „Es gibt Menschen, mit denen ich mich nicht abgebe. Ich will geistig gesund bleiben.“

Viel erlebt hat er schon. Er komme aus einfachen Verhältnissen, berichtet er. Seine Mutter sei Religionslehrerin gewesen, der Vater früh gestorben. Der Sohn entdeckt schon als Kind, dass viele Wesen, die er selber sieht, von Anderen nicht wahrgenommen werden können, weil sie keine Körper haben und will sich entsprechend ausbilden lassen. Dies zu bezahlen wird nicht einfach. Neben viel Kampfsport absolviert er eine Ausbildung als Schauspieler, betreibt für einige Zeit einen Esoterik-Laden, arbeitet nebenher in mehreren Putzstellen bei einem Reinigungsunternehmen, gibt alle möglichen Kurse (zum Beispiel Anti-Cellulitis mittels Atmen durch die Füße) … und so weiter und so fort.

Seine Ausbildung am Arthur Findlay College Stanstedt und durch Lehrer in der Schweiz finanziert er selbst. Bruchlandungen gibt es reichlich, bis sich der Erfolg einstellt: Seit einigen Jahren wird nicht nur viel und überwiegend wohlwollend über den charmanten Schweizer berichtet. 2009 gründet er auch sein Unternehmen Spirit Messenger GmbH. Hier werden europaweit Vorträge und Seminare organisiert, Bücher und CD verkauft, hier wird  Interessierten eine Ausbildung zum Medium angeboten.

Mit dem Erfolg kommt auch Kritik. So behaupteten im Oktober die „Skeptiker – Verein für kritisches Denken“ in der Schweiz, Pascal Voggenhuber sei ein Scharlatan – die schweizer Medien Woche schloss sich im Dezember 2013 mehr oder weniger an und kritisierte die Medien wegen unkritischer Berichterstattung. Das Medium selbst sieht es gelassen: „Ihr solltet nur glauben, was ihr selbst als wahr erkannt habt. Das gilt auch für alles, was ich euch an diesen beiden Tagen sagen werde,“ lächelt Pascal. „Falls ich nicht den richtigen Zugang zu euch finde, habe ich kein Problem damit, wenn ihr alles verwerft, was ich euch sage. Nur eines solltet ihr nicht tun: Zweifelt nicht an der geistigen Welt selbst.“

Damit wir diese am eigenen Leib erfahren können, machen wir zahlreiche Übungen – mit wechselnden Partnern, die uns nicht persönlich bekannt sind. Die erste – und natürlich wichtigste – ist es, Kontakt mit unserem Geistführer aufzunehmen. „Sammelt euch auf euren Atem. Atmet ruhig und entspannt aus dem Bauch heraus. Lasst jetzt euren Geistführer von hinten an euch herantreten – fühlt, wie sich die Energie verändert – verbindet euch damit…“ Sanft, fast hypnotisch die Stimme – es ist leicht, die Veränderung der Energie wahrzunehmen. Es ist auch leicht, das Geschenk des Geistführers an mich anzunehmen: Er übergibt mir eine Schatztruhe. Als ich sie öffne, sehe ich eine gleißend helle Flamme, hinter der sich ein Tor zu einer anderen Welt verbirgt. Dann rollt sich die Flamme zusammen, wird zur goldenen Kugel. Ich bin berührt, freue mich über die Verheißung, die in diesem Bild zu liegen scheint.

„Wir Menschen sind Geistwesen mit Körpern,“ erklärt uns Pascal. „Im körperlosen Bereich gibt es die ‚normalen Toten‘. Die schauen ab und zu bei uns vorbei, sehen nach, ob es uns gut geht. Es gibt aber auch Verstorbene, die Aufgaben als geistige Helfer übernommen haben. Die sind sehr oft da und stehen bereit, wenn wir sie darum bitten. Unter ihnen ist immer einer, der sich ausschließlich um einen einzigen Menschen kümmert. Diesen Menschen begleitet er als dessen Haupt-Geistführer durch alle Inkarnationen. Mögliche andere Geisthelfer bilden sozusagen ein Team von Spezialisten, die im Bedarfsfall zusätzlich zu Rate gezogen werden können und vielen Menschen zur Verfügung stehen.“

Geistführer, so lernen wir, sind deshalb so gute Helfer, weil sie schon einmal inkarniert waren. Sie wissen daher, dass spirituelle Erkenntnisse erst einmal “auf der Zell-Ebene‘  ankommen müssen, damit sie umgesetzt werden können.  Sie wissen aus eigener Lebenserfahrung, wie lang der Weg vom Kopf bis zum ‚Bauch‘ sein kann und können praktischen Rat geben.

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„Engel waren noch nie inkarniert und werden auch nicht inkarnieren,“ erfahren wir. Sie kennen weder Berührungen, noch Schmerz oder andere  körpergebundenen Unannehmlichkeiten, mit denen Menschen konfrontiert sein können.

Engelenergie habe eine ganz andere Zusammensetzung als die von Geistführern – das sei einerseits ihre große Qualität, andererseits aber auch ein Problem.  „Der Engel wird euch sagen, ihr sollt euch bedingungslos annehmen, ihr sollt bedingungslos lieben, bedingungslos verzeihen. Damit hat er zwar Recht, nur funktioniert das nicht so einfach. Nicht nur der Kopf, auch der Körper muss das Umdenken gestatten.“

Erzengel, so sieht es Voggenhuber, sind überhaupt nicht für einzelne Menschen zuständig, da sie globale Aufgaben im Universum haben. Über ihnen und um alles herum sei das göttliche Bewusstsein, die steuernde Kraft, die bedingungslose Liebe selbst.

In der geistigen Welt gibt es weder Zeit noch Raum, lernen wir. Das bedeutet, dass man an vielen Stellen gleichzeitig sein, viele Identitäten gleichzeitig haben kann.  Es gibt auch keine Hierarchie-Ebenen (hm… die zwischen den Geistwesen aber schon…). So ist es möglich, dass mein Verstorbener immer als mein Verstorbener ansprechbar bleibt, auch wenn er längst in einer anderen Identität wieder inkarniert ist. Da lebende Menschen körpergebunden sind, hat unser Gehirn den Zugang zu dieser Welt weitgehend blockiert – um uns vor Fülle und Dimension der Informationsvielfalt zu schützen. Um einen schrittweisen Zugang zu bekommen, der uns nicht überfordert, müssen wir unser Gehirn umtrainieren.

Üben, üben, üben.

Ohne konsequentes Üben lässt sich Realität nicht von Fantasie unterscheiden, doziert Pascal Voggenhuber immer wieder. „Realität ist schnell. Sie kommt blitzartig und immer als Bild. Das einzige, was langsam ist, ist eure Fantasie. Die braucht viel länger, um ihre Bilder zu konstruieren.“ Die geistige Welt ist ganz einfach und klar. Es gibt weder Lichttore, noch jubilierende Heerscharen geflügelter Engel. Man braucht keine Channel-Medien, die mit verzerrten Gesichtern und veränderten Stimmen angebliche Worte von Engeln wiedergeben. „Hellsehen geht immer in Bildern. Übt einfach, die Energie eures Geistführers klar zu erkennen. Lasst ihn hundert Mal am Tag auf euch zukommen, mal von hinten, mal von rechts, mal von links. Wenn das gut trainiert ist und auf eure Frage ein blitzartiges Bild erscheint, dann kam es von ihm.“

Das kenne ich doch. Aus der Ausbildung zum Remote Viewing, die ich vor einigen Jahren absolviert habe. Nur dass da die Methode zur Beweisführung sehr viel genauer ausgearbeitet ist: Sofort nach der Fragestellung ist blitzartig ein intuitives „Ideogramm“ auf Papier zu bringen, das nach einem genau festgelegten System analysiert wird. Dort gibt es auch eine eigens ausgearbeitete Methode, Einwürfe von Fantasie und Wunschdenken als solche zu identifizieren.

Die nächste Übung. Wir befühlen eine Hand unseres Gegenübers, betasten Linien, Fingerspitzen, Ballen. Die zugehörigen Wahrnehmungen teilen wir uns gegenseitig mit, gekrönt von einer Botschaft unseres Geistführers an unseren Übungspartner. „Beweg dich“ ist die Botschaft an mich. Hm.

Wie kann ich Konflikte mit anderen Menschen klären, auch wenn die das nicht wollen? Ganz einfach, lächelt unser Lehrer. „Bittet eure Geistführer um Hilfe. Sie werden nur aktiv, wenn sie ganz konkret darum gebeten werden. Erzählt ihnen also das Problem ganz genau und bittet sie, mit dem Geistführer des anderen Menschen Kontakt aufzunehmen, um eine Lösung zu finden.“

Ja ist das denn dann nicht Manipulation?

„Die geistige Welt manipuliert nicht und lässt sich nicht manipulieren.“ Wenn sie einschreitet, wird sie immer die bestmögliche Lösung zum Wohle beider Konfliktpartner finden. Lasst euch also ruhig darauf ein.“ Wir üben das gleich mal, bitten den Geistführer, sich uns langsam von hinten zu nähern. Warum eigentlich von hinten? Weil er durch das rückwärtige Kehlchakra mit uns kommuniziert, ganz einfach.

Ich teile also dem Geistführer meinen Konflikt mit und tappe prompt in die Falle. Ich kann nicht mehr unterscheiden zwischen intensivem Wunschdenken und energetischem Austausch. Dumm gelaufen. Man muss also abwarten. „Ihr werdet eine Veränderung feststellen,“ verspricht Pascal. Sein Wort in Gottes Ohr.

Wie erkenne ich eigentlich, dass mein Geistführer antwortet? Eine einfache, aber „lebens“wichtige Frage. „Bittet um ein Zeichen“, sagt unser Lehrer. Und erzählt uns, dass er selber immer Falkenfedern findet, wenn der Geistführer handelt oder mit einer Entscheidung einverstanden ist. Auch medial sehr begabte Menschen neigen allerdings dazu, sich die Antworten schön zu reden, erfahren wir am Beispiel der inzwischen geschiedenen Ehe unseres Referenten. Ergebnis umdeuten funktioniert nicht. Basta.

Wie heißt mein Geistführer, wie sieht er aus? Die Fragen aus dem Zuhörerkreis werden drängender. Das ist eigentlich nicht so wichtig, meint unser körperlich manifestierter Führer durch die geistige Welt. Namen seien auch nur Energie. Er verstehe das Bedürfnis aber sehr gut – also üben wir das gleich mal.

Ich bin gespalten. Nach zehnjähriger Übung im schamanischen Reisen habe ich den Wolf als Haupt-Krafttier schätzen gelernt, seit ich mit seiner Hilfe eine lebensbedrohliche Krankheit rechtzeitig finden und behandeln lassen konnte. Der Wolf und ich sind viele Wege gemeinsam gegangen, er hat mich sogar in seinem Körper durch sein Revier geführt. Von selbst taucht er nur auf, wenn etwas in meinem Leben „anzubrennen“ droht. Vor einigen Wochen war das erst wieder so.

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Als wir also unseren Geistführer wieder bitten, von hinten an uns heranzutreten und uns seinen Namen zu sagen, sehe ich als erstes „meinen“ großen, silbergrauen Wolf auf der Frühlingswiese, wo wir uns meist treffen – und höre das Wort „Wolf“. Mit einiger Verzögerung sehe ich aber den Namen „Peter“ vor meinem inneren Auge.

Ein ganzer Hühnerhaufen schnattert seine Fragen an Pascal durch den Raum. Es dauert eine Weile, bis ich drankomme. „Der Wolf ist ein Tier,“ antwortet er. „Im Schamanismus ist er als Heiler bekannt. Möglicherweise ist er Teil des Teams. Aber dein persönlicher Geistführer kann er nicht sein. Das ist immer ein Mensch, der schon einmal als solcher gelebt hat. Je einfacher und alltäglicher der Name ist, den ihr jetzt empfangen habt, desto wahrscheinlicher habt ihr euren Geistführer auch wirklich erfasst.“

Ich bin nicht einverstanden. Die geistige Welt ist körperlos. Da ist es doch eigentlich wurscht, in welchem Körper sich mein Geistführer zeigt.  Ich beschließe also bis auf weiteres, sowohl auf Namen als auch Aussehen meines Geistführers zu verzichten und mich einfach nur seiner Energie zu widmen.

Krankheit ist immer blockierte Energie, doziert Pascal inzwischen weiter. Ein Ausgleich der Energie ermöglicht die Heilung. Fällt man anschließend aber wieder in die selbe, auslösende negative Energie zurück, kehrt auch die Krankheit zurück. Umgekehrt sollte ein Heiler, der andere Menschen behandeln will, seine eigenen Energien zuvor in Ausgleich gebracht haben. Geschieht das nicht, ist der Heiler mehr mit sich, als seinem Klienten beschäftigt. „Dann repariert die geistige Welt erstmal euch, nicht eure Klienten.“ Das schädige diese zwar nicht, sei aber eine unwirksame Behandlung und führe zum beruflichen Misserfolg des Möchtegern-Heilers. Mein Bauch grummelt zustimmend. Möchtegern-Heiler sind mir ein Graus.

Wer Erfolg haben will, muss trainieren. Das hört nicht bei der Wahrnehmung des Geistführers auf. Ein Sensitiver tut nichts anderes, als Impulse wahrzunehmen und sofort zu übersetzen, sagt Pascal Um das zu können, muss er also sehr viel Erfahrungswissen haben. Beispiel anhand eines Verstorbenen, der irgendwo herunter gestürzt ist: Als er Voggenhuber in  Hamburg in einem Hotel mit 18 Stockwerken übernachtete,  legte er ein vierstündiges nächtliches Training ein, zum sich genau einzuprägen, wie sich die jeweiligen Stockwerkhöhen anfühlen. Um einen Fallschirmsprung von einem Hubschrauberabsturz unterscheiden zu können, sprang er mit dem Bunjee-Seil ab.

Mein Bauch grummelt wieder. Erfahrungen sind ganz sicher wichtig, um Bilder richtig einzuordnen. Im Remote Viewing lernt man aber, auch Dinge sichtbar zu machen, die man nicht persönlich kennt. Dazu gibt es eine ausgefeilte Methodik.

Die Übung mit dem Geistführer und die mit Verstorbenen sind sich recht ähnlich, erklärt uns Pascal. Auch den Verstorbenen bittet man, von hinten näher zu treten, damit die Energie spürbar wird. „Dann tauchen manchmal Bilder auf, die du selbst gar nicht mehr im Bewusstsein hattest. Für den Toten sind sie aber wichtig, deshalb zeigt er sie dir“.

Von Geistführer zum geistigen Heilen, das scheint nur ein kleiner Schritt zu sein. Auch den üben wir gleich mal. Wir sollen unserem Übungspartner die Hände auf die Schultern legen, ihre Position, fals nötig, intuitiv verändern – und zum Schluss eine Botschaft unseres Geistführers an unseren Partner weiter reichen.

Meine Hände werden wie von Fäden von den Schultern meiner Übungspartnerin hoch gezogen. Ich habe das dringende Bedürfnis, sie in einem Abstand von einigen Zentimetern schützend über Schläfen und Schädeldecke zu halten. „Dein Kopf ist in Ordnung“, höre ich mich sagen. Das erstaunte Gesicht meines Gegenüber habe ich erwartet.

„Das war sehr angenehm“, strahlt die Frau, die nur wenig jünger ist als ich selbst und im täglichen Leben als Heilerin mit Frauen arbeitet. „Heilen Sie öfter mit den Händen?“ Mir sträuben sich die Nackenhaare. Nein, ich heile überhaupt nicht – und schon gar nicht mit den Händen. Es wäre nicht fair, all meine eigenen Prozesse in die Bahn einfließen zu lassen, die die Heilenergie zwangsläufig nimmt, wenn sie durch meinen Körper in die Hände fließen würde. Immerhin kann ich der Frau aber noch sagen, dass meine Botschaft zu ihrem Kopf irgendwie mit einem tief verborgenen Schmerz in ihrem Herzen zusammenhängen muss. Da kann sie zustimmen. 2003 wurde sie nach einer albtraumartigen Ehe geschieden und hatte sehr lange mit Haß und Rachegefühlen zu kämpfen.

Dann komme ich dran – und die Botschaft des Tages ist: „Gib nicht auf. Es ist nicht zuende.“  Als sie mir erklärt, was sie von mir wahrgenommen hat, kommen mir die Tränen. Meine brennende Sehnsucht nach lateinamerikanischem Tanz, die mich schon mein ganzes Leben begleitet, hat sie unter anderem genau gespürt.

Wie im Flug vergehen die beiden Tage – jede beantwortete Frage wirft zehn neue auf. Da geht es um Schuld und Unschuld, um Wege aus selbst verursachtem Karma, um die Frage, ob ein Selbstmörder in der geistigen Welt bestraft wird. Wird er nicht, sagt Pascal. Die geistige Welt wisse, dass ein Selbstmörder besonders viel Liebe brauche und baue dessen zerstörte Seele wieder auf. Allerdings müsse jeder Verstorbene seinen Lebensfilm ausführlich anschauen, und das sei durchaus Strafe genug.

Wie sieht es aus mit den Hunderttausenden, mit ganzen Generationen, die in Kriegen ihre Lebensperspektiven verlieren? Nun, so meint Pascal, vor ihrer Inkarnation suche sich jede Seele das Thema aus, dem sie sich im anstehenden Leben stellen will. Das kann die Erfahrung mit einem bestimmten Typ von Eltern sein, aber auch eine Erfahrung mit Krieg oder Völkermord. Das Ziel ist immer das gleiche: Das Entwicklungsniveau soll gehoben werden.

Ja es gibt Karma, sagt Voggenhuber. Es gibt persönliches, regionales, gesellschaftliches und Gruppenkarma. Aber niemand ist dem auf immer und ewig ausgeliefert: „Ihr könnt jederzeit aussteigen. Ihr habt einen freien Willen und müsst nicht Täter werden. Sobald ihr aus der Opferrolle rauskommt, selber denkt und selbstbestimmt handelt, durchbrecht ihr alles.“

Eine Frage liegt mir noch am Herzen. Es muss doch ein Ende dieser steten Reinkarnationen geben, eine endgültige Heimkehr zu Gott. Deshalb liebe ich das Bild der Dualseelen: Sie absolvieren getrennt voneinander in unzähligen Inkarnationen alle schönen und schrecklichen Erfahrungen, die es in Menschenkörpern nur geben kann. Am Ende der langen Reise treffen sie ihre zweite Hälfte wieder, vereinigen sich mit ihr und erreichen so das Stadium der Vollkommenheit, mit dem das Rad des Samsara, der Kreis der Wiedergeburt durchbrochen werden kann.

Pascal hört interessiert, aber mit ironischem Lächeln zu. „Ist mir bisher nicht untergekommen,“ sagt er. „Und ganz ehrlich: Ist mir auch zu zuckersüß romantisch“…

Ich fühle mich vor den Kopf geschlagen. Dann tue ich, wie mir geraten: Ich denke und entscheide selber. Die Suche nach meiner fehlenden Hälfte hat mich begleitet, seit ich denken kann. Eines Tages heimkehren zu dürfen zu Gott – ohne neue Quälerei in einer neuen Inkarnation – das ist meine Motivation, immer weiter zu lernen, nie in der Entwicklung zu stagnieren Also bleibe ich dabei, bis die Erfahrung mich endgültig eines Besseren belehrt.

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Ob Pascal nun wirklich Tote sieht, wirklich Geistführer hat, wirklich Heilenergie übermitteln kann, haben wir schwerpunktmäßig nicht hinterfragt. Es war auch nicht schwerpunktmäßig wichtig. Wichtig ist letztendlich die möglichst gut beweisbare Klarheit meiner eigenen Wahrnehmung. Jede Menge  Handwerkszeug zum Üben nehmen wir mit – ordentlichen Respekt vor der Wahrnehmungsfähigkeit unserer Mitmenschen auch. Viel esoterischen Mainstream habe ich gehört – zu Engeln, Karma und Reinkarnation, manchmal hat mich die Jugend „unseres Mediums“ und seine noch nicht überall tiefe Lebenserfahrung ein wenig gestört. Aber sympathisch ist er mir. Ich mag sein Lächeln, bewundere sein Können bei der Verwendung hypnotischer Sprachmuster, seinen Ehrgeiz, sich weiter zu entwickeln und seine Fähigkeit, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Meine Passion, „sehen“ zu können, ist neu angestachelt.

Üben, üben, üben muss ich.

Sonst bleibt alles graue Theorie.

 

Siehe auch:

Pascal Voggenhuber über seine Arbeit als Medium

Illusion Dualseele?

What are the twin-flames?

Update: Remote-Viewing-Studie gelingt außergewöhnlich hoher Börsengewinn 

Update: Pascal Voggenhuber beantwortet per Video Fragen zum Geistführer

 

„Healing Codes“ von Alex Loyd: Gesund werden durch Heilen der Erinnerung

„Ich will nicht Ihre Gefühle, ich will das Bild, das sie ausgelöst hat!“  Rund 350 Menschen hängen im Saalbau Titus in Frankfurt/Main an den Lippen von Dr. Alex Loyd.  Wir gehen in uns, jeder für sich. Stille im Saal. „Jetzt erlauben Sie dem Code ganz bewusst, zu wirken. Wandeln Sie das negative Bild liebevoll in ein positives um – aber Achtung: nicht in eins, an das Sie nicht glauben können. Sobald das Bild friedlich wird, legen Sie es auf dem Tisch ab und schauen Sie von Zeit zu Zeit nach, ob es immer noch ruhig und friedlich dort liegt.

OK?

Dann beginnen wir jetzt.“

Schlank ist er, erstaunlich klein, sehr beweglich. Schmal sind seine Hände, erstaunlich ausgeprägt der Daumenballen und sein Gegenüber am Außenrand, sehr lang der Daumen. Er ist ein professioneller Redner, weiß, wie man Außenwirkung erzielt und Zuhörer mitreißt.

Mitreißend ist sein Thema auch ganz von allein: Dr. Alex Loyd hat die Healing Codes erfunden; genauer: Sie wurden ihm, wie er sagt, im Jahr 2001 in großer Not von Gott selbst eingegeben. Er erkannte darin die Blaupause einer Heilmethode, die die Folgen falsch interpretierter Seelenbilder auf Körper und Seele korrigieren kann. Basierend auf der Erkenntnis Einsteins: „Alles ist Energie“ und der Bibel: „Alles kommt vom Herzen“ bezeichnet Alex Loyd seine Healing Codes heute als „Energiemedizin für’s Herz“. Sie verzeichnen Aufsehen erregende Erfolge: Es sind Heilungen von eigentlich unheilbaren Krankheiten dokumentiert.

Über Lautsprecher wird die Solfeggio-Note MI mit der Frequenz von 528 Hertz (Liebesfrequenz) eingespielt, die nach neueren Forschungen die Heilung der DNA begünstigen soll;  dazu hören wir plätscherndes Wasser. Mit sanfter Stimme gibt Alex Loyd nun Anweisungen, auf welche der sechs heilenden Punkte in Kopf-Nähe die gebündelten Finger der rechten, bzw. linken Hand zeigen sollen (siehe Titelbild). Eingeflochten sind nach jeder Anweisung die Worte GOTT – LICHT – LIEBE – WAHRHEIT – VERGEBUNG – FRIEDEN – HEILUNG.

„Vergebung bedeutet, sich bewusst aus Verurteilungen zu verabschieden“, sagt Loyd. „Wenn ein Mensch etwa einmal gelogen hat, ist er deshalb nicht sein Leben lang ein Lügner.“ Ein Punktekonto der Untaten anderer Menschen anzulegen, so lernen wir, ist eine angstbasierte Haltung, die uns selbst so sehr unter Stress setzen kann, bis sie uns tötet. „Der Mensch ist nicht einfach nur sein Verhalten. Wenn wir es schaffen, einen Menschen zu 100 Prozent bedingungslos als Mensch zu akzeptieren – dann ist Vergebung geschehen.“

Auch er selbst habe mit dem Gott der Bibel so seine Probleme, sagt Alex Loyd – besonders mit dem strafenden und rächenden Gott. Heute sehe er Gott als eine universelle, steuernde Macht, bestehend aus Licht und Liebe. „Wenn man das Licht einschaltet: Wohin verschwindet dann das Dunkel? Ganz einfach: Es wird transformiert. Es wird zu Licht.“

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Genau wie Dr. Ulrich Warnke gehört der ursprünglich ordinierte Pfarrer mit Doktortiteln in naturheilkundlicher Medizin und Psychologie dem Kreis vernetzt denkender, auf spiritueller Grundlage handelnder Menschen an, die die Quantenphysik fest in ihre Arbeit einbeziehen. Was den unglaublichen Erfolg seines Basis-Buches „The Healing Code“  beflügelte, ist die bestechende Einfachheit, mit der sich jeder Mensch selbst nachhaltig behandeln und damit ohne fremde Hilfe  Erkenntnis auch in die Tat umsetzen kann.

„Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben“ heißt es im Buch Salomon (Sprüche 4,23). „Die Seele wohnt im Körper“, sagt Alex Loyd, ganz konkret im Herzen, wo sie unterbewusst  physische Prozesse steuert – und zwar auf der Basis von Seelenbildern. Diese Seelenbilder, so Loyd, entstehen auf zwei Wegen: Über die menschlichen Zellen werden bereits bei der Befruchtung ‚Erinnerungen‘ ganzer Generationen weitergegeben. Dazu kommt das tatsächliche Erleben des Menschen und dessen Interpretation durch den Verstand. Auf beiden Wegen kann man in Fehlinterpretationen stecken bleiben, die lebenslang das Denken, Handeln und schließlich auch das körperliche Befinden des Einzelnen steuern können.

E=mc2 – Energie (im Ruhezustand) ist Masse mal Lichtgeschwindigkeit im Quadrat. Diese Formel von Albert Einstein definiert, dass mit Hilfe von Geschwindigkeit aus Energie Masse – aber auch aus Masse Energie werden kann. „Jede Änderung der inneren Energie zieht auch eine Änderung der Masse nach sich“, formulierte Einstein im Jahr 1905.

In seinem Buch „Intelligente Zellen“ (englischer Titel: „Die Biologie des Glaubens“) beschreibt der Zellbiologe Bruce Lipton, wie er herausfand, dass jede einzelne Zelle ein Gedächtnis besitzt, das in der Membran angesiedelt ist und von „etwas Größerem“ gesteuert zu werden scheint. „Zellen speichern alles, auch negative Erfahrungen“.

In seinem Buch „Die Neurobiologie mentaler Erkrankungen“  (nur in englisch erhältlich) geht Dr. Eric Nestler   dieser Frage zahlreichen Zusammenhängen fundiert nach.

Alex Loyd hat aus diesen und zahlreichen ähnlichen Forschungsergebnissen eine einfache, logische These zusammengestellt: Wer keinen seelischen Stress auf Basis von Angst oder Bedrohung hat, wird auch nicht krank. Die Lösung – besonders im Hinblick auf chronische Erkrankungen, die weltweit dramatische Zunahme von Krebs in allen Variationen, aber auch aller anderen körperlichen und seelischen Probleme, so folgert er, kann also nicht rein medizinischer, sondern muss vielmehr spiritueller Art sein: „Wir sehen die Dinge nicht wie SIE sind, sondern wie WIR sind.“

Besonders hartnäckig sind Bilder, die Kinder im Alter bis zu sechs Jahren geprägt haben, deren Gehirn Eindrücke noch ungefiltert als Fakten abspeichert. Das Kind, das ein Geschehen nicht einordnen kann, behält das Drumherum nur fragmental, die Angst machende, demütigende oder schmerzhafte Situation jedoch in Form eines Bildes als lebenslangen Eindruck, im Extremfall als Trauma. Das dadurch entstandene Bild beeinflusst das Verhalten des Erwachsenen unter Umständen lebenslang.

Um aus dieser Falle herauszukommen, muss der erwachsene Mensch seine inneren Bilder auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen und nötigenfalls positiv „überschreiben“. Echte und dauerhafte Heilung ist laut Alex Loyd nur durch Heilung der Erinnerung möglich.

Wie macht man das nun in der Praxis?

„Die Anfangsfrage muss immer sein: Gibt es zu meinem aktuellen Problem eine angst-basierte Erinnerung? Wandeln Sie das negative Bild liebevoll in ein positives um.“

Wie komme ich überhaupt in Kontakt mit mir selbst?

„Stellen Sie sich vor, der Geist aus Aladins Wunderlampe schenke Ihnen einen einzigen freien Wunsch. Sie haben zehn Sekunden Zeit, den Wunsch zu formulieren.

Was würde sich in Ihrem Leben ändern?

Wie würden Sie sich mit dieser Veränderung fühlen?

Wer jetzt einen materiellen Wunsch, etwa den nach Reichtum, formuliert hat, wird schnell erkennen: Das äußere verändert niemals das Innere. Er setzt uns vielmehr in den Stress einer Erwartungshaltung. Die wiederum führt uns in ein Hamsterrad des Erfolgszwangs und wirkt im Ergebnis krank machend.

Was Sie brauchen ist ein klares, inneres Ziel, das Sie in Liebe und Achtsamkeit verfolgen – und zwar unabhängig von seiner konkreten Manifestierung im Materiellen. Das funktioniert nicht mit Willenskraft. Der einzige Weg, das Ziel zu erreichen, ist eine Umprogrammierung der persönlichen Bewertungen.

Natürlich ist es in Ordnung, für das Erreichen des Ziels zu beten oder einfach darauf zu hoffen. Der Unterschied zur Erwartungshaltung ist der fehlende Erfolgszwang. Damit entfällt der Stress, und das Immunsystem kann arbeiten. So wird die innere Kraftquelle aktiviert. Es ist das Unsichtbare, das das Sichbare gebiert.“

Und wenn ich es nicht schaffe, meine Erwartungshaltung abzulegen?

„Dann legen Sie das ganze Bild samt Ihrer Erwartungen auf den Tisch, lassen es dort liegen und konzentrieren sich einfach darauf, die nächsten 30 Minuten in einer positiven, liebevollen Grundhaltung zu bleiben. Wenn Ihnen das gelingt, hängen Sie gleich die nächsten 30 Minuten dran … Verstehen Sie: Sie müssen den Stecker in die Dose stecken, sonst bekommen Sie keinen Strom. Die Energie, die Sie nährt, ist die Liebe.“

Wie ändere ich den negativen inneren Grund-Zustand?

„Stellen Sie sich diese drei Fragen:

  • Was fürchte ich mehr als alles andere – jetzt in diesem Moment?
  • Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn es einträte?
  • Wie würde ich mich dann fühlen?

Jetzt stellen Sie die Frage umgekehrt:

  • Was wünsche ich mir mehr als alles andere – jetzt in diesem Moment?
  • Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn es einträte?
  • Wie würde ich mich fühlen?

Wenn Sie Frage drei beantworten können, bedeutet das, dass dieser Zustand bereits latent in Ihnen vorhanden ist.  Versetzen Sie sich also tief in das Bild hinein, in dem das eintritt, was Sie sich im Leben am meisten wünschen – und machen Sie dann den Healing Code.

Gehen Sie in diesem Sinn weiter durch alle Themen Ihres Lebens, bis Sie die drei Fragen ganz klar so beantworten können: Ich brauche nichts mehr, ich habe alles. Und bedenken Sie dabei das kluge Wort von Stephen Hawkins, der sagte: Es ist die letzte menschliche Freiheit, immer selbst über die Qualität meines inneren Zustands entscheiden zu können.“

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„Gott ist Liebe – Liebe ist übernatürlich“

„All you need is love… tata tatata…“ Der weltbekannte Beatles-Song empfängt uns nach einer langen Pause im Saal, und Alex Loyd überrascht uns mit einer Geschichte aus seinem Leben: „Es war eine stürmische, regnerische Nacht, als Tracey, meine Frau, mir sagte, ich solle das Haus verlassen. Sie könne nicht mehr mit mir leben.

Ich stieg ins Auto, fuhr zum Haus meiner Eltern und verbrachte die Nacht im Hof. Ich dachte, ich müsste sterben.

In den Monaten, die dann kamen, führte mich Gott in eine hohe Schule der Liebe. Ich lernte, dass Liebe mehr ist als ein gemeinsames Leben mit geteilten Verantwortlichkeiten. Es gilt nicht das Prinzip: ‚Ich gebe dir etwas, du gibst mir etwas zurück‘. Es gibt keinen Plan B, kein Netz, keinen doppelten Boden. Fast niemand kann es – aber genau das ist es, was bedingungslose Liebe ausmacht: Ich gebe mich hin – ich bringe mich vollkommen ein, egal, was das für mich bedeutet. Wenn der geliebte Mensch mich quälen will, kann er das tun. Wenn er mir einen Ring durch die Nase ziehen will, kann er das auch. Ich werde ihn lieben, egal, was er mit mir tut.“

Nach langem Werben nahm Ehefrau Tracey, die ihren Namen später in Hope änderte (im Sinne von: ‚Ich bin der Beweis, dass es immer Hoffnung gibt‘), ihren Ehemann zurück. Seit 1986 sind die beiden verheiratet, haben einen 21jährigen und einen 14jährigen Sohn.

„Liebe ist etwas übernatürliches. Wenn ich mich auf sie einlasse, betrete ich die Ebene des Übernatürlichen. Liebe funktioniert nicht nach den linearen Regeln von Ursache und Wirkung, folgt nicht den physischen Gesetzen. Ich nenne das Gott. Und ich gebe zu bedenken: Nur weil man etwas nicht sieht, heißt das nicht, dass es nicht da ist.

Docke an an das Übernatürliche. Was immer dabei herauskommt, ist in Ordnung. Wer die Liebe wählt, entscheidet sich indirekt auch immer für den Schmerz – eine lange Beziehung ohne Schmerzen gibt es nicht. Das widerspricht dem linearen Lebenserhaltungstrieb des Individuums. Deshalb ist es so schwer.“

So viele Fragen gibt es zum Ende eines langen Tages, dass sie gebündelt beantwortet werden müssen. Beispiele:

Wie kann ich eine schlechte Beziehung beenden?

„Frage dich: Was ist die beste, auf Liebe basierende Lösung, die ich umsetzen kann, um den Schmerz, unter dem beide leiden, zu beenden.“

Auch wenn ich mir selbst vergebe: Die Folgen meines Handelns für Andere kann ich nicht rückgängig machen…. ?

„Wenn ich mich selbst heile, hat das auch Auswirkungen auf meine Umgebung. Und: Focussieren Sie nicht immer gleich darauf, Andere zu heilen. Alle Heilung fängt in mir selbst an.“

Ich bin 78 Jahre alt und seit 30 Jahren unglücklich. Wie kann ich glücklich werden, bevor ich sterbe?

„Fang an zu arbeiten. Am besten heute. Beginne mit der Übung, 30 Minuten lang in positiver, Liebe-basierter Grundstimmung zu bleiben.“

Ich bin verheiratet und bisexuell. Wie kann ich meine Neigung leben, ohne meine Familie zu beschädigen?

„Es ist nicht deine Aufgabe, andere zu verändern. Arbeite an deiner eigenen Heilung. Gib dir die nächsten 30 Minuten, um in Liebe zu verweilen. Und dann tust du das Beste, was dir in Liebe möglich ist.“

Ich habe einen sterbenskranken Mann zuhause. Die Ärzte geben ihm noch sechs Monate… ?

„Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Ein Beispiel: Eine Frau kam zu mir mit einem Mann, der nicht mehr lange zu leben hatte. Der Mann ignorierte seine Krankheit vollkommen. Niemand durfte das Thema ansprechen, Kinder und Enkel durften nicht Abschied nehmen. Nachdem sie mit den Healing Codes gearbeitet hatten, konnte der Mann sich mit seinem Schicksal versöhnen. Er lud seine Familie zu sich ein. Sie verbrachten viele Stunden zusammen, erinnerten sich an die schönen Jahre, die sie erlebt hatten und feierten gemeinsam seine letzte Zeit, bevor er friedlich von ihnen ging.“

Wie kann ich Vergebung aufrecht erhalten, wenn der Tsunami des Leids zurück kommt und mich überrollt?

„Verweile die nächsten 30 Minuten in einem liebevollen Grundzustand. Und dann die nächsten 30. Und die nächsten…“

 ***

Weiterführende Links:

Buch: Der Healing Code

US-Homepage von Alex Loyd – im Store bestellbar ein detailliertes deutsches Arbeitshandbuch mit vielen Hilfestellungen zum Herunterladen

Video, in dem Alex Loyd seinen Masterkey erklärt (in englisch)

Video, in dem Ehefrau Hope (Tracey) über ihre Heilung von klinischen Depressionen berichtet (in englisch)

Musik-Video, in englischer Sprache, zum Üben: The Healing Code Masterkey Supplement, 528 Hz

Die unten stehenden Anleitungsvideos habe ich nach dem Besuch des Workshops erstellt.

Weitere geführte Codes in deutscher Sprache:

Deprogrammieren negativer Erinnerung und  

Eine positive Situation schaffen

Blog Unsterblich in (Gottes) Meer unbegrenzter Möglichkeiten

Artikel in SEIN: Schwingung und Schöpfung

Hirnforschung: Traumata sind vererbbar

Das zweite Video ist die gleiche Meditation, allerdings wird der Text gesprochen, so dass Sie die Augen schließen können.

Gott hat viele Gesichter: Der Hinduismus zeigt sein lebendiges Mosaik

Warum gibt es im Hinduismus so viele Götter? Ist es ein Polytheismus – oder vielleicht doch nicht? Lohnt es sich für westlich denkende Menschen, dem Hinduismus mehr Aufmerksamkeit zu widmen?

Ich möchte hier den vielen klugen Erläuterungen, die sich im Netz und in Büchern finden lassen, keine weitere hinzufügen – dafür meine persönliche Erkenntnis. Und die sagt ganz klar: Ja. Es kann nur Gewinn bringen, ein wenig in diese alte, aber sehr lebendige Religion einzutauchen.

Der Hinduismus basiert auf Brahman (nicht zu verwechseln mit Brahma). Brahman ist alles – das universelle Sein, das universelle Bewusst-Sein.

Aus Brahman entsteht die Trinität Brahma – der Schöpfer, Vishnu – der Erhalter und Shiva – der Zerstörer – ab und zu auch mal in umgekehrter Aufgabe unterwegs.

Alle drei haben, entsprechend beiden Lebens-Polen, Gefährtinnen.

Hindu-Pantheon - Götter

Ab hier beginnt es unübersichtlich zu werden – aber nur, wenn man sich in Details verliert.

Jeder Gott und jede Göttin zeigen sich viele hundert Male in unterschiedlichen Erscheinungsformen (Avatare) und mit unterschiedlichen Namen. Außerdem haben sie Kinder, die wiederum Kinder haben und ebenfalls teilweise Avatare. Dazu kommen Relikte früherer oder anderer Religionen, die ohne große Umstände integriert werden – sowie Reittiere, die teilweise früher Naturgötter waren, und zahlreiche Attribute sowie Mudras, die Geisteshaltung und Wirkungsweise des jeweiligen Gottes, bzw. der Göttin darstellen.

Die hier beigefügte Tabelle nennt nur die wesentlichen, im Westen bekannten Götter und Gefährtinnen. Interessant ist hier besonders Kalki, die zehnte Inkarnation Vishnus. Er wird zum Ende des Kali-Yuga erwartet, wo er den Untergang der bestehenden Welt herbeiführen wird, damit diese sich als Ganzes neu schaffen kann.

Zurzeit befinden wir uns im Kali-Yuga, der dunklen Zeit des Streits. Wann genau dieses endet, ist Gegenstand von Uneinigkeit zwischen verschiedenen Denkrichtungen. Es handelt sich beim „Weltuntergang“ jedoch, ähnlich wie im Maya-Kalender, nicht um das Ende jeder Zeitrechnung, sondern um einen Neubeginn auf höherer Ebene.

Die zweite Tabelle zeigt Erkennungsmerkmale der Götter auf: Ihre Reittiere, einige der Attribute und Besonderheiten. Sie ist jedoch bei weitem nicht vollständig, sondern soll nur ein Hilfsmittel sein, um die Darstellungen leichter zuordnen zu können. Untenstehende Bildergalerie zeigt typische Darstellungen der Götter aus den Tabellen (führen Sie die Maus über das Bild, um den Namen des jeweiligen Gottes zu lesen oder klicken Sie das erste Bild an, um zur Diashow zu kommen), erhebt jedoch ebenfalls keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte vielmehr das wesentliche Prinzip aufzeigen, das den Hinduismus so attraktiv macht, wenn ein westlicher Mensch Gott zu verstehen sucht.

Hauptgötter, Reittiere, Besonderheiten

Gott ist alles – Universum, universelles Bewusstsein. Soweit finden wir es auch in westlichen Darstellungen.

Da Gott alles ist, enthält der „große Geist“ auch absolut alle denkbaren Aspekte des Seins: Alle Götter, alle Perspektiven der menschlichen, tierischen, pflanzlichen, der Erd-Natur. Er ist ein riesiges Mosaik der unendlichen Möglichkeiten.

Genau das stellt der Hinduismus in unnachahmlicher Weise dar: Den Mann als Erschaffer, Verteidiger, Liebenden, Vater, Sohn, Intriganten, Krieger, Musiker, Retter vor Dämonen – und so weiter.

Die Frau als Geliebte, Mutter, Freundin, Musikerin, Glückssymbol, Sirene, Intrigantin, Kämpferin, Rächerin, Zerstörerin – und so fort.

Das Tier als eigenständigen Gott, mit allen Attributen, die auch Menschen haben – aber ebenso als Diener, als Gefährten, als Anbetenden des jeweiligen Gottes, den es trägt.

So geht es weiter mit Pflanzen, Landschaften, Bergen – kurz allem, was die Erde ausmacht.

Dem Suchenden eröffnet sich ein wundervolles Mosaik des lebendigen Göttlichen. Indem er sich einlässt, kann er in sich selbst – dem vollständigen Abbild Brahmans – bestimmte Aspekte verstärken oder abschwächen, um das gewünschte göttliche Gleichgewicht zu erreichen.

Das geschieht durch geistige Übung wie Meditation, das Lesen der zahlreichen heiligen Bücher – das Rezitieren von Mantras. Es geschieht durch körperliche Übung, wie sie im Westen beispielsweise als Yoga bekannt ist, im Zweifelsfall geschieht es durch radikale Lebensveränderungen wie Aufgabe aller Güter, Leben in Askese, Leben in ungewöhnlichen Gemeinschaften und vieles mehr.

Wie auch immer man es betrachtet: Der Hinduismus hat anderen Religionen voraus, dass er Strömungen des Zeitgeistes mühelos als Teil Brahmans in seinen Pantheon integriert. Nichts wird bekämpft, alles darf sein. So ist die reine Lehre ein Meisterstück, was die Definition Gottes angeht.

Sollten Sie sich also mit dem Hinduismus beschäftigen wollen, lohnt es, in den scheinbaren Wirrwarr wenigstens der Haupt-Götter einzutauchen. Es gibt dazu unzählige „biblische“ Geschichten, in denen die Götter sich sehr menschlich aufführen. Sie sind eifersüchtig, neidisch, machtgierig, liebestoll … aber auch heldenhaft, Beschützer, Ratgeber,  Helfer in allen denkbaren Notlagen. Bunt wie der indische Kontinent sind die Formen der Anbetung.

Aber klar und keineswegs missverständlich sind die ethischen Aufgaben, die hinter den manchmal fast kindlich anmutenden Göttergestalten stehen.

Auf den geistigen Yogaweg zu gehen, ist auch für den westlichen Menschen von heute eine lohnenswerte Aufgabe. Sie führt zu tiefem Verständnis von allem, was ist und kann sogar befrieden mit Inhalten, die in Ihrer Geburts-Religion alles andere als zufriedenstellen.

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Siehe auch:

Fotoalben der Hindu-Götter,

Naga, Sesha, Kundalini: Die Schlange als machtvolles Symbol

Wie „Svaha“ bei rituellen Anrufung Pflicht wurde  

Ardhanareshwara: Das tantrische Prinzip von Shiva und Shakti

Kundalini ist frei von Ich-Ansprüchen

Tantra ist mehr als guter Sex

Ehrenkodex des deutschen Presserates

In der Fassung des Jahres 2008

Ziffer 1  –  Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.
Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

Ziffer 2  –  Sorgfalt
Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.

Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.

Ziffer 3  –  Richtigstellung
Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, insbesondere personenbezogener Art, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich von sich aus in angemessener Weise richtig zu stellen.

Ziffer 4  –  Grenzen der Recherche
Bei der Beschaffung von personenbezogenen Daten, Nachrichten, Informationsmaterial und Bildern dürfen keine unlauteren Methoden angewandt werden.

Ziffer 5  –  Berufsgeheimnis
Die Presse wahrt das Berufsgeheimnis, macht vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und gibt Informanten ohne deren ausdrückliche Zustimmung nicht preis.
Die vereinbarte Vertraulichkeit ist grundsätzlich zu wahren.

Ziffer 6  –  Trennung von Tätigkeiten
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Ziffer 7  –  Trennung von Werbung und Redaktion
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Die Presse achtet das Privatleben und die Intimsphäre des Menschen. Berührt jedoch das private Verhalten öffentliche Interessen, so kann es im Einzelfall in der Presse erörtert werden. Dabei ist zu prüfen, ob durch eine Veröffentlichung Persönlichkeitsrechte Unbeteiligter verletzt werden. Die Presse achtet das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und gewährleistet den redaktionellen Datenschutz.

Ziffer 9  –  Schutz der Ehre

Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.

Ziffer 10  –  Religion, Weltanschauung, Sitte
Die Presse verzichtet darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen.

Ziffer 11  –  Sensationsberichterstattung, Jugendschutz
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Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

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Die Berichterstattung über Ermittlungsverfahren, Strafverfahren und sonstige förmliche Verfahren muss frei von Vorurteilen erfolgen. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung gilt auch für die Presse.

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Update: Presserat will Internetkommentare stärker kontrollieren

Update: Bildblog: Auswüchse des Journalismus am Beispiel des Flugzeugabsturzes Germanwings 4U9525

Update: Livejournalismus zu 4U9525: „Warum wir nicht innehalten“ (ntv)

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Lateinamerika: Menschenrechtsrat schafft Sonderberichterstatter zum Recht auf Privatheit

Update: FR: Medien als Voyeure

Update: Stress der Medienmacher mit Echtzeit-Medienkritik

Update: Zensur in Deutschland: Wie ein Interview mit Merkel „authorisiert“ wird

Update: Wer gehört zur Presse?

Update: Soll man ein totes Flüchtlingskind zeigen? Meedia  –  BildBlog  –  Welt

Update: Warum der Pressekodex in der Flüchtlingsfrage Streitthema ist

Update: Pressekodex wird nicht verändert

Update: Welchen Anteil haben die Medien am Wahlerfolg der AfD?

Update: Besos vs Trump und die Rolle der Medien