Wie funktioniert Hellsehen ? Antwort

Dieser Artikel ist auch im Online PR & Social Media News – Autorenportal erschienen: Vom Hellsehen ohne Hilfsmittel über das Legen von Karten bis hin zum Remote Viewing: Die Tücke liegt im persönlichen Filter.

Die Arbeit eines Mediums besteht in der Bündelung seiner fünf Sinne und der konzentrierten Ausrichtung auf ein bestimmtes Ziel, das der Ratsuchende festlegt. Um Erfolg zu haben, müssen zwei wichtige Störfaktoren möglichst gut ausgeschaltet werden: Das Gehirn und die persönlichen Ängste.
Der eigene Verstand arbeitet oft gegen die intuitive Wahrnehmung, besonders wenn diese in kein Erfahrungsspektrum eingeordnmet werden kann. Und: Der Hellseher selbst ist ein Mensch mit persönlichen Ängsten, Zu- und Abneigungen und einem Wertesystem. Das bringt ihn in die Gefahr, seine Wahrnehmungen zu interpretieren, statt einfach weiter zu geben. Verschiedene Techniken helfen dabei, möglichst objektive Ergebnisse zu erzielen. Der Ratsuchende sollte seine Frage möglichst klar formulieren – der Wahrsager sollte allen menschlichen Lebensformen freundlich gegenüber stehen.

Die Weltanschauung, die dem Wahrsagen zugrunde liegt ist die, dass alle Dinge miteinander verbunden und alle Ereignisse, ob nun vergangen oder zukünftig holografisch in einer Art Matrix gespeichert sind. Nun geht es darum, das Geschehen, zu dem man Auskunft wünscht, erst zielgenau herauszufiltern und dann möglichst objektiv wahrzunehmen. Genau hier liegt die Tücke des Hellsehens – wie später noch beleuchtet wird.

Ein Wahrsager muss grundsätzlich über ein gut entwickeltes Mitgefühl und gleichzeitig über die Fähigkeit, klar zu differenzieren und vernetzt zu denken, verfügen. Empathie ist die Voraussetzung, bei vielen Ratsuchenden überhaupt zu erkennen, was sich hinter Fragen wie: „Wo ist meine Lebensaufgabe“ oder „was wird aus unserer Beziehung“ genau verbirgt.

Danach gilt es, an das Ziel „anzudocken“, also Kontakt mit den Ereignissen im Leben des Fragenden zu bekommen. Rein technisch gesehen lässt sich das mit der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen vergleichen: Man stelle sich einen Ozean voller menschlicher Beziehungen, ursächlicher Zusammenhänge, Lebensläufe, Unfälle, Eheschließungen, weltpolitischer Ereignisse und vielem mehr vor, in dem ein einziges Menschenleben und darin wieder eine einzige Frage zu finden ist.

Deshalb bitten viele Hellseher um Hilfsmittel. Gern genommen sind Fotos, hilfreich können auch Namen und/oder Geburtstage mit Geburtszeit sein.

Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Der Wahrsager wird sich konzentieren und seine fünf Sinne auf Empfang stellen. Alle müssen deutlich mehr trainiert als die normaler Menschen sein. Das Medium wird nun darauf achten, was es sieht, hört, riecht, schmeckt, fühlt und diese Wahrnehmungen in den Zusammenhang der Frage einordnen. Einbezogen werden manchmal auch eigene Körperwahrnehmungen des Hellsehers, wie beispielsweise seine Erfahrung, dass Schmerzen im linken Knie immer mit Geldproblemen zu tun haben.

Spätestens hier sind wir nun bei einer Tücke des Wahrsagens, die niemals unterschätzt werden darf – auch und vor allem nicht vom Medium selbst: Vorausgesetzt, das Weltbild der Matrix, in der alles gespeichert ist, trifft zu, so müssen doch alle Wahrnehmungen bezüglich eines bestimmten Geschehens durch einen Filter. Der Filter steckt im Körper und im Denken des jeweiligen Mediums.

Zwei einfache Beispiele: Der Hellseher fürchtet persönlich Krebserkrankungen, die zu spät entdeckt werden könnten. Nun nimmt er beim Ratsuchenden eine deutliche gesundheitliche Beeinträchtigung wahr. Durch seine eigene Furcht vor tödlich verlaufenden Krankheiten ist er nun stark gefährdet, die Interpretation seiner Wahrnehmung „einzufärben“.

Oder: Hellseher sind häufig mit komplexen Beziehungsfragen konfrontiert, die jenseits gesellschaftlicher Normen liegen. Haben sie selbst aber ein starkes Normenbild – etwa die unbedingte eheliche Treue – sind sie in akuter Gefahr, ihre Wahrnehmungen zu bewerten, statt einfach nur weiter zu geben. Entsprechend verfälscht wird das Ergebnis sein.

Um solchen Tücken entgegen zu wirken, bedient man sich verschiedener Hilfsmittel, wie beispielsweise Wahrsagekarten. Den Karten sind mehr oder weniger konkrete Bedeutungen zugeordnet. Legesysteme geben eine zusätzliche Struktur. Lässt man den Ratsuchenden zusätzlich selbst die Karten mischen, scheint die Möglichkeit einer Einflussnahme durch den Wahrsager relativ klein. So wird eine relativ sichere, in ihren Details aber stark eingegrenzte Aussage möglich.

Wissenschaftlich belegt ist inzwischen, dass der Verstand, entsprechend der Funktion der linken Gehirnhälfte, oft im Widerspruch zur Intuition, angesiedelt in der rechten Gehirnhälfte arbeitet. Nimmt nun die Intuition ein Bild wahr, das der Verstand anhand seiner Erfahrungswerte nicht zuordnen kann, entsteht ein Konflikt, der ohne Schulung des Mediums nicht überwunden werden kann. Durch die Einflussnahme des Verstandes kann ein völlig falsches Ergebnis entstehen.

Techniken wie das Remote Viewing, gern übersetzt mit Fernwahrnehmung, wurden mit Hilfe von Hirnforschern und Hochsensitiven erarbeitet, um diesem Konflikt entgegen zu wirken. Das sogenannte Technical Remote Viewing wurde in den 90er Jahren unter strenger Geheimhaltung von der CIA entwickelt. Hier wird mit Hilfe eines „Interviewers“ der Verstand des Mediums gezielt mit der systematischen Beschreibung der Wahrnehmungen beschäftigt, um die fünf Sinne entsprechend frei zu machen, ungehindert Eindrücke zu empfangen.

Auch die Technik des systematischen „Anpeilens“ des Ziels in der Matrix wird geübt. Der Anspruch des Projekts, das später vom US-Kongress gestoppt wurde, war hoch: Man wollte damit unter anderem Politiker und Rüstungsprojekte anderer Nationen ausspähen. Die Trainer von damals unterrichten heute auf dem freien Markt und haben eine stattliche Anzahl von internationalen Schülern ausgebildet.

Menschen, die Rat bei einem Hellseher suchen, sei folgendes geraten:

  • Nehmen Sie sich vorher Zeit, Ihre Frage genau zu formulieren. Je konkreter Sie fragen, desto konkreter können Sie Antwort bekommen.
  • Ganz wichtig: Nicht alles auf einmal fragen. Sortieren Sie ihre Themen.

Der Wahrsager Ihres Vertrauens sollte

  • klug genug sein, Ihr Problem auch zu erfassen
  • differenziert formulieren und vernetzt denken können
  • Menschen und all ihre Lebensformen grundsätzlich erst einmal freundlich annehmen.

Update: Pascal Voggenhuber: „Wie erkenne ich ein gutes Medium?“

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