Ein gebrochenes Herz wird weitere Herzen brechen – es kann nicht anders … Antwort

Teil drei meiner kleinen Reihe über Männer, in die frau sich besser nicht verliebt, ist eine Geschichte, die, wie ich glaube, jedem Mann und jeder Frau passieren kann. Nur sind ihre Folgen mörderisch: Wenn erstmal eine unüberwindbare Firewall um ein Herz liegt, riskiert der Mensch, der es trägt, an Einsamkeit zu sterben. Und das, obwohl er nie etwas anderes wollte, als zu lieben und geliebt zu werden.

Er hat die schönsten blauen Augen unter Gottes Sonne – oh ja, die hat er. Sehr groß sind sie, manchmal schimmern sie grünlich, manchmal wie das Meer im Sonnenlicht. Drumherum lange schwarze Wimpern und darüber sensible, schwarze Augenbrauen … Er weckt Zärtlichkeit bei Frauen, und das macht ihn ungelenk und ärgerlich. Er hat eine ganz klare Erklärung, warum alles so gekommen ist: Sein Körper ist schuld. Er ist ein großer Mann: 2,03 Meter. Und jetzt, mit 50, ist er auch ein schwerer Mann: Er wiegt 140 Kilo. Das ist so, weil er seinen Schmerz mit viel Wein betäubt und und mit viel gutem Essen erstickt hat.

Er kommt aus einer alten Steigerfamilie im Pott. Seine Geburt machte seine Eltern unglaublich glücklich; hatten sie doch nach drei Totgeburten fast den Mut verloren. So waren sie eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft. Als die Zeche schließen musste, schulte der Vater um und wurde Dreher in einer Fabrik. Diesen Beruf erlernt auch er – zunächst einmal, denn ein Mann muss etwas solides gelernt haben. Aber er erkennt früh, dass die Arbeit in der Fabrik zwar das tägliche Brot sichert, mehr allerdings nicht. Und er willl mehr: Er will raus aus NRW, raus aus dem Mief. Er will nach Süden, in die Berge – in die Schweiz. Deshalb bildet er sich weiter zum Betriebswirt und geht in den Vertrieb – im Maschinenbau. Fortan trägt er statt des Blaumanns Anzug.

Und noch etwas will er unbedingt: Er möchte Kinder haben. So viele wie möglich. Zusammen mit einer Frau, der er treu sein kann bis in den Tod. So wie es schon in der Bibel steht: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei…  Er glaubt an Gott, er betet regelmäßig und besucht zweimal wöchentlich den Gottesdienst.. Die Familie ist  Mitglied der Neuapostolischen Kirche. Der Tag, an dem sein Vater morgens tot im Bett lag, war furchtbar. Er machte die Mutter zu einer jungen Witwe und den Sohn zu ihrer ganzen Familie. Das will er ändern, unbedingt.

Er ist 30, als er sich mit Leib und Seele verliebt. Sie ist einige Jahre älter als er, entzückend zierlich, und sie hat aus erster Ehe zwei Kinder, die er auf Anhieb in sein Herz schließt. Mit großem Ernst und ganz weit geöffnetem Herzen bittet er um ihre Hand. Sie sagt ja – der Himmel leuchtet. Sie heiraten in seiner Kirche, und er verspricht, ihr treu zu sein, bis dass der Tod sie scheidet. Er tanzt mit ihr den Hochzeitswalzer, hält sie in seinen starken Armen und ist einfach nur glücklich.

Am Tag nach der offiziellen Hochzeitsfeier haben sie eine Nachfeier für die Helfer in ihrer neu eingerichteten, ehelichen Wohnung. Er ist unglaublich stolz, hilft bei der Bewirtung der Gäste und plaudert fröhlich. Als er die Küche betreten will, um Nachschub zu holen, hört er seine Ehefrau leise mit ihrer Freundin sprechen und bleibt außer Sichtweite stehen. „Ich will keine Kinder mehr,“ hört er sie sagen. „Er weiß es nicht, und er wird es auch nicht erfahren.“

Er fühlt eine eisige Klammer, die sich um sein Herz schließt. Sagt das die Frau, der er gestern das Ja-Wort gegeben hat?

Hoffen auf die Macht der Liebe

Er wird sie niemals auf diese Begebenheit ansprechen. Er wartet ab, hofft auf Gott und die Macht der Liebe.  Sie hat vor Gott geschworen, dass sie ihr Leben  mit ihm verbringen will. Sowas sagt man doch nicht einfach so.

Sie machen eine Hochzeitsreise auf eine kleine Nordsee-Insel. Es ist wie im Traum: Die Sonne strahlt, das Meer ist tiefblau, sie gehen Hand in Hand, während die Kinder um sie herum spielen, und er erzählt ihr von seinen Träumen. Sie lächelt ihn an und umarmt ihn – er ist bereit, zu glauben, dass diese Sache in der Küche nie stattgefunden hat.

Er arbeitet viel, er will voran kommen. Er will ihr doch ein Chalet bauen in der Schweiz. Sie soll Angestellte haben, damit sie die Kinder nicht als Last empfindet. Er steigt beruflich auf, wird Verkaufsleiter Westeuropa in seiner Firma. Zuhause läuft es so lala. Wenn er abends heimkommt, sind die Kinder meist schon im Bett. Seine kleine Frau wird zunehmend mürrischer. Immer öfter liegt er nachts neben ihr wach, sehnt sich nach ihrer Zärtlichkeit und erlebt sie als unerreichbar. Zwei Jahre nach der Hochzeit wird sie deutlich: „Lass mich in Frieden, du grober Klotz. Ich will keinen Sex mehr mit dir.“

Eisern hält er durch. Er hat Treue geschworen, und was man schwört, hält man auch. Außerdem liebt er sie – noch genauso wie am ersten Tag.

Aber es wird nicht mehr besser. Wenn er heimkommt und sie umarmen will, beschimpft sie ihn. Einmal ist sie so ordinär, dass er zuschlägt, spontan und ohne nachzudenken. Sie fällt zu Boden, steht wieder auf und sagt: „Jetzt hast du deinen wahren Charakter gezeigt. DU wirst mich nie mehr berühren.“ Er ist bleich vor Reue, flüchtet in die Kirche, betet, benimmt sich fortan vorbildlich. Aber die Frau neben ihm gibt sich nun keine Mühe mehr, ihre Verachtung zu verbergen.

Als er 35 ist, wird er geschieden. Er konnte es einfach nicht mehr ertragen.

Er mietet eine nette kleine Wohnung mit Arbeitszimmer und Terrasse am Waldrand und legt seine ganze Energie in die Karriere. Er verdient immer besser, sein Ehrgeiz ist groß. Er fährt nun einen großen BMW als Firmenwagen – ideal für seine langen Beine. Hinter seinem Schreibtisch im Büro hängt ein Chagall. Er versucht, nicht mehr an seine Frau zu denken, was nicht einfach ist, weil er sie immer mal wieder beim Einkaufen trifft. Er geht wieder in den Club zum Tanzen. Er tanzt gern und auch gut, und er ist ein stattlicher Mann, frau fühlt sich klein, schön und gut beschützt in seiner Nähe. An Tanzpartnerinnen fehlt es ihm nicht. Wenn er wollte, könnte er jedes Wochenende eine andere mit nach Hause nehmen. Er will aber nicht. Er will auch nicht sehen, was er in den Herzen einiger Verehrerinnen angerichtet hat.

Drei Jahre nach der Scheidung lernt er eine neue Frau kennen. Sie ist 1,79 Meter groß und eine Schönheit. Trotzdem wirkt sie schüchtern und schutzbedürftig. Sie freut sich über seine zurückhaltenden Freundlichkeiten, und bald werden die beiden ein Paar. Sie leben schon sechs Monate zusammen, als sie ihm ihre wahre Neigung gesteht: Sie ist extrem submissiv, braucht Demütigungen, um sich wirklich geliebt zu fühlen. Er, der doch eigentlich seine Frau lieben, beschützen und ehren will, ist schockiert, aber auch entschlossen, die Herausforderung anzunehmen. Sie werden Mitglied in einem BDSM-Club, wo er sich sich qualifiziert zum DOM ausbilden lässt, denn er will ihr gerecht werden, ohne ihr zu schaden.

Er stellt fest, dass ihm die Rolle liegt; gibt sie ihm doch auch Sicherheit: Er ist ihr dominantes Gegenüber; sagt, wo es lang geht. Sie schließen einen 24/7-Vertrag, der regelt, wie sie miteinander umgehen. Beide halten sich genau daran. Das schönste auf der Welt für ihn ist, wenn die Bestrafungen und Demütigungen zuende sind, er sie retten und in den Arm nehmen darf.  Trotz ihres speziellen Sexlebens schotten sie sich nicht von „Normalos“ ab: Sie gehen weiter tanzen, pflegen einen kleinen Freundeskreis, und auch seine Mutter versteht sich mit seiner Freundin gut. Heiraten ist allerdings kein Thema für ihn: Er hat schon Treue geschworen, das kann er nicht ein zweites Mal tun. Kinder stehen auch nicht zur Debatte: Er weiß nicht, wie sich das mit ihrer BDSM-Beziehung vereinbaren soll.

Sieben Jahre sind sie zusammen, als seine Sklavin ihm den Schock seines Lebens verpasst: Sie hat im Club einen Polizisten gesehen und schreibt in ihrem Tagesbericht, dass sie gern einmal Sex mit ihm hätte. … Er stellt sie zur Rede, unterzieht sie einer strengen Bestrafung. Aber sie bleibt dabei: Sex sei doch nicht mit Liebe zu verwechseln. Er könne schließlich alles kontrollieren, auf Wunsch auch beobachten.

Nein, das erträgt er nicht.

Noch am selben Abend wirft er sie aus der Wohnung.  Sie wird nie wieder über die Schwelle treten.

In der Firma bietet man ihm eine große Herausforderung an: Er soll ein neues Geschäftsfeld planen und entwickeln, unter Berücksichtigung modernster  Managementkriterien. Er bekommt einen völlig neuen Vertrag, einen großen Mercedes und ein üppiges Gehalt. Der Vertrag ist zunächst auf ein Jahr datiert.

Er stürzt sich begeistert in die Arbeit, konzipiert den Vertrieb, schult Mitarbeiter, legt durchdachte Programme zur Gewinnoptimierung vor.

Aber als das Jahr zuende ist, erklärt man ihm, die Lage im Maschinenbau sei derzeit so unsicher, dass man das Projekt leider auf Eis legen müsse. Sein Vertrag könne deshalb  nicht verlängert werden. Da ist er 44 – und steht vor der Tür.

Kämpfen um den Lebenstraum

Er kämpft um seinen Lebenstraum: Er bewirbt sich in ganz Europa – sogar in Ostdeutschland, wo er eigentlich absolut nicht leben will. Er hat zahlreiche Vorstellungsgespräche – aber es gibt immer irgendein Problem, das eine Anstellung verhindert. Er fühlt sich entsetzlich allein, vermisst eine Frau, SEINE Frau an seiner Seite. Die hat inzwischen nicht nur wieder geheiratet, sondern auch noch zwei zusätzliche Kinder bekommen …

Er bleibt sehr diszipliniert. Auch ohne eine Anstellung zieht er jeden Morgen seinen Anzug an und arbeitet zu festen Zeiten in seinem Arbeitszimmer, wo er über eine perfekte technische Ausrüstung verfügt. Nach dem Abendessen trinkt er Wein und sucht im Internet nach Ansprechpartnerinnen. Im Frühjahr meldet sich in einer Kontaktbörse an – Nickname Natter. Nach langem Nachdenken beginnt er einen täglichen Chat mit „Lady.“

Der Chat entwickelt sich schnell zu einer Freundschaft. Lady ist selbstständig und arbeitet auch in einem Büro. Sie gewöhnen sich an, den ganzen Tag online zu sein, sich quasi gegenseitig den fehlenden Kollegen am Schreibtisch gegenüber zu ersetzen. Sie beraten sich gegenseitig in beruflichen Fragen – und irgendwann ist er bereit, auch mal kurz mit ihr zu skypen. Er sitzt im Anzug an seinem Schreibtisch, sie im Kleid an ihrem. Als sie zum ersten Mal in seine unglaublichen Augen sieht, ist sie sprachlos – was sonst selten vorkommt. Ihre braunen Augen versinken in diesem unglaublichen Blau – und sie will von diesem Tag an nur noch eines: Ihn persönlich kennen lernen. Er reagiert spöttisch und überlegen: Mit weiblichen Winzlingen (sie ist 1,66 Meter groß) gebe er sich nicht ab. Aber in seinem Herzen regt sich scheu eine kleine Hoffnung.

Sie unterhalten sich über seinen Glauben und über ihren – sie reden über Grenzwissenschaften und außersinnliche Wahrnehmungen. „Meine Oma hat in der Kirche immer eine Frau sitzen sehen, die schon seit Jahren tot war,“ erzählt er. „Sie brauchte die Hilfe eines Apostels, um davon befreit zu werden.“ „Kann ich mal mitgehen in deine Kirche?“ fragt sie und bekommt Sekunden später einen Link: „Da ist die Anschrift der NAG in deinem Ort. Geh erstmal da hin.“

Als es Herbst wird, hat er darüber nachgedacht. Er schreibt ihr eine ganz kurze Mail: „Ein Treffen ist möglich“, steht da.

Ihr Herz will jubeln, aber es wird bleischwer. Jetzt muss sie Farbe bekennen. Mittlerweile kennt sie seine Lebensgeschichte, weiß von seiner gescheiterten Ehe und der Sklavin. Aber sie selbst hat ihm nicht gesagt, dass sie verheiratet ist. Verheiratet und nicht geschieden. Er ist der wertvollste Mensch in ihrem Leben geworden, ihr Vertrauter, ihr Freund und der Mann, mit dem sie sich eine glückliche gemeinsame Zukunft vorstellen kann. Sie darf ihm nicht weh tun. Sie darf ihn nicht belügen – sie weiß, dass er das nicht ertragen würde. Aber sie hat entsetzliche Angst, ihn zu verlieren, wenn sie die Wahrheit sagt.

Am Vorabend des Treffens – sie wollen an einem neutralen Ort ein Eis essen gehen, weiß sie, dass sie nun handeln muss. Sie ruft ihn an und sagt ihm die Wahrheit. Er legt auf ohne ein weiteres Wort.

Sie fühlt sich, als müsse sie sterben. Stunden später ruft sie nochmal bei ihm an. Auch seine Stimme zeigt: Er ist am Boden. „Wir können Freunde sein,“ sagt er. „Aber sehen werden wir uns nie.“ Sie stimmt zu – sie hätte allem zugestimmt, wenn sie ihn nur nicht verliert.

Sie setzen ihre täglichen Gespräche fort und erwähnen das gescheiterte Treffen nicht mehr. Sein Leben entwickelt sich langsam zur Katastrophe. Nach einem Jahr ohne Job verliert er das Arbeitslosengeld. Er löst seine Wohnung auf, lagert die Möbel ein und zieht ins Gästezimmer zu seiner Mutter. Er bewirbt sich nun auf alles, was ihm vor die Augen kommt – auch als Dreher. Noch einmal keimt Hoffnung auf: Er findet eine Arbeit als normaler Mitarbeiter im Vertrieb: Wieder Maschinenbau. Und er muss 90 Kilometer von seiner Wohnung zur Arbeit fahren. Er nimmt es auf sich – er würde nie fortziehen ohne seine Mutter. Aber dann müsste er sicher sein, dass er die Arbeit auch behält.

Seine Intuition hat ihn nicht getäuscht: Elf Monate, nachdem er in der neuen Firma angefangen hat, wird er zusammen mit einem Schwung weiterer Mitarbeiter entlassen: Die Lage im Maschinenbau ist katastrophal, es gibt kaum noch Auftragseingänge, Aussicht auf Besserung besteht nicht.

ES

Sie versucht, ihm Mut zu machen, legt ihm auf seinen Wunsch hin sogar die Karten – aber es wird nicht mehr besser. Er versucht, möglichst nicht mit ihr zu skypen – es schneidet ihm ins Herz, wenn er bemerkt, wie glücklich es sie macht, in seine Augen zu sehen – und es macht ihn krank, dass sie immer wieder darum bittet, doch wenigstens einmal mit ihr Eis essen zu gehen. Er hat seinen Standpunkt klar gemacht – und basta.

Er macht sich selbstständig. Auf seiner Homepage bietet er sich als Interim-Manager an, vermittelt außerdem gebrauchte große Industriemaschinen und Kredite. Er wird Mitglied in den großen Online-Berufsnetzwerken. Hier läuft ihm auch – scheinbar – die Chance seines Lebens über den Weg: Eine britische Investorengruppe, die Unternehmen in Not gegen Provision über Kredite die Handlungsfähigkeit erhält, will sich auf das Festland ausdehnen. Man bietet ihm die Generalvertretung für die Schweiz an. Kann es sein, dass er doch noch eine Chance bekommt, seinen Traum zu leben? An seinen persönlichen Engagement soll es nicht scheitern. Nach einigen Wochen der Einarbeitung geht es los. Hier ist seine imposante Erscheinung ebenso wie sein direktes Auftreten durchaus ein Vorteil. Ein Festgehalt bekommt er nicht, aber es winken satte Provisionen.

Ihr schwant nichts gutes, als sie von der Übereinkunft hört. Aber sie sieht auch, dass er definitiv keine Wahl hat. Ein paarmal ist es schon gut gegangen, Kunden konnten sich über hohe Kreditsummen freuen, die ihnen keine Bnak mehr bereitgestellt hätte. Aber dann läuft alles auf einmal schief. Er trifft sich mit US-Investoren in einem Hotel und nimmt die vereinbarte fünfstellige Vorausleistung in Empfang. Nur: Die Amerikaner sehen die vereinbarte Kreditsumme nie – und die britische Investorenguppe mit dem klangvollen Namen verschwindet von der Bildfläche.  In der öffentlichen Meinung bleibt er übrig als betrügerischer Kreditvermittler. Das ist das Ende seiner weißen Weste.

Herz für immer versteinert

Er fühlt sich wie bei einer Drückjagd: Von der Hundemeute ins Dickicht gedrängt, das seinen letzten Schutz vor dem Blattschuss darstellt. Er schämt sich dermaßen, dass er sogar ihr, der besten Freundin, die Blamage nicht mitteilen will – sie liest per Zufall darüber im Netz. „Schau,“ sagt sie – „auch wenn man die ehrlichsten Absichten hat, können sich die Dinge ganz furchbar falsch entwickeln – so wie bei mir und der Tatsache, dass ich verheiratet bin.“ Und wieder bittet sie ihn aus tiefstem Herzen, ihr doch ein einziges Mal zu erlauben, mit ihm eine Tasse Kaffee oder Tee zu trinken. Er reagiert wütend, will das nicht schon wieder diskutieren. Da rastet sie aus: Sie erfindet freihändig eine Geschichte, was sie unternehmen werde, wenn sie die Sehnsucht nach ihm schlicht nicht mehr aushält – und schildert die Dinge ausführlich in buntesten Farben. So sehr redet sie sich in Rage, dass sie sein Schweigen gar nicht bemerkt. Bis es ihm reicht. Er legt auf.

Er hat nie wieder abgenommen. Es war sein letzter Versuch, noch rechtzeitig eine Frau zu finden, die er lieben, ehren und mit der er hätte Kinder zeugen können. Wenn er sich nach Sex sehnt, besucht er fortan einschlägige Foren im Netz und verschafft sich körperlich Entlastung. Eine Anstellung hat er nicht mehr gefunden. Aus den Berufsnetzwerken ist er ausgetreten, seine eigenen Sites hat er gelöscht. Seine Telefonnummer hat er mehrfach gewechselt.

Der Teil seines Herzens, der nicht zu Stein geworden ist, konzentriert sich auf die Mutter, die wie sein ganzes Leben über, voll und ganz hinter ihn stellt. Gemeinsam mit ihr zu kochen, macht ihm großen Spaß – und er liebt ihre wundervollen Sahnetorten. Die Schweiz meidet er nun wie die Nordsee mit der kleinen Insel. Eine Partnerin sucht er nicht mehr. Die Briefe der Chat-Freundin, die auch nach Jahren noch bei ihm eintreffen, wirft er ungelesen weg.

Nie, niemals wieder, wird er einer Frau sein Herz öffnen.

Siehe auch:

Leben als Soziopath: „Das schlimmste war: Ich konnte absolut nichts fühlen“

Nie wieder verletzt werden: Ein Blick ins Herz eines Narzissten

Der Mann meines Lebens ist ein Narzisst und die dortige Linkliste

Ich kann’s nicht etragen, nochmal zu versagen

Kaltes Herz: Narzistisscher Missbrauch und wie man wieder auf die Beine kommt 

Von allem getrennt – sogar von sich selbst: Depression ist ein Albtraum, der nie endet

Update: Niemand überlebt die Liebe unbeschadet

Update: Loslassen macht frei – Tipps wie man das macht

 

Der Mann meines Lebens ist ein Narzisst – wer oder was bin jetzt bitte ICH? 6

Vier Wochen ist es nun her. Vier lange Wochen. Bis jetzt hat sie es geschafft. Sie hat nicht versucht, ihn anzurufen, nicht versucht, ihn irgendwo abzupassen, ihm keine Mail geschrieben und auch keine SMS. Sie hat auch nicht versucht herauszufinden, was er tut, was er denkt, womit er sich beschäftigt, wen er vielleicht trifft.  Sie war stark. Und sie wird stark bleiben. Auch wenn der sengende Schmerz ihr Herz im Zeitlupentempo in Scherben friert.

Sie hat keine Tränen mehr – es ist, als seien ihre Augen leer geweint. Brennend liegen sie in den Höhlen, giftig stechende Bälle mit Greifarmen bis ins Gehirn, wo sie  langsam und genüsslich jede Windung einzeln lähmen.

Oder nein. Eine Lähmung ist es nicht. Es ist ein glühendes Vereisen – eine eisige Erkenntnis: Diesen Kampf konnte sie nicht gewinnen. So wenig wie ein Ball eine Gummiwand überwinden kann – so wenig wie eine zärtliche Berührung Panzerglas durchdringen kann – so wenig hat sie in all den Jahren sein Herz erreicht.

Je lauter sie nach ihm gerufen hat, desto mehr hat er sich versteckt im Nebel tausender Ausreden, die ganz glatt und leicht von seinen Lippen glitten. In immer seltenerer persönlicher Anwesenheit. Schließlich sogar in den letzten Worten, die er – wie immer, wenn sie Gefahr liefen zu streiten – lieber schriftlich verfasste, um anschließend gar nicht mehr erreichbar zu sein.

Ich bin zum Sterben traurig – enttäuscht von dir und all den leeren Worten“ hatte sie gesagt und dabei gedacht: ‚Wenn er mich doch einfach in die Arme nähme – ein einziges Mal ganz ohne Vorbehalt – ich wäre Wachs in seinen Händen…

Wir leben beide in völlig unterschiedlichen Welten, die schlicht und einfach nicht alltagstauglich miteinander vereinbar sind„, hatte er, wie schon so oft zuvor unterkühlt geantwortet und sich auf unbestimmte Zeit verabschiedet.  Wie immer hatte er sie aber auch diesmal nicht freigegeben – nur die Distanz zwischen ihnen größtmöglich erweitert: „Lass uns nach einer Zeit des Nachdenkens korrespondieren und sehen, was daraus wird.“ Dann war er weg – wie jedes Mal ohne ein Wort zu den konkreten Fragen, die sie ihm gestellt, zu der konkreten Bitte, die sie an ihn gerichtet hatte.

Sie versucht nicht, den Schmerz zu betäuben. Sie weiß, dass sie dann keine Chance mehr hat. Nur ein kleines Glas Wein und sie würde weinend zu betteln beginnen, einmal mehr all seine Bedingungen akzeptieren und dann am ausgestreckten Arm verhungern. Verhungern an ihrer eigenen Sehnsucht, lieben zu dürfen und geliebt zu werden. Einen Mann lieben zu dürfen, der nicht lieben kann.

So, jetzt ist es heraus.

Zum 100. Mal liest sie ihren letzten Brief an ihn: „Ich bin nicht mehr bereit, immer weiter ohne Aussicht auf Änderung zu warten. Wie du zwar weißt, aber nicht realisiert hast, will ich alles oder gar nichts.

Liebe duldet keine Lügen. Liebe ist absolutes Vertrauen.Liebe kann man nicht töten.

Es gibt eine Chance, wie wir zueinander finden können: Du wirst mir gegenüber treten als der Mensch, der du wirklich bist. Ohne jede Maske. Was immer du vor mir versteckt hast, wirst du mir sagen. Nichts ist so schlimm, dass ich es nicht aushalten könnte. Keine Lügen mehr, kein Weglaufen. Ein anderer Weg steht nicht mehr offen.“

Ihre Chance ist etwa so groß wie die, im Lotto zu gewinnen, das weiß sie. Sein herrisches Wesen duldet keinen Widerspruch. Er erwartet bedingungslose Gefolgschaft. Sein Dank dafür ist nicht seine Liebe – aus seiner Sicht aber etwas ganz Großes. Die Person, der er gestattet, vor ihm zu knien, darf nur vom gleichen Holz sein, wie er selbst: elitär. Diese beiden Voraussetzungen – die komplette Unterwerfung, sowie die gleiche, elitäre Sicht der Welt – erlauben es ihm, das maximal Mögliche von sich selbst preis zu geben: seine Gedanken. Seine Gedanken etwa über die Frage, wie er es anstellen kann, aus dieser Welt eine bessere zu machen.

Wie sie die vertrauten Gespräche mit ihm vermisst!

… Waren sie überhaupt jemals vertraut?

Sie greift zu dem Papier, das ihr klar gemacht hat, worin sie nun so viele Jahre verstrickt war – nein, verstrickt IST – denn frei von ihm ist sie so wenig wie eine Süchtige vom „Stoff“. ‚Ich warne dich: Noch bist du frei. Aber du wirst süchtig werden nach mir. So süchtig, dass du nie mehr loslassen kannst…‘ Wie viele Jahre ist das nun her, dass er das sagte? Sie hatten sich gerade eine Woche gekannt. Eine Woche, in der sie mit Begeisterung die Nächte durch debattiert hatten.

Sie hatte befremdet reagiert – wie oft auf seine Übertreibungen. Aber sie hatte die Übertreibung, wie später auch oft, auf das Adrenalin in seinen Adern zurückgeführt. Er lebte in einer Welt ohne Pastelltöne, sah sich selbst als Kämpfer. Als erfolgreicher Kämpfer. Als einer, der nach jeder Niederlage wieder aufstand, um noch besser zu werden. Noch immer bewundert sie ihn für seine eiserne Disziplin und seine Konsequenz im Handeln. Obwohl jedes Mal eine eisige Hand ihr Herz zusammenpresste, wenn er einmal mehr drohend erklärte: „Ich habe keine Feinde. Du bist entweder für mich oder gegen mich. Das kannst du ganz frei entscheiden. Aber nur einmal. Wer gegen mich ist, ist für mich gestorben.“

Sie war und ist für ihn. Und zwar genau so, wie er ist.

Aber heute weiß sie: Der Mann ihres Lebens leidet unter einer schweren Persönlichkeitsstörung. Er ist ein ausgeprägter Narzisst.

Narzissmus in der Partnerschaft

„Der männliche Narzisst sucht permanent die Konkurrenz und den Vergleich, ist ansatzweise glücklich in Ausnahmesituationen, wo man(n) glänzen kann, ist in der Tat häufig auf mehreren Ebenen überbegabt bis manchmal fast manisch angetrieben und genial, steckt aber unglaublich enge Verhaltensgrenzen, über die auch die liebevollste Partnerin nur selten und wenn, dann mit vielen Tricks, gehen kann.

Andererseits kann dieser Mann oft sehr erfolgreich an seiner Karriere bauen, ist häufig visionär und verführerisch und mitreißend, kann durchaus sehr charmant und überzeugend wirken, wenn ihm eine Sache oder ein Mensch für eine bestimmte Phase und Zeit wichtig ist.
Ebenso kann er aber auch diesen umworbenen Menschen oder das Projekt „wie eine heiße Kartoffel“ aus dem Nichts heraus fallen lassen. Diese gestörte, da überproportionale Selbstliebe und das damit verbundene verzerrte unrealistische Selbstbild, kann bei einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung egozentrische bis asoziale Ausmaße annehmen und bis zur völligen Gefühlsabwehr gehen.

(…) Ein progressiv narzisstischer Mann betont immer erst seine eigenen Qualitäten, die anderer interessieren ihn in Wahrheit wenig, höchstens als der niedrigere Vergleichsmaßstab.  Ein Narzisst befindet sich daher in einer Endlosschleife ständiger Überkompensation seiner tiefliegenden Minderwertigkeitskomplexe, geht ständig in Konkurrenz und Vergleich, will dabei immer der Beste und Überlegenste sein.

(…)Interessanterweise ziehen progressive Narzissten den regressiven narzisstischen Menschen magisch an. Dieser ist immer in der Rolle des Bewunderers, fühlt sich kleiner, unwichtiger, unbedeutender oder gar weniger klug als sein progressiv narzisstisches, immer sicher wirkendes Gegenüber, steht in dessen Schlagschatten und wertet das eigene Image über diesen „Superstar“ auf. Der regressive Narzisst kann sich manchmal lebenslang unterordnen, was jedoch immer auch eine große Abhängigkeit produziert.

So ein narzisstisches Grundmuster beider Partner kann beispielsweise sein, dass beide sich, also der eine über den anderen in gewisser Weise aufwerten müssen, um sich selbst zu verwirklichen. Anfänglich sprühen oft die „Funken“ in einer solchen narzisstischen Beziehung, alles scheint zu passen, später gleichen die Streitszenen eher einem ganzen Feuerwerk. In der ersten Beziehungsphase gibt es grundsätzlich die (regressive) „Bewunderin“ und den omnipotent Bewunderten (progressiv), der dies narzisstisch absolut benötigt wie umgekehrt.
Zum Konflikt bzw. der Kollusion kommt es genau dann, wenn sich plötzlich die unbewussten Muster und Erwartungen nicht mehr automatisch einlösen und es nun eher störend wird, dass der eine Partner eher zu selbstherrlich auftritt und der andere „ seinen Ohrfeigen“ trotzdem weiter nachläuft und um Liebe bettelt, oder zur Schonung oder Fürsorge auffordert, oder sich nur noch depressiv unterwürfig bis nörglerisch – anklagend äußert. (…)

(….)Die narzisstische neurotische Lebensdramaturgie orientiert sich ausschließlich am eigenen überproportionalen Autonomie- und Überlegenheitsstreben. Echte Nähe passt da nicht hinein. Tiefe Gefühle und Nähe und echte Intimität sind irritierend und zu vermeiden. Genau dies kann eine Partnerin in eine extreme Gefühlsabhängigkeit treiben, da sie ständig etwas bei ihm sucht, was er nicht zu geben vermag. Ein narzisstischer Mann erwartet die Kompromisse immer von der anderen Seite und selten von sich selbst.

(…)Neurotisch narzisstische und damit bindungsgestörte, beziehungsschwache Menschen benötigen für sich immer alle Zeit der Welt zum möglichen JA zu einer Beziehung, machen dem Anderen dabei einerseits Hoffnung und entziehen sich gleichzeitig beim kleinsten Wink einer Festlegung, also wenn der Andere es etwas verbindlicher haben möchte. Hier entsteht immer eine narzisstische Gefühlsachterbahn.“ (Quelle: stark gekürzter Blog der Psychotherapeutin Monika Koch in der Aachener Zeitung).

Hm.

Bin ich ein armes, um Zuneigung bettelndes Häschen?

IMG_0093Sie geht zum Spiegel und betrachtet sich lange. Sie ist sportlich, wenn auch nicht mehr so schlank wie früher – ihre weiblichen Formen bringt das deutlicher zur Geltung. Ihre dunklen langen Haare zeigen noch kein Grau, in den seelenvollen, dunklen Augen liegt oft ein Lächeln – sie können jedoch auch angriffslustig funkeln. Sie hat eine Führungsposition in einem kreativen Beruf. Dort gehört Klappern zum Handwerk – unter den Mitarbeitern, wie auch den Kunden sind wirkungsvolles Eigenmarketing ebenso wie eine Portion Übertreibung Alltag. Sie empfindet es oft als anstrengend, von solchen Menschen umgeben zu sein: Zeigt sie nicht genügend Autorität, wird man sie gnadenlos absägen – ist sie nicht kreativ genug, wird man sie umgehend links überholen. Manchmal ertappt sie sich dabei, sich müde zu fühlen. Dann wünscht sie sich starke Arme, in die sie sich flüchten könnte – einen Partner, der ihr erlaubt, auch einmal schwach zu sein.

Aber macht sie das zur regressiven Narzisstin?

Wenn das Herz doch nicht so weh täte. Seit einigen Jahren bemerkt sie an sich, besonders abends, beunruhigende Herzrhythmusstörungen, die laut Arzt keine organische Ursache haben. Seitdem übt sie sich in meditativen Techniken und hat so auch zum Malen gefunden. Das städtische Symposium der Landschaftsmaler vom letzten Sommer kommt ihr in den Sinn. Zwei Tage lang hat sie da Seite an Seite mit einem Maler aus Süddeutschland gesessen und sich angeregt mit ihm unterhalten. So lange, bis er sich outete, in einem BDSM-Forum als „Dom“ aktiv zu sein. „Du bist reif„, hatte er ihr unvermittelt eröffnet. „Du bist eine Sub – schau dich ehrlich an und erkenne es.

Das Thema Dominanz und Submission hat sie danach noch Monate beschäftigt. Dann war es für sie geklärt: Nein. So wie sie selbst Demütigung und Kränkungen ihres Partners ablehnt, braucht sie auch keine solche Behandlung, um sich sexuell angeregt oder glücklich zu fühlen. Etwas länger dauerte die Auseinandersetzung mit der Frage: „Willst du führen oder geführt werden?“

Sie weiß, dass sie sich selbst führen kann – sie hat es seit vielen Jahren bewiesen. Aber war sie in dieser Zeit glücklich? Warum hatte dann der Mann ihres Lebens solch ein leichtes Spiel mit ihr?

86cvdsug1[2]Tränen steigen in ihr auf, als sie an den Vater denkt. Als kleines Mädchen war er der Größte für sie gewesen, der klügste Mann der Welt, der sein Wissen gern mit ihr teilte. Ein Mann mit machtvollen grünen Augen, der mit ihr spielte, mit ihr sprach wie mit einer Erwachsenen, der ihr sagte, sie werde später einmal „zur Elite“ gehören, der seine Gedanken und seine Sehnsüchte mit ihr teilte … So lange, bis sie in die Pubertät kam. Da begann ihr Bild vom tollen Vater zu bröckeln. Sie war klug, vielseitig begabt, lernte schnell und dachte vernetzt. So stellte sie den Vater sehr früh in Frage.

Das wiederum hatte aus dem begeistert liebenden einen immer wieder prügelnden Vater gemacht, der sich mit aller Kraft anstrengte, ihre innere Freiheit zu brechen. Sie war gegangen, sofort nach dem Abitur. Und hatte nie aufgehört, nach der Liebe ihrer Kindheit zu hungern…

Aber halt: War das wirklich so einfach gewesen? Längst vergessen geglaubte Bilder steigen in ihr auf: Das kleine Mädchen, das zum Vater rennt, um ihn zu umarmen und ihm zu sagen, dass es ihn lieb hat. Der Vater, der sich grade mit anderen Eltern unterhält, dem Mädchen rüde mit dem Handrücken ins Gesicht schlägt und kalt sagt: „Wenn Erwachsene reden, haben Kinder zu schweigen„… Die eisige Hand um das Herz des Mädchens – die Angst, seine Liebe zu verlieren, war immer präsent.

Und dann die Jahre danach, als sie versuchte, sich vom übermächtigen Vater zu lösen. Typische Szene, vorzugsweise am Mittagstisch: Er: „Du wirst das jetzt tun.“ Sie: „Warum?“ Er: „Weil ich es sage.“ Sie: „Das reicht mir als Begründung aber nicht.“ Wie dann beide aufspringen. Sie flüchtet in den Flur, lässt sich zu Boden fallen, schützt ihr Gesicht. Er schlägt blindlings zu, wo immer er hin trifft. Sie gibt keinen Laut von sich. Merkwürdigerweise fühlt sie auch keinen Schmerz. Irgendwann lässt er von ihr ab, geht ins Schlafzimmer, um Mittagsschlaf zu halten.

Schließlich der Tag, als er sie zum letzten Mal prügelt. Da ist sie 17. Sie liegt wie immer am Boden und schützt ihr Gesicht, fühlt die Fäuste auf sich niederdreschen, als plötzlich eine heiße Welle der Wut in ihr aufsteigt. Nein, es ist mehr als Wut. Mordlust ist es, die ihr aus den Augen schießt, als sie sich unter den Schlägen aufrichtet und seine grellen grünen Augen fixiert: „Na, hast du dich bald ausreichend an mir befriedigt?“

Sein Arm friert mitten im Schlag ein. Die Mutter, die wie so oft das Geschehen reglos sitzend mit verfolgt, bricht in Tränen aus und ruft: „Du Hexe – du bist eine Hexe!“ Die Hexe, die aufsteht, den Vater noch einmal mit einem vernichtenden Blick von oben bis unten misst und dann ruhig ins Mädchenzimmer geht, um Hausaufgaben zu machen. Ein Metzgermesser. Sie hat die ganze Zeit an ein langes, schweres Metzgermesser gedacht, das sie in seine Brust stoßen würde.

Im selben Jahr der vorerst letzte Akt des Vater-Tochter-Dramas. Sie kommt zum ersten Mal eine ganze Nacht lang nicht nach Hause, taucht am Sonntag zur Frühstückszeit im Garten auf. Auf der Wiese der Vater, auf und ab patrouillierend wie ein wütender Grizzly. Auf der Terrasse die Mutter, schweigend, mit vorwurfsvollem Gesicht. „WO warst du?“ Sie antwortet nicht, lächelt nur – auch, als der Vater einen Tobsuchtsanfall bekommt: „Ich will, dass du gehst“ Verschwinde von hier! Du bist nicht mehr meine Tochter!“

Viele Jahre später, in einer langen Nacht an den Weihnachtsfeiertagen, als sie allein mit dem Vater ein Glas Wein trinkt, wird sie es wagen, ihn zu fragen: „Warum hast du mich immer so furchtbar verprügelt?“ Da wird er in Tränen ausbrechen und mit der Stimme eines kleinen Jungen sagen: „Du warst es doch, die mich nie geliebt hat. DU hast mich so sehr gehasst„…

Wie entsteht eine narzisstische Persönlichkeit?

Der Narzisst ist ein Mensch, der zwar funktioniert, aber nicht wirklich „lebt”.
Was führt zu einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung? Ist das Milieu der Kindheit nicht „ausreichend gut”, schafft es also nicht, dem Kind das zu geben, was es braucht, dann ist ein solcher Mensch zu vergleichen mit einem Baum ohne Wurzeln. Er vertrocknet. Ein solcher Mensch muss nun viel zu früh selber für das sorgen, was ihm vorenthalten blieb, will er überleben. Er treibt – vertrocknet wie er ist – Blätter aus eigener Kraft. Er entwickelt ein grandioses Selbst.
Wer sich selbst als hochgenial, begabt und vollkommen erlebt, ist gegen Kränkungen scheinbar geschützt. Dieser Schutz kann aber auch von einem allmächtig gesprochenen Objekt ausgehen, das nicht unbedingt ein lebender Mensch sein muss, sondern genauso
gut auch eine Ideologie o.ä.“ schreibt Brigitte Fragner in einer Broschüre, herausgegeben vom HPE Österreich.

(…) „Auf Kränkung, Verletzung und Beschämung reagiert der narzisstisch gestörte Mensch mit destruktiver Wut. Narzisstische Menschen erscheinen auf den ersten Blick als unabhängig und über allem stehend, sie sind aber – ganz im Gegenteil – überaus abhängig von anderen Menschen: von deren Bewunderung und Beurteilung. Gekränkt werden aber kann man nur von jemandem, den man idealisiert oder mit Allmachtsaspekten ausgestattet hat. Geschieht Kränkung, dann muss der bis dahin idealisierte Mensch schnellstens abgewertet werden. Abwertung in diesem Kontext heißt aber nicht einfach Entidealisierung, sondern gleich Vernichtung. Narzisstische Wut ist immer Vernichtungswut und daher gefährlich.

Infolge einer frühkindlichen Störung kann es zur Ausbildung eines NOT-ICH kommen. Es ist dies ein infantiles und grandioses Ich, das mit Spannungen, Gegensätzen und Frustrationen nicht fertig wird. Also wird alles Unangenehme und Bedrohliche (oder bedrohlich Scheinende) radikal abgespalten, „weil nicht sein kann, was nicht sein darf”. Ich bin großartig, ich bin wichtig, ich bin gut. Alle anderen sind nichtig, dumm und böse.
Ein Mensch, der mit einem Not-Ich leben muss, wird unbeweglich und starr, er lebt gleichsam in seiner eigenen Festung. Er ist nicht mehr flexibel, kann sich an neue Situationen nicht anpassen, denn seine gesamte Energie geht in die Verteidigung. Er verliert die Neugier auf die Welt. Denn das einzige, worauf es ankommt ist, sich vor der bedrohlichen Welt zu schützen.

Das reife Ich hingegen ist ein integrales Ich, das heißt, es schließt Positives und Negatives, Gutes und Schlechtes in sich ein. Es hebt die Spaltungen auf und arrangiert sich mit der Tatsache, dass sowohl jedes Individuum für sich, als auch die Mitmenschen und die Welt sowohl gut wie auch böse sind. Ein Mensch mit einem reifen Ich kann von sich sagen: „Ich bin in manchen Dingen gut, in manchen aber schlecht. Die anderen ebenso. Ich bin manchmal ein guter Mensch, manchmal aber auch ein Versager. Die Welt ist manchmal wunderschön, dann aber wieder schlecht und angstmachend.
Mit dem allen kann ich leben, ja muss ich leben. Aber ich arbeite weiter an meiner eigenen Entwicklung und an der Entwicklung der Welt.”

Mit dieser Realität muss der persönlichkeitsgestörte Mensch immer wieder auf konsequente, aber behutsame Art konfrontiert werden, damit das mangelnde Urvertrauen und der Selbstwert nachreifen können.“

Narzissmus und Borderline ähneln sich in ihrem Erscheinungsbild oft sehr. Die zitierte Broschüre arbeitet die Unterschiede aus:

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Ist ein Narzisst auch ein Psychopath?

Sie kann Verallgemeinerungen nicht leiden. Zu groß ist die Gefahr, ungerecht zu werden, Andere zu verurteilen für etwas, das sie nicht sind. Zufall oder nicht – sie ist in den letzten Monaten immer wieder auf Blogs, Artikel in Zeitschriften und Videos gestoßen, in denen es um Psychopathen ging.  Alle haben sie nachdenklich gemacht. Gewiss sind die Grenzen fließend – aber wer ist nun der Mann, den sie als Mann ihres Lebens betrachtet?

Sie forscht nach.

„Das Bild, das sich die Öffentlichkeit anhand von Hollywood-Figuren wie Hannibal Lecter von Psychopathen macht, ist bestenfalls unvollständig: Brutale Mörder, Kinderschänder, echte Irre. Doch Psychopathen sind nicht verrückt. Ihr Verstand, sagt Robert Hare, ist völlig in Ordnung. Sie sind mitunter sehr intelligent, sie wissen, was richtig und was falsch ist. Sie können sich auch rein rational in ihr Gegenüber hineinversetzen und dessen Perspektive übernehmen.

Was ihnen fehlt, ist also nicht die sogenannte „Theory of Mind“. Was ihnen fehlt, ist Empathie. Weil sie selbst Gefühle wie Liebe oder Angst vermindert wahrzunehmen scheinen, ist ihre Fähigkeit, Mitgefühl, Schuldbewusstsein oder Reue zu empfinden, eingeschränkt, erklärt Hare. Sie wirken zunächst charmant, sind tatsächlich jedoch seltsam kalt. Laut Robert Hare sind sie „perfekt angepasste Raubtiere“. Geradezu instinktiv finden sie die Schwächen ihrer Mitmenschen und nutzen sie aus.“ (Quelle: dasgehirn.info)

„Es gibt erfolgreiche Psychopathen (die Kerngruppe antisozialer Persönlichkeiten), die z.B. als Investmentbanker oder Pokerspieler große Risiken eingehen und manchmal sogar für ihre Leistungen gefeiert werden. Sie sind wagemutige Draufgänger, die das Risiko suchen. Ob jemand seine antisoziale Persönlichkeit im Rahmen der Gesetze auslebt, ist eine Frage der Sozialisation. Mancher lernt, die Regeln einzuhalten, weil die Nachteile sonst zu groß werden.“ (Quelle: www.gehirn-und-geist.de)

Da ist sie wieder, die kalte Hand um ihr Herz. Ein Gespräch, erst vor wenigen Monaten mit ihm geführt, klingt in ihren Ohren nach:

Ich habe immer Angst, dass du eines Tages wortlos aus meinem Leben verschwinden wirst.

So ein Unsinn.“

„Nicht wahr, du wirst niemals einfach so gehen, ohne ein Wort, egal was passiert…“

„Nein, versprochen. Und das gilt.“

„Danke, das ist so wichtig für mich.“

„Gut.  Ich muss ja die Q. noch weiter ausbeuten – so bin ich eben.“

„??“

„Q – Quelle, Wissens-Quelle„…

Wie sehr sie doch gebettelt hat. Gebettelt um eine Nähe, die scheinbar da war und dann doch wieder nicht. Und wie sie immer wieder abgeprallt ist, an der Gummiwand seiner Eloquenz:

„Wir beide wollen besprechen, wenn es Probleme gibt, ja?“

„Wie soll ich das verstehen?“

„Ich will niemals wieder eine wortlose Beziehung haben, wenn es eng wird. Ich möchte, dass wir aneinander wachsen und miteinander wachsen.“

„Eng?“

„Wenn die Ur-Ängste berührt werden.“

„Ich denke, wir können immer über alles reden – ganz sicher sogar. Keine Sorge also.“

Wie seltsam platt das auf einmal klingt – jetzt, wo sie wieder, und diesmal wohl endgültig, wortlos auseinander gegangen sind. War dieser Mann, der so tief in ihr verankert ist, dass sie meint, erst vollständig zu sein, wenn er bei ihr ist – war dieser Mann nur die Antwort auf einen kindischen Traum? Der Spiegel ihrer eigenen Leere, die von ihr selbst vorgegebene Formulierung zur Erlösung ihrer Sehnsucht? Spielte er einfach nur die Rolle, die sie selbst ihm auf den Leib geschrieben hat?

Nein, oh nein …

Ruhelos wandert sie hin und her. Ihr ist schwindlig. Der Schmerz hat wieder die ganze linke Körperhälfte erfasst, das Atmen fällt ihr schwer. Wie so oft, wünscht sie sich, das Elend möge endlich ein Ende haben. Sie will so gern nach Hause. Nach Hause. Dahin, wo kein Körper sie mehr quält. Dahin, wo sie ganz sie selbst sein darf. Dahin, wo sie wieder vollständig sein wird, so wie sie es schon einmal war, bevor ihre Seele beschlossen hatte, dieses Leben voller Prüfungen zu beginnen.

Sie öffnet das Fenster. Der Winter endet früh in diesem Jahr. Die Wiese ist voller Winterlinge, die Haselnüsse blühen, die Vögel singen, und gestern hat sie im Radio gehört, dass eine Straße wegen der Krötenwanderung voll gesperrt wurde. Krötenwanderung im Februar. Sie schüttelt den Kopf. Muss unwillkürlich lächeln, als ihr Lieblingsvogel direkt vor ihr auf dem Flieder landet und sich in die Brust wirft: Der Distelfink schmettert aus voller Kehle. Wie wunderschön es aussieht, wenn so ein kleiner Mann die ganze Pracht seines Gefieders und seines Gesangs verschenkt!

Was wäre die Welt ohne das männliche Element … Immer wieder erfreut sie sich auch an den männlichen Menschen. Wie berührend, wenn ein Mann einen Kampf ausgefochten hat – ganz allein und unter Einsatz aller Kraft, wie ein Bergsteiger auf einem Achttausender – wenn er sich dann spreizt voller Stolz, und strahlt wie die Sonne – wenn er sich dreht und zeigt: ‚Seht her, ich bin kraftvoll und erfolgreich…‘ Dann muss sie lächeln, an die Frauen des römischen Reiches denken und möchte ihm den Siegerkranz auf’s Haupt legen…

Bin ich lächerlich in meiner Frauenrolle? Oder besser: In dem, was ich für meine Frauenrolle halte?

Gute Frage – und nicht wirklich zu beantworten. Wie ist denn die „richtige“ Frauenrolle in einer Welt, in der frau ihren Mann stehen muss? Wieder hört sie einen oft wiederholten Satz ihres Herzmanns in den Ohren klingen: „Ich trage niemanden. Ich sage dir, wie es funktioniert. Aber gehen musst du allein.

Allein. Ja. Allein.

Ihr ist kalt.

Haben wir noch eine Chance?

Nicht, wenn er ein Psychopath ist. Dann kann er nicht fühlen und wird es auch niemals können. Was ist er denn nun?

„Das Verhalten von Narzissten kann dem Verhalten von Psychopathen stark ähneln, mit Blick auf die grobe Missachtung und den groben Missbrauch von anderen Menschen. Doch wenn man die Beweggründe für ihr Verhalten erforscht, werden Unterschiede sichtbar. Der Narzisst verlangt nach Anerkennung und Bestätigung. Er fordert von anderen, dass sie seine besonderen Qualitäten bemerken und würdigen; seine besonderen Qualitäten machen seine Bedürfnisse besonders.

Dies gibt ihm das Gefühl, dass er Anspruch darauf hat, dass diese befriedigt werden. All dies fordert er, als ob sein innerstes Selbst auf dem Spiel stünde, und genau das tut es auch. Enttäuschung/ausbleibende Befriedigung geben ihm das Gefühl, nicht beachtet und vernachlässigt zu werden. Wut und Zorn dringen dann an die Oberfläche und zeigen sich in aggressiven und passiv-aggressiven Verhaltensweisen – oft im proportionalen Verhältnis zum Schmerz und zur Verletzung, die er empfindet.

Der Psychopath ist weniger gequält vom Verlangen nach Bestätigung als der Narzisst. In der Tat scheint seiner inneren Welt alles zu fehlen, was Wertschätzung erfahren könnte: Sie ist karg und beherbergt nichts, was empfänglich wäre für Bestätigung. Die seelische Welt des Psychopathen ist wie mit einem Geheimcode verschlüsselt. Das Ausnutzen von anderen Menschen ist beim Psychopathen räuberischer als beim Narzissten. Für den Psychopathen, der paranoid sein kann, ist die Welt so etwas wie ein riesiges Jagdrevier, das mit „Personen-Objekten“ bevölkert ist, welche er zu seinem Vorteil ausnutzen kann.

(…) Aber wenn wir etwas tiefer gehen, so entdecken wir, dass der Narzisst in Wirklichkeit schrecklich unsicher und bedürftig ist. Der Narzisst rationalisiert sein Verhalten mit seinen besten Verteidigungsmechanismen – Beschuldigungen und Verachtung. Der Narzisst ist ein Experte im nahtlosen Fertigen von solchen Rationalisierungen. Der Psychopat hingegen hat keine Moral, und deshalb braucht er auch nichts zu rationalisieren. Das Leben ist für ihn ein Spiel. Das Spiel besteht darin, herauszufinden, wie er das bekommt, was er will, und zwar sofort (mit welchen Tricks auch immer). Und es ist ein Spiel ohne Regeln. Wo es keine Regeln gibt, da gibt es auch keine Regelverstösse und keine Ausnutzung. Der Psychopath macht sich nach und nach die Regeln selbst, betrügt diesen und jenen Menschen, lügt wie ein schamloses Kind, während er improvisiert und seine Pläne ausführt, manchmal ohne Schwierigkeiten, manchmal mit – aber immer ohne Rücksicht auf und total gleichgültig gegenüber dem Schaden, den er anrichtet.“ (Quelle, stark gekürzt: erkennepsychopathie.wordpress.com)

Und was ist mir mir selbst?

Bin ich überhaupt beziehungsfähig?

Immer wieder fragt sie sich das. Und hat sich deshalb entschlossen, auch selbst die ersten sieben Schritte zu gehen, die sie im Forum narzissmus.net gefunden hat.  Ihr Arzt hat ihr Hoffnung gemacht. „Sie leiden an einer tiefen Verunsicherung bezüglich ihrer eigenen Identität,“ hat er gesagt und sie freundlich angelächelt. „Aber wissen Sie: Was man sich nicht erlaufen kann, kann man sich immer noch erhumpeln. Sie sind ein sensibler, empathischer Mensch und beziehungsfähig. Sie können es schaffen. Und so lange werde ich eine sichere Konstante an Ihrer Seite sein. Ein großer Bruder, sozusagen.“

Das hat ihr Mut gemacht. Für sich und auch den Mann ihres Lebens.

Wenn es Liebe ist, werden sie sich finden. Wenn er fühlen kann, wird er fühlen. Wenn er der mutige, konsequente Mensch ist, den sie hinter all seiner Angst vor Nähe zu sehen glaubt, wird er den Mut haben, sich Hilfe zu suchen. Dann haben sie eine Chance, miteinander zu wachsen.

Und wenn nicht, hat er sie viel gelehrt.

Wann ist ein Mensch narzisstisch veranlagt?

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung wird im ICD 10 nur unter der Rubrik „Andere spezifische Persönlichkeitsstörungen

(F 60.8)“ aufgeführt. Im Anhang I der ICD-10-Ausgabe „Forschungskriterien“ wird sie allerdings weiter charakterisiert.

Mindestens fünf der folgenden Merkmale müssen vorhanden sein:

  • Größengefühl in Bezug auf die eigene Bedeutung (z.B.: die Betroffenen übertreiben ihre Leistungen und Talente, erwarten ohne entsprechende Leistungen als bedeutend angesehen zu werden)
  • Beschäftigung mit Phantasien über unbegrenzten Erfolg, über Macht, Scharfsinn, Schönheit oder die ideale Liebe
  • Innere Überzeugung, „besonders“ und einmalig zu sein und nur von anderen besonderen Menschen oder solchen mit einem hohen Status (oder von entsprechenden Institutionen) verstanden zu werden oder mit diesen zusammen sein zu können
  • Bedürfnis nach übermäßiger Bewunderung
  • Anspruchshaltung; unbegründete Erwartung besonders günstiger Behandlung oder automatische Erfüllung der Erwartungen
  • Ausnutzung von zwischenmenschlichen Beziehungen, Vorteilsnahme gegenüber anderen, um eigene Ziele zu erreichen
  • Mangel an Empathie; Ablehnung, Gefühle und Bedürfnisse anderer anzuerkennen oder sich mit ihnen zu identifizieren
  • häufiger Neid auf andere oder Überzeugung, andere seien neidisch auf die Betroffenen
  • arrogante, hochmütige Verhaltensweisen und Attitüden.

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Anmerkung: Dieser Blog beruht auf der wahren Geschichte eines Paares in meinem erweiterten Umfeld, mit der ich kürzlich einige Tage lang sehr intensiv in Kontakt kam. Das Leid auf beiden Seiten hat mich so berührt, dass es mich bis heute nicht los lässt.

Siehe auch: Ein Sehnen, unstillbar brennend und tief wie das Meer

Erlösung durch Liebe ist von außen unmöglich 

Allein in der Hölle der Leere – vom Ringen um den Weg aus dem schwarzen Loch

Von allem getrennt, sogar von sich selbst: Depression ist ein Albtraum, der nie endet

Dualseele, Zwillingsflamme, Liebe: Die große Sehnsucht, nach Hause zu kommen

Nie wieder verletzt werden: Ein Blick ins Herz eines Narzissten

Partnerschaft mit einem Narzissten: Wie er und wie sie die Beziehung erleben

Ein gebrochenes Herz wird andere Herzen brechen – es kann nicht anders

Der Narzisst und die Frauenwelt

Ich kann’s nicht ertragen, nochmal zu versagen

Nur Anerkennung kann den Selbsthass dämpfen

Auf den ersten Blick kein Zusammenhang, auf den zweiten umso mehr:

Wie manipuliert man Menschen?“ Das Handbuch der NSA und:

Manipulation: Einfach, wenn man weiß wie’s geht – und sehr wirkungsvoll…

My life in fur: BDSM-Blog einer Frau über ihre Beziehung mit einem dominanten Narzissten

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Hilfreiche Links:

http://www.narzissmus.net/

www.narzismus.org

Hilfe für Opfer von Narzissten

emlifeforum

http://www.narzissmus-info.com/

http://www.narzissmus.org/eigenschaften-narzisstischer-mutter.php

http://www.parfen-laszig.de/psychoanalytische-ressourcen/

http://www.hpe.at/upload/documentbox/Broschuere-Borderline.pdf

http://www.mensch-und-psyche.de/formen-der-liebe/narzissmus/narzissmus-in-der-partnerschaft/

http://antipsychopathen.blog.de/2012/12/20/widerpruechliche-welt-narzissmus-sozialverhalten-liebe-15339293/

Video mit ausführlichen, klaren Definitionen und Verteidigungsstrategien

Buch: Kaltes Herz: Narzistisscher Missbrauch und wie man wieder auf die Beine kommt 

Update: Studie: Jede dritte Frau in Europa ist Opfer von Gewalt 

Update: These: Die fehlende zweite Hälfte ist ein eigener, dissoziierter Persönlichkeitsanteil

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