Rumi: When the rose is gone…

Dschalāl ad-Dīn Muhammad ar-Rūmī, genannt Rumi, wurde am 30. September 1207 in Balch (heute Afghanistan) geboren und starb am 17. Dezember 1273 in Konya. Er war ein persischer Sufi-Mystiker und einer der bedeutendsten persisch-sprachigen Dichter seiner Zeit. Er hinterließ der Nachwelt eine große Sammlung tiefgründiger Worte, in denen es sehr oft um die Vergänglichkeit irdischer Liebe und den unsterblichen göttlichen „Geliebten“ geht. So auch in diesem Gedicht, das eine schmerzhafte Erkenntnis des Alters beschreibt: Die körperliche Liebe vergeht wie ein Lufthauch – die ewige Liebe ist die einzige Rettung.

wenn die rose verblüht ist und der garten verblasst

wirst du das lied der nachtigall nicht länger hören

der GELIEBTE ist alles – der liebende nur ein schleier.

der GELIEBTE lebt, der liebende ist ein totes etwas.

wenn die liebe ihre stärkende fürsorge einstellt

bleibt der liebende zurück wie ein vogel ohne schutz,

der liebende bleibt zurück wie ein vogel ohne flügel.

wie soll ich erwachen und bewusst werden

wenn das licht des GELIEBTEN fort ist?

diese Worte sind das testament der liebe.

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